AT53052B - Verfahren zur Herstellung von Silberpapier für Lichtbildbänder. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Silberpapier für Lichtbildbänder.

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AT53052B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Silberpapier für   Lichtbildbänder.   



   Die kinematographischen Bildstreifen werden im allgemeinen aus einem durchsichtigen Band aus Zelluloid hergestellt, welches die photographischen Bildreihen trägt, doch ist auch die Benutzung von undurchsichtigen Papierstreifen vorgeschlagen worden, die beispielsweise mit einer spiegelnden Metallschicht bedeckt sind, durch welch letztere ebensoviel Lichtstrahlen reflektiert werden, als die durchsichtigen Filmstreifen durchlassen. 



   Das einzige bisher für Filmstreifen verwendete Material, das   Zelluloid.   ergibt ein Filmmaterial, das neben vorzüglichen Eigenschaften auch die Nachteile aufweist, dass die Herstellungskosten bedeutend sind und dass es sehr   feuergefährlich ist. Das   Papier dagegen kann   ein vorzüg-   liches Material zur Herstellung von   Bildstreifen   abgeben und da eine ganz dünne   Yersilberung   
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 spiegel die durchsichtigen Films wirtschaftlich sehr wohl ersetzen können. Allerdings ist zur Durchführung dieses Ersatzes ein Metallpapier notwendig, das in hervorragendem   Mae dn-   zahlreichen, durch den Zweck bedingten besonderen Eigenschaften besitzt. 
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 schaften nur einzelne und in sehr unvollkommener Weise.

   Sie wurden nach verschiedenen Verfahren hergestellt, indem z. B. ein sehr feiner metallischer Staub auf dem Papier hxiert und   gehörig   poliert wird, wodurch ein ziemlich stark spiegelndes Papier entsteht, welches auch   wasserdicht ist. wenn   der Metallstaub beispielsweise mit einem   Gummilac1.. iirnis   auf dem Papier fixiert wird. 



   Eine zweite Art der Herstellung bestand darin, dass das Metall (Silber, Zinn oder dgl.) sehr dünn ausgeschlagen, dann auf das   präparierte Papier geleimt und   hierauf poliert wurde. 



     Ein drittes Verfahren, nämlich   das galvanische Verfahren, liefert ein   wasserfestes Metallpapier   von   schönem   Hochglanz, jedoch ist das Ganze sehr schwer und stellt eigentlich ein mit Papier   gefüttertes Metallblatt   dar, das sehr leicht bricht und nicht ein   wirkliches @   leichtes, metallisiertes   Papier ist. Die galvanoplastische   Herstellung kann nach zwei   verschiedenen Verfahren geschehen   : 
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 eine isolierende Schicht bringt, beispielsweise irgend einen Kollodium-oder Zelluloidlack, aber dieser   Cberzug   würde wieder neue Schwierigkeiten zur Folge haben.

   Schliesslich ist die für das Abheben des Silbers nötige Kupferschicht, die keinerlei optischen Wert hat, schwer und zum Bruch geneigt, zeigt auch die ändern oben erwähnten Nachteile. b)   Nachdem   man ein verkupfertes Papier hergestellt hat, versilbert man die Kupferschicht. 
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Demgegenüber gestattet die   Erfindung   ein Papier mit Metallspiegel,    das allen obengenannten     Bedingungen gerecht wird, herzustellen, und zwar nach dem folgenden Verfahren : Man verwendet als Metallschicht eine auf galvanoplastisohe Weise erhaltene, äusserst   dünne, nur sehr lose anhaftende Silberschicht von sehr geringem Gewichte (z.

   B. 5 dg pro 1   w) ;   diese Schicht wird von der Kathode auf das Papier übertragen, indem zwischen sie und das mit einer Klebstoffschicht versehene Papier ein organischer Stoff, wie z. B. eine Zelluloidlösung, eingebracht wird, der nach Trocknung ein plastisches, wasserundurchlässiges und unlösliches, stark anhaftendes   Häutchen   ergibt, das nicht mit der Kathode in Berührung kommt und einerseits nur an dem Papier, andererseits nur an der Silberschicht anhaftet, so dass das die Silberschicht infolge Anwendung von Druck und Wärme nunmehr festhaltende Papier leicht von der Kathode abgenommen werden kann. 



