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Orts-und Streckenanzeiger.
Die Erfindung betrifft einen für Automobile und andere Fahrzeuge bestimmten Orts- nnd Streckenanzeiger mit einem durch ein elektrisch angetriebenes Schaltwerk bewegten, die Wegstrecke anzeigenden Bande, welches erkennen lässt, an welcher Stelle der Strecke das Fahrzeug sich befindet und welche Hindernisse, Wegeschranken, Krümmungen, Gefälle usw. bevorstehen.
Das Streckenband ist, wie im Patente Nr. 31815 angegeben, vor den Hindernissen der aufgezeichneten Wegstrecke mit Metallplättchen oder dgl. zur Schliessung eines elektrischen Stromkreises versehen, um eine Glocke zum Ertönen zu bringen und so dem Fahrer das kommende Hindernis zu melden.
Bei dem bekannten Apparat geschieht die Bewegung des zu diesem Zwecke gelochten Streckonhandes durch Mitnehmerst : fte ; beim Apparate dieser Erfindung wird das ungelochte Streckenband durch Gummiwalzen, die vom Schaltwerk gedreht werden, fortbewegt.
Aufgabe der Erfindung ist, die Bewegung des Strecken bandes dem Durchmesser des Rades des Fahrzeuges, von welchem aus die Bewegungsübertragung auf elektrischem Wege erfolgt, genau anzupassen. Dies wird erreicht durch ein Schaltwerk, welches bei jeder Be- tätigung nur um einen Zahn-entsprechend beispielsweise 35 m der durchfahrenen Strecke weitergeschaltet wird, in Verbindung mit Uumrnischeiben zur Bewegung des Streckenbandes, wobei der Durchmesser der einen Scheibe veränderlich ist, um das für jede Weiterschaltung erforderliche Mass der Bewegung des Streckenbandes verändern und so dem jeweiligen Bedürfnisse anpassen zu können.
Ferner ist durch Einschaltung einer elektrischen Lampe mit Ausschalter in dem vor- handenen Stromkreis für die Beleuchtung des Streckenbandes bei Nacht Vorkehrung getroffen.
Ein Ausführungsbeispiel des ERfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung schematisch, In welcher darstellt : Fig. 1 einen Aufriss ohne Streckenband mit den Transportscheiben im Schnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht und Fig. 3 eine Einzelansicht des Schaltwerkes.
Der Orts-und Streckenanzeiger wird auf elektrischem Wege von einem Rade a des Fahrzeuges aus durch einen als Schaltwerk ausgebildeten Stromunterbrecher in Wirkung gesetzt. Bei jeder Umdrehung des Rades ci bewegt ein an demselben befindlicher Anschlag bein Ex nter c, welches auf einen federbeeinflussten Klinkenhebel d wirkt. Im Drehpunkt desselben ist eine in ein Sperrad eingreifende Sperrklinke e starr an dem Hebel befestigt, während ungefähr in der Mitte eme in ein Schaltrad eingreifende federbeeinnusste Schaltklinke f angelenkt ist. Sperrad und Schaltrad sind entgegengesetzt gezahnt und be- finden sich hintereinander auf derselben Achse.
In das Schaltrad greift noch eine Spenklinke g ein, so dass bei jedem Hub des Exzenters c das Schaltwerk um nur einen einzigen Zahn gedreht wird. Bei jeder vollen Umdrehung des Schaltwerkes wird in bekannter Weise der Stromkreis einer Elek itiitsquelle h geschlossen und dadurch der Etektromagnet)'. dessen Spulen parallel geschaltet sind, erregt, worauf der Magnet seinen Anker k anzieht. Dieser Anker ist in ähnlicher Weise ausgebildet wie der oben beschriebene Klinkenhebel d und setzt ein gleiches Schaltwerk 1, wie es am Rade des Fahrzeuges als Stromunterbrecher dient, in Wirkung.
Die Achse des Schaltwerkes l steht durch auswechselbare Übersetzungsräder m, n mit der Bandtransportwelle o und diese durch einen Schnurtrieb oder dgl. p mit der Achse der Aufwickelwiilze q für das auf der Walze r befindliche und zwischen den Transport-
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Die Bandtransportwelle o ist umgeben von einer Hülse v mit an beiden Enden befindlichen Scheiben s. In diesen befinden sich radial bewegliche Segmente, die von einem äusseren Gummiring y umschlossen werden, während je ein auf Rechts-bzw. LinksGewinde der Welle o verstellbarer Konus z zwischen die Segmente eindringt und dieselben nach aussen treibt. Die veränderliche Stellung dieser Konusse bestimmt die Lage der Segmente und somit die Grösse des Durchmessers der Scheiben s, der nach Bedürfnis ver- ändert wird. Die Gummiwalze t ist federnd gelagert.
Durch Wirkung ihrer Feder M'klemmt sie das Streekenband 11 zwischen sich und die Scheiben s ein, so dass ein Gleiten desselben zwischen den Scheiben s und der Gummiwalze t ausgeschlossen ist.
Zwei Schleiffedern 1 bewirken in Gemeinschaft mit Metallplättchen auf der Streckenkarte den Stromschluss zum Ertönen der Signalglocke 2 vor einem Hindernis der zu befahrenden Strecke :
Die elektrische Lampe 3, welche von derselben Elektrizitätsquelle < gespeist wird und zur Beleuchtung der Streckenkarte dient, kann mittels des Schalters 4 ein-und ausgeschaltet werden.
Ein anderer Schalter 5 dient zum Ein-und Ausschalten der Elektrizitätsquelle.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Orts-und Strockenanzeiger für Fahrzeuge mit einem durch ein elektromagnetisches Schaltwerk über Walzen bewegten Streckenbande und einer Signalvorrichtung zur Meldung der Weghindernisse, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Schaltwerk, welches sich bei jeder vollen Umdrehung des Fabrzeugrades immer um nur einen Zahn weiterschaltet, in Verbindung mit im Durchmesser veränderlichen Transportscheiben die Bewegung des Streckenbandes dem Durchmesser des Rades des Fahrzeuges, von welchem die Bewegungsübertragung erfolgt, angepasst ist.