AT525909A4 - Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs - Google Patents

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AT525909A4 ATA50368/2022A AT503682022A AT525909A4 AT 525909 A4 AT525909 A4 AT 525909A4 AT 503682022 A AT503682022 A AT 503682022A AT 525909 A4 AT525909 A4 AT 525909A4
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs (S), vorzugsweise mit Knüppel- oder Vorblock-Querschnitt, in einer Strangführung einer Stranggießmaschine. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine existierende Zentriereinheit zu verbessern, dass auch Stränge (S) mit variierenden Strangbreiten automatisch zentriert werden. Diese Aufgabe wird durch eine Zentriereinheit nach Anspruch 1 gelöst.

Description

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Beschreibung
Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs
Gebiet der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft das techn. Gebiet des Stranggießens, bei der ein metallischer Strang, z.B. aus einem Stahl- oder Aluminiumwerkstoff, in einer Stranggießanlage zu einem Strang gegossen wird. Beim Stranggießen wird Metallschmelze in eine Kokille zu einem teilerstarrten Strang vergossen, der typischerweise kontinuierlich aus der Kokille ausgezogen wird. Der Strang wird in der der Kokille nachfolgenden Strangführung gestützt, geführt und weiter abgekühlt.
Konkret betrifft die Erfindung eine Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs, vorzugsweise mit Knüppel- oder Vorblock-Querschnitt, in einer Strangführung einer Stranggießmaschine. Durch die zumindest eine Zentriereinheit wird der Strang zentrisch durch die Strangführung geführt.
Stand der Technik
Bedingt durch eine ungleichmäßige Kühlung des warmen Strangs (Warmstrang), nicht korrekt ausgerichtete Strangführungsrollen, eine nicht zentrische Aufbringung von Strangricht- und/oder Reduktionskräften etc. kommt es bei Stranggießanlagen nach dem Stand der Technik immer wieder vor, dass der Strang aus der Strangmitte verläuft. Dadurch kann es zu Beschädigungen an der Stranggießanlage, Qualitätseinbußen beim Gießprodukt und Gießabbrüchen kommen.
Für Knüppel- oder Vorblock-Stranggießanlagen (engl. b/oom / billet continuous casting machines) sind unterschiedliche Zentriereinheiten zur Zentrierung des Strangs bekannt. Beispielsweise kann der Strang wie in Fig 1 dargestellt durch seitlich angeordnete Platten auf einer zentrischen Bahn gehalten werden. Üblich ist es auch, den Strang wie in Fig 2 dargestellt durch in Breitenrichtung des Strangs seitlich fix angeordnete Strangführungsrollen zu zentrieren.
Wie die Zentrierung eines Strangs in der Strangführung verbessert werden kann und insbesondere folgende Anforderungen erreicht werden können 1) Automatische Anstellung der Strangführungsrollen auf unterschiedliche Gießbreiten 2) der Strang muss auf 1 bis 2 mm exakt um die Strangmitte zentriert sein 3) Geringer Platzbedarf, um überall in der Strangführung und im Auslaufrollgang eingebaut werden zu können 4) Schutz vor Hitze, Schmutz und Wasser 5) Geringe Kosten
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6) Geringer Automatisierungsaufwand und Komponenteneinsatz geht aus dem Stand der Technik nicht hervor.
Zusammenfassung der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine existierende Zentriereinheit, insbesondere für eine Knüppel- oder Vorblock-Stranggießanlage, so zu verbessern, dass die oben genannten Anforderungen erreicht werden. Insbesondere sollen auch Stränge mit variierenden Strangbreiten automatisch zentriert werden; die Zentriereinheit soll den Strang mit einer Genauigkeit von 1 bis 2 mm exakt zentrieren; die Zentriereinheit soll platzsparend sein, sodass diese an unterschiedlichen Stellen in der bogenförmigen Strangführung oder im horizontalen Auslaufbereich der Stranggießanlage installiert werden kann; die Zentriereinheit soll hitze-, schmutz- und wasserbeständig sein; die Zentriereinheit soll kostengünstig sein; und schließlich soll sich die Zentriereinheit einfach automatisieren lassen.
