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Mechanischer Röstofen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen mechanischen Röstofen mit mehreren übereinander angeordneten Herden, in denen das Röstgut durch senkrecht angeordnete Rührwellen durch den Herd befördert wird. Bei der Abrostung schwer abröstbarer Erze hat man eine grössere Anzahl von Rührwellen hintereinander angeordnet, deren Rührarme sich nur wenig überdeckende Kreise beschreiben. Bei der Verarbeitung nur geringer Erzmengen sowie bei grösseren Mengen solcher Erze, welche nur während eines verhältnismässig kurzen Zeitraumes im Ofen verbleiben sollen,
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schwer abzurostendes Erz zu haben, sind gemäss vorliegender Erfindung - bei Anwendung mehrerer übereinander liegender Herde die einzelnen Herde in der Nähe der Wellen mit Zuführungsbzw.
Abführungsöffnungen für das Röstgut versehen und ausserdem noch mit einer besonderen
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hingeführt, wo der am Ende des an der Welle B befestigten Armes 48 befindliche schräge Zapfen 52. weicher derart gestattet ist. dass er alles in seinem Wege liegende Erz aufschröpft, ein wenig in das Feld der ersten Zone hineinschneidet und bei jedem Umgange einen bestimmten Teil Erz aus dieser Zone herausführt, in das die zweite Zone bildende Feld hinein. Dieses wird von dem Arm der Welle B bestrichen, durch welechen das Erz in nach und nach abnehmenden Kreisen
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sprechend gewählt ist.
Der Vorteil eines Röstofens mit zwei Rührwellen gegenüber einem solchen mit nur einer Antriebswelle für die Rührer einer Mehrzahl von Herden besteht darin, dass für eine gleiche Grösse
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welle, so wird auch entsprechend eine grosse Menge von Staub sich wieder in dem Erz ablagern.
Die geringe Zahl von Herden ermöglicht es, ohne dem Ofen ungewöhnliche Abmessungen zu geben, über dem obersten Herd eine Staubkammer S einzubauen, durch welche die Menge des fortgeführten Staubes auf das geringste Mass beschränkt wird.
Die dargestellte Anordnung von drei Herden mit besonderen Beschickungs-und Ent- leerungsvorrichtungen ist beispielsweise besonders geeignet für fein zerkleinerten Schwefeloder Kupferkies, für Erzschlämme, für verbrauchte Oxyde (von Gaswerken), da bei diesen Stoffen wegen ihrer ausserordentlichen Feinheit leicht eine starke Staubentwicklung eintritt. Letztere wird durch die Entleerung des Erzes mittels der Förderschnecke 70 sehr beschränkt.
Die Anordnung von zwei oder mehr getrennten Herden kann, wenn grobe Erze geröstet werden sollen, derart abgeändert werden, dass der Ofen nur an einer Stelle beschickt wird und das Erz durch alle Herde nacheinander hindurchgeführt wird, bis zur letzten Entleerungvorrichtung 70. Die zweite und dritte Beschickungsvorrichtung 70a wird dabei ausser Tätigkeit gesetzt ; ebenso die erste und zweite der zur Entleerung dienenden Förderschrauben 70, indem diese durch Schieber abgedeckt, während die Entleerungsöffnungen R geöffnet werden. Wäre z. B. nur der zweite Herd für sich allein zu benützen, so müssten die Beschiokungs-und die Ent- leerungsvorrichtung 70ksi bzw. 70 dieses Herdes in Betrieb gesetzt werden und die Öffnungen R geschlossen sein.
Es ist zweckmässig, die Förderschnecken 70 während des Niehtgebrauches aus ihren Gehäusen herauszunehmen.
Wenn die beim Rösten entwickelten Gase zur Schwefelsäureherstellung verwendet werden sollen, so werden die Wände der Staubkammer S möglichst dick gebaut, um die Wärme der hindurchstreichenden Gase zu halten. Um das Ableiten der Wärme durch die kühlen Rührer-
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feuerfestem Ton hergestellt sind.
In der Staubkammer sind Trennwände 77 (Fig. 2) eingebaut. Die Gase treten durch die Kanäle 75 in die Kammer S ein, strömen durch die Öffnungen 78 der Trennwände und werden im Zickzack von einem Abteil zum anderen geleitet bis zur Austrittsöffnung.
Der in den Staubkammern abgelagerte Staub wird von Zeit zu Zeit herausgenommen, was leicht bewerkstelligt werden kann, entweder durch Türen 73 oder durch Entleerungsschachte 76 nach dem unter-der Staubkammer liegenden Herd hin, wo er durch die Rührer der Förder- schnecke 70 zugeführt und durch diese aus dem Ofen herausgefördert wird.
Das starke Mauerwerk des Ofens wird noch durch Anker und Verstrebungen versteift.
Die Türen 73 sind in geeigneter Weise hergestellt und fest verschlossen, um das Entweichen \" Cas zu verhindern Zu diesem Zweck sind auch Stopfbüchsen 81 oberhalb der Spurlager 82 angebracht.