AT52777B - Ofen mit regelbarer Feuerung zum Trennen von Metallen verschiedener Schmelzpunkte oder von Metall, Staub, Schlacke usw. - Google Patents

Ofen mit regelbarer Feuerung zum Trennen von Metallen verschiedener Schmelzpunkte oder von Metall, Staub, Schlacke usw.

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AT52777B
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Louis Weiss
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Louis Weiss
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  Ofen mit regelbarer Feuerung zum Trennen von Metallen verschiedener Schmelzpunkte oder von Metall, Staub, Schlacke usw. 



   Die Erfindung betrifft einen Ofen, welcher zum Trennen von Metallen verschiedener Schmelzpunkte oder von Metall, Staub, Schlacke und von anderen Materialien voneinander dient, indem ein solches Metallgemenge im Ofen auf eine genau bestimmte Temperatur erhitzt wird, bei welcher der leichter schmelzbare Bestandteil schmilzt, der schwerer schmelzbare aber noch fest bleibt. 



   Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, dass-wie es sich z. B. bei den in der Industrie vielfach vorkommenden Gemengen von Spänen und das von Weissmetall und Messing oder Rotguss gezeigt hat-beim Erhitzen solcher Gemenge auf eine Temperatur, bei welcher der leichter schmelzende Anteil (z. B. Weissmetall) schmilzt, der schwerer schmelzbare Anteil aber noch fest bleibt, die ungeschmolzenen Späne (Messing, Rotguss) auf dem geschmolzenen Anteil   (Weissmetall) schwimmen,   so dass man nur nötig hat, diesen obenauf schwimmenden Anteil durch eine obere   Entleerungsöffnung   zu entfernen, während man nach Bedarf den geschmolzenen Anteil durch eine untere Öffnung dem Ofen entnimmt. 



   Dieses Verhalten der ungeschmolzenen Anteile tritt auch ein, wenn an sich die betreffende Legierung (wie Rotguss) spezifisch schwerer als der leichter schmelzbare Anteil (Weissmetall) ist, so dass die entsprechend eingerichtete Vorrichtung auch für diese Fälle von technischer Wirkung und technischen Wert namentlich für die Praxis ist, wo es sich im allgemeinen doch um Abfälle handelt, die die Form von Spänen, kleineren Bruchstücken usw. haben. Es wird auf 
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 erheblichen Verlust und in möglichst unveränderter Zusammensetzung auf Grund der   Schwinlm-   fähigkeit des   ungeschmolzenen   Anteiles auf dem geschmolzenen Anteil zu trennen und zu gewinnen.

   Es wird hiebei vermieden, dass der leichter schmelzbare Anteil mit dem schwerer   schmelz-     baren sieh legiert und   diesen gewissermassen auflöst und dass die schwerer schmelzbaren Anteile auf ihrer Oberfläche mit den leichter schmelzbaren legiert und hiedurch in ihrer Zusammensetzung verändert werden. Man erhält auf solche Weise z. B. das Weissmetall und den Rotguss praktisch in der ursprünglichen Zusammensetzung. Um eine Oxydation des verarbeiteten Gutes zu verhindern, wird das   Schmelzgefäss   in an sich bekannter Weise durch einen Deckel abgeschlossen ;   auch werden   die   bei der Verarbeitung entstehenden   Gase in an sich bekannter Weise durch Ab- saugen beseitigt. 



     Higher     hat man   z. B.   Weissmetallspäne   und Kupferstaub aus dem Gemenge auf elektro-   lytischem     oder chemischem Wege voneinander   zu trennen versucht. Man hat auch weiter Versuche gemacht, die Trennung auf warmem Weg zu erreichen, indem man das Gemenge von zweierlei 
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 oxydiert sich auch das geschmolzene Metall und die   Verbrennungsverluste steigen   bis zu 8 bis   1000,   während bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung die Verluste nie grosser   als 0#5% werden.

   Man schmolz ausserdem den leichter   schmelzbaren Teil des Gemenges auch in gewöhnlichen Kesseln. wobei jedoch die Temperatur am Kesselboden so hoch steigt, dass auch das Kupfer in das Metall einschmilzt, umsomehr. als beim Abschöpfen die auf dem geschmolzenen   Metalle schwimmenden Späne in   das flüssige Metall   hineingedrückt werden,   so dass sich das 
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   Metailes möglichst weit abliegt. Dieser Behälter ist derart beschatten, dass die oben schwimmenden,     unges hmolzen geblichenen   Anteile durch eine obere   Öffnung,   der geschmolzene Anteil je nach Bedarf unten abgelassen bzw. abgezogen werden können. 



