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Bei dem Umdrehungszähler von Thomasrechenmaschinen wird die Weiterschaltung bei jeder Umdrehung der Antriebswelle bekanntlich durch einen auf der Welle der Stufenwalze festsitzenden Finger bewirkt, der bei jeder Umdrehung der Stufenwalze das Schaltrad des Umdrehungszählers um einen Zahn weiterschaltet. Infolge des Beharrungsvermögens kam es jedoch bei raschem Umlauf der Antriebswelle, insbesondere aber bei rascher Aufeinanderfolge der einzelnen Schaltungen häufig vor, dass das auf diese Weise ruckweise in Bewegung gesetzte Schaltrad statt nur um einen Zahn, um zwei oder mehr Zähne vorruckte, wodurch Ungenauigkeiten in der Registrierung der Umdrehungen und somit Rechenfehler hervorgerufen wurden.
Um dieses Überspringen des Schaltrades zu verhindern, wurde versucht, die Umfangsgeschwindigkeit des Schaltfingers zu verringern, und zwar entweder dadurch, dass man den verkürzten Schaltfinger auf eine besondere Achse setzte und denselben nicht mehr direkt, sondern durch ein besonderes Zahnrädervorgelege von der Sl'haltwa1zenreihe aus antrieb oder es wurde die Umdrehungsgeschwindigkeit durch Anordnung mehrerer, wechselweise nacheinander zur Wirkung kommender Schaltfinger verringert.
Alle diese Anordnungen vermochten jedoch den Übelstand nicht von Grund aus zu beheben, da das Überschlagen des Schaltrades nicht allein in der zu grossen Umfangsgeschwindigkeit oder in der zu grossen Umdrehungsgeschwindigkeit allein zu suchen . t. sondern hauptsächlich darin seine Ursache hat, dass das Schaltrad nach jeder Schaltung durch die bekannte Federbremsvorrichtung wohl gebremst, niemals aber zwangläufig gesichert oder gesperrt wurde.
Das Bremsen durch eine Feder hat nämlich auch den Nachtoil, dass bei starker Spannung derselben die Kurbeldrehung bei Überwindung dieses Bromswiderstandes das Cefühl eines Hindernisses bzw. des Steckeubleibens hervorrief oder bei mässiger Spannung und bei schnellem Drehen der Kurbel em Überspringen des Schaltrades anstatt um einen, gleich um mehrere Zähne xuhess oder ein Steckenbleiben der
Kurbel verursachte. Ausserdem trat dieser Übelstand sehr leicht auch bei richtig ge- spannten Federsicherungen dann ein, wenn diese Bandfedern durch Gebrauch in der Spannung nachliessen.
Zweck vorliegender Erfindung ist es nun, diese Übelstände gänzlich dadurch zu be- seitigen, dass die Federbremsung vollkommen überflüssig gemacht wird durch eine mit der
Schaltvorrichtuug vereinigte Sperrung, welche das Schaltrad nach jeder Schaltung Zwangs- läufig sperrt, so dass ein Weiterdrehen desselben um mehr als einen Zahn bei jeder
Schaltung vollständig unmöglich wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Schalt-und Sperrvorrichtung im Längsschnitt durch die Rechenmaschine,
Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1 und Fig. 3 eine Seitenansicht.
Auf der Vierkantwelle 1 der Stufenwalze 2 sitzt nach bekannter Anordnung längs- verschiebbar eine Hülse 3, die den Schaltfinger 4 sowie den Nutenring 5 trägt, in welchen ein Mitnehmer 6 ragt. der an der Umsteuerschieue 7 der Wendegetriebe 8 befestigt ist
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schiebt, wodurch der Finger 4 einmal in den Bereich des Schaltrades 9, das andere 1\1 al in den Bereich des zu ersterem achsial versetzten Schaltrades 10 gelangt. Dadurch wird
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durch ein Zahnräderpaar 12 in Verbindung.
Gemäss der'Erfindung sind nun auf der Hülse 3 noch ferner zwei Sperrscheiben 13 und 14 befestigt, welche unmittelbar aneinanderstossen und gegebenenfalls auch aus einem Stück hergestellt sind. Je nach der Rechnungsart und der dadurch bedingten Stellung der Hülse 3 gleitet auf einer dieser Scheiben eine Rolle 15 eines doppelarmigen Hebels 16, dessen anderer, mit beiderseits keilförmig schrägen Eingriffsflächen 17 versehener Arm in das Schaltrad 10 eingreift. Am Umfange der beiden Sperrscheiben 13, 14 sind nun, gegeneinander versetzt, zwei Vertiefungen 18 bzw. 19 angeordnet.
Solange nun die Rolle 15 auf dem vollen Umfange einer der Scheiben läuft, greift der andere Arm des Sperrhebels 16 in eine Zahnlücke des Schaltrades 10 ein und hindert dessen Drehung. Erst wenn die eine der Vertiefungen 18 oder 19 an die Stelle der Rolle 15 gelangt, kommt der Finger 4 in Eingriff mit einem der Schalträder 9 bzw. 10, wodurch beide um einen Zahn weitergeschaltet werden. Dadurch wird aber gleichzeitig der vorher eingreifende Sperrhebel infolge der Keilwirkung seiner Eingriffsnächen 17 nach aussen gedrückt, wobei die Rolle 15 in die Vertiefung eintritt.
Ist die Schaltung erfolgt, so drückt die bezügliche Sperrscheibe infolge Vorbeiganges ihrer Vertiefung die Rolle wieder nach aussen, wodurch der Sperrhebel 16 sofort wieder in die Verzahnung des Schaltrades 10 uinfällt und somit dessen Weiterdrehung zwangsläufig hemmt. Es wird somit eine wirkliche Sperrung des Schaltrades, also eine vollständige Sicherung desselben erzielt.
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1. Mit der Schaltvorrichtung vereinigte Sperrvorrichtung an Thomasrechenmaschinen. dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe von den Antriebsorganen aus zwangläufig ohne Hilfe einer Feder gesteuert und ihre Steuerung entsprechend den beiden Rechenoperationen Multiplikation (Addition) und Division (Subtraktion) mit dem Umsteuerorganen zwangläufig umgeschaltet wird.