<Desc/Clms Page number 1>
MechanischerRöstofen.
Es ist bei mechanischen Röstöfen bekannt, die senkrechten Wellen, die das auf die Herdfläche aufgebrachte Erz in Bewegung halten, so anzuordnen, dass die Rührrame einen mögtidiHt grossen Teil des benachbarten Feldes bestreichen. Bei diesen Rührwerken konnte es bisher nicht vermieden werden, dass ein Teil des Gutes nur unvollkommen abgeröstet wurde, da die durch die sieh überdeckenden Rührkreise gebildeten Mischfelder überall gleich gross waren. Bei der Abröstung von schwefelarsen-tellurhaltigen und dgl.
Erzen ist es erforderlich, dass der Gehalt dieser Elemente im Röstgut nicht nur auf einen gewissen Durchschnittsgehalt erniedrigt wird. was bei den bekannten Ofen insofern ermöglicht ist, als ein Teil des Postgutes einen grösseren. der andere Teil desselben einen geringeren Gehalt dieser Elemente aufweist, sondern es ist auch erforderlich, dass der Gehalt des Postgutes an solchen Elementen bei jedem einzelnen Erzkorn
EMI1.1
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass zwischen die beiden Zu-und Ableitungs- felder verschiedene Mischfelder eingeschaltet sind, bei denen die von den äusseren Endpunkten der Pührarme beschriebenen Kreise sich teilweise nur wenig,
teilweise so viel als möglich ü er- decken. Die weitere Ausbildung dieses Merkmals führt zur Bildung von Gruppen, zu denen die
EMI1.2
folgenden Gruppen so angeordnet, dass ihre Grösse erst zu-und dann abnimmt.
Auf der Zeichnung ist ein Rostöfen gemäss der Erfindung in beispielsweiser Ausführung dargestellt, und zwar zeigt Fig. l die Ofenwandungen und die Rührvorrichtungen in Ansicht nut Teilweisem Schnitt, Fig. 2 ist ein wegrechter Schnitt durch die Staubkammer und die Kanäle
EMI1.3
des obersten Herdes und zeigt die Rührer und die von ihnen beschriebenen Fehler.
Im folgenden ist die Anwendung des Erfindungsgedankens auf einen grösseren Ofen be-
EMI1.4
am Ende des Armes der Welle B schneidet ein wenig in das Feld der ersten Zone hinein und fördert das Erz in das Feld des zweiten Rührers B hinein, welches zusammen mit dem Felde des dritten Rührers C die zweite Zone bildet. Die Rührer sind so angeordnet. dass jeder weit in das Feld
EMI1.5
die Felder der Rührer D, E, F gebildet wird.
Diese Rüher sind so zueinander angeordnet, dass jeder von ihnen tief in das Feld des anderen-hineinschneidet. so dass das Erz gut durcheinander
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
wird das Erz in das Feld der fünften Zone durch den Zapfen 62 cm Ende des Rührarmes der Welle I übergeführt, wo es in nach und nach abnehmenden Kreisen einer mittleren Entleerungsöffnung zugeführt wird, durch welche es mittels einer Förderschnecke 70 aus dem Ofen herausgefördert wird.
Oder man lässt, wenn eine Mehrzahl von Herden benötigt wird, das Erz durch eine mittlere Eutleerungsöffnung in den nächst tieferen Herd hineinfallen, wo es in der gleichen Weise oder in umgekehrter Richtung durch eine Zonengruppe geleitet wird und so gegebenenfalls durch eine Mehrzahl von Herden hindurchwandert.
Der in der Zeichnung veranschaulichte Dreiherdofen mit aufgesetzter Staubkammer besitzt neun Rührer, welche durch in staubdichten Gehäusen in 01 laufende Sehneckenräder angetrieben werden. Jede Rührwelle ist in senkrechter Richtung frei beweglich, kann sich ungehindert verlängern oder verkürzen und kann ferner durch ein einstellbares Spurlager 82 gehoben und gesenkt werden, ohne die Rührvorrichtung stillsetzen zu müssen und ohne dass auf die Antriebsräder ein Druck ausgeübt würde. Der Antrieb kann gegebenenfalls auch durch Kegelräder geschehen. Jeder Herd hat. eine besondere Beschickungsvorrichtung und eine Entleerungsvorrichtung. Sie besteht aus einem Gusseisengehäuse N mit einem Schieber zur Regelung der Entleerungsörmung.
Eine mit geeigneter Geschwindigkeit durch ein Rad 69 angetriebene Förderschnecke y0 fördert das Erz durch ein Entleerungsrohr 63 aus dem Ofen heraus, das mit Absperrorganen ausgerüstet ist, um den Zutritt der Luft und die dadurch verursachte Staubentwicklung möglichst zu be- schränken.
Die beschriebene Anordnung von drei Herden mit besonderen Beschickungs-und Ent- leerungsvorrichtungen ist beispielsweise besonders geeignet für fein zerkleinerten Schwefel-oder
Kupferkies, für Erzschlämme, für verbrauchte Oxyde (von Gaswerken), da bei diesen Stoffen wegen ihrer ausserordentlichen Feinheit leicht eine starke Staubentwicklung eintritt ; letztere wird durch die Entleerung des Erzes mittels der Förderschnecke 70 ? sehr beschränkt.
Die Anordnung von zwei oder mehr Herden kann, wenn grobe Erze geröstet werden sollen, derart abgeändert werden, dass der Ofen nur an einer Stelle beschickt wird und das Erz durch
EMI2.2
Beschickungsvorrichtung werden dabei ausser Tätigkeit gesetzt und ebenso die erste und zweite der zur Entleerung dienenden Förderschrauben 70.
Wenn die beim Rösten entwickelten Gase zur Schwefls*ureherstellung verwendet werden sollen, so werden die Wände der Staubkammer möglichst dick gebaut, um die Wärme der hindurch
EMI2.3
verhüten, sind dieselben mit Rohren 80 umgeben, die vorzugsweise aus gutem feuerfesten Ton hergestellt sind.
In der Staubkammer sind Trennungswände 77 (Fig. 2) eingebaut. Die Gase treten durch die Kanäle 75, 75b, 75b in die Kammer ein, strömen durch die Öffnungen 78 der Trennungswände und werden im Zick-Zack von einem Abteil zum andern geleitet bis zur Austrittsöffnung 79.
Der in den Staubkammern abgelagerte Staub wird von Zeit zu Zeit herausgenommen, was leicht bewerkstelligt werden kann, entweder durch Türen 74 oder durch Entleerungsschachte 76 nach dem unter der Staubkammer liegenden Herd hin, wo er durch die Rührer der Förderschnecke 70 zugeführt und durch diese aus dem Ofen herausgefördert wird.
Das starke Mauerwerk des Ofens wird noch durch Anker und Verstrebungen versteift. Die
EMI2.4
PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Mechanischer Röstofen mit derart, an senkrechten Wellen angeordneten Rührarmen,
EMI2.5