AT105797B - Erzröstofen. - Google Patents

Erzröstofen.

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Description


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    Erzröstofen.   



   Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an den unter dem   Namen @Spirletöfen"   bekannten Öfen zum Rösten von Erzen. Diese Öfen enthalten mehrere   kreisförmige,   übereinander angeordnete feuerfeste Herdflächen, die abwechselnd fest und beweglich sind. 



  Jede Herdfläche besteht aus einer dicken Platte aus feuerfestem Material, die leicht nach oben gewölbt und in einen kreisförmigen metallischen Rahmen gefasst ist. Die Fassungsrahmen der festen Herdflächen hängen mit einem festen Rahmenwerk zusammen. Die Fassungen der drehbaren Herdflächen sind aussen mit einer kreisringförmigen Schiene versehen, die auf Laufrollen ruht, deren Achsen an dem festen Rahmenwerk sitzen. Die Drehung der beweglichen   Herdflächen wird   durch einen geeigneten Antrieb bewirkt. Die   Rührzähne bestehen   aus feuerfesten Blöcken in Form dreiseitiger Prismen mit senkrechten Kanten, deren obere rechtwinkelige Grundflächen in die Unterseite jeder festen Herdfläche eingefügt sind.

   Diese Blöcke sind nach Art einer Spirale oder jedenfalls derart angeordnet, dass die Wirkung jedes einzelnen Blockes durch den nächstfolgenden nicht gestört wird und eine bequeme Reinigung möglich ist. 



   Röstöfen dieser Art wurden bisher   nur zum Rosten von   Blende benutzt. Wegen des nahen   Aneinanderliegens der Herdfläfhen   und der geringen Strahlung ist die Verbrennung sehr lebhaft, so dass leicht   Temperaturen von 850-900  C erreicht   werden. Da es für den Röstvorgang sowie zur Erhaltung des feuerfesten Materials wichtig ist. diese Temperaturen nicht zu   überschreiten,   lässt sich mit Hilfe dieser Öfen täglich nur eine verhältnismässig geringe Menge Blende verarbeiten. Ein Ofen von   4'ï0/11 Durchmpsser   mit vier   Herdflächen,   von denen zwei beweglich sind, kann täglich   4-4#5 f Bleiblende durchsetzen, die 14%   Blei und   28"/o Schwefel   enthält.

   Die Oxydationsluft muss heiss zugeführt werden, was einen Verbrauch an Kohle von ungefähr   6 %   des Gewichtes der rohen Blende bedingt. In einem solchen 
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 von Pyrit entwickelten Hitze, die bei gleichem Gewicht der verarbeiteten Erze erheblich grsser ist als die beim Verarbeiten von Blende entwickelte, da Pyrit   ungefähr ) ()"/"Sehwefel   enthält und seine Verbrennung exothermischer verläuft. 



   Metallische   Rührzähne   widerstehen den in einem solchen Ofen erreichten hohen Temperaturen nicht, selbst wenn sie durch umlaufende Luft   gekühlt   werden. Man ist deshalb   genötigt,   diese Zähne aus feuerfestem Material herzustellen. Dieses Material verbindet sich aber mit den Bestandteilen der Blende, insbesondere dem Blei, wobei sich Krusten von Bleisilikat bilden. Es ist deshalb nötig, die Zähne täglich mehrere Male mit einem metallischen Werkzeuge zu reinigen, was viel Handarbeit erfordert und leicht zu Brüchen führt.

   Tasächlich besitzen derartige Zähne in den heissesten Zonen des Ofens nur eine Lebensdauer von drei bis sechs Monaten, so dass der Ofen häufig stillgesetzt und die Herdflächen umgehaut werden müssen. 
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 Furche des Arbeitsgutes ein leerer   ringförmiger Raum entsteht, der genau gleich d''r Ureite   des   erwähnten     rückwärtigen   Teiles ist. 



   Übrigens war es bisher nicht möglich, u. zw. ebenfalls wegen der Zerbrechlichkeit des benutzten feuerfesten Materials, die Zahl der Zähne zu vervielfachen und ihnen in dem Masse. wie sie sich von der Mitte des Herdes entfernen, einen Querschnitt zu geben, der der Verminderung der Furchenbreite als Funktion des Durchmessers entspricht. Daraus ergibt sieh, dass, je weiter man nach aussen geht, die ringförmigen   Btendenprismen   immer dünner werden. 