Diese Aufgabe wird durch eine Zentriereinheit nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Konkret erfolgt die Lösung durch eine Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs, vorzugsweise mit Knüppel- oder Vorblock-Querschnitt, in einer Strangführung einer Stranggießmaschine, umfassend:
- eine Konsole mit zwei ersten Gelenken, wobei die Konsole an der Strangführung befestigt werden kann,
- zwei Anstellhebel mit je einem zweiten und einem dritten Gelenk, wobei ein Anstellhebel durch ein erstes Gelenk mit der Konsole gelenkig verbunden ist,
- zwei Rollenhalter, wobei ein Rollenhalter durch ein zweites Gelenk mit einem Anstellhebel verbunden ist,
- zwei Strangführungsrollen zur seitlichen Zentrierung des Strangs, wobei eine Strangführungsrolle auf einem Rollenhalter drehbar gelagert ist,
- einen Hydraulikzylinder mit einer Kolbenstange,
- einen Gleitblock, wobei der Gleitblock durch die Kolbenstange in vertikaler Richtung verschieblich ausgebildet ist,
- zwei Zugstangen, wobei ein erstes Ende einer Zugstange — vorzugsweise gelenkig mit dem Gleitblock und ein zweites Ende der Zugstange durch ein drittes Gelenk gelenkig mit einem Anstellhebel verbunden ist.
Die Zentriereinheit wird von einer Konsole, die vorzugsweise als Blech-Schweißkonstruktion ausgeführt ist, getragen. Die Konsole weist zumindest zwei erste Gelenke, vorzugsweise links und rechts unterhalb des Strangs auf, wobei mit jedem ersten Gelenk ein — vorzugsweise Cförmig ausgebildeter — Anstellhebel verbunden ist. Die Anstellhebel weisen jeweils zumindest
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zwei Gelenke auf, nämlich ein zweites und ein drittes Gelenk. Mit dem zweiten Gelenk eines Anstellhebels ist ein Rollenhalter verbunden, der zumindest eine Strangführungsrolle drehbar lagert. Mit dem dritten Gelenk des Anstellhebels ist eine Zugstange verbunden, die den Anstellhebel und einen Gleitblock miteinander gelenkig verbindet. Ein Hydraulikzylinder mit einer Kolbenstange, der entweder zwischen dem Strang und dem Gleitblock oder vertikal unterhalb des Gleitblocks angeordnet ist, kann den Gleitblock in vertikaler Richtung verschieben. Durch das Verschieben des Gleitblocks werden die ersten Enden der Zugstangen ebenfalls verschoben, was zu einer Verdrehung der Anstellhebel um die ersten Gelenke führt. Die ersten Enden der beiden Zugstangen sind jeweils gelenkig mit dem Gleitblock verbunden. Durch die Verdrehung der Anstellhebel werden die Rollenhalter entweder zum Strang hin oder vom Strang weg bewegt. Durch die zweiten Gelenke zwischen den Anstellhebeln und den Rollenhaltern ist sichergestellt, dass die Laufflächen der Strangführungsrollen stets an den Seitenflächen des Strangs anliegen, auch wenn der Strang unterschiedliche Breiten aufweist.
Durch diese Ausführungsform können mittels eines einzigen Hydraulikzylinders unterschiedlich breite Stränge in der Strangführung exakt zentriert werden. Die Zentriereinheit mit der Konsole ist platzsparend und kann an unterschiedlichen Stellen in der Strangführung eingebaut werden. Da nur ein Stellglied — nämlich der Hydraulikzylinder — vorhanden ist, fällt die ggf. aufwändige Synchronisation zwischen der linken und rechten Seitenführung des Strangs weg. Somit kann die Zentriereinheit über die Ansteuerung bzw. die Regelung der Position des Hydraulikzylinders sehr einfach automatisiert werden. Die Konsole, die Anstellhebel, die Rollenhalter mit den Strangführungsrollen, die Zugstangen, der vertikal verschiebliche Gleitblock und der Hydraulikzylinder sind robuste Elemente, die gut gegen Hitze, Schmutz und Wasser geschützt sind.
