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Baefernzünder.
Vorliegende Erfindung betrifft Gasfernzünder, bei welchen Absperrorgane durch Gasdruckwellen über eine die Sitze der Absperrorgane tragende Platte im Kreise absatzweise verschoben werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass von den Sitzen der Absperrorgane einer oder mehrere für den Gasdurchgang dauernd abgesperrt, die übrigen dauernd offen sind und dass die Absperrorgane, deren Anzahl geringer ist als die der Sitze, sich stets gleichzeitig um gleiche Beträge im Kreise verschieben. Die jeweils auf den für den Gasdurchgang offenen Sitzen liegenden Absperrorgane sperren den Gasdurchgang durch diese Sitze ab.
Diese Einrichtung ermöglicht durch geeignete Wahl der räumlichen Anordnung der Absperrorgane und der für den Gasdurchgang offenen und abgesperrten Sitze infolge aufeinanderfolgender schrittweiser Bewegungen der Absperrorgane den Gasdurchgang in vorbestimmter Reihenfolge freizugeben und abzusperren, wobei zu jeder Betätigung der sämtlichen Absperrorgane nur eine einzige Gasdruckwelle erforderlich ist. Man kann also die Lampe z. B. als ganznächtige oder halbnächtige brennen lassen und bei Tag verlöscht halten. Um dann eine ganznächtige Lampe in eine halb- nächtige zu verwandeln, ist nur nötig, die Zahl und räumliche Anordnung der Absperrorgane entsprechend zu ändern, während die übrigen Teile der Vorrichtung unverändert bleiben.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 ist ein lotrechter Schnitt, Fig. 2 eine Vorderansicht, zum Teil Schnitt einer Ausführungsform ; Fig. 3 und 4 sind Einzelheiten. Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten weiterer Ausführungsformen.
Die beiden Gehäusehälften G1 und Gi (Fig. 1) sind durch die Membran M aus irgend einem gasundurchlässigen Stoffe voneinander getrennt. Das Gas strömt an einer Stelle des Gehäuseteiles G2 zu. Auf diesen Gehäuseteil ist die Haube B aufgesetzt und von ihm und der Zuströmstelle des Gases nach G2 durch die durchbohrte Zwischenwand Z getrennt. Aus der Haube B strömt das Gas zur Verbrauchsstelle (Lampe). Sind diese Durchbohrungen in der Wane Z in geeigneter Weise geschlossen, so kann das einströmende Gas nicht in den Raum über Z, also auch nicht zur Lampe gelangen.
Bei einer zeitweiligen Drucksteigerung in der Leitung (Gasdrucks ele) wird sich die Membran nach rechts ausbauchen und dadurch einen Bügel D verschieben, der die Stange St durch den im Arm L gelagerten, in einen Schlitz derselben eingreifenden Winkel- hebel H hebt. Die Stange St trägt oben eine Platte S mit drei Stiften s, , g, die in die
Durchbohrungen c, o, Og hineinragen. Die Stifte 82 und 83 passen genau in die Durch-
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die Platte Z gelangen kann. Der Stift 81 ist in geeigneter Weise eingefräst oder gebohrt, so dass er die Öffnung 01 nicht abschliesst.
Die Absperrorgane sind als Kugeln k ausgeführt, deren Anzahl nach der Zeichnung zwei beträgt, aber kleiner ist als die Zahl der Öffnungen oder Sitze o o, Og in der Platte Z. Diese Offnungen liegen in Vertiefungen oder Rasten der Platte Z und sind gleichmässig über den Umfang der Platte verteilt und so angeordnet, dass jede der Kugeln, sobald sie von der Öffnung, auf der sie eben liegt, durch den zugehörigen Stift , , 82'83 abgehoben wird. auf die nächste Öffnung rollt, derart, dass, wenn die Stifte 8, , 3 gleichzeitig gehoben werden, alle Kugeln gleichzeitig und um gleiche Beträge vorgeschaltet werden.
Nachdem die Platte Z drei solche Rasten besitzt, jedoch nach Fig. 1 bis 4 nur zwei Kugeln k vorhanden sind, so werden diese zwei Kugeln bezüglich der Rasten bzw. Öffnungen ol bis os drei verschiedene Stellungen einnehmen können. Nachstehend das Schema dieser drei Stellungen :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3 <SEP> 2. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3 <SEP> 3. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3
<tb> k, <SEP> k <SEP> k, <SEP> k <SEP> k, <SEP> k.
<tb>
Wie schon erwähnt, kann durch 03 und Og niemals Gas strömen, wohl aber durch 01 ; hier jedoch auch nur dann, wenn o1 nicht durch eine der Kugeln abgedeckt ist. In obigem Schema ist 01 nur im Falle 2 frei, jedoch im Falle 1 und 3 von einer Kugel abgedeckt. Man unterscheidet bei einer Ortsbeleuchtung im Verlaufe von 24 Stunden drei Beleuehtungsperioden : 1. von Früh bis Abend, wo keine der Lampen brennt, 2. von Abend bis Mitternacht, wo alle Lampen brennen, 3. von Mitternacht bis Früh, wo nur ein Teil der Lampen brennt. Obiges Schema entspricht nun einer halbnächtigen Lampe, die nur von Abend bis Mitternacht brennt, während welcher Zeit die Kugeln sich in Stellung 2 befinden.