  Infolgedessen wird die   Herdf1äche   sehr schlecht für den Röstvorgang ausgenutzt, und die im Ofen in Umlauf befindliche Materialmasse ist sehr gering. Mit Rücksicht auf die   unmittel-   bare Beziehung, die zwischen der Dauer des Aufenthaltes des Arbeitsgutes im Ofen, d. h. der Dauer des Röstvorganges, und dem Gewichte der im Ofen jeweils aufgespeicherten Arbeitsgutmasse besteht, ist die Dauer des Aufenthalts des Röstgutes im Spirletofen sehr gering. 



  Sie beträgt in der Tat schätzungsweise nur sechs Stunden. Es kommt noch hinzu, das die Rührebene der Zähne senkrecht ist. Die Folge davon ist, dass während des   Vortriehes des   Arbeitsgutes im Laufe der Röstung die das Arbeitsgut bildenden Prismen unter den Zähnen zerdrückt werden. Dadurch wird ihre Grundfläche verringert und infolgedessen auch die Reibung der Masse an der Herdfläche. Aus diesem Grunde verschieben sieh die Prismen lediglich im Wege des Gleitens und der Rührvorgang ist ganz ungenügend. 



   Durch die französische Patentschrift Nr. 536540 ist eine Form metallischer   Rührzähne   bekanntgeworden, die einen Teil der letzterwähnten Unzuträglichkeiten beseitigt, indem sie die volle Ausnutzung der   Herdfläche   für das Rösten ermöglicht und ein gründliches Durcharbeiten der Masse gewährleistet. 



   Die an erster Stelle erwähnten   UnzuträglicI1keiten,   nämlich die durch die hohe Temperatur, die Verkrustung usw. bedingten, werden gemäss vorliegender Erfindung durch die Anwendung besonders ausgebildeter hohler und durch umlaufendes Wasser gekühlter metallischer Rührarme vermieden. Jede Herdfläche besteht aus zwei gleichen Hälften aus feuerfestem Material, zwischen denen ein sich diametral erstreckender Rührarm der genannten Art eingelassen ist. Der Rührarm besteht aus Gusseisen oder Stahl und wird, wie die beiden Hälften der Herdfläche, durch den ringförmigen metallischen Fassungsrahmen der letzteren getragen. Der Rührarm der festen Herdfläche ist auf seiner ganzen Länge hohl. Das Kühlwasser tritt auf dem einen Ende ein und auf dem andern aus.

   Dagegen erfolgen bei den drehbaren Herdflächen der Eintritt und der Austritt des Wassers in der Mitte des   Rührarmes   durch zwei in der Richtung der   Ofenachse   verlaufende konzentrische Rohre. 



   Mit Hilfe dieser mit den oben erwähnten besonders ausgebildeten Zähnen kombinierten Einrichtung ist man imstande, in einem Spirletofen, der die oben genannten Abmessungen besitzt, eine tägliche Verarbeitung von 8-9 t Blende mit 28 0/"Schwefelgehalt zu erreichen und sogar zu überschreiten. Das ist das Doppelte der bisher erreichbaren   Leistungsfähigkeit.   wobei noch zu bemerken ist, dass die jetzt bei Spirletöfen erforderliche Hilfsheizung in Fortfall kommt. In demselben Ofen wurde eine tägliche Leistung von 6-7   t   Pyrit erreicht. 



   In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des verbesserten Röstofens dargestellt : Fig. 1 zeigt einen mit den den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtungen versehenen Spirletofen teils in. senkrechtem Schnitt, teils in Seitenansicht ; die Fig. 2 und 3 sind in kleinerem Massstabe gehaltene schematische Aufsichten auf eine feste bzw. eine drehbare Herdfläche ; Fig. 4 stellt in einem zwischen dem von Fig. 1 sowie 2 und 3 liegenden mittleren Massstabe einen Querschnitt durch eine der Herdflächen dar. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 1 besteht der Ofen aus drei festen Herdflächen oder Sohlen 1, 2, 3 und zwei beweglichen 4 und 5. Jede feste Sohle ist von einem ringförmigen Rahmen 6 eingefasst, der aussen mit einer   Rmgsehiene 7   versehen ist, die auf festen (nicht dargestellten) Trägern ruht. Jede bewegliche Sohle besitzt einen ringförmigen Rahmen 8, der aussen eine Ringschiene trägt, die auf (nicht dargestellten) senkrecht gelagerten Laufrollen ruht. Die Drehachsen dieser Laufrollen sitzen fest in einem die Herdflächen umgebenden, nicht dargestellten Rahmenwerk. Die beweglichen Sohlen werden in bekannter Weise durch einen beliebigen geeigneten Antrieb in Drehung versetzt. 



