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Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser mittels ultravioletter Strahlen.
Es ist klar, dass die bakterientötende Kraft für diejenigen Wasserteilchen, welche sich den ultravioletten Strahlen am nächsten befinden, stärker zur Geltung kommt, als für die entfernteren Teilchen. Um eine gleichmässig starke Einwirkung auf die Gesamtmasse des Wassers herbei-
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dass seine sämtlichen Teilchen im erforderlichen Masse unter die Einwirkung der Strahlen gebracht werden.
Durch Versuche wurde gefunden, dass Luft die ultravioletten Strahlen in höherem Masse verschluckt als Wasser und dass es daher wünschenswert ist. die die Strahlen aussendende Lampe so nahe als nur immer möglich zur Wasseroberfläche anzuordnen. In Fällen, wo der Wasserstand konstant ist, befestigt man die Lampe in einem Abstande von wenigen Zentimetern oberhalb des Wasserspiegels ; wechselt jedoch der Wasserstand, so ordnet man die Lampen zweckmässig auf
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bewegung des Wassers nach allen Richtungen hin durchgeführt und damit die ganze Oberfläche unter die Einwirkung der Strahlen gebracht wird. Zu diesem Zwecke werden Lenkplatten in der
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wirkende bzw. diese verhindernde Vorrichtung anordnet. Eine derartige Vorrichtung kann z.
B. bestehen in Schwimmerbrettchen, die an den Seiten der Kammer so verankert sind, dass sie sich
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in einem hinreichend weiten Abstande von den Lampen her. Um die Schwimmervorrichtung in gleicher relativer Lage zueinander zu halten, verbindet man sie durch Stangen. M mit einem an der Tragwand gestützten Drehzapfen 16. Auf einem von der entgegengesetzten Seite des Zapfens 16 vorspringenden Arm 18 ist ein Gegengewicht 17 verschieblich angeordnet, mit dessen Hilfe der Schwimmer von einem Teile des auf ihm lastenden Gewichtes entlastet werden kann, so dass man kleinere Schwimmer und kleinere Sehwimmerkammern benutzen kann.
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des Zapfens 16 der Schwimmervorrichtung gelagert und mit einem Handrad 26 versehen, vermittelst dessen sie gedreht werden kann.
Dreht man das Handrad in der Pfeilrichtung (Fig. 3), so wird der Arm 23 gehoben, der die Lampe am betreffenden Ende mithebt, wodurch diese die zum Anlassen erforderliche Kippung erfährt. Jede Lampe wird zweckmässig mit einem Reflektor 27 versehen, um ihre Strahlen möglichst zur Sterilisierung auszunutzen.
Um die zu behandelnde Flüssigkeit in der Art durcheinander zu bewegen, dass mitgeführte feste Teilchen allseitig gewendet werden und ferner das Wasser, welches das eine Abteil in Boden-
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dass es sich mit möglichst ebener Oberfläche bzw. in ruhigem Strome unter der folgenden Lampe hin bewegt. Gewünschtenfalls können jedoch auch Schwimmerbrettchen benutzt werden. Das zu behandelnde Wasser fliesst aus der Sterilisiervorrichtung über die Wand 32 in den Hauptstrang 10. Zum Tragen der Lampen kann auch jede andere sonst geeignete Schwimmervorrichtung benutzt werden, so z. B. können die Lampen auch unmittelbar, d. i. ohne Benutzung einer Entlastungsvorrichtung von Schwimmern getragen werden, die auf der Oberfläche des behandelten Wassers schwimmen.
Ein Sterilisierelement zur Benutzung im Saugstrang der Wasserleitungsanlage ist in Fig. 4 veranschaulicht. Hier ist die Sterilisierkammer 33 luftdicht mittels eines bei 35 angelenkten Deckels 34 geschlossen, so dass man das Element zum Einstellen der Lampe öffnen kann. Die Lampe 19 wird vom Deckel 33 getragen ; ihre Enden ragen durch abgedichtete Offnungen 36 und 38 nach aussen. Aus bereits dargelegten Gründen erhält die Lampe eine solche Lage zum Wasserspiegel, dass sie ihre Strahlen in tunlichster Nähe zu demselben aussendet.
In diesem Falle ist der Druck in der Kammer 33 unterhalb Atmosphärendruck und da das Wasser beim Durchströmen der Kammer Luft aus dem Raume 39 sowohl durch Absorption in sich aufnimmt. als auch mechanisch mitreisst, hat das Wasser das Bestreben, im Raume 39 aufzusteigen, wobei es die Lampe überschwemmen wird. falls nicht eine Vorkehrung zum Einlassen von Ersatzluft getroffen wird. Dies kann z. B. vermittelst eines Schwimmerventiles bewirkt werden, das aus einem in 41 drehbar an der Wand befestigten Schwimmer . der durch eine Stange 42 mit dem auf den Sitz 44 schliessenden Ventil 43 verbunden ist, besteht. Vermindert sich der Luftgehalt im
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Wird die Vorrichtung in einem Teil der Wasserleitungsanlage eingeschaltet, in welchem der Druck den Atmosphärendruck übersteigt, so es unmöglich, die zum Wiedersenken des Wasser- spiegel8 erforderliche Luftzufuhr aus der Atmosphäre zu bewirken. In diesem Falle wird die Lampe ebenfalls in einer unveränderlichen Lage angeordnet und ein Schwimmerventil 43 von ähnlicher Bauart benutzt, das aber durch ein Rohr 45 in Verbindung mit der Pressluft enthaltenden Kammer 46 steht. In dieser wird vermittelst des Kompressors 47 ein Druck erzeugt, der beständig
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des Schwimmers 4 das Ventii 4J und es strömt Luft aus der Druckkammer solange ein, bis der Wasserstand auf seine ursprüngliche Hohe zurückgesunken ist.
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In Fig. 7 ist eine Vorrichtung zur Beruhigung der wellig bewegten Wasseroberfache vcranschaulich. Hiezu ist die Sterilisierkammer 8 mit Schwimmerbrettern 56 ausgestattet, welche mittels Schnüren 57 an den Seiten der Kammer verankert sind. Man kann als Beruhigung@- schwimmer auch einen Holzblock, einen hohlen Jeta ! kasten und dgl. benutzen. Diese Ausführungsform für die Beruhigungsvorrichtung ist besonders für solche Fälle geeignet, wo die Strömung- geschwindigkeit des Wassers nicht sehr gross ist.
Je nach den in der Wasserleitungsanlage herrschenden Bedingungen können auch Pumpen und andere Vorrichtungen benutzt werden, um das Wasser in die Sterilisieranlage zu fördern und die Geschwindigkeit zu beeinflussen, mit welcher es dieselbe durchströmen soll.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Sterilisieren von Wasser mittels ultravioletter Strahlen, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser unter mehreren, hintereinander angeordneten Strahlenquellen derart durchgefübrt wird, dass das den Lichtstrahlen ausgesetzte Wasser in ruhigem, keine Wellen
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gang zur nächstliegenden Lampe durch gewirbelt wird.