AT514530A1 - Vorrichtung für ein Blasinstrument, Mundstück und Rohrblatt - Google Patents

Vorrichtung für ein Blasinstrument, Mundstück und Rohrblatt Download PDF

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AT514530A1 ATA50416/2013A AT504162013A AT514530A1 AT 514530 A1 AT514530 A1 AT 514530A1 AT 504162013 A AT504162013 A AT 504162013A AT 514530 A1 AT514530 A1 AT 514530A1
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Abstract

Vorrichtung für ein Blasinstrument, mit einem eine Tonkammer (12) einschließenden Mundstück (1), das ein mit der Tonkammer (12) verbundenes Fenster (2) aufweist, und mit einem ein Kunststoffmaterial aufweisenden Blatt (6), das einen flächig mit einer Auflage (5) des Mundstücks (1) verbundenen Schaftabschnitt (8) und einen beweglichen freien Endabschnitt (9) aufweist, welcher an Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) anlegbar ist, wobei das Blatt (6) an einer den Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) zugewandten Anlagefläche (10) und/oder das Mundstück (1) an zumindest einer der Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) Dichtmittel (14) zur Abdichtung eines Luftstroms zwischen dem Blatt (6) und dem Mundstück (1) aufweist, sowie Mundstück (1) und Blatt (6) für eine solche Vorrichtung.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein Blasinstrument,mit einem eine Tonkammer einschließenden Mundstück, das ein mitder Tonkammer verbundenes Fenster aufweist, und mit einem einKunststoffmaterial aufweisenden Blatt, das einen flächig mit ei¬ner Auflage des Mundstücks verbundenen Schaftabschnitt und einenbeweglichen freien Endabschnitt aufweist, welcher an Begren¬zungsflächen des Fensters anlegbar ist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Mundstück für ein Blasinstru¬ment, mit einem Fenster, das mit einer Tonkammer des Mundstücksverbunden ist, und mit einer Auflage für ein Blatt, das einenflächig mit der Auflage verbindbaren Schaftabschnitt und einenbeweglichen freien Endabschnitt aufweist, welcher an Begren¬zungsflächen des Fensters anlegbar ist.
Schließlich betrifft die Erfindung ein Blatt für ein Blasinstru¬ment, wobei das Blatt ein Kunststoffmaterial aufweist, mit einemflächig mit einer Auflage eines Mundstücks verbindbaren Schaft¬abschnitt und mit einem beweglichen freien Endabschnitt, welchereine an einer Begrenzungsfläche eines Fensters des Mundstücksanlegbare Anlagefläche aufweist.
Im Stand der Technik sind seit längerem Mundstücke für Blasin¬strumente bekannt, welche mit einem Blatt aus einem Kunststoff¬material verwendet werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Aus¬führung aus Holz zeichnen sich die Kunststoffblätter durch einehöhere Lebensdauer, niedrigere Herstellungskosten und ver¬gleichsweise geringe Fertigungstoleranzen aus. Nachteiligerweisekönnen die Kunststoffblätter jedoch bisher nicht die Klangquali¬tät von Rohrblättern aus Holz erreichen.
In der AT 507 515 Al wurde als Ursache für den schlechterenKlang von Kunststoffblättern das unterschiedliche Schwingungs¬verhalten vermutet. Um das Klangverhalten des Kunststoffblattszu verbessern, wurde bei diesem Stand der Technik vorgeschlagen,die Aufschlagfläche am Mundstück durch Ausnehmungen zu verrin¬gern. Hiermit soll das Anschlägen des Blattes gedämpft werden,um das Dämpfungsverhalten eines Holz-Rohrblattes nachzubilden.Ungeachtet intensiver Forschungen zum Schwingungs- bzw. Dämp¬fungsverhalten solcher Kunststoffblätter konnte jedoch bisher der Klang von Holzblättern nicht erreicht werden.
Im Zusammenhang mit einem herkömmlichen Rohrblatt wurde zudem inder GB 626,478 ein Mundstück mit einem andersartigen Aufbau be¬schrieben, bei welchem das Rohrblatt durch rippenförmige Vor¬sprünge vom Mundstück beabstandet wird. Hiermit soll die Toner¬zeugung erleichtert werden. Um bei dieser Ausführung dennoch ei¬ne ausreichende Luftabdichtung zu erzielen, wird zwischen demRohrblatt und dem Mundstück eine biegsame Platte oder ein Gummi¬streifen angeordnet.
Demgegenüber hat die Erfindung zum Ziel, die Nachteile des Stan¬des der Technik bei Verwendung eines Kunststoffmaterials für dasBlatt zu reduzieren bzw. zu beheben. Demnach ist es Aufgabe derErfindung, eine Vorrichtung für Blasinstrumente, ein Mundstückund/oder ein Blatt der eingangs definierten Art zu schaffen, mitwelcher bzw. mit welchem das Klangverhalten der Vorrichtung ver¬bessert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dassdas Blatt an einer den Begrenzungsflächen des Fensters zugewand¬ten Anlagefläche und/oder das Mundstück an zumindest einer derBegrenzungsflächen des Fensters Dichtmittel zur Abdichtung einesLuftstroms zwischen dem Blatt und dem Mundstück aufweist.
Erfindungsgemäß sind an den Kontaktflächen zwischen Blatt undMundstück Dichtmittel vorgesehen, welche vorteilhafterweise be¬wirken, dass der Luftstrom durch eine, im Ruhezustand des Blattsfreibleibende, Öffnung des Fensters präzise unterbrochen bzw.freigegeben wird, wenn das Blatt zur Tonerzeugung in Bewegungund/oder Schwingung versetzt wird. Durch die Anordnung vonDichtmitteln zur Abdichtung des Luftstroms kann die Klangquali¬tät der Vorrichtung wesentlich gesteigert werden, ohne die Bewe-gungs- und/oder Schwingungseigenschaften des Blatts nachteiligzu beeinflussen. Die Erfindung beruht auf der überraschenden Er¬kenntnis, dass aufgrund der Dichtmittel an den Kontaktflächendie Klangeigenschaften eines Holzblatts, welches beim Einspielenbefeuchtet wird und damit beim Anlegen eine gute Abdichtung desFensters ermöglicht, in vorteilhafter Weise nachgebildet werdenkönnen. Somit können erfindungsgemäß die Vorteile des Kunst-
Stoffblatts, wozu insbesondere Dauerhaftigkeit, kostengünstigeFertigung und geringe Fertigungstoleranzen zählen, mit einemKlangverhalten kombiniert werden, welches bei einem Holzblattnach dem Einspielen erzielt wird.
Um die Abdichtung des Fensters des Mundstücks durch das in Bewe¬gung und/oder Schwingung versetzte Blatt zu verbessern, ist esgünstig, wenn Dichtmittel entlang zumindest einer im Wesentli¬chen in Längsrichtung des Mundstücks verlaufenden seitlichen Be¬grenzungsfläche des Fensters, vorzugