AT57987B - Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Metallgegenständen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Metallgegenständen.

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AT57987B
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James David Phillips
Carl Hambuechen
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James David Phillips
Carl Hambuechen
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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Ecken 21, angelötet. 



   Das Verfahren, zu dem die Vorrichtung gebraucht wird, ist folgendes :
In den Trog 3 wird eine alkalische Lösung getan, die als Elektrolyt oder Reinigungsflüssigkeit dient. Eine geeignete Lösung erhält man durch Auflösung von einem Esslöffel voll Natriumkarbonat 
 EMI2.2 
 zu beschleunigen, kann der Behälter 10 gehoben und gesenkt werden, so dass er zugleich als   Tisch-   vorrichtung dient. Gleichzeitig kann Hitze mittels des Dampfzuflusses 5 angewendet werden. 



   Während dieser Mischung wird das verzinnte Drahtgitter durch die galvanische Wirkung des kurzgeschlossenen Elektrodenpaares aus Zink als Anode und dem Gitter als Kathode wirksam 
 EMI2.3 
 polarisiert und den weiteren   Stromfluss     verändert.   



   Der Behälter 10 wird nun aus dem Elektrolyten gehoben und mit den zu reinigenden Gegenständen, z. B. Tafelsilber und dgl., gefüllt. Diese Gegenstände ruhen unmittelbar auf dem gereinigten Gitter 18 und sind daher in guter elektrischer Verbindung mit dem Zinkbehälter. Der Behälter wird dann in den erhitzten alkalischen Elektrolyten gesenkt und darin gelassen, bis die elektrolytische Wirkung die fleckige Oberfläche vollständig gereinigt hat. 



   Die Silberftecke bestehen gewöhnlich aus Silbersulfid oder Silberoxyd und wirken gleich einem   Depolisator   auf eine kurzgeschlossene Batterie, deren Anode Zink und deren Kathode die Silberflecke sind. Der   Strom fliesst vom   Zink   zum   Silber durch den Elektrolyten und macht Wasserstoff frei, der sich mit dem Sauerstoff oder Schwefel des Oxyds bzw. Sulfids zu Wasser   bzw. Schwefelwasserstoff verbindet.   Diese Reaktion dauert an, bis das gesamte Oxyd oder Sulfid 
 EMI2.4 
 von   Wasserstoffbläschen,   und der Strom hört zu   fliessen   auf.

   An der Zinkelektrode bildet sich auf dem Metall gleichfalls ein   Häutchen,   das aber so porös ist, dass es die elektrolytische Wirkung nicht anhält, und da das verzinnte Gitter jederzeit eine gute elektrische Verbindung zwischen dem Zink und dem Silber erhält, so wird die Reinigungsoperation in keiner Weise behindert. 



   Insoweit wird also bei der Reinigung kein Silber von der Oberfläche entfernt, vielmehr erfolgt lediglich eine elektrolytische Reduktion der Flecken unter Erzeugung von reinem Silber an ihrer Stelle. Diese Silberoberfäche ist ausserordentlich rein und sehr empfindlich gegen Beschädigung. Es bleibt nun noch die Aufgabe, die Gegenstände aus dem Elektrolyten zu entfernen und sie von allen angreifenden Agenzien zu befreien, bevor irgend welche erneute Fleckenbildung und Verbindung des Silbers stattfinden kann. 



   Schwefelwasserstoff, wie er sich bei der beschriebenen Reaktion bildet, ist zufällig in der   Natriumbikarbonatlösung etwas löslich   und kann, nachdem der Elektrolyt einige Zeit normal 
 EMI2.5 
   1.   B. durch einen   Dampfstrahl,   die Tendenz, CO2 zu entwickeln und in normales   Natriumkarbonat     überzugehen,   wodurch ein sehr gutes Lösungsmittel für Schwefelwasserstoff gebildet wird. Infolgedessen ist es bei Gebrauch der beschriebenen   Vorrichtung in gewöhnlichen   Küchen und Anrieht-   räumen   unvermeidlich, dass der Elektrolyt nach einer gewissen Benutzungszeit eine gegen Silber chemisch aktive Beschaffenheit annimmt und so durch blosse   Berührung   wieder   Flecken auf ihm   erzeugt.

