AT64913B - Eisengerbverfahren. - Google Patents

Eisengerbverfahren.

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Josef Dr Bystron
Karl Baron Von Dr Vietinghoff
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Josef Dr Bystron
Karl Baron Von Dr Vietinghoff
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Eisengerbverfahren. 
 EMI1.1 
 Hilfe von   Chromsäure   oder chromsauren Salzen, Kaliumpermanganat oder Salpetersäure oxydiert. Die mit diesen Oxydationsmitteln erzielten Eisengerbungen haben jedoch den Nachteil, dass sich in der   Gerblusung und   auf der Oberfläche des Leders bedeutende Niederschlage bilden und ausserdem sich wegen der notwendigen Anwesenheit grösserer   Simretnengen   ein stark saures und   deshath   nicht völlig unlösliches Eisenoxydsalz in der 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 Wärme nicht angewendet wird, zu oxydieren. Der Überschuss an NO entweicht und bildet an der Luft durch Verbindung mit dem Sauerstoff derselben wieder Stickstoffdioxyd.

   Man kann nun   durch Arbeiten   in geschlossenen   Gerbgefässen   und Wiedereinleitung des regenerierten Stickstoffdioxyds diese Reaktionen so miteinander   kombinieren,   dass ein Kreislauf 
 EMI1.4 
 vorzunehmen, kann dies auch in dem Gerbgefäss selbst geschehen. Man kann daM, da das Stickstoffdioxyd bei dem Verfahren ja nicht verbraucht, sondern immer wieder   zurück-   gebildet wird, auch praktisch mit einer so geringen   Menge   von   Sti. ckstoffdioxyd auskommen,   dass dasselbe eigentlich nur als Katalysator wirkt, indem es die Übertragung des Sauerstoffs der Luft an die   Ferroaalxe   vermittelt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Man hat in diesem Falle nur nötig, in die   Ferrosalzlösung   eine geringe Menge von Stickstoffoxyd oder Stickstoffdioxyd   einzuführen,   das dabei zu Stickoxyd reduziert wird, welches sich mit dem Eisenoxydulsalz verbindet, und leitet dann durch die Lösung Luft hindurch. Man hat es dabei in der Hand, durch schnelleres oder langsameres Einleiten von Luft die Oxydation und damit die Dauer der Gerbung nach Wunsch zu beeinflussen. 



  Anstatt das Stickstoffoxyd bzw. Stickstoffdioxyd ausserhalb des   Gerbgefässes   zu erzeugen und in gasförmigem Zustand in dasselbe einzuleiten, kann man es auch darin selbst erzeugen, indem man die   Eiscnoxydulsalzlösung   mit geringen Mengen von Nitrit versetzt und durch Zusatz der berechneten Menge einer passenden Säure salpetrige Säure daraus freimacht, die wie ein Gemisch von NO und   A'ou   wirkt. Des weiteren ist es nicht unbedingt erforderlich, die Oxydation der   Forrosalzlosung   und die Gerbung der Blösse gleichzeitig vorzunehmen, man kann auch die   Ferrosalzlösung   zunächst für sich mit Stickoxyden bzw.

   Stickoxyden und Luft oxydieren und dann mit der   oxydierten   Gerblösung ausgerben, wobei gleichfalls in der Blösse eine hochbasische unlösliche   Eieenoxydverbindung   niedergeschlagen wird. 



   Schliesslich kann man auch die ungesäuerte Blösse in eine Eisenoxydulsalzlösung bringen, wobei das in der Blösse enthaltene Alkali oder Erdalkali aus der Eisenoxydulsalzlösung eine unlösliche Eisenoxydulverbindung niederschlägt und diese vermittelst Stickoxyden bzw. Stickoxyden und Luft in eine hochbasische unlösliche Eisenoxydverbindung überführen. 



   In allen Fällen können der   Eisenoxydulsalzlösung neutrale Alkalisalze   zugesetzt werden und es wird die Gerbung mit Hilfe von Stickoxyden solange fortgesetzt, bis das Leder durchgegerbt ist, was au der Farbe des Schnittes zu erkennen ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eisengerbverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass man hiebei die in bekannter Weise zur Anwendung gelangende   Ferrosalzlösung   mit Hilfe von Stickstoffdioxyd oder durch Luft in Stickstoffdioxyd   überfuhrbaren   Stickox) den zur Oxydation bringt, wobei die 
 EMI2.1 
 Bad eingebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausgestaltung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an und für sich bekannte ständige Regenerierung des Stickstoffdioxydrs durch Zuführung von Luft in Eisensalzlösung erfolgt.
    3. Ausfübrungsforni des Verfahrens gemäss Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die unentka) kte Blösse in die Ferrosalzläsung \oi der Oxydation bringt.
AT64913D 1912-06-12 1912-06-12 Eisengerbverfahren. AT64913B (de)

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