   Jede feste Sohle besteht (Fig. 2) aus   zwei Halbsohlen 10 und 11   aus feuerfestem Material, die in die Fassung 12 eingelegt und in der Mitte durch einen metallischen Rührarm   18   voneinander getrennt sind. Dieser Arm besteht aus einem sich diametral über die Herdfläche erstreckenden Rohr, das am einen Ende mit einem Zulaufrohr 14 für das Kühlwasser und am anderen Ende mit einem Ablaufrohr 15 in Verbindung steht.

   Der hohle Rührarm 13 ist innen zweckmässig mit einer senkrechten Trennwand 16 versehen, die ihm grössere Starrheit verleiht und ausserdem eine grössere   Berührungsfläche   für das Kühlwasser schafft, so dass bei gegebener   Kühlwassermenge innerhalb   bestimmter Zeit eine grössere Wärmemenge abgeführt werden kann, als wenn die Querwand nicht vorhanden wäre. 

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 die Form, Abmessungen. Lage und Schrägstellung besitzen wie in der erwähnten französischen Patentschrift   Nr.     53654.     0.   Die heweglichen Herdflächen bestehen ebenfalls (Fig 3) aus zwei 
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 zwischen denen ebenfalls, auf   dem Fassungsringe ruhend, ein Rührarm. 33 liesst.

   Dieser   Rührarm ist auf beiden Seiten der senkrechten Drehachse mit Längswänden 24. 25 versehen, die sich von der Mitte bis auf eine kurze Entfernung von den Enden des Armes erstrecken. In der Mitte sind durch geeignete Treunwände zwei Kammera 26, 27 gebildet, von denen 
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 zwei auf ein- und derselben Seite der Zwischenwände 24, 25 gelegenen Kammer 24' und 2 in Verbindung stellt. während die andere Kammer, mit einem konzentrisch zum Rohr 28 liegenden   Itohre : 29   sowie mit zwei Kammern 24n und 25n in Verbindung steht, die auf der anderen Seite der Trennwände 24, 25 liegen, Das innere Rohr 28 mündet mit seinem oberen Ende in einen Zuführungsbehälter 30 (Fig. 1).

   Das   äussere Rohr 3. 9.   das am oberen Ende geschlossen ist, ist mit einem Hahn 31 versehen, der über einem   Behälter-M fir den   
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 also durch das innere   Rohr, 98,   die Verteilungskammer 26. die beiden Kammern 24'und   : : 5' der Schpnkel   des Rührarmes. die beiden Kammern 24n und 25n derselben Rührarmschenkel, ferner durch die Abteilung 27, das äussere Rohr 29 und strömt dann durch den Halm 31 in den Behälter   82.   



   Die Rührarm der drehbaren Herdflächen sind auf der Unterseite mit Zähnen 33, 34, 
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 die, ebenso wie die Zähne der festen Sohlen, die Form nud Abmessungen sowie die Lage und Richtung besitzen, wie die in der französischen Patenlschrift Nr. 536540 beschriebenen. 



   Das äussere Rohr. 29, das den   Hührarm   der oberen festen Sohle speist, trägt einen nach unten gerichteten Kragen   36,   der in eine mit   Sand gefüllte Rinne   37 eingreift, die auf der oberen festen Sohle 1 angebracht ist. Hiedurch wird ein dichter   Abschluss   erzielt. Die untere bewegliche Sohle   5   ist mit Zähnen aus feuerbeständigem Material nach Art der ge-   wohnlichen Spirletöfen   versehen, da diese Zähne, die auf der letzten, bereits stark durch die in den Ofen tretende Luft abgekühlten Sohle arbeiten. Zerstörungen durch die Hitze weit weniger ausgesetzt sind. 