   Auf der Zeichnung ist eine zur Trennung z.   B.   der Messing-oder Rotgussabfälle von Weiss- 
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   In Fig. 1.   



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist in irgend einem Ofen a ein Petroleumbrenner b ein- 
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 die Esse gelangen. Das   Schmelzgefäss   c ist durch eine durchbrochene Stahl-oder Schamotteplatte h in zwei Räume geteilt. Der vordere kleinere Raum i dient zum Sammeln des ausgeschmolzenen Weissmetalles, während in dem grösseren Raume k das Schmelzen erfolgt. Am Vorderende des Raumes k ist ober der Oberkante der durchbrochenen Stahl-oder Schamotte- 
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 schwimmende Messing oder anderes Metall oder Staub usw. abgezogen werden kann, während am unteren Ende des kleinen Raumes i ein mit einem durch Handrad n schliessbaren Hahn m versehenes zum Ablassen des geschmolzenen Weissmetalles dienendes Rohr o angebracht ist.

   Das Schmelzgefäss c ist durch eine   Kappe   geschlossen, die mit einer durch Deckel q abschliessbaren Füllgosse r und mit zwei durch Klappen   s und t schliessbaren.   zum Abziehen des auf dem geschmolzenen Metall schwimmenden Kupfers oder Messings oder anderer Verunreinigungen dienenden Öffnungen versehen ist. Die Tür t ist so ausgebildet, dass sie gleichzeitig auch die Abzugsrinne   l     abschliesst.   Die Kappe p ist durch ein Rohr u mit dem   Zug f verbunden,   um den sich aus dem Metallgemenge entwickelnden Rauch und übelriechende Gase in an sich bekannter 
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 die   Gussformen      en I,   in welche das geschmolzene Metall abgelassen wird.

   Der Ofen ist zweckmässig ausserdem mit zwei, auf der Zeichnung nicht dargestellten, Pyrometern versehen, um die Temperatur im Raume d. also somit auch im   Schmelzgefäss   c genau regeln zu können. 



   Die Wirkungsweise dieses Ofens ist folgende : Das Metallstaubgemenge (Fabrikationsabfälle) wird durch die Gosse r in den Schmelzraum k des Schmelzgefässes c eingebracht und dann die Feuerung begonnen. Je höher die Säule des durch die Füllgosse r eingeführten Gutes ist (z. B. nach Wahl der Gossenhöhe), desto grösser wird natürlich auch der Druck sein, mit welchem das Gut den auf der geschmolzenen Masse befindlichen, ungeschmolzenen Anteil fortdrückt. Mit Hilfe der Pyrometer wird die Temperatur derart geregelt. dass im   Schmelzgefäss   c eine etwas höhere Temperatur als der Schmelzpunkt des leichter schmelzenden Metalles, aber eine bedeutend niedrigere als der Schmelzpunkt des   odlò : : der schwerer schmelzbaren Metalle   oder Legierungen herrscht.

   Das geschmolzene Metall   fliesst,   durch das Metallgemenge hindurchsickernd und die durchbrochene Siebplatte h passierend, in den kleineren Raum i, die schwerer schmelzbaren Metalle oder Legierungen dagegen bleiben im Raum k an der Oberfläche des Metall- 
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 gezogen werden können. Hat sich eine genügende Menge flüssigen Metalles angesammelt, so wird dieses aus dem Raum i durch Rohr o in die Formen   x   abgelassen. 
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 die Abzugsrinne l nicht nur vorne, sondern auch in anderer Form angewendet werden. 



   Der Ofen ist nicht nur zur Trennung von Metallen verwendbar, sondern auch z. B. zum Pattinsonieren und zu anderen ähnlichen Zwecken. Die zu dessen Konstruktion verwendeten 
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 punktes des am niedrigsten schmelzenden Metalles. gekennzeichnet durch ein mit   gleichmässig     geneigtem Boden,   an der tiefsten und an der höchsten Stelle mit   Ableitungsönnungen   und am Deckel mit Füllgosse und schliessbaren   ArbeitsöSnungen   versehenes Schmelzgefäss, so dass durch 
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 Anteil abgezogen werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in seinem oberen Teil zur Ableitung von in dem Gefäss entwickelten Dampf mit den Rauchzügen zweckmässig verbundene Schmelzgefäss zur Verhinderung von Oxydation mit einem Deckel geschlossen EMI2.7
AT52777D 1910-08-16 1910-08-16 Ofen mit regelbarer Feuerung zum Trennen von Metallen verschiedener Schmelzpunkte oder von Metall, Staub, Schlacke usw. AT52777B (de)

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