Bevorzugt ist es, wenn die Strangführungsrollen, die Rollenhalter, die Anstellhebel, die Zugstangen und der Gleitblock symmetrisch zu einer vertikalen Symmetrieebene, die zentrisch durch die Strangmitte geht, angeordnet sind. Mit anderen Worten ist z.B. der auf der linken Seite des Strangs angeordnete Anstellhebel symmetrisch zum dem auf der rechten Seite angeordneten Anstellhebel ausgeführt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist eine Strangführungsrolle mehrfach am Rollenhalter gelagert. Dadurch werden die Strangführungskräfte einer Strangführungsrolle über mehrere Lagerstellen in den Rollenhalter und weiter in die Zentriereinheit eingeleitet.
Die Konsole kann kostengünstig als Blech-Schweißkonstruktion ausgeführt sein.
Der Hydraulikzylinder kann ein einfach- oder doppelwirkender Hydraulikzylinder sein, der vor-
zugsweise an der Konsole befestigt ist. Einseitig wirkende Hydraulikzylinder werden auch als Plunger(zylinder) bezeichnet.
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Der Gleitblock ist bei einer einfachen Ausführungsform durch zwei Gleitschienen auf der Konsole verschieblich ausgebildet, wobei vorzugsweise zwischen einer Gleitschiene und dem Gleitblock zumindest eine Gleitleiste angeordnet ist. Dabei ist die Gleitschiene typischerweise aus demselben Material (meist Stahl) wie die Konsole; die Gleitleiste kann vorzugsweise aus einem „selbstschmierenden“ Material wie Bronze, Grauguss oder Kunststoff sein.
Bei größeren Kolbenhüben des Hydraulikzylinders ist es günstig, wenn ein erstes Ende der Zugstange durch ein viertes Gelenk mit dem Gleitblock gelenkig verbunden ist. Außerdem kann es vorteilhaft sein, wenn die Kolbenstange durch ein fünftes Gelenk mit dem Gleitblock gelenkig verbunden ist.
Um den Hitzeschutz der Zentriereinheit, insbesondere des Hydraulikzylinders bzw. der Gleitleisten, zu verbessern, ist es günstig, wenn in vertikaler Richtung zwischen dem Strang und dem Hydraulikzylinder ein, vorzugsweise wassergekühltes, Hitzeschutzpanel angeordnet ist. Obwohl der Hydraulikzylinder durch das Hydraulikmedium relativ hitzebeständig ist, ist es vorteilhaft, ein Wegmesssystem des Hydraulikzylinders durch das Hitzeschutzpanel vor Hitze abzuschirmen.
Insbesondere bei hohen Strangtemperaturen und/oder niedrigen Gießgeschwindigkeiten ist es vorteilhaft, wenn die Lagerung der Strangführungsrollen wassergekühlt ist und vorzugsweise die Mantelflächen der Strangführungsrollen ebenfalls wassergekühlt sind. Dadurch wird eine Überhitzung der Strangführungsrollen verhindert.
Zweckmäßig ist es, die Anstellhebel C-förmig auszubilden und die zweiten Gelenke der Anstellhebel im Endbereich eines ersten Schenkels und die dritten Gelenke der Anstellhebel im Endbereich eines zweiten Schenkels der Anstellhebel anzuordnen.
Um eine Positionssteuerung bzw. -regelung der Zentriereinheit zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, dass der Hydraulikzylinder eine Wegmesseinrichtung aufweist.
Um eine Kraftsteuerung bzw. -regelung der Zentriereinheit zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, dass der Hydraulikzylinder eine Kraftmesseinrichtung zur Messung der Kraft F aufweist.
Die Anpresskraft der Strangführungsrollen an den Strang kann einfach begrenzt werden, indem der Hydraulikzylinder von einer Hydraulikversorgung mit einem Druckmedium versorgt wird, wobei die Anpresskraft einer Strangführungsrolle an den Strang über eine Druckbegrenzung begrenzt oder über eine Druckeinstellung des Druckmediums eingestellt werden kann.