   Deshalb müssen die weiteren Schritte des vorliegenden Verfahrens sorgfältig beobachtet werden. 



   Nachdem die Flecke, wie beschrieben, durch Eintauchen in den Elektrolyten entfernt wurden. muss der mit Sulfid beladene Elektrolyt von der reinen und empfindlichen Oberfläche mit solcher Geschwindigkeit und unter solchen Bedingungen entfernt   werden, dass dem Silber   keine Gelegenheit zum Wiederfleckigwerden geboten wird. Dieser Zweck wird durch eine passend geleitete Spülund Waschoperation erreicht. Eine wirksame Reinigungsmethode besteht darin, den Behälter aus dem Elektrolyten zu heben, während er noch die gereinigten Gegenstände enthält, und ihn mit seiner Ladung unmittelbar in den Trog 4 mit erhitztem Waschwasser zu tauchen.

   Unter der   umrührenden Wirkung des Dampfrohjea ss   wäscht dies Wasser die letzten Spuren des Elektrolyten 

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 ab und lässt das Silber   chemisch   rein und steril zurück, Während dieser ganzen Arbeit des Heraus-   belons   der Silberware aus dem Elektrolyten und Abspülene mit heissem Wasser bleiben die zu reinigenden Gegenstände in guter elektrischer Berührung mit dem elektropositiven Metall, so dass die elektrolytische Wirkung aufrecht erhalten bleibt und das Silber während der ganzen Zeit seiner Berührung mit dem Elektrolyten in einer   Schutzschicht   von Wasserstoff    eingebaut,   ist.   Daher kann ein Wiederfleckigwerden nicht eintreten, und das Silber wird schliesslich mit einer reinen und sterilen Oberfläche erhalten.   



   PATENT. ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Reinigung von   Metall-besonders Silbergegenständell durch Eintauchen   der mit einem elektropositiven Metall, z. B. Zink, in Berührung gebrachten   Metallgegenstände   in einen geeigneten Elektrolyten, z. B. Alkalikarbonat, dadurch gekennzeichnet, dass das Abspülen der Metallgegenstände nach ihrer Reinigung zwecks Entfernung bzw.   Unschädlichmachung   des Elektrolyten unter Aufrechterhaltung des Stromdurchganges und des elektrischen Kontaktes zwischen den Metallgegenständen und dem elektropositiven Reinigungsmetall erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Reinigung von Metall-besonders Silbergegenständen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als Elektrolyt dienenden alkalischen Lösung Chlornatrium zugesetzt wird, um die Leistungsfähigkeit des Elektrolyten zu vergrössern und den gereinigten Gegenständen einen erhöhten Glanz zu verleihen.
    3. Verfahren zur Reinigung von Metall-besonders Silbergegenständen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-, z. B. Silbergegenstände mit dem elektropositiven Reinigungsmetall, z. B. Zink, durch Vermittlung eines elektrochemisch zwischen beiden stehenden Hilfsmetalles, z. B. eines stark verzinnten MetaUt. ters, in elektrischer Verbindung stehen.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des unter 1 bis 3 beanspruchten Verfahrens, bestehend aus zwei nebeneinanderstehenden heizbaren Trögen (3,) für den Elektrolyten und die Wasch- flüssigkeit und einem schnell aus einem Trog zum anderen überführbaren, durchlochten Behälter (10) aus elektropositivem Metall, z. B. Zink, für die zu reinigenden Metallgegenstände.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur schnelleren Überführung des Behälters (10) für die Metallgegenstände von einem Trog (3) zum anderen (4) auf einem durch einen Daumen (13, 7) oder dgl. leicht heb-und senkbaren Tisch (7) ein Geleise (8) angeordnet ist, auf dem der durchlochte Behälter an Rollen (9) hängend läuft.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Boden des Be- hälters (10) für die Metallgegenstände noch ein zweckmässig aus verschweissten Stäben bestehendes EMI3.1 dem zu reinigenden und dem elektropositiven Kontaktmetall stehenden Metall besteht, z. B. stark verzinnt ist.
AT57987D 1911-07-17 1911-07-17 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Metallgegenständen. AT57987B (de)

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