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Vorrichtung, um beim Schleudern in Formen gefüllter oder Formstücke bildender Massen das Verdrängen von Flüssigkeit oder Gas aus der Masse bzw. das Sättigen derselben mit Flüssigkeit zu regeln.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche dazu dient. beim Schleudern in Formen gefüllter oder selbst Formstücke bildender Massen das Verdrängen von Flüssigkeit oder Gas aus der Masse bzw. das Sättigen derselben mit Flüssigkeit zu regeln und in der Anordnung von Mitteln besteht, welche die zu verdrängende Flüssigkeit oder das Gas bzw. die sättigende Flüssigkeit zwingen, sich nach ihrem Austritt aus der Masse auf eine Strecke in Richtung nach der Schleuderwel1e hin zu bewegen.
Ein solches Mittel kann z. B. eine an der Form oder der Schleuder fest oder abnehmbar angebrachte Haube sein, welche die Form bzw. das Formstück der zu behandelnden Masse von aussen nach der Schleuderwelle hin mit Abstand umgibt und nach der Schhuderwelle hin offen ist. Auch kann das Mittel aus einem an der Form oder der Schleuder angeordneten, von der Austrittsstelle der Flüssigkeit nach der Schleuderwelle hin füllenden und offen ausmündenden Rohr oder Kanal bestehen.
Infolge der durch diese Mittel bedingten Umkehrung der Bewegungsrichtung der aus-
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tretende Flüssigkeit die in der Haube bzw. dem Kanal stehende Flüssigkeit, die infolge der Schleuderwirkmig einen Rückdruck ausübt, verdrängen. Hält dieser Rückdruck dem Schleuderdrucke der in der Masse befindlichen Flüssigkeit das Gleichgewicht, so hört das Abschleudern auf.
Hieraus ergibt sich, dass die Menge der in der Masse zurüekbleibenden Flüssigkeit von dem Abstande der Austrittsöfmung der Haube bzw. des Rohres von der Austrittsöffnung der Form abhängt. Man hat es also in der Hand, einerseits die in der Masse befindliche Flüssigkeit oder das Gas völlig oder nur bis zu dem gewünschten Grade zu verdrängen sowie andererseits in der zu behandelnden Masse eine bestimmte Menge von Sättigungsflüssigkeit zurückzulassen, wie es in manchen Fällen erforderlich ist, denn nach dem Abstellen des weiteren Zuflusses der
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gebildete hydraulische Verschluss es zulässt.
In der Zeichnung ist Fig. 1 beispielsweise der senkrechte Schnitt durch die rechte Hälfte einer Zuckerbrotschleuder mit in zwei Etagen angeordneten Nestern für die Brotformen und Hauben als Umkehrmittel der Bewegungt3l'iehtung der FlÜssigkeit, wobei in der oberen Etage die Haube als von der Form und der Schleuder unabhängiger, d. h. abnehmbarer Teil veranschaulicht ist, was sich zwecks leichterer Reinigung am meisten empfiehlt. In der unteren Etage dagegen ist die Haube als an der Schleudertrommel fester Teil gezeichnet. Fig. 2 ist der senkrechte Querschnitt durch die Form und die Haube an der Stelle des inneren Endes des letzteren.
Fig. 3
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in dem Formnest an der Schleudertrommel angeordnetem Kanal und dessen Fortsetzung bildendem Rohr. a ist die Siebtrommel der Schleuder mit den Widerlagern h für die Formen c, die, in Löcher der Wand d eingeführt, durch letztere gestützt werden.
Gemass der Erfindung mündet die Austrittsöffnung c der Formen nac'i der Siebtrommel nicht frei aus, sondern es schliesst sich an sie ein Kanal an, der bis auf ein gewisses Mass nach der
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Weise benutzt werden. Liegt kein Bedarf für diese Möglichkeit vor, so kann die Haube y auch an der Form c befestigt sein.
Der durch die beschriebene Vorrichtung gebildete hydraulische Verschluss hindert die zu verdrängende bzw. auch die verdrängende und die sättigende Flüssigkeit nicht, durch die Masse hindurchzugehen und sich im Zwischenraum zwischen Haube und Form b. w. im Kanal h in der Pfeilrichtung zu bewegen, bis sie über den Innenrand der Haube oder des Rohres i austritt, gestattet aber, einen Teil der Flüssigkeit in der Masse zu belassen, solange auch die Schleuder in Bewegung ist. Die Grösse des beim Schleudern gesättigt bleibenden Teiles der Masse kann durch Änderung der Abmessungen des hydraulischen Verschlusses geregelt werden.
Bei Anwendung für Zuckerbrote gibt dies die Möglichkeit, das zwecks Erzielung härteren Zuckers übliche Belassen eines Teiles der Kläre in der Zuckermasse in der Schleuder selbst vorzunehmen und zu regeln. Das war bisher unmöglich, weil man den Augenblick nicht abpassen konnte, in welchem in der Zuckermasse die erforderliche Menge von Klärsirup verbleibt. Man konnte zwar nach Verdrängung des gesamten, zwischen den Zückerkristallen befindlichen Sirups die Masse wieder mit Klärsirup sättigen ; das erforderte aber einen weiteren Arbeitsgang.
Nach dem Decken des Zuckers in der Schleuder wird die Form mit dem Zucker so gestellt, dass der gesättigte Teil des Zuckers nach oben kommt und sich in der ganzen Zuckermasse verteilt. Es kann für die Masse und entsprechend für die Haube jede beliebige Form benutzt und der hydraulische Verschluss unter Wahrung seiner Art auch durch andere Mittel erreicht werden.
Die hauptsächlichen Vorzüge der Vorrichtung sind ituf Zucker ote bezogen : srlmelles Ausdecken des Zuckers, leichtes Regeln der zur Sättigung verbleibenden Menge von Klärsi. l'up und Sättigen in der Schleuder ohne Anhalten derselben
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung, um beim Schleudern in Formen gefüllter oder Formstücke bildender Massen das Verdrängen von Flüssigkeit oder Gas aus der Masse bzw. das Sättigen derselben mit Flüssigkeit zu regeln, gekennzeichnet durch Mittel, welche die zu verdrängende Flüssigkeit oder das Gas bzw. die sättigende Flüssigkeit zwingen, sich nach ihrem Austritt aus der Masse auf eine Strecke in der Richtung nach der Schleuderwelle hin zu bewegen.