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Einrichtung an Kinematographen zwecks Auf-und Abspulung der Filmbänder.
Die Erfindung hat Verbesserungen an kinematographischen Apparaten zum Gegenstand, die hauptsächlich die Vorrichtungen zum Abwickeln und Aufwickeln des vorzuführenden bzw. des vorgeführten Bildbandes betrenen und die einerseits eine schonende Behandlung des spröden Bildbandes, andererseits aber eine leichte, umstandslose Bedienung des ganzen Apparats ermöglichen. Es wird der Erfindung ein Apparat zugrunde gelegt, bei dem die Bildbandrolle in
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Band der Rolle von innen entnommen und nach dem Austreten aus dem Kinematographenwerk auf einer Aufspulvorrichtung aufgewickelt wird, so dass der Anfang des Bildbandes sieh stets
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Linie J-.-i der Fig. 6. die den Behälter in einer Draufsicht darstellt.
Fig. 7 ist eine Ansicht der Aufrollspule mit teilweise abgehrochener Vorderwand.
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Fig. 11 bei a bgenommener Hinterwand von hinten gesehen.
Fig. 12 zeigt die Ringsegmente der Nabe der Aufrollspule, die nebst ihrer Antriebs- vorrichtung in
Fig. 13 im Querschnitt in etwas vergrössertem Massstabe gezeichnet ist.
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Fig. 15 und In : ; stellen eine Hilfsvorrichtung mit abgebrochenem Teile der die Bandrolle . @genden Platte n in Draufsicht und Vertikalschnitt dar-
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Kraftaufwand in ständiger regelmässiger Rotation zu erhalten.
Dank der Entnahme des Bildbandes nach unten durch die Bodenöffnung des Behälters und der feinen Lagerung des letzteren auf Kugeln, Rollen oder dgl. sind die auf das Bildband einwirkenden Zugkräfte und Reibungswiderstände auf ein Minimum reduziert und erübrigt es sich hiebei, den Behälter vom Kinematographenwerk aus mittels separatem Antrieb, wie durch Riemen oder dgl., in Umdrehung zu setzen.
Der Träger 4 des Bildbandbehälters 2 ist als ein vom Kinematographenwerk vollständig gesonderter Ständer ausgebildet. Dieser Ständer ist gleichzeitig als Gelenkparallelogramm ausgeführt, so dass der Bildbandbehälter 2 behufs Einsetzens einer neuen Bildbandrolle oder dgl., wie punktiert angedeutet ist, heruntergeklappt werden kann.
Das vom Kinematographenwerk kommende Bildband wird auf eine besondere Aufrollspule aufgewickelt. Diese Aufrollspule ist auf eine Trommel 16 aufgeschoben, um von letzterer durch ftiifache Friktion mitgenommen zu werden. Die Nabe dieser Aufrollspule besteht aus mehreren, beispielsweise aus drei Segmenten 11, die sich mit je drei Stiften 24 in Schlitzen 25 der Vorder- wand 14 führen, Die mittleren dieser Stifte ragen ferner in Schlitze 27 des auf der Wand 14 angebrachten ringförmigen Schiebers 26, der durch die Führungsrollen 28 in der Lage gehalten und mittels des Griffes 31 oder dgl. gedreht werden kann.
Die Schlitze 27 kreuzen sich mit den Schlitzen 25 der Wand 14, dergestalt, dass durch die Drehung des Schiebers 26 die in gespreizter Lage liegenden Segmente nach innen geschoben werden können, wie dies in Fig. 12 punktiert angedeutet ist. Der Schieber 26 kann durch eine Haube 29 abgedeckt sein. In der gespreizten Lage halten auch an den Segmenten vorgesehene Flanschen 30 die Hinterwand 15 fest an der Spule. An einem der Segmente ist eine Blattfeder 12 angebracht, die, solange die Segmente im Kreise liegen, Jas innere Bandende an das nächste Segment andrückt, es aber sofort freigibt, wenn die Segmente zusammengeschoben werden und die Feder sebst die Lage 72' 1 einnimmt..
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werden.
Es ist ersichtlich, dass hiedurch dreierlei bewirkt wird, die Bandrolle löst sich, auch wenn das Bildband auf der Spule noch so stramm aufgewickelt war, ohneweiters von derselben, das Bandende wird selbsttätig von der Feder 12 befreit und die Hinterwand 15 fällt nebst der auf
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Flanschen 30 an den Segmenten 11 befestigt, so kann die Aufrollspule wieder auf die Antriebs- trommel 16 aufgeschoben werden. Das Ende der Achse 17 kann, wie aus Fig. 13 ersichtlich, umklappbar gemacht sein, um die Rolle in ihrer Lage zu sichern.
Die Achse 17 ist in einem Tragarm frei drehbar gelagert und nimmt die lose Schnurscheibe 19 auf, die ihren Antrieb vom Kinematographenwerk erhält. Die Drehbewegung der Schnurscheibe Mird durch Vermittelung der auf ihrer Nabe 21 sitzenden und gegen die Einstellmuttern 22 auf der Achse sich anlegenden Spiralfeder 2 auf die Achse übertragen, indem die Schnurscheibe gegen den auf der Aehse festgekeilten Bund 23 angedrückt wird.
Bei den bislang üblichen Apparaten musste man, wie auseinandergesetzt, das vorgeführte Bildband vur der nochmaligen Vorführung zuerst nochmals umwickeln, um den Bildbandanfang in das Kinematographenwerk einführen zu können. Bei diesem Ab-und Umwickeln hat man Gelegenheit das wahrend der Vorführung etwa gerissene und provisorisch mittels einer Stecknadel zusammengeheftete Band mittels eines geeigneten Klebmittels oder dgl. endgiltig zu reparieren.
1'111 Buch beim Apparat gemäss der Erfindung, bei dem dieses Ab-und Umwickeln sich erübrigt, dan Reparieren ohne Zeitverlust zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, das Bildband zu teilen und den einen Bildbandteil in einer beim Reparieren dienlichen Hilfsvorrichtung aufzubewahren, während der andere Teil des Bildbandes das Kinematographenwerk passiert. Ein Teil des Bild- endes wird demgemäss nicht, wie zunächst beschrieben war, von der Trommel 16 der Aufwickel" spule unmittelbar in den Behälter 2, sondern vorher in die Hilfsvorrichtung gebracht.
Die Hilfsvorrichtung (Fig. 15.16) besteht aus einem Armkreuz d, das von einem Ständer g getragen wird und auf einen Stift c des letzteren gesteckt ist. Die Bandrolle B wird nebst der
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Armkreux zentrisch einzuführen, sind an den Enden des letzteren die drehbaren Finger e vorgesehen, die durch die an ihre Kanten sich anlegenden Blattfedern in der gezeichneten aufrechten Lage gehalten werden. Ist jedoch das Bildband beispielsweise gerissen, so können die Führungsnnger e
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leruntergeklappt werden, um zwecks Reparatur oder dgl. ein Ab-und Aufwickeln des gerissenen bzw. reparierten BAndes zu gestatten.
Das Armkrenz kann mittels der Handkurbel. h gedreht werden, die zu diesem Zweck auf den Stift c und in Öffnungen der Haube./', die un Durchmesser angefähr der Öffnung der Scheibe a entspricht, aufgesteckt werden kann.
PATENT. ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung an Kinematographen, bei welcher das BildbÅand einer in einem oberhalb des Kinematographenwerkes drehbar angeordneten Behälter gelagerten Rolle von innen entnommen und auf einer Aufspulvorrichtung von innen nach aussen aufgewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Filmbehälter auf Kugeln-oder Rollenlager derart gelagert ist, dass derselbe, während das Bildband selbst durch einen Öffung im feststehenden Behälterboden nach unten geführt wird, ohne einen besonderen Antrieb zu erfordern, in Umdrehung erhalten wird.