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Dampfüberhitzer für Lokomotiven.
Schon vielfach ist der Versuch gemacht worden, mit Hilfe der aus den Feuerzügen des Lokomotivkessels kommenden Abgase noch eine Überhitzung des Dampfes zu bewirken, indem man in oder über der Rauchkammer einen geeigneten Dampfüberhitzer anordnete. Einen Erfolg haben indessen alle diese Bestrebungen nicht gehabt, weil der an der genannten Stelle zur Verfügung stehende Raum eine hinreichend grosse Oberfläche des Überhitzers nicht zuliss und die
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den modernen Schnellzugslokomotiven, um sehr lange Dampfkessel bzw. sehr lange Feuerzüge handelt.
Gemäss vorliegender Erfindung sollen nun diese Schwierigkeiten vermieden werden, und zwar einerseits dadurch, dass man mit Hilfe von in die gewöhnlichen Feuerrohre eingeschalteten Hlfsrohren dafür Vorsorge trifft, dass nach der Rauchkammer, insbesondere bei langen Loko- motiven. noch nahezu unverbrauchte Heizgase gelangen und demzufolge die hier zum Zwecke
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domes geleitet, um von hier durch das Rohr 1'2 nach den Arbeitszylindern zu gelangen.
Gemäss vorliegender Erfindung wird nun zunächst dafür Sorge getragen, dass in der Rauch- kannner 4 zum Zwecke einer intensiveren Beheizung des Dampfüberhitzers 10 eine höhere 'Temperatur herrscht, als die bisher, insbesondere bei sehr langen Lokomotivkesseln, der Fall war. Zu dem Zweck worden in den Feuerzügen 3 Hilfsrohre 13 angeordnet, welche konzentrisch in den Feuerrohren 3 liegen, derart, dass die von der Feuerung 2 kommenden Heizgase in üblicher
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furchten wäre.
Des weiferen soll gemäss vorliegender Erfindung der oberhalb der Rauchkammer- an- geordnete Dberhitzer in seiner Oberfläche auf eigenartige Weise vergrössert werden. Der zu diesem
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Zweck zur Anwendung kommende Überhitzer hat eine an sich bekannte Konstruktion, und zwar besteht er aus konzentrisch ineinander liegenden Rohren, von denen die inneren Rohre 14 die aus der Rauchkammer 4 kommenden Heizgase weiterleiten, während die äusseren Rohre M konzentrisch um die Rohre 14 herumliegen, derart, dass zwischen beiden Rohren ein schmaler Mantelraum entsteht, den der Dampf passieren muss. Es ist auch bekannt, solche Überhitzer mit mehreren Kammern auszurüsten.
In dem gewählten Ausführungsbeispiel sind drei Kammern dargestellt, die durch die Wände 16, 17 voneinander getrennt sind. Der zugeleitete Nassdampf gelangt zunächst in die Kammer 18, strömt von hier durch die Uberhitzerrohre nach der oberen Kammer 19, von der aus er durch eine andere Rohrgruppe nach der inneren Kammer 20 und sodann stark überhitzt durch Rohr nach der oberen Doma bteilung 8 gelangt. Wie schon erwähnt, sind Überhitzer solcher Art und solcher Unterteilung bereits bekannt, und ebenso ist es bekannt. derartige Überhitzer oberhalb der Rauchkammer 4 anzuordnen.
Gemäss vorliegender Erfindung werden aber die inneren Rohrgruppen, die mit a bezeichnet sind, nach unten zu gegen die äusseren Rohrgruppen verlängert, derart, dass sie mehr oder weniger tief in die Rauchkammer 4 hineinreichen. In der Zeichnung ist nur eine verlängerte Rohrgruppe zur Darstellung gekommen, es könnte aber eventuell noch eine weitere, noch mehr nach der Mitte zu liegende Rohrgruppe vorhanden sein, die noch tiefer in die Rauchkammer 4 hineinreicht.
Offensichtlich wird hiebei die wirksame Heizoberfläche des überhitzer wesentlich vergrössert, jedoch wird durch diese eigenartige Ausbildung des Überhitzers der Austritt der Heizgase aus den Feuerrohren 3 und den Hilfsrohren 13 in keiner Weise behindert, da infolge der absatzweisen Verlängerung der Überhitzerrohre noch genügend Raum bis zur Stirnwand des Kessels verbleibt, um den Rauchgasen einen freien Austritt zu ermöglichen. Der an sich sehr beschränkte Raum der Rauchkammer kann daher durch diese Ausbildung des Überhitzers wesentlich besser ausgenutzt werden. Dabei ist natürlich die vorliegende Erfindung auf die in der Zeichnung gewählten Gruppen und auf die ZU1'Anwendung gekommenen drei Kammern nicht beschränkt.
Die Zahl der Kammern kann vielmehr eine beliebige sein, insbesondere wird sie grösser sein können, wenn die absatzweise Verlängerung der Überhitzerrohre noch weiter erfolgt. als dies in der Zeichnung dargestellt ist.
Wesentlich ist nur, dass bei Überhitzern der an sich bekannten Art die Rohre absatzweise derart nach der Rauchkammer zu verlängert werden, dass der Austritt der Rauchgase nicht behindert wird.
Das in der Mitte des Dampfüberhitzers liegende Rohr 22 dient für den Auspuff des von den
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Dampfes mit Sicherheit herbeizuführen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dampfüberhitzer für Lokomotiven, der über der Rauchkammer angeordnet und mit von
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