Eine flexible Steuerung bzw. Regelung der Anstellkraft und/oder der Position der Strangfüh-
rungsrollen kann durch eine Steuer- oder Regeleinrichtung erfolgen, bei der die Anstellkraft einer Strangführungsrolle an den Strang in Abhängigkeit der (gemessenen) Kraft F eingestellt
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und/oder eine Position der Kolbenstange in Abhängigkeit der (gemessenen) Position s eingestellt wird. Im ersten Fall handelt es sich um eine Positions-Steuerung oder -Regelung; im zweiten Fall um eine Kraft-Steuerung oder -Regelung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert wird. Dabei zeigen:
Fig 1 eine Strangführung mit seitlich fix angeordneten Platten nach dem Stand der Technik,
Fig 2 eine Strangführung mit seitlich fix angeordneten Strangführungsrollen nach dem Stand der Technik,
Fig 3a und Fig 3b je ein Aufriss einer erfindungsgemäßen Zentriereinheit zur Zentrierung eines breiten und eines schmalen Strangs,
Fig 4 ein Grundriss der Zentriereinheit der Fig 3a und 3b,
Fig 5 ein Kreuzriss der Zentriereinheit der Fig 3a und 3b,
Fig 6 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Zentriereinheit nach den Fig 3a, 4 und 5,
Fig 7 ein Kühlschema zur Kühlung der Strangführungsrollen und des Hitzeschutzpanels der Zentriereinheit,
Fig 8 Strangführungsrollen der Zentriereinheit zur Zentrierung unterschiedlicher Strangformen,
Fig 9 die Zentriereinheit nach Fig 6 mit einem Hitzeschutzpanel, und
Fig 10a und Fig 10b eine Detaildarstellung eines Gleitblocks als Aufriss und ein Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A.
Beschreibung der Ausführungsformen
Die Fig 1 zeigt eine Strangführung einer Stranggießanlage nach dem Stand der Technik mit zwei seitlich angeordneten fixen Platten 20. Der nicht dargestellte Strang wird durch jeweils
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mehrere Strangführungsrollen 7 oberhalb und unterhalb des Strangs gestützt und geführt. Eine etwaige exzentrische Lage des Strangs wird durch die Platten 20 begrenzt.
In Fig 2 ist eine weitere Strangführung für eine Knüppel- oder Vorblock-Stranggießanlage nach dem Stand der Technik dargestellt. Hier wird der Strang S durch zwei fix angeordnete, d.h. in Breitenrichtung des Strangs $S nicht verfahrbare, Strangführungsrollen 25 zentriert. Die fixen Strangführungsrollen 25 können drehbar gelagert sein oder auch nicht.
Nachteilig an diesen Lösungen ist, dass die Platten 20 bzw. die Strangführungsrollen 25 fix sind und unterschiedlich breite Stränge entweder gar nicht oder nur begrenzt zentriert werden können. Außerdem muss die Stranggießanlage abgestellt werden, um manuell die Platten 20 bzw. die Strangführungsrollen 25 neu einzurichten.
Die Fig 3a und 3b zeigen jeweils einen Aufriss einer erfindungsgemäßen Zentriereinheit zur Zentrierung eines breiten (Fig 3a) und eines schmalen Strangs S (Fig 3b). Durch das Aus- bzw. Einfahren der Kolbenstange 9 eines Hydraulikzylinders 8 wird ein Gleitblock 10 vertikal verschoben. Der Hydraulikzylinder 8 ist jeweils gelenkig mit der Konsole 1 und über das fünfte Gelenk 15 mit dem Gleitblock verbunden. An dem Gleitblock 10 sind über zwei vierte Gelenke 14 zwei Zugstangen 11 befestigt, die die vertikale Verschiebung des Gleitblocks 10 über dritte Gelenke 5 auf die Anstellhebel 3 übertragen. Die Anstellhebel 3 sind über erste Gelenke 2 mit der Konsole 1 verbunden. Durch das Verdrehen der Anstellhebel 3 bewegen sich die Rollenhalter 6 entweder voneinander weg oder zueinander. Ein Rollenhalter 6 ist über ein zweites Gelenk 4 mit dem Anstellhebel 3 verbunden. Auf jedem Rollenhalter 6 ist eine oder mehrere Strangführungsrollen 7 drehbar gelagert.
