AT61821B - Gasfernzünder. - Google Patents

Gasfernzünder.

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AT61821B
AT61821B AT61821DA AT61821B AT 61821 B AT61821 B AT 61821B AT 61821D A AT61821D A AT 61821DA AT 61821 B AT61821 B AT 61821B
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gas
seats
plate
sep
shut
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Julius Pintsch Fa
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Baefernzünder.   



   Vorliegende Erfindung betrifft   Gasfernzünder,   bei welchen Absperrorgane durch Gasdruckwellen über eine die Sitze der Absperrorgane tragende Platte im Kreise absatzweise verschoben werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass von den Sitzen der Absperrorgane einer oder mehrere für den Gasdurchgang dauernd abgesperrt, die übrigen dauernd offen sind und dass die Absperrorgane, deren Anzahl geringer ist als die der Sitze, sich stets gleichzeitig um gleiche Beträge im Kreise verschieben. Die jeweils auf den für den Gasdurchgang offenen Sitzen liegenden Absperrorgane sperren den Gasdurchgang durch diese Sitze ab.

   Diese Einrichtung ermöglicht durch geeignete Wahl der räumlichen Anordnung der Absperrorgane und der für den Gasdurchgang offenen und abgesperrten Sitze infolge aufeinanderfolgender schrittweiser Bewegungen der Absperrorgane den Gasdurchgang in vorbestimmter Reihenfolge freizugeben und abzusperren, wobei zu jeder Betätigung der sämtlichen Absperrorgane nur eine einzige Gasdruckwelle erforderlich ist. Man kann also die Lampe z. B. als ganznächtige oder halbnächtige brennen lassen und bei Tag verlöscht halten. Um dann eine ganznächtige Lampe in eine halb-   nächtige   zu verwandeln, ist nur nötig, die Zahl und räumliche Anordnung der Absperrorgane entsprechend zu ändern, während die übrigen Teile der Vorrichtung unverändert bleiben. 



   Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 ist ein lotrechter Schnitt, Fig. 2 eine Vorderansicht, zum Teil Schnitt einer Ausführungsform ; Fig. 3 und 4 sind Einzelheiten. Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten weiterer   Ausführungsformen.   



   Die beiden Gehäusehälften G1 und   Gi   (Fig. 1) sind durch die Membran M aus irgend einem gasundurchlässigen Stoffe voneinander getrennt. Das Gas strömt an einer Stelle des Gehäuseteiles   G2   zu. Auf diesen Gehäuseteil ist die Haube B aufgesetzt und von ihm und der Zuströmstelle des Gases nach   G2   durch die durchbohrte Zwischenwand Z getrennt. Aus der Haube B strömt das Gas zur Verbrauchsstelle (Lampe). Sind diese Durchbohrungen in der   Wane Z   in geeigneter Weise geschlossen, so kann das einströmende Gas nicht in den Raum über Z, also auch nicht zur Lampe gelangen.

   Bei einer zeitweiligen Drucksteigerung in der Leitung   (Gasdrucks ele)   wird sich die Membran nach rechts ausbauchen und dadurch einen Bügel D verschieben, der die Stange St durch den im Arm L gelagerten, in einen Schlitz derselben eingreifenden Winkel- hebel H hebt. Die Stange St trägt oben eine Platte S mit drei Stiften   s, , g,   die in die
Durchbohrungen   c, o, Og   hineinragen. Die Stifte   82   und   83   passen genau in die Durch- 
 EMI1.1 
 die Platte Z gelangen kann. Der Stift   81   ist in geeigneter Weise eingefräst oder gebohrt, so dass er die Öffnung   01   nicht abschliesst.

   Die Absperrorgane sind als Kugeln k ausgeführt, deren Anzahl nach der Zeichnung zwei beträgt, aber kleiner ist als die Zahl der Öffnungen oder Sitze   o o, Og   in der Platte Z. Diese   Offnungen liegen   in Vertiefungen oder Rasten der Platte Z und sind gleichmässig über den Umfang der Platte verteilt und so angeordnet, dass jede der Kugeln, sobald sie von der Öffnung, auf der sie eben liegt, durch den zugehörigen Stift   ,     ,     82'83   abgehoben wird. auf die nächste Öffnung rollt, derart, dass, wenn die Stifte   8, , 3   gleichzeitig gehoben werden, alle Kugeln gleichzeitig und um gleiche Beträge vorgeschaltet werden.

