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Verfahren und Vorrichtung zum Glätten und Imprägnieren eines aus Fasermaterial bestehenden Überzuges von leitungsfrähten oder dgl.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung isolierter Drähte durch Aufblasen eines Fasermateriales auf vorher mit Lack iiberzogenem Draht und nachheriges Umspinnen der Faserschichte. Der Erfindung gemäss wird der durch Aufblasen erhaltene Überzug dadurch geglättet und imprägniert, dass der Draht einen rasch rotierenden Trichter, in welchem das Aufblasen des Fasermaterials erfolgt und sodann ein an letzteren anschliessendes, rotierendes Rohr durchläuft, durch dessen Durchlochungen feine, eventuell mit zermahlenen Fasern versetzte 01und Fettstrahlen allseitig auf den Draht auffallen. Die Erfindung betrifft. weiter Vorrichtungen zur Durchführung dieses Glättverfahrens sowie zur Regulierung der durch Aufblasen der losen Fasern und Umspinnen erhaltenen Isolationsschichte.
In der Zeichnung ist zur Veranschaulichung der Erfindung eine vollständige Einrichtung zur Herstellung isolierter Drähte oder fertiger Spulen in fortlaufendem Arbeitsgange veranschaulicht. Unmittelbar von der Trommel ?-kommend, wird der zu isolierende Draht z durch ein Lackbecken 11 geleitet, aus welchem derselbe in die zum Auftragen des Fasermateriales dienende Vorrichtung gelangt. Bei dieser Vorrichtung ist im Inneren einer teils zylindrischen, teils konischen, von zwei Mänteln M, n umschlossenen Kammer ein Luftturbinenrad a in der Weise gelagert, dass zu beiden Seiten der Nabe t zwei laufräderartige Scheiben 4 angeordnet sind, die in korrespondierenden, an der Innenfläche des Innenmantels angeordneten Ringansätzen-j laufen.
Das von der Nabe 7 des Turbinenrades umtasste. einmal abgesetzte zylindrische Gehäuse bzw t ist mit einem achsialen, durchlochten Rohrkanal h versehen, in welchem ein zweites gleichfalls durchlochtes dünnwandiges Rohr 9 sitzt, dessen links liegende Iündung durch einen konvexen. mit enger, zentraler Öffnung versehenen Trichter 10 verschlossen ist, während das andere Ende offen, und an seiner Aussenseite mit Schraubengewinden versehen ist auf welchen eine das Rohr 9
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Mäntel m, n und stehen mit einer gemeinsamen Pressluftleitune in Verbindung. Unmittelbar an diesen, zum Auftragen von Faserstoffen.
Glätten und überziehen der letzteren mit 01, FeTt oder Lacksubstanz dienenden Apparat schliet sieh ein zweiter Apparat an, welcher in bekannter Weise aus mehreren konischen, mit Spulen. s besetzten Tellern 11, 12, 13 besteht, die auf einer entsprechend gelagerten Hohlwelle b sitzen. durch reiche der zu isolierende Draht z geführt
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maschine ablaufende Draht z durchläuft, und der durch seine Bewegungen auf den Widerstand 17 eines Relaisstromes wirkt, der durch'''ermittlung der Relaisvorrichtung 16 den Regulierwiderstand 15 des Elektromotors w betätigt.
Von der hinter der Umspinnmaschine angeordnetenAbzugtrommel /'gelangt der schon mit Lack, ungesponnenen Faserstoffen und dem Überzug von versponnenem Textilmaterial versehene Draht in die Troekenvorrichtung. Diese Trockenvorrichtung besteht aus einem Rohre g von etwa 1 bis 2 ni Länge, durch welches warme trockene Luft geblasen wird. Die austretende
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in die Trocken-und Erhitzungsvorrichtungen, um nach entsprechender Trocknung und Erwärmung wieder in den Trockenapparat geleitet zu werden. Dieser und ein im Agglomerate enthaltener
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behälter p, in welchem eine Reihe von Führungswalzen 18 angeordnet ist, über welche der Draht innerhalb der Lackmasse geführt wird, um eine entsprechende Menge Lack aufzunehmen.
Vom Lackapparate p gelangt der umsponnene und mit Lack versehene Draht z über eine geeignete Führungswalze 19 in den zweiten vorerwähnten Lufttrockenapparat q und nunmehr auf die Abzugwalze x oder, wenn eine sofortige Herstellung von Spulen geplant ist, direkt auf letztere.
Das aus dem beschriebenen Agglomeratapparate sich ergebende Arbeitsverfahren ist folgendes : Der von der Trommel r ablaufende Draht z wird in dem Apparate u mit einer Lackschichte versehen und gelangt, mit dieser noch klebrigen Lackschiechte versehen, in den Faserauftragsapparat, wird jedoch bei Eintritt in letzteren durch Passieren der Düse 20 von der überschüssigen Lack- menge befreit. In den Faserauftragapparat eingetreten, wird der mit der noch feuchten Lackschichte versehene Draht z der Einwirkung der durch die Rohre c austretenden, fasernführenden Luftströme ausgesetzt, so dass die noch klebrige Oberfläche mit dem kurzen, eventuell zermahlenen Fasermateriale bedeckt wird.
Beim Eintreten in das rotierende Rohr 9 wird die Faserschichte durch die Wirkung der konvex abgerundeten Wände des Trichters 10 etwas zusammengedrückt, so dass der lose Faserüberzug in konsistente Form gebracht wird. In diesem Zustande passiert nunmehr der Draht das rotierende Rohr 9 bzw. h und wird innerhalb desselben von den aus den Durchlochungen dieser Rohre tretenden, feinen eventuell mit zermahlenen Faserstoffen versetzten Fett oder Olstrahlen bespritzt ; diese Bespritzung ist infolge der Rotation der Öffnungen, aus welchen die Strahlen treten, eine derartig vollkommene, dass der Draht allseitig mit dem Fett oder Ui bestrichen wird.
Aus dem zum Fasernauftragen bestimmten Apparate ausgetreten, gelangt der Draht nunmehr in die eigentliche Umspinnmaschine, in welcher er in bekannter Weise mit den seiner Spezialbestimmung angepassten Fadenmateriale, wie Seide, Baumwolle as., umspannen wird.
Durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Dynamo und Umspinnmaschine kann die Dicke der Umspinnung für jede Drahtstärke auf das gewünschte Mass eingestellt werden ; das Aufrechterhalten der eingestellten Stärke erfolgt während des Betriebes in vorbeschriebener Weise durch die elektrische Fühlervorrichtung. Es ist selbstredend, dass die Einstellung der
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und Regulierung der Abzugsgeschwindigkeit des Drahtes bzw. durch Veränderung der UmlaufsGeschwindigkeit der Abzugtrommel f stattfinden konnte, in welchem Falie der Fühlhebel auf die die Abzugtrommel f betätigende Dynamo@ wirken müsste; günstiger ist jedoch die Einstellung
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geschwindigkeit der Unisptnnmaschine.
Von der Umspinnmaschine ablaufend, gelangt der Draht in die Trockenvorrichtung, wird,, von dieser austretend, nochmals mit einer Lackschichte überzogen, abermals getrocknet und nunmehr entweder direkt auf die zur definitiven Verwendung gelangenden Spulen aufgewickelt
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