AT64226B - Verfahren zur Entwicklung von Sauerstoff. - Google Patents

Verfahren zur Entwicklung von Sauerstoff.

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  Verfahren zur Entwicklung von Sauerstoff. 



   Es ist bekannt, dass Wasserstoffsuperoxyd und solche Verbindungen, die mit Säure Wasserstoffsuperoxyd liefern, sich mit Permanganat in saurer Lösung derartig umsetzen, dass sowohl aus dem Wasserstoffsuperoxyd, als auch aus dem Permanganat der aktive Sauerstoff frei wird. Infolgedessen sind in saurer Lösung äquivalente Mengen von beispielsweise Permanganat nötig, um Wasserstoffsuperoxyd vollständig zu zersetzen, während in alkalischer Lösung bekanntlich'schon ganz geringe Mengen Permanganat dazu genügen. 



   Es wurde nun gefunden, dass auch in Abwesenheit von Säure. das Natriumperborat mit äquivalenten Mengen Permanganat sich unter geeigneten Bedingungen derartig umsetzt, dass sowohl aus dem Perborat, wie auch aus dem Permanganat der aktive Sauerstoff frei wird. Dies wird jedoch nur dann erreicht, wenn das Perborat in nichtgelöstem Zustande zur Reaktion kommt. 



    Schichtet man beispielsweise 1'54 Teile (1 Mol. ) Natriumperborat und 1. (/gMol.)   fein pulverisiertes Kaliumpermanganat nebeneinander und gibt man unter Umrühren etwa 10 Teile Wasser hinzu, so findet eine lebhafte Reaktion statt, bei der Perborat und Permanganat ihren Sauerstoff praktisch vollständig abgeben. Es entstehen Metaborat und Braunstein. 



   Für den guten Verlauf der Umsetzung kommt es nur darauf an, dass das Permanganat reichlich mit dem Perborat in Berührung tritt. Man kann auch so verfahren, dass man das Perborat und das Permanganat trocken mischt und zu dieser Mischung dann das Wasser gibt, oder anch so arbeiten, dass man zu der wässerigen Permanganatsuspension das Perborat gibt. 



   Diese Reaktion ist praktisch wichtig, weil man auf diese Weise den Sauerstoff nur zur Hälfte aus dem Perborat entwickelt und zur anderen Hälfte aus dem billigeren und   sauerstoffreicheren Permangan at.   



   Die Sauerstoffentwicklung ist eine sehr   stürmische   und in kurzer Zeit beendet, womit die Reaktion besonders für Inhalationszwecke Bedeutung erlangt. 



   Der Verlauf der Reaktion war nicht vorauszusehen ; es war vielmehr zu erwarten, dass nur das Perborat, nicht aber auch das Permanganat seinen Sauerstoff quantitativ verlieren würde ; denn es genügen ja schon kleine Mengen Permanganat, um Wasserstoffsuperoxyd und   seine DerivaU1 völlig zu zersetzen. Ebenso   ist es bekannt, dass auch Braunstein, der sich bei dem vorstehenden Verfahren in grosser Menge bildet, an sich Wasserstoffsuperoxyd und auch Perborat katalytisch zersetzt. Es zeigte sich denn auch, dass Wasserstoffsuperoxyd, wie auch gelöstes Perborat, mit Permanganat nicht in dem beschriebenen Sinne reagieren.

   Bringt man beide in Lösung miteinander in Reaktion, so wird nur ein geringer Teil des   Permanganats mit   umgesetzt. Ähnlich verhält sich Barium- superoxyd, das unter denselben Bedingungen allein seinen Sauerstoff abgibt, während das Permanganat fast unverändert bleibt. 



   Andererseits sind es nur die Permanganate, die in dem beschriebenen Sinne mit
Perborat reagieren, während beispielsweise die Chromate, das Eisenoxyd und das Blei- superoxyd   Flich   an der   Sauerstoffabgabn   nicht beteiligen, wenn sie zur Zersetzung von Perborat benutzt werden. Statt der Perborate können Perphosphate und Perkarbonate zur
Anwendung gelangen, statt des Kaliumpermanganats können andere Permanganate ver- wendet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Entwicklung von Sauerstoff aus Permanganaten und Persalzen, darin bestehend, dass man Permanganate unter Ausschluss von Säuren bei Gegenwart von Wasser auf feste Perborate, Perkarbonate oder Perphosphate in etwa äquivalenten Mengen ein- wirken lässt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT64226D 1911-06-07 1912-06-05 Verfahren zur Entwicklung von Sauerstoff. AT64226B (de)

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