   Nachdem die Platte Z drei solche Rasten besitzt, jedoch nach Fig. 1 bis 4 nur zwei Kugeln k vorhanden sind, so werden diese zwei Kugeln bezüglich der Rasten bzw.   Öffnungen ol bis os   drei verschiedene Stellungen einnehmen können. Nachstehend das Schema dieser drei Stellungen : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3 <SEP> 2. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3 <SEP> 3. <SEP> o1, <SEP> o2, <SEP> o3
<tb> k, <SEP> k <SEP> k, <SEP> k <SEP> k, <SEP> k.
<tb> 
 



   Wie schon erwähnt, kann durch   03   und   Og   niemals Gas strömen, wohl aber durch   01   ; hier jedoch auch nur dann, wenn o1 nicht durch eine der Kugeln abgedeckt ist. In obigem Schema   ist 01 nur im Falle 2 frei, jedoch im Falle 1 und 3 von einer Kugel abgedeckt. Man unterscheidet bei einer Ortsbeleuchtung im Verlaufe von 24 Stunden drei Beleuehtungsperioden : 1. von Früh   bis Abend, wo keine der Lampen brennt, 2. von Abend bis Mitternacht, wo alle Lampen brennen, 3. von Mitternacht bis Früh, wo nur ein Teil der Lampen brennt. Obiges Schema entspricht nun einer halbnächtigen Lampe, die nur von Abend bis Mitternacht brennt, während welcher Zeit die Kugeln sich in Stellung 2 befinden. 



   Die Platte Z ist auf ihrer Oberseite, auf welcher sich die Kugeln befinden, entsprechend den Öffnungen o1 bis o2 in drei Felder geteilt, welche zahnartig unterschnitten sind und dadurch drei im Kreise hintereinanderliegende schiefe Ebenen bilden (Fig. 4 ist eine Abwicklung), deren tiefste Punkte den   Öffnungen   o1 bis o3 entsprechen und die Rasten oder Sitze für die Absperrorgane (Kugeln) bilden. Die Stifte   81   bis   Sg   sind an ihren oberen Stirnenden abgeschrägt, so dass die Kugeln, falls sie von der sich nach oben bewegenden Platte S mittels der Stifte angehoben werden, über die schiefen Ebenen abrollen und in ihren neuen Rasten liegen bleiben. Die Kugeln 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 bewegen sich also nie anders, als in dem durch die horizontalen Pfeile angedeuteten Sinne (hier nach rechts herum).

   Durch dieses Rollen der Kugeln treten nacheinander die im obigen Schema angegebenen Phasen ein. Wie schon erwähnt, vollführt die Platte S ihre Bewegung nach oben unter dem Einflusse einer Gasdruckwelle, nach deren Ablaufen sie in ihre Ruhelage zurückkehrt. Die Feder F (Fig. 1) dient in Verbindung mit der Schraube   N   in bekannter Weise zum Einstellen des Apparates auf einen beliebigen Gasüberdruck. 



   Für eine Lampe, welche die ganze Nacht zu brennen hat, ist es notwendig, eine der Kugeln k 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> zu <SEP> o, <SEP> 2. <SEP> 2. <SEP> Oi, <SEP> Og, <SEP> 03 <SEP> 3. <SEP> Oi, <SEP> o <SEP> :, <SEP> 03
<tb> k <SEP> k <SEP> k.
<tb> 
 
 EMI2.3 
 



   Der exzentrische Hebel E (Fig. 1 und 2) gestattet eine Betätigung des Mechanismus von Hand aus. 



   Die Absperrorgane könnten von Angüssen an einer in bekannter Weise absatzweise über der Platte Z drehbaren, mit einer   Öffnung   versehenen Scheibe gebildet werden. Die Stifte könnten dann entfallen. 