   Hiebei wird vorzugsweise folgendermassen vorgegangen :   Man schlägt nach der bekannten galvanoplastischen Methode auf der vernickelten und gut polierten Kathode eine abhebbare Silberschicht von äusserster Dünne nieder, wozu der   galvanop'astische Prozess nur auf eine sehr kurze Zeitdauer eingeleitet wird. Nach Beendigung desselben wird die Kathode gewaschen und gereinigt und schliesslich getrocknet. Das Silberhäutchen zeigt sich als ein leichter   Sch'eier   von einer solchen Zartheit, dass er durch zartestes Reiben zerstört werden kann.

   Hierauf überzieht man die versilberte Oberfläche der Kathode beispielsweise mit einer mehr oder weniger dicken Lösung von Zelluloid und schliesslich wird nach Trocknung derselben die so vorbereitete Kathode auf ein satiniertes und mit einem Klebestoff, beispielsweise einer Gummilösung, wie sie zum Aufkleben von Photographien verwendet wird,   bestrichenes   Papier so aufgelegt, dass die beiden bestrichenen Flächen gegeneinander liegen, worauf das Ganze zwischen entsprechend   erhitzten W al zen gepresst   wird. Nach dem Erkalten kann das Papier leicht von der   Nickelkathode abgenommen werden   und erscheint es mit einer reinen, sehr glänzenden und polierten Silberschicht wie ein Spiegel belegt. 



   Eine ausgezeichnete Lösung zum Überziehen der Silberschicht wird dadurch erhalten. dass einer Lösung von Zelluloid in den bekannten Lösungsmitteln ein feinkörniger Stoff, wie Zinkoxyd, beigemischt wird, wodurch nach der Trocknung eine matte Oberfläche erzielt wird. 



    Die obenerwähnte adhärierende Mischung kann durch Beisetzung von Eiemigummi oder kanadischem Balsam zum gewöhnlichen Gummilackfirnis erhalten werden.   



   Um ein durchaus wasserdichtes Papier zu erhalten, empfiehlt es sich, den Rücken und den Schnitt des Papieres mit einem Firnis zu behandeln, der es vor dem Eindringen von Flüssigkeiten während der photographischen Behandlung schützt. Es versteht sich von selbst, dass man, um ein   Metallpapier von   beliebiger Länge mit Hilfe von Kathoden von begrenzter Länge herzustellen, die einzelnen Abdrücke der Kathoden etwas übereinander greifen lassen muss, doch ist die Dicke des Metallspiegel so gering, dass bei Verwendung einer geeigneten Heisspresse die Stossstellen unsichtbar werden. 



   Ein derart hergestelltes Papier mit Metallspiegel ist geschmeidig und spiegeln genug. um die bei Kinematographen üblichen durchsichtigen Filmstreifen zu ersetzen. Die Versilberung ist in haltbarer Weise an der an dem Papier haftenden wasserdichten Haut befestigt und übersteht alle üblichen photographischen und   kinematograpiiischen   Vorgänge.   Schliesslich   setzt der geringe Wert des Papiers und die geringe Silbermenge die Herstellungskosten bedeutend herab. 



   Wie bereits erwähnt. können einige der verwendeten Stoffe durch ähnliche ersetzt werden, auch können Änderungen von Einzelheiten im Verfahren eintreten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Silberpapier für Lichtbildbänder, wobei der Metallbelag auf elektrolytischem Wege erhalten und mittels Klebstoff auf Papier übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen das auf der Kathode niedergeschlagene äusserst dünne Silber- häutchen und das mit einem Klebstoff versehene Papier eine Zwischenlage aus einem organischen 
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 undurchlässiges, unlösliches, gut anhaftendes, plastisches Häutchen bildet, das einerseits am Papier, andererseits am Niederschlag anhaftet, dagegen mit der Kathode nicht in direkte Berührung kommt und so ein leichtes Abnehmen des Metallpapieres von der Kathode bewirken   lässt.  

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die versilberte Oberfläche einer polierten Nickelkathode mit einer Zelluloidlöaung überzieht, diese trocknen lässt und hierauf die so vorbereitete Kathode auf ein mit einer adhärierenden Gummilösung bestrichenes Papier auflegt und beide zwischen entsprechend erhitzten Walzen presst, bis das den aufgepressten Silbemiederschlag tragende Metallpapier von der Kathode auf bekannte Weise abgenommen werden kann.
AT53052D 1909-10-30 1910-10-24 Verfahren zur Herstellung von Silberpapier für Lichtbildbänder. AT53052B (de)

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