AT56218B - Wechselstrom-Elektromagnet. - Google Patents

Wechselstrom-Elektromagnet.

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  Wechselstrom-Elektromagnet. 



   Die behufs Anziehung eines Ankers durch Wechselstrom erregten Magnete verursachen ein noch auf grössere Entfernungen wahrnehmbares Geräusch, welches um so schriller ist, je höher die Frequenz des Wechselstromes liegt ; dies rührt bekanntlich von den Änderungen in der vom Elektromagneten auf seinen Anker ausgeübten Anziehung kraft her. 



   Die vorliegende erfindung hat nun einen Wechselstromelektromagneten zum Gegenstande, welcher derart gebaut ist, dass die Amplitude der durch die Periodizität des Wechselstromes verursachten Ankerschwingungen sehr klein ist, wodurch das Geräusch sehr herabgemindert wird. 



   In der Zeichnung ist eine   Ausführungsform   eines so konstruierten Elektromagneten in Fig. 1 in Vorderansicht und in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt ; Fig. 3 zeigt in Seitenansicht, eine. \bänderungsform mit eingetragenen Ankerstellungen. 



   Die bewegliche Armatur besteht aus einem ungefähr lotrecht stehenden rechteckigen Rahmen   (i,   welcher die Spule   b   umgibt, deren Eisenkern c zu beiden Seiten In einer gewissen Länge aus der Spule heraustritt. An der Unterseite des   Magnetkernes c ist   ein fester Anker d in Form eines Bügels befestigt, der sich über die Mantelfläche der Spule gegen den oberen Magnetpol erstreckt, jedoch so, dass zwischen dem letzteren und dem oberen Schenkel   ff'des Bügels   ein genügend breiter Zwischenraum verbleibt. Der Schenkel   f   bildet einen Teil einer um die Schwingungsachse e des Rahmens a beschriebenen Zylinderfläche ; nach derselben Zylinderfläche ist auch die obere Endfläche des Kernes   r   gekrümmt. 



  Der Rahmen a trägt die den eigentlichen Anker bildende Zunge f, welche nach einer zur oberen Endfläche des Kernes c und zur Schenkelfläche d konzentrischen Zylinderfläche gekrümmt ist und über beiden mit einem kleinen Luftzwischenraum spielt. 



   Wenn der Elektromagnet nicht erregt ist, schwingt der ganze Rahmen infolge des   Übergewichtes   der Zunge f um die Achse e gegen den Bügel d vor. Der Abstand der   Zunge, f von   c und d'ist infolge der konzentrischen Krümmung der Flächen in bezug auf die Achse e für alle Lagen der beweglichen Armatur der gleiche. 



   Die Achse e, um welche der Rahmen a mit der    Zunge t* schwingt, ist   parallel zu den horizontalen Kanten des Rahmens a und liegt auf der der Zunge l entgegengesetzten Seite der Armatur. Sie durchgreift zentral das untere freie Ende des Magnetkernes und kann mit Hilfe einer Stellschraube s oder dgl. fixiert werden. In ihre beiden Enden sind kegelförmige Spurlager für die Spitzen der Schrauben   g, gl eingedreht,   welch letztere durch die   Muttern h, 111   in den Seitenschildern i, il des Rahmens a festgeschraubt sind. 



   In Fig. 3 ist mit I die Ruhelage des Ankers bei unerregtem Magneten, mit Il die
Lage bezeichnet, um welche der Anker während der Erregung des Magneten, den Pulsationen des   Wechselstromes   folgend, mit sehr kleiner Amplitude schwingt. 



   Wie nun aus Fig.   S   ersichtlich, ist das Drehmoment des Eigengewichtes, welches den Anker a entgegen der Wirkung des Magneten in die Ruhelage zurückzudrehen sucht,   111   der Stellung Il am kleinsten, da in dieser Lage die Resultierende der Schwerkraft nahezu durch die Drehachse c geht, die ganze bewegliche Armatur also fast im in- 

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 differenten Gleichgewicht aufgehängt ist. Die auf den Anker wirkenden Richtkräfte sind also bei vollständig geschlossenem Kreis sehr klein, ihr   Grössenwert   nimmt aber in dem   Masse xu, als sich   der Anker gegen seine Ruhelage bei offenem magnetischen Kreis bewegt. 



