AT265810B - Alkalinitrat- und metalloxydhältige Salzschmelze zum Entlackieren und zur Beseitigung von Kunststoffüberzügen von metallischen Werkstoffen - Google Patents

Alkalinitrat- und metalloxydhältige Salzschmelze zum Entlackieren und zur Beseitigung von Kunststoffüberzügen von metallischen Werkstoffen

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   Alkalinitrat- und metalloxydhältige Salzschmelze zum Entlackieren und zur Beseitigung von Kunststoffüberzügen von metallischen Werkstoffen 
Es ist bekannt, Werkstücke aus Metall, die mit organischem Lack oder Kunststoffen behaftet sind und bei denen der Lack oder Kunststoff aus irgendwelchen Gründen entfernt werden soll, in einer alkalischen,   alkalinitrat-und   alkalimetalloxydhältigen Salzschmelze bei Temperaturen zwischen 300 und   500 C   zu behandeln. 



   Nach der USA-Patentschrift Nr. 2, 641, 559 kann man dabei so verfahren, dass man das Werkstück längere Zeit ganz in eine Salzschmelze, die aus Alkalinitrat, Alkalinitrit und einer geringen Menge Alkaliperoxyd, das unter Zersetzung eine zusätzliche Oxydationswirkung erzielen soll, besteht. Dabei wird praktisch sämtliche organische Substanz von dem Nitrat der Schmelze oxydiert. Der Nitratverbrauch und damit der Salzverbrauch ist dann ungefähr äquivalent der Menge oxydierter Substanz. 



   Man kann aber auch so verfahren, dass man das Werkstück nur etwa 5 bis 30 sec eintaucht, dann wieder herauszieht und den inzwischen in Brand geratene Lack oder Kunststoff oberhalb der Badoberfläche soweit wie möglich abbrennen lässt. Dabei wird ein grosser Teil der organischen Substanz durch Luftsauerstoff oxydiert, und der Nitratverbrauch geht entsprechend herab. Zur Beseitigung der letzten Reste Lack oder Kunststoff oder eventuell kohlenstoffhaltiger Rückstände wird das Werkstück dann noch einmal in die Salzschmelze getaucht. 



   Es wurde nun gefunden, dass durch Zusatz kleiner Mengen von Metalloxyden die Oxydation der organischen Substanz, vor allem bei der zweiten Arbeitsweise, erheblich beschleunigt wird. Als Oxyde kommen solche in Frage, die in einer alkalischen Schmelze verschiedene Oxydationsstufen bilden können, unter Umständen unter Bindung an das Alkali, z. B. Mangandioxyd, Chromoxyd und Vanadiumoxyd. Diese Oxyde werden in der Schmelze nicht zur Gänze abgebaut. 



   Es ist zwar schon bekannt, zur Abtragung von festhaftenden Oxydschichten von Metallen Salzschmelzen unter Zusatz von Mangandioxyd, Chromoxyd und Vanadiumoxyd zu verwenden (vgl. 



  USA-Patentschrift Nr. 2, 676, 900), doch ist die Grundzusammensetzung dieser Salzbäder von dem erfindungsgemäss benutzten Gemisch wesentlich verschieden. Zum Entzundern von Eisengegenständen sind auch Salzbäder aus Alkalimetallverbindungen einschliesslich von Peroxyden empfohlen worden (vgl. 



  USA-Patentschrift Nr. 2, 630, 393), jedoch ohne Zugabe der erfindungsgemäss vorgesehenen Metalloxyde. 



   Im allgemeinen wird man bei den erfindungsgemässen Salzschmelzen Mangandioxyd verwenden, das befriedigend arbeitet und relativ billig ist. Zur Beschleunigung der Oxydationsreaktionen reichen erstaunlich geringe Mengen der genannten Metalloxyde aus,   z. B.   genügen 0, 05% Mangan in Form von Mangandioxyd. Vorteilhaft beträgt der Gehalt der Salzschmelze 0, 01 bis 0, 5% der betreffenden Metalloxvde. 



   Man kann dabei das Oxyd als solches hinzufügen, aber auch in Form von Metall (Chrompulver), Salzen (Mangansulfat) oder Alkaliverbindungen der betreffenden Oxyde (Natriumvanadat, Kaliumchromat), aus welchen dann die entsprechenden Metalloxyde im Bad selbst gebildet werden.

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  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Alkalinitrat- und metalloxydhältige Salzschmelze zum Entlackieren und zur Beseitigung von Kunststoffüberzügen von metallischen Werkstoffen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schmelze Oxyde des Chroms, Mangans oder Vanadiums bzw. in der Schmelze solche Metalloxyde bildende Verbindungen der genannten Metalle oder ein solches Metall selbst enthält. EMI2.1
AT606566A 1965-07-07 1966-06-24 Alkalinitrat- und metalloxydhältige Salzschmelze zum Entlackieren und zur Beseitigung von Kunststoffüberzügen von metallischen Werkstoffen AT265810B (de)

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