Die Platte Z ist auf ihrer Oberseite, auf welcher sich die Kugeln befinden, entsprechend den Öffnungen o1 bis o2 in drei Felder geteilt, welche zahnartig unterschnitten sind und dadurch drei im Kreise hintereinanderliegende schiefe Ebenen bilden (Fig. 4 ist eine Abwicklung), deren tiefste Punkte den Öffnungen o1 bis o3 entsprechen und die Rasten oder Sitze für die Absperrorgane (Kugeln) bilden. Die Stifte 81 bis Sg sind an ihren oberen Stirnenden abgeschrägt, so dass die Kugeln, falls sie von der sich nach oben bewegenden Platte S mittels der Stifte angehoben werden, über die schiefen Ebenen abrollen und in ihren neuen Rasten liegen bleiben. Die Kugeln
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bewegen sich also nie anders, als in dem durch die horizontalen Pfeile angedeuteten Sinne (hier nach rechts herum).
Durch dieses Rollen der Kugeln treten nacheinander die im obigen Schema angegebenen Phasen ein. Wie schon erwähnt, vollführt die Platte S ihre Bewegung nach oben unter dem Einflusse einer Gasdruckwelle, nach deren Ablaufen sie in ihre Ruhelage zurückkehrt. Die Feder F (Fig. 1) dient in Verbindung mit der Schraube N in bekannter Weise zum Einstellen des Apparates auf einen beliebigen Gasüberdruck.
Für eine Lampe, welche die ganze Nacht zu brennen hat, ist es notwendig, eine der Kugeln k
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<tb>
<tb> 1. <SEP> zu <SEP> o, <SEP> 2. <SEP> 2. <SEP> Oi, <SEP> Og, <SEP> 03 <SEP> 3. <SEP> Oi, <SEP> o <SEP> :, <SEP> 03
<tb> k <SEP> k <SEP> k.
<tb>
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Der exzentrische Hebel E (Fig. 1 und 2) gestattet eine Betätigung des Mechanismus von Hand aus.
Die Absperrorgane könnten von Angüssen an einer in bekannter Weise absatzweise über der Platte Z drehbaren, mit einer Öffnung versehenen Scheibe gebildet werden. Die Stifte könnten dann entfallen.
Um zu verhindern, dass während der ganzen Dauer der Gaswelle die Lampen brennen, dient die Vorrichtung nach Fig. 5. Der Stift 81 der Fig. 1 ist mit einer das Gas durchlassende Längsund Querbohrung t derart versehen, dass die Querbohrung bei der Aufwärtsbewegung des Stiftes si zuerst durch die Platte Z abgedeckt wird, bevor die Kugel k angehoben wird.
Fig. 6 stellt eine Einrichtung dar, welche gestattet, die oben beschriebenen Fernzünder auch für Invertlicht zu verwenden. Go, bond Z in Fig. 6 bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 1 ; die Platte Z mit den Sitzen für die Absperrorgane k trennt die beiden Kammern B, gaz voneinander, welche Kammern zwischen zwei durch zwei Nebenwege miteinander verbundene Teile einer Gasleitung eingeschaltet sind.
Jede der Kammern steht mit je einem der Nebenwege in dauernd offener Verbindung, während von den Nebenwegen jeweils einer gegen den einen und der andere gegen den zweiten Teil der Gasleitung durch von Hand zu betätigende Verschlussschrauben v abgesperrt werden kann, derart, dass Gaseingang und-ausgang vertauscht werden können, wobei jedoch immer das zuströmende Gas in den Raum unter der Platte Z tritt, welcher direkt mit dem Membranraum in Verbindung steht. Die Art der Schaltung der Kammern G'g, B mittels der Verschlussschräubchen v ist aus Fig. 6 ohneweiters ersichtlich.
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1.
Gasfernzünder, bei welchem Absperrorgane durch Gasdruckwellen über eine die Sitze der Absperrorgane tragende Platte absatzweise im Kreis verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass von den Sitzen einer oder mehrere für den Gasdurchgang dauernd abgesperrt, die übrigen dauernd offen sind und die Absperrorgane, deren Anzahl geringer ist als die Anzahl der Sitze, sich stets gleichzeitig und um gleiche Beträge verschieben, wobei die jeweils auf den für den Gasdurchgang offenen Sitzen liegenden Absperrorgane den Gasdurchgang absperren, so dass je nachWahl der räumlichen Anordnung der Absperrorgane und der für den Gasdurchgang offenen und abgesperrten Sitze durch aufeinanderfolgende schrittweise Bewegungen der Absperrorgane der Gasdurchgang in vorbestimmter Reihenfolge freigegeben und abgesperrt werden kann.