<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klaviatur für Tasteninstrumente und bezweckt, dem Spieler eine möglichst vollkommene Kontrolle über die Tasten beim Anschlag derselben zu geben. Dieser Zweck wird der Erfindung zufolge dadurch erreicht, dass Tastenhebel und-unterlage so ausgebildet werden, dass beim Tastenanschlag ein Verschieben des Hebeldrehpunktes von dem hinteren nach dem vorderen Tastenhebelende hin stattfindet. Diese Anordnung ergibt beim Anschlag der Taste eine Steigerung der Gesamtmasse des jenseits des jeweiligen Drehpunktes liegenden Hebelendes und zugleich eine Verlängerung des Hebelarmes jedes Massenpunktes des hinteren Hebelendes, während die Masse des vorderen Hebelendes und der Hebelarm jedes Massenpunktes mit zunehmender Abwärtsbewegung der Taste verringert wird.
Durch die Vergrösserung des Dreh ! moments des hinteren Tastenendes beim Niedergang des vorderen Tastenendes wird ein allmählich wachsender Widerstand gegen die Abwärtsbewegung der Tasten eingerückt, wodurch ein Ausgleich für die Massenträgheit geschaffen wird.
Eine Ausführungsform der neuen Tastenhebellagerung ist auf der Zeichnung veranschaulich.
Der Tastenhebel ist mit 1 bezeichnet. Derselbe ruht in bekannter Weise auf einer Leiste 2 des Tastenbrettes 3. Ein Haltest ft 4, der in der Leiste 2 eingeschraubt ist, dient in ebenfalls bekannter Weise dazu, die Taste gegen Längsverschiebung zu sichern. Auf der Unterseite ist die Taste in dem der Leiste 2 zugekehrten Teil 5 konvex bogenförmig gestaltet, wobei die Taste in der Ruhelage in einem hinter dem Haltestift 4 gelegenen Punkt auf der Leiste 2 aufruht. Um den Durchtritt des Stiftes 4 zu gestatten, ist die Taste mit einer Bohrung ausgestattet, welche von einem Langloch 6 gebildet wird, das sich nur nahe der Oberseite des Tastenhebets zu einem den runden Stift 4 ziemlich eng umschliessenden Rundloch 7 zusammenzieht.
Die Wirkungsweise der neuen Tastenanordnung ist wie folgt : Beim Anschlag der Taste steht zunächst zur Überwindung des Übergewichtes des hinteren Tastenendes der grosse, bis zum Ruheauflagerpunkt jenseits des Haltestiftes 4 reichende Hebelarm zur Verfügung, so dass mit einem verhältnismässig geringen Kraftaufwand die Abwärtsbewegung der Taste eingeleitet wird. In dem Masse, als sich die Taste vorn nach abwärts bewegt, wird der
Auflagerpunkt nach dem vorderen Tastenende hin verschoben, so dass der Hebelarm, an den der Spieler angreift, dauernd kleiner wird.
Durch passende Anordnung des Auf- lagerpunktes und Verfügung über die Art seiner Verschiebung während des Tastennieder- ganges kann ausserdem erreicht werden, dass bei Aufwendung der gleichen Anschlagkraft ein leichter und ein schwerer Hammer mit gleicher Kraft zum Anschlag gebracht wird, ohne dass es der Anbringung von Ausgleichsgewichten an den Tastenhebeln bedarf.
Die durch die Verschiebung des Tastenauflagerpunktes bei der Tastenbewegung er- forderte Bewegungsfreiheit gegenüber dem Haltestift 4 wird durch die Ausbildung der Tastenduchbohrung m dem unteren Tastenteil als Langloch 6 gewährleistet. Die Ver- schiebung der Taste als Ganzes in der Längsrichtung wird gleichzeitig durch die Aus- hildung der Durchbohrung nahe der Tastenoberseite als Rundloch 7 verhindert.
PATENT-ANSPRÜ'HE :
1. Klaviatur für Tasteninstrumente, dadurch gekennzeichnet, dass Tastenhebet und Unterlagc so ausgebildet sind, dass beim Tastenaoschlag ein Verschieben des Hobeldreh- punktes von dem hinteren nach dem vorderen Ta8tenheheleQde hin stattfindet.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.