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Schaltung der E l e k t r o m o t o r e n v o n W a g e n z ü g e n.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung der Elektromotoren von auf Schienen oder unmittelbar auf der Strasse laufenden Wagenzügen. bei welcher die Einstellung der Elektro-
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die Magnetwicklungen der Elektromotoren werden zu diesem Zwecke in bekannter Weise aus verschiedenen Stromquellen mit Strom versorgt. Erfindungsgemäss sind in einem der Stromkreise die parallelgeschalteten Anker aller Motoren gelegt, während die Magnetwicklungen sämtlicher Elektromotoren in Reihe in den anderen Stromkrei. s geschaltet sind.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in Fig. 1 und 2 in verschiedenen Ausführungsformen
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Leitungen 3 und 4 erfolgt getrennt von den Ankerspeiseleitungen die Stromzuführung zu den Magnetwicklungen b der Elektromotoren. r st ein Umschalter. welcher zur Einsr. ellung der Elektromotoren auf Vorwärts- und Rückwärtsgang dient. Eine besondere Einstellung auf Bremsung ist nicht notwendig, denn die Speisung der Magnetwicklungen soll aus einer besonderen Sirom-
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erfolgen.
Diese besondere Stromquelle kann also beispielsweise aus einer Sammlerbatterie bestellen. die durch die Hauptdynamos D aufgeladen werden kann, oder man kann statt dessen
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Eine Bremsung des Zuges tritt demnach schen dadurch ein. dass die Gaszufuhr zur Trelhmaschine abgedrosselt wird. Die Bremsenergie hält alsdann die Treibmaschine trotz der Drosselung in
Bewegung ; sie wird also durch den Leerlaufsenergieverbrauch der hin und her gehenden Kolben der Kurbelwellenlager und eventuell durch Kompression des Zylinderinhaltes verzehrt.
Ausserdem bietet die Schaltung nach Fig. l noch den Vorteil, dass man durch die regelbare Erregung der
Magnetwicklungen b schon bei stillstehendem oder rich nur ganz langsam bewegendem Zuge eine starke Bremswirkung erzielen kann. welche es ermöglicht. in Steigungen bei "gelösten
Bremsen"anzufahren.
Die Schaltung nach Fig. 2 zeigt gegenüber der Fig. 1 insofern einen Unterschied, als die Stromquele für die Speisung de@ Magnetwicklungen von der Haup@stromquelle selbsträtig derart
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starken ein bestimmtes Verhältnis besteht, da bekanntlich die Magnete der Elektromotoren nicht zu schwach im Verhältnis zu den Ankerströmen erregt sein dürfen. Zu diesem Zwecke ist die zur Dynamo d gehörige Wicklung f aus wenigen Windungen dicken Drahtes hergestellt, so dass der Hauptstrom unmittelbar durch diese Feldwicklung geleitet werden kann. Die Folge davon ist, dass die Spannung der Dynamo bis zu einem gewissen Grade proportional dem Ankerspeisestrom ist. Sie wird also um so höher, je mehr Wagen im Zuge zusammengekuppelt sind und je höher der Bewegungswiderstand der Räder auf der Fahrbahn ist.
Wenn nun-wie in Fig. 2 dargestellt-die Magnetwicklungen b mittels der durchgehenden Speiseleitungen 3 sämtlich hintereinander verbunden werden, dann lässt es sich erreichen, dass die Magnetstromstärke trotz Änderung der Wagenzahl doch unverändert bleibt und dass ausserdem die durch Änderung des Fahrbahnwiderstandes entstehenden Ankerstromschwankungen von den Magnetströmen annähernd ebenso mitgemacht werden, als wenn jeder einzelne Anker mit seinem Felde in Reihe verbunden wäre. Die Schaltung nach Fig. 2 besitzt im übrigen die gleichen Vorteile, wie diejenigen nach Fig. 1 ; es muss allerdings zum Zwecke des Bremsens eine Umstellung des Umschalters U vor- genommen werden, weil der aus den Ankern a kommende Bremsstrom umgekehrte Richtung wie der Betriebsstrom hat, und infolgedessen ein Umkehren der Spannung am Anker d bewirkt wird.
Durch die in den Figuren dargestellte erfindungsgemässe Reihenverbindung der Magnet- wicklungen wird gegenüber der Parallelverbindung der Vorteil erreicht, dass sämtliche Magnete genau gleiche Erregerströme erhalten, so dass eine grosse Gewähr dafür geboten wird, dass in den
Ankern a gleiche elektromotorische Kräfte entstehen. Etwaige Ungleichheiten der elektro- motorischen Kräfte, wie die durch Ungleichheiten in dem Magneteisen der einzelnen Elektro-
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abgeglichen werden.