   Die Wirkungsweise des Ofens ist folgende :
Das in   gehöriger Weise   zerkleinerte Erz wird durch eine Öffuung der obersten festen Sohle 1, die in   der Nähe des Umfanges   dieser Sohle in derselben Entfernung von der Mitte wie der am weitesten   entfernte Zahn j ! 'angeordnet   ist, eingeführt. Das Erz fällt auf die obere bewegliche Sohle 4, die sich in dem dargestellten Falle umgekehrt wie der Uhrzeiger dreht und den auf ihr gebildeten ringförmigen Röstguthaufen vor den am weitesten aussen liegenden Teil des Zahnes   17   bringt.

   Dieser Zahn 17 schiebt den ringförmigen Haufen nach der Mitte zu, u.   zw.   um eine Entfernung, die gleich dem Unterschiede der Entfernung seiner Aussenkante und seiner Innenkante von der Drehachse ist, wobei der sich ihm darbietende Erzhaufen vollständig umgekehrt wird. Der auf diese Weise gegen die Achse zu bewegte Haufen gelangt dann vor den am weitesten von der Mitte entfernten Zahn 17' des gegenüberliegenden Schenkels des   Rührarmes.   Darauf wird der Haufen vor den Zahn   48 geschoben,   der ihn umwendet und ihn weiter nach innen schiebt. In dieser Weise setzt sich die Bewegung des   Arheitsgutes   fort, bis das pulverisierte Erz den mittleren Teil der Sohle 4 erreicht, die mit (nicht   dargestellten) Öffnungen versehen   ist. 



  Durch diese Öffnungen fällt das Röstgut auf die feste Her (lfläche 2, u. zw. an einer von dem Zahn 33 bestrichenen Stelle. Die Zähne 33, 34, 35, 33t, 34t, 35l usw. drehen sich entgegengesetzt den Zähnen   des Rührarmes   der oberen festen Sohle 1 derart, dass das Erzpulver in derselben Weise, wie oben beschrieben, von dem mittleren Teil nach dem Umfange der festen   Zwischensohle 3 zuwandert.   Diese ist in der Nähe ihres Umfanges mit einer Offnung versehen, u. zw. an einer dem   am weitesten aussen stehenden Zahn   entsprechenden Stelle. Das Erz wird dann von neuem nach dem Mittelpunkt der beweglichen Sohle 5 zugeschoben und fällt auf die unterste feste Sohle 3. auf der es durch die (nicht 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI4.1 Herdflächen aus feuerfestem Material. die von metallischen Fassungsringen getragen werden. von denen die zu den drehbaren Herdflächen gehörigen aussen mit einer Ringschiene versehen sind, die auf um feste Achsen sich drehenden Laufrollen ruht, sowie mit durch umlaufendes Wasser gekühlten Rührarmen, dadurch gekennzeichnet, dass jede Herdfläche oder Sohle aus zwei gleichen Hälften besteht, zwischen die ein quer über die Sohle sich erstreckender Ruhrarm in Form eines für den Umlauf des Kühlwassers hohl ausgebildeten metallischen Armes eingelassen ist,
    der die üblichen metallischen Rührzähne trägt und ebenso wie die beiden Hälften (ler betreffenden Sohle von deren Fassungsring getragen wird. EMI4.2 dass er in seiner ganzen Länge hohl ausgebildet und gegebenenfalls durch eine an sich bekannte Wand in der ganzen Längsrichtung unterteilt ist und dass das Kiihlwasser an einem Ende ein-und am anderen Ende austriti.
    3. Rührarm für die drehbaren Sohlen des Röstofens nach Anspruch l, bei welchem jeder seiner einander gegenüberliegenden Schenkel durch eine Längswand in zwei Kammern geteilt ist, die aussen miteinander in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm in seinem Mittelleil zwei voneinander getrennte Hohlräume für die Zuführung und Ab- führung des Kühlwassers besitzt, die einerseits mit einer der Kammern jedes Armes, anderseits mit zwei sich mit der Sohle drehenden Rohren in Verbindung stehen.
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