DE726166C - Diffuseur - Google Patents

Diffuseur

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Publication number
DE726166C
DE726166C DEM151211D DEM0151211D DE726166C DE 726166 C DE726166 C DE 726166C DE M151211 D DEM151211 D DE M151211D DE M0151211 D DEM0151211 D DE M0151211D DE 726166 C DE726166 C DE 726166C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diffuser
shut
devices
juice
sieve
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Expired
Application number
DEM151211D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedbert Brukner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BWS Technologie GmbH
Original Assignee
Maschinenfabrik Buckau R Wolf AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Buckau R Wolf AG filed Critical Maschinenfabrik Buckau R Wolf AG
Priority to DEM151211D priority Critical patent/DE726166C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE726166C publication Critical patent/DE726166C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description

  • Diffuseur Seit Jahrzehnten gibt es in der Zuckerindustrie zwei Typen von Diffuseuren, den Diffuseur mit geradem Siebboden und seitlicher Entleerung und den Diffuseur mit konischem Siebboden und zentraler unterer Entleerung.
  • Bei allen bekannten Diffuseurkonstruktionen ist bisher eine gleichmäßige Ausla.ugung der Schnitzel unmöglich gewesen. Es hat sich gezeigt, daß die außenliegenden Schichten besonders bei Diffuseuren mit unterer Entleerung, aber auch bei solchen mit seitlicher Entleerung wesentlich stärker ausgelaugt sind als der Schnitzelkern über der Bodenmitte, da der Saft sich den Weg sucht, auf dem er den geringsten Widerstand findet. Diese Stellen liegen außen, weil hier die Schnitzelhöhe am niedrigsten ist.
  • Der Diffuseur der zuerst genannten Bauart hat nun den Vorteil des besseren Ausgleiches der Saftweglänge, aber den Nachteil der weniger guten Entleerung. Dieser Nachteil tritt besonders bei Wasserrücknahme auf, wenn mit heißem Druckwasser gearbeitet wird. Dann ist die Entleerung außerordentlich schwierig.
  • Beim zweiten Diffuseurtyp ist dieser Nachteil vermieden, dabei aber auf die gleich gute Auslaugewirkung verzichtet, wie dies in der Fachliteratur wiederholt und unbestritten nachgewiesen wurde. Man suchte die Schäden der ungleich langen Saftwege dadurch ziz mindern, daß man den unteren Deckel größer und damit den Konus kürzer gestaltete. Dem sind aber praktisch Grenzen gesetzt, ebenso wie der Größenbiemessung des Diffuseurs.
  • Will. man von einem Diffuseur eine bestimmte Leistung verlangen, dann darf man ein bestimmtes mittleres Höhenmaß nicht überschreiten. Daher ist man bei der Konstruktion größerer Einheiten nur auf die Vergrößerung des Durchmessers angewiesen. Dies führt, wenn das Verhältnis zwischen kürzestem zu längstem Saftweg nicht schlechter werden soll, zu sehr großen Bodenöffnungen. Dadurch wird die Konstruktion und die Aufstellung des Diffuseurs sehr verteuiert. Als Rutschwinkel im unteren Siebkonus ist heute allgemein 6o° gebräuchlich und auch mindestens erforderlich, weil. die Schnitzel sogar auf dieser steilen Fläche häufig festhängen: Das Erstaunliche hieran ist, daß eine Masse, die zur Hälfte aus Schnitzeln und Wasser besteht, im Diffuseur eine steile Fläche zum Abgleiten benötigt, während die gleiche Masse im Kanal bei nur 5° Gefälle gut weiterfließt.