   Um zu verhindern, dass während der ganzen Dauer der Gaswelle die Lampen brennen, dient die Vorrichtung nach Fig. 5. Der Stift   81   der Fig. 1 ist mit einer das Gas durchlassende Längsund Querbohrung t derart versehen, dass die Querbohrung bei der Aufwärtsbewegung des Stiftes si zuerst durch die Platte Z abgedeckt wird, bevor die Kugel k angehoben wird. 



   Fig. 6 stellt eine Einrichtung dar, welche gestattet, die oben beschriebenen Fernzünder auch für Invertlicht zu verwenden.   Go, bond   Z in Fig. 6 bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 1 ; die Platte Z mit den Sitzen für die Absperrorgane k trennt die beiden Kammern B,   gaz   voneinander, welche Kammern zwischen zwei durch zwei Nebenwege miteinander verbundene Teile einer Gasleitung eingeschaltet sind.

   Jede der Kammern steht mit je einem der Nebenwege in dauernd offener Verbindung, während von den Nebenwegen jeweils einer gegen den einen und der andere gegen den zweiten Teil der Gasleitung durch von Hand zu betätigende Verschlussschrauben v abgesperrt werden kann, derart, dass Gaseingang und-ausgang vertauscht werden können, wobei jedoch immer das zuströmende Gas in den Raum unter der Platte Z tritt, welcher direkt mit dem Membranraum in Verbindung steht. Die Art der Schaltung der Kammern   G'g,   B mittels der   Verschlussschräubchen   v ist aus Fig. 6 ohneweiters ersichtlich. 
 EMI2.4 
 
1.

   Gasfernzünder, bei welchem Absperrorgane durch Gasdruckwellen über eine die Sitze der Absperrorgane tragende Platte absatzweise im Kreis verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass von den Sitzen einer oder mehrere für den Gasdurchgang dauernd abgesperrt, die übrigen dauernd offen sind und die Absperrorgane, deren Anzahl geringer ist als die Anzahl der Sitze, sich stets gleichzeitig und um gleiche Beträge verschieben, wobei die jeweils auf den für den Gasdurchgang offenen Sitzen liegenden Absperrorgane den Gasdurchgang absperren, so dass je   nachWahl   der räumlichen Anordnung der Absperrorgane und der für den Gasdurchgang offenen und abgesperrten Sitze durch aufeinanderfolgende schrittweise Bewegungen der Absperrorgane der Gasdurchgang in vorbestimmter Reihenfolge freigegeben und abgesperrt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Gasfernzünder nach Anspruch 1, bei welchem die Absperrorgane als Kugeln ausgeführt sind, welche auf Schrägflächen der Platte laufen können und sich auf die Sitze legen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Sitzen Stifte geführt sind, welche für die abgesperrten Sitze voll, für die offenen Sitze durchbohrt sind und durch jede Gasdruckwelle gemeinsam gehoben werden, wobei sie die jeweils über ihnen liegenden Kugeln auf die nächstfolgende Schrägfläche bringen, so dass jede Kugel auf den nächstfolgenden Sitz rollt (Fig. 1 bis 4).
    3. Gasfernzünder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen der Stifte in den offenen Sitzen der Platte durch Querbohrungen mit dem Gaszutrittsraum verbunden sind, deren äussere Mündungen beim Heben der Stifte infolge einer Gasdruckwelle durch die Platte gedeckt werden (Fig. 5).
    4. Gasfernzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte mit den Sitzen für die Aspen-organe zwei Kammern voneinander trennt, welche zwischen zwei durch zwei Nebenwege miteinander verbundenen Teilen einer Gasleitung eingeschaltet sind und von welchen jede mit einem der Nebenwege in dauernd offener Verbindung steht, wobei von den Nebenwegen jeweils einer gegen den einen und der andere gegen den zweiten Teil der Gasleitung durch von Hand zu betätigende Organe abgesperrt werden kann (Fig. 6).
AT61821D 1912-06-15 1912-06-15 Gasfernzünder. AT61821B (de)

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