AT6144U2 - Verfahren zum herstellen einer glocke - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Herstellen einer Glocke (1) im Wachsausschmelzverfahren, bei dem ein Wachsmodell (2) der Glocke in Rohform (1) angefertigt wird, das Wachsmodell (2) anschließend mit einer Transportverpackung (3, 4), die das Wachsmodell (2) allseitig schützt, versehen wird, in der Transportverpackung (3, 4) zum Auftraggeber der Glocke (1) oder zu einer von diesem bestimmten Person geliefert wird, dort vom Auftraggeber oder der bestimmten Person mit einer Inschrift und/oder Verzierung (5) versehen wird, wobei Wachs vom Wachsmodell (2) entfernt wird, das Wachsmodell (2) schließlich in die Gießerei zurückgebracht, eingeformt und ausgeschmolzen und danach die Glocke (1) abgegossen wird.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Glocke im Wachsaus- schmelzverfahren. Üblicherweise werden Glocken folgendermassen hergestellt : Es wird ein Lehmkern aufgebaut oder ein Kern aus schamottartigem Material aufgemauert. Auf diesen Kern wird dann aus Lehm das Glockenmodell aufmodelliert. Inschriften und Verzierungen werden üblicherweise gesondert angefertigt und erhaben auf das Glockenmodell aufgesetzt. Auf das Glockenmodell wird anschliessend ein Mantel aus Lehm oder einem sonstigen feuerfesten Werkstoff aufgebracht. Dann wird die Form gebrannt und nach Öffnen der Form das Glockenmodell entfernt. Schliesslich wird die Form wieder geschlossen und der entstandene Hohlraum mit Bronze ausgegossen. Im Gegensatz dazu ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, bei dem der Auftraggeber der Glocke oder eine von ihm bestimmte Person die Glocke auf einfache Weise individuell gestalten kann, ohne die Giesserei aufsuchen zu müssen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein Wachsmodell der Glocke angefertigt wird, das Wachsmodell anschliessend mit einer Transportverpackung, die das Wachsmodell allseitig schützt, versehen wird, in der Transportverpackung zum Auftraggeber der Glocke oder zu einer von diesem bestimmten Person geliefert wird, dort vom Auftraggeber oder der bestimmten Person mit einer Inschrift und/oder Verzierung versehen wird, wobei Wachs vom Wachsmodell entfernt wird, das Wachsmodell schliesslich in die Giesserei zurückgebracht, eingeformt und ausgeschmolzen und danach die Glocke abgegossen wird. Das Herstellen eines Wachsmodells der Glocke ist zwar mit grossem Aufwand verbunden, bringt jedoch eine Reihe von Vorteilen mit sich : Einerseits wird aufgrund des geringen Gewichts ein Modell geschaffen, das bei entsprechender Verpackung, die das Modell allseitig schützt, gut transportiert werden kann. Andererseits erlaubt der Werkstoff Wachs, dass individuell beliebige Inschriften und/oder Verzierungen eingebracht werden können, indem vom Wachsmodell Wachs abgenommen wird, sodass vertiefte Inschriften und/oder Verzierungen an der fertigen Glocke entstehen. Der Gestaltungsvielfalt sind keine Grenzen gesetzt, ohne dass vorgefertigte Elemente zur Verfügung gestellt werden müssen, wie dies bei erhabenen Verzierungen der Fall ist. <Desc/Clms Page number 2> Vorzugsweise werden die Inschriften und/oder Verzierungen mit einem scharfen Gegenstand eingraviert werden. Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt : Fig. 1 eine Glocke mit eingravierter Inschrift und/oder Verzierung, Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1 und Fig. 3 ein in eine Transportverpackung eingehülltes Wachsmodell der Glocke. In den Fig. 1 und 2 ist die fertige Glocke 1 mit einer vertieften Inschrift und/oder Verzierung 5 gezeigt, wobei die Inschrift und/oder Verzierung 5 individuell vom Auftraggeber oder von einer von diesem bestimmten Person gestaltet sind. Um diese Glocke 1 herzustellen, wird wie folgt verfahren : Vorerst wird ein Wachsmodell 2 der Glocke 1 in Rohform hergestellt. Dieses Wachsmodell 2 wird keine oder lediglich geringfügige Grundverzierungen aufweisen, da es das Wesen der vorliegenden Erfindung ausmacht, dass der Auftraggeber oder eine von ihm bestimmte Person individuell die Glocke 1 anhand des Wachsmodells 2 gestalten kann. Da das Wachsmodell 2 sehr empfindlich ist, muss es anschliessend mit einer Transportverpackung versehen werden, die es allseitig schützt. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Transportverpackung zweiteilig gestaltet und weist einen innenliegenden Kern 3 sowie einen Mantel 4 auf. Kern 3 und Mantel 4 können beispielsweise aus PU-Schaum bestehen, der hohe Stabilität mit geringem Gewicht kombiniert. Es kann jedoch auch eine mit stossdämpfendem Material (Wolle, Schaumstoff,...) ausgekleidete Schachtel oder Kiste als Transportverpackung verwendet werden. Der Auftraggeber der Glocke 1 oder eine von ihm bestimmte Person kann nunmehr ausserhalb der Giesserei eine individuelle Inschrift und/oder Verzierung 5 am Wachsmodell 2 anbringen. Dabei wird Wachs vom Wachsmodell 2 entfernt, sodass an der fertigen Glocke 1 vertiefte Inschriften und/oder Verzierungen 5 entstehen. Da Wachs gut bearbeitbar ist, kann zum Eingravieren der Inschriften und/oder Verzierungen 5 jeder spitze Gegenstand, insbesondere auch ein Bleistift, verwendet werden. <Desc/Clms Page number 3> Das gestaltete Wachsmodell wird anschliessend vorzugsweise unter Verwendung der ursprünglichen Transportverpackung in die Giesserei gebracht, dort eingeformt und ausgeschmolzen, wonach schliesslich die Glocke 1 abgegossen wird.
Claims (2)
- Ansprüche : 1. Verfahren zum Herstellen einer Glocke (1) im Wachsausschmelzverfahren, bei dem eind Wachsmodell (2) der Glocke in Rohform (1) angefertigt wird, das Wachsmodell (2) anschliessend mit einer Transportverpackung (3,4), die das Wachsmodell (2) allseitig schützt, versehen wird, in der Transportverpackung (3,4) zum Auftraggeber der Glocke (1) oder zu einer von diesem bestimmten Person geliefert wird, dort vom Auftraggeber oder der bestimmten Person mit einer Inschrift und/oder Verzierung (5) versehen wird, wobei Wachs vom Wachsmodell (2) entfernt wird, das Wachsmodell (2) schliesslich in die Giesserei zurückgebracht, eingeformt und ausgeschmolzen und danach die Glocke (1) abgegossen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Inschrift und/oder Verzierung (5) eingraviert wird.
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| AT6144U3 AT6144U3 (de) | 2003-12-29 |
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2002
- 2002-12-06 AT AT0082702U patent/AT6144U3/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT6144U3 (de) | 2003-12-29 |
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