  • Die Erfindung geht nun von der Überlegung aus, daß, wenn man ein glattes Abrutschen der Schnitzelmasse in halbflüssigem Zustande erreichen will, die schnelle Entwässerung der Schnitzelmasse durch das Bodensieb verhindert werden muß. Dies wird nach der Erfindung bei einem Diffuseur mit konischem Siebboden und zentraler unterer Bodenöffnung dadurch verwirklicht, daß der Boden des Diffuseurs einen Neigungswinkel von weniger als 45' hat und der Raum zwischen ihm und dem Bodensieb durch konzentrische Ringjvände in einzelne Kammern unterteilt ist, aus denen der Saft getrennt abgeführt wird, und daß in den Abflußstutzen der einzelnen Kammern Absperrorgane angeordnet sind, deren Öffnung je für sich einstellbar ist. Ferner soll für die Absperrorgane eine gemeinsame Steuervorrichtung vorgesehen sein, und für die Betätigung der Steuervorrichtung für die Absperrorgane ist ein Wasserdruckzylinder angeordnet, der mit den Bedienungsventilen des Diffuseurs gekuppelt ist, derart, daß die Steuerung der Absperrorgane zwangsläufig erfolgt. Dabei ist die Rohrleitung für das Spülwasser an die äußere Kammer des Bodens angeschlossen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Diffuseurs nach der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i zeigt den Diffuseur im senkrechten Schnitt.
  • Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Boden bei entferntem Bodensieb.
  • Abb.3 zeigt einen Schnitt nach Linie s-s. Der Diffuseur A besteht aus dem zylindrischen Teil 1, dem konischen Oberteil 2 mit dem oberen Verschluß 3 und dem mit mittlerer Bodenöffnung versehenen konischen Boden 4 mit darüber angeordnetem Bodensieb 5.
  • Im Gegensatz zu den bisherigen Diffusleuren mit unterer Entleerung, die eine Bodenneigung von wenigstens q.5', aber meistens 6o° aufweisen, ist gemäß der Erfindung der Boden q. mit einer Neigung von erheblich weniger als 45' angeordnet. Der Raum über dem Boden ist durch auf den Boden aufgeschweißte konzentrische Ringwände 6, 7, 8 in einzelne Kammern a, b, c, d unterteilt, die durch das Bodensieb 5 abgedeckt sind. An die äußere Kammer a ist der Stutzen g für den Spülwassereintritt angeschlossen. Die Kammern a bis d sind durch die Stutzen i o. 11, 12, 13 mit einem Sammelraum 1q. verbunden, der mit dem Abflußstutzen 15 versehen ist. In den Stutzen 1 o bis 13 sind die Ventile 16, 17, 18, 19 angeordnet. Diese werden durch die Hebel 2o geöffnet bzw. geschlossen, die auf einer gemeinsamen Steuerwelle 21 sitzen. Der Hub der Ventile 16 bis 1g ist je für sich einstellbar. Die Welle. 21 ist innen und außen am Diffuseurboden gelagert und wird durch eine Stopfbüchse n ac h außen geführt. Am äußeren Ende der Welle 21 ist ein Hebel 22 angebracht; der zweckmäßig mit einem hydraulischen Druckzylinder 23 in Verbindung steht und zwangsläufig in Abhängigkeit von einem Regelorgan des Diffuseurs betätigt wird. An Stelle der Ventile 16 bis 1 g -können auch Absperrorgane anderer Art verwendet werden.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Diffuseur wird bei geschlossenem unterem Deckel 24 mit Schnitzeln gefüllt und sodann der obere Deckel 3 geschlossen. Die Ventile 16 bis 1g sind geöffnet. Der Diffuseur wird von unten aufgemaischt, d. h. der Saft füllt erst alle Hohlräume zwischen den, Schnitzeln an. Nach diesem Arbeitsvorgang wird umgeschaltet, und der Saft fließt dann durch die Rohrleitung 25 in den Diffuseur ein, strömt von oben nach unten durch die Schnitzel hindurch und tritt durch die Stutzen i o bis 1 3 aus. Durch verschiedenes Einstellen des Hubes der Ventile 16 bis 19 kann die Menge des aus den einzelnen Kammern a bis d abfließenden Saftes geregelt werden. Die Konzentration des Saftes aus den einzelnen Kammern des schrägen Bodens und am unteren Deckel kann jederzeit durch Abzapfen des Saftes durch Probehähne 26 kontrolliert werden. Da der Arbeitsvorgang sich nicht ändert und die inneren Vorgänge im Diffuseur sich immer gleichbleiben, genügt ein einmaliges Einstellen der Ventile zu Beginn der Kampagne.