   Bei einer plötzlichen, aber nur kurze Zeit andauernden   Stromullterbrechung   oder - schwächung wird sich daher der Anker trotz seines grossen Eigengewichtes zunächst nur langsam von   II gegen I bewegen,   da der   Dreharm anfänglich   sehr klein ist ; bei rascher Wiedererregung des Magneten wird er sich also noch nicht sichtbar von   11   entfernt haben, so dass er bei kurzen Schwächungen oder Unterbrechungen praktisch überhaupt nicht aus der Arbeitsstellung   JI kommt.   



   Aus demselben Grunde wird er auch während der periodischen Schwankungen des Wechselstromes sich nur sehr wenig von der Mittellage entfernen und daher in dem Betriebe mit sehr kleiner Amplitude schwingen, und zwar mit umso kleinerer, je grösser die Periodenzahl des Wechselstromes ist. Hiedurch ist das Geräusch des schwingenden Ankers fast ganz behoben. 



     Bei ganzlicher Stromunterbrechung   wird sich zwar der Anker anfangs gleichfalls nur langsam gegen die Lage 1 bewegen ; das Drehmoment wächst aber nun sehr rasch an, so dass auch die Beschleunigung rasch zunimmt und der Anker praktisch sehr schnell die Ruhelage erreicht. 



   Bei Stromschluss ist das Moment der der magnetischen Anziehung entgegenwirkenden Schwerkraft anfangs sehr gross ; da jedoch die magnetische Anziehungskraft selbst anfangs ihren grössten Wert hat, wird die Gegenkraft leicht überwunden ; in dem Masse aber, als sich der Anker der   Lage 11   nähert, die Anziehung also schwächer wird, nimmt auch das Schwermoment ab, so dass die resultierende Geschwindigkeit, mit der der Anker in die Erregungslage zurückkehrt, wieder einen grossen mittleren Wert besitzt. 



   Anstatt das Eigengewicht der Armatur als Kraft zu benützen, welche die Entfernung des Ankers vom Magnetkern unterstützt, kann man sich zu dem gleichen Zwecke auch einer oder mehrerer Federn bedienen, welche in der gleichfalls aus Fig. 3 ersichtlichen Weise einerseits an einem vor dem Rahmen a liegenden Fixpunkte des Elektromagneten und andererseits am oberen Teil der beweglichen Armatur derart befestigt sind, dass die Tangentialkomponente der von der Feder v auf den Anker ausgeübten Zugkraft, also die wirksame Federkraft, trotz gleichzeitiger Abnahme der Federspannung umso grösser wird, je mehr sich der Anker von der dem magnetischen Schluss entsprechenden Stellung entfernt. 



   Bei geschlossenem magnetischen Kreis muss demnach diese Tangentialkomponente fast den
Wert Null haben. Im übrigen gilt auch für das Moment des Federzuges das oben hin- sichtlich des Schwermomentes Gesagte. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Wechselstromelektrolllagnet,   dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment, durch das der Anker entgegen der Wirkung des Magneten in die Ruhelage zurückgedreht wird, in der angezogenen Stellung des Ankers am kleinsten ist und mit seiner Entfernung von dieser Stellung langsam zunimmt, wodurch bei Zunahme der Periodenzahl des erregenden Wechselstromes eine Abnahme der Amplitude des schwingenden Ankers und hiedurch auch eine Verminderung des durch den schwingenden Anker erzeugten Geräusches hervorgerufen wird.

Claims (1)

  1. 2. Wechselstromelektromagnet mit nach Anspruch 1 schwingbar aufgehängtem Anker, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung der Schwerkraft durch entsprechend angeordnete Federn (1') unterstützt oder ersetzt ist.
    3. Wechsolstromelektromagnet nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (a) der beweglichen Armatur um eine zentral durch das untere freie Kernende gehende Achse (e) schwingbar ist und das Poleisen von einer Zunge (f) des Rahmens gebildet wird, welche nach einer um die Schwingungsachse (e) beschriebenen Zylinderfläche gekrümmt ist und mit einem kleinen Laftzwischenraum über der konzentrisch gekrümmten Kndnache dps Magnetkernes und der als Fortsetzung derselben verlaufenden Schenkelfläche (1/1) eines den fixen Anker des unteren Poles bildenden Bügels (d) spielt.
AT56218D 1910-06-09 1911-02-04 Wechselstrom-Elektromagnet. AT56218B (de)

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FR56218X 1910-06-09

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AT56218B true AT56218B (de) 1912-11-11

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ID=8690470

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AT56218D AT56218B (de) 1910-06-09 1911-02-04 Wechselstrom-Elektromagnet.

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