Durch den Hydraulikzylinder 8 können unterschiedlich breite Stränge S zentriert werden. Dabei werden die beiden Strangführungsrollen 7 synchron an den Strang angestellt bzw. von diesem wegbewesgt. Die Synchronisation erfolgt mechanisch, ohne dass es eine Regelung der beiden Seiten bedarf.
In den Fig 4 und 5 ist jeweils ein Grundriss und ein Kreuzriss der erfindungsgemäßen Zentriereinheit dargestellt. Aus beiden Ansichten ist ersichtlich, dass die Zentriereinheit sehr platzsparend ist und daher an unterschiedlichen Orten in der Strangführung eingebaut werden kann.
Die Fig 6 zeigt eine perspektivische Darstellung der Zentriereinheit aus Fig 3a, d.h. zur Zentrierung des gegenüber der Fig 3b breiteren Strangs S.
Die Fig 7 zeigt schließlich schematisch einen Kühlkreislauf zur Kühlung des Hitzeschutzpanels
16 und der beiden Strangführungsrollen 7, wobei das Hitzeschutzpanel in vertikaler Richtung zwischen den Strangführungsrollen 7 und der Oberseite des Hydraulikzylinders 8 angeordnet
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ist. Über die beiden Wassereinlässe A1, A2 wird ein Kühlmedium, hier Kühlwasser, zu den Strangführungsrollen 7 und dem Hitzeschutzpanel 16 zugeführt. Das Kühlmedium wird nach dem Kühlen über die beiden Wasserauslässe B1, B2 abgeführt. Die Wasserpumpe sowie weitere Zusatzaggregate, wie Filter, Kühler etc., sind nicht dargestellt. Die Durchflussrichtungen des Kühlmediums sind durch Pfeile angegeben.
Aus der Fig 8 ist ersichtlich, dass die erfindungsgemäße Zentriereinheit nicht auf polygonale Stränge eingeschränkt ist, sondern auch runde oder elliptische Stränge S (siehe Bild d) oder Vorprofile (engl. beam blank, siehe Bild e) zentrieren kann.
Die Fig 9 zeigt die Zentriereinheit aus Fig 6 mit einem Hitzeschutzpanel 16.
Die Fig 10a und 10b zeigen den Gleitblock 10 sowie die vertikal verschiebliche Führung des Gleitblocks in einer Aufriss- und einer geschnittenen Darstellung entlang der Linie A-A. Der Gleitbock 10 wird durch zwei Gleitschienen 12, die hier Teil der Konsole aus einem Stahlwerkstoff sind, geführt. Zur gleitarmen Führung sind zwei erste Gleitleisten 13a mit der Gleitblock 10 und zwei zweite Gleitleisten 13b mit den Gleitschienen verbunden. Die Gleitschienen können z.B. aus Metall oder einem Kunststoff sein. Es ist nicht notwendig, dass sich die Gleitschienen über die gesamte Länge des Gleitblocks erstrecken. Denkbar ist auch, dass die Gleitschienen segmentiert sind mit einem ersten Segment im unteren Bereich und einem zweiten Segment im oberen Bereich des Gleitblocks 10.
Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
1 Konsole
2 erstes Gelenk
3 Anstellhebel
4 zweites Genk
5 drittes Gelenk
6 Rollenhalter
7 Strangführungsrolle 8 Hydraulikzylinder 9 Kolbenstange
10 Gleitblock
11 Zugstange
12 Gleitschiene
13a, 13b Gleitleiste
14 viertes Gelenk 15 fünftes Gelenk 16 Hitzeschutzpanel 20 Platte
25 fixe Strangführungsrolle A1, A2 Wassereinlass B1, B2 Wasserauslass
F Kraft
Ss Position
Ss Strang

Claims (14)

15 20 25 30 35 202200131 9 Ansprüche
1. Zentriereinheit zur Zentrierung eines metallischen Strangs ($S), vorzugsweise mit Knüppeloder Vorblock-Querschnitt, in einer Strangführung einer Stranggießmaschine, umfassend:
- eine Konsole (1) mit zwei ersten Gelenken (2), wobei die Konsole (1) an der Strangführung befestigt werden kann,
- zwei Anstellhebel (3) mit je einem zweiten und einem dritten Gelenk (4, 5), wobei ein Anstellhebel (3) durch ein erstes Gelenk (2) mit der Konsole (1) gelenkig verbunden ist,
- zwei Rollenhalter (6), wobei ein Rollenhalter (6) durch ein zweites Gelenk (4) mit einem Anstellhebel (3) verbunden ist,
- zwei Strangführungsrollen (7) zur seitlichen Zentrierung des Strangs (S), wobei eine Strangführungsrolle (7) auf einem Rollenhalter (6) drehbar gelagert ist,
- einen Hydraulikzylinder (8) mit einer Kolbenstange (9),
- einen Gleitblock (10), wobei der Gleitblock (10) durch die Kolbenstange (9) in vertikaler Richtung verschieblich ausgebildet ist,
- zwei Zugstangen (11), wobei ein erstes Ende der Zugstange (11) mit dem Gleitblock (10) und ein zweites Ende der Zugstange (11) durch ein drittes Gelenk (5) gelenkig mit einem Anstellhebel (3) verbunden ist.
2. Zentriereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strangführungsrolle (7) einfach oder vorzugsweise mehrfach am Rollenhalter (6) gelagert ist.
3. Zentriereinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (1) als Blech-Schweißkonstruktion ausgeführt ist.
4. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) ein einfach- oder doppelwirkender Hydraulikzylinder (8) ist, der vorzugsweise an der Konsole (1) befestigt ist.
5. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitblock (10) durch zwei Gleitschienen (12) auf der Konsole (1) verschieblich ausgebildet ist und vorzugsweise zwischen einer Gleitschiene (12) und dem Gleitblock (1) zumindest eine Gleitleiste (13) angeordnet ist.
6. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
ein erstes Ende der Zugstange (11) durch ein viertes Gelenk (14) mit dem Gleitblock (10) gelenkig verbunden ist.
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7. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (9) durch ein fünftes Gelenk (15) mit dem Gleitblock (10) gelenkig verbunden ist.
8. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in vertikaler Richtung zwischen dem Strang ($) und dem Hydraulikzylinder (8) ein, vorzugsweise wassergekühltes, Hitzeschutzpanel (16) angeordnet ist.
9. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung der Strangführungsrolle (7) wassergekühlt ist und vorzugsweise eine Mantelfläche Strangführungsrolle (7) ebenfalls wassergekühlt ist.
10. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anstellhebel (3) C-förmig ausgebildet ist und ein zweites Gelenk (4) des Anstellhebels (3) im Endbereich eines ersten Schenkels und ein drittes Gelenk des Anstellhebels (3) im Endbereich eines zweiten Schenkels des Anstellhebels (3) angeordnet sind.
11. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) eine Wegmesseinrichtung zur Messung der Position s der Kolbenstange (9) aufweist.
12. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) eine Kraftmesseinrichtung zur Messung der Kraft F aufweist.
13. Zentriereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (8) von einer Hydraulikversorgung mit einem Druckmedium versorgt wird, wobei die Anpresskraft einer Strangführungsrolle (7) an den Strang (S) über eine Druckbegrenzung begrenzt oder über eine Druckeinstellung des Druckmediums eingestellt werden kann.
14. Zentriereinheit nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- oder Regeleinrichtung eine Anstellkraft einer Strangführungsrolle (7) an den Strang (S) in Abhängigkeit der Kraft F einstellt und/oder eine Position der Kolbenstange (9) in Abhängigkeit der Position s einstellt.
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