  • Bevor der untere Deckel 24 des Diffuseurs geöffnet wird, werden die Ventile 16 bis 19 geschlossen. Dadurch wird verhindert, daß das Wasser, das sich in den Kammern a bis d befindet, abfließen kann. Die Schnitzel im Diffuseur schwimmen in dem damit vermengten Wasser und fließen beim Öffnen des unteren Deckels 2q. aus dem Diffuseur ab. Sollten noch geringe Mengen Schnitzel auf dem Sieb zurückbleiben, dann werden diese durch das durch den Stutzen g in die äußere Kammer a einströmende Spülwasser restlos abgespült. Nachdem der untere Deckel 2,; wieder geschlossen ist, beginnt der Arbeitsvorgang von neuem. Der . Diffuseur nach der Erfindung weist. infolge der flachen Neigung des Bodens ein weit besseres Verhältnis zwischen dem kürzesten und dem längsten Saftwege auf, als die bisherigen Diffuseure mit unterer Entleerung, außerdem ist aber durch die Anordnung der Ringkammern über dem Boden und der Absperrorgane in ihren Abflüssen die Möglichkeit gegeben, die Saftströmung zonenweise so zu regeln, daß eine praktisch vollkommen gleichmäßige Auslaugung über den ganzen Querschnitt des Diffuseurs erzielt wird. Durch Schließen der Absperrorgane der einzelnen Ringkammern beim Ausschießen der ausgelaugten Schnitzel wird das Wasser daran gehindert, sich von den Schnitzeln zu trennen und kann diese folglich fließend erhalten. Trotz der geringen Neigung des Bodens wird daher eine schnelle restlose Entleerung des Diffuseuers erreicht, und die Bodenöffnung kann verkleinert werden. Infolge der durch die Erfindung gegebenen Vorteile ist es möglich, den Diffuseur bei vergrößertem Durchmesser mit geringerer Bauhöhe von z. B. etwa 2 m anstatt der früheren von etwa 3,6 m auszuführen, bei Verringerung der Bodenöffnung von bis zu 1,5 m Durchmesser auf etwa 0,7 m Durchmesser. Durch die Verringerung der Bauhöhe wird die zum Durchdrücken des Saftes erforderliche Widerstandshöhe stark herabgesetzt. Es können daher mehr Diffuseure hintereinandergeschaltet werden, wodurch die Höhe der Auslaugung begünstigt wird. Durch die Verringerung des Durchmessers der Bodenöffnung werden bauliche und betriebliche Vorteile erreicht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Diffuseur mit konischem Siebboden und zentraler unterer Entleerung, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (q.) des Diffuseurs (A) einen Neigungswinkel von weniger als q.5° hat und der Raum zwischen ihm und dem Bodensieb (5) durch konzentrische Ringwände (6, 7, 8) in einzelne Kammern (a, b, c, d) unterteilt ist, aus denen der Saft getrennt abgeführt wird.
  2. 2. Diffuseur nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Abflußstutzen (10, 11, 12, 13) der einzelnen Kammern (a bis d) Absperrorgane (16, 17, 18, ig) angeordnet sind, deren Eröffnung je für sich :einstellbar ist.
  3. 3. Diffuseur nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Absperrorgane (16 bis i g) eine gemeinsame Steuervorrichtung (20, 21, 22) vorgesehen ist. q..
  4. Diffuseur nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Betätigung .der Steuervorrichtung (2o bis 22) für die Absperrorgane (16 bis ig) ein Wasserdruckzylinder (23) angeordnet ist, der mit den Bedienungsventilen des Diffuseurs (A) gekuppelt ist, derart, daß die Steuerung der Absperrorgane zwangsläufig erfolgt.
  5. 5. Diffuseur nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (g) für das Spülwasser an die äußere Kammer (a) des Bodens (q.) angeschlossen ist.
DEM151211D 1941-06-25 1941-06-25 Diffuseur Expired DE726166C (de)

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