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Diamantg las8chneider.
Das bisher übliche Einsetzen des Diamanten in das Werkzeug zum Schneiden von Glas ist durch die Einstellung und Festlegung des Steines in der Zwinge mittels einer geschmolzenen Zinnlegierung umständlich und erfordert einige Geschicklichkeit, die sich besonders dann unangenehm fühlbar macht, wenn durch den Gebrauch die eingestellte Kante nicht mehr verlässlich schneidet und der Stein umgefasst werden muss, um eine neue Kante desselben in die Gebrauchsstellung zu bringen. Man hat ans diesem Grunde Einrichtungen geschaffen, die den Glaser in den Stand versetzen sollen, diese Arbeit selbst in rascher Weise und ohne Zuhilfenahme von besonderen Hilfsmitteln zu ermöglichen.
Man hat zu diesem Zweck das Werkzeug mit einem Setzstift versehen und das Diamantkorn in der erforderlichen Stellung in eine Kappe oder Hülse, die für den Durchtritt des Kornes eine Durchbrechung enthält, eingesetzt, worauf der Setzstift in die Kappe oder Hälse eingeschraubt wurde, um den Stein festzulegen. Diese Art der Festlegung des Kornes ist ganz gut dort möglich, wo eine genau bestimmte Einstellung einer Kante des Steines nicht erforderlich ist, insbesondere da in der umgekehrten Stellung der Kappe dies nicht recht durchführbar ist, wobei aber überdies die dem Korne gegebene Stellung durch den einzuschraubenden Setzstift eine Veränderung erfährt.
Aus diesem Grunde eignet sich die bekannte Einrichtung nur für Diamantwerkzeuge, die zum Bohren, Drehen und dgl. bestimmt sind, während sie für Glaserdiamanten ungeeignet ist, da bei diesen eine Aufrechterhaltung der gegebenen Einstellung der gewählten Kante notwendig ist.
Um nun dies zu ermöglichen, wird gemäss vorliegender Erfindung die Feststellung des eingestellten Diamanten dadurch bewirkt, dass die über den Setzstift zu stülpende Hülse hiebei gegen Drehung gesichert ist, wobei die Verbindung von Kappe und Setzstift mittels einer Überwurfmutter erfolgt.
Dieser Glaserdiamant gemäss vorliegender Erfindung ist in der Zeichnung in Fig. 1 in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und in Fig. 2 in Vorderansicht veranschaulicht.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht der Glaserdiamant aus einem zylindrischen Stift 1, an den sich ein Gewindeteil 2 anschliesst und der mit dem Körper 3 in bekannter
Weise mit dem Heft 4 verbunden ist. Das obere Ende des Stiftes ist bei 5 muldenförmig ausgenommen und dient zur Aufnahme des Diamantkorns 6. Über dem Stift 1 ist eine vorteilhaft schwach konische Hülse 7 aus nicht zu hartem Material gesteckt, die für den
Durchtritt des Diamantkornes eine Durchbrechung besitzt. Diese Einrichtung ist bekannt.
Nach vorliegender Erfindung trägt die Hülse an dem unteren Ende eine Wulst 8, durch den die Hülse mit Hilfe einer Überwurfsmutter 9 an dem Stifte gehalten wird.
Zur Fassung des Diamantkorns wird dasselbe in der entsprechenden Stellung, so dass eine Kante desselben sich in Schneidstellung befindet, in die Mulde 5 des Stiftes ein-
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in seiner Stellung verändert zu werden, durch die obere Durchbrechung der Hülse hindurchtritt. Sodann wird die Hülse mit der Überwurfsmutter an dem Stift festgelegt, wobei infolge der relativen Weichheit des Hülsenmateriales dieses sich an den Stein dicht anlegt und denselben vollkommen festhält. Hiebei ist es wesentlich, dass die Hülse und mit ihr der Stein von der eingestellten Stellung der Schneidkante auf dem Setzstifte nicht verdreht wird.
Dies kann in verschiedener Weise erfolgen : Bei der dargestellten Ausführungs-
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Nut 11 der Hülse einzugreifen bestimmt ist, doch kann für denselben Zweck auch eine andere Anordnung vorgesehen sein. So können Setzstift und Hülse auf ihrer ganzen Länge oder auf einem Teil derselben polygonal ausgebildet oder mit einer ebenen Fläche versehen sein, die die Stellung der Hülse am Stift bestimmen und eine gegenseitige Verdrehung ausschliessen.
Der in der beschriebenen Weise gefasste Stein wird durch die Anbringung des Hammers 12 auf der Hülse 7 in bekannter Weise zu dem vollständigen Werkzeug ergänzt.
Zum Umfassen des Diamantkornes genügt es, die Verbindung zwischen Hülse und Setzstift zu lösen und erstere abzuheben, worauf nach entsprechender Einstellung einer neuen Kante des Steines dessen Festlegung erfolgt. Wie ersichtlich, ist hiezu kein wie immer gearteter Behelf erforderlich, so dass jeder Glasermeister das Umfassen ohne Schwierigkeit selbst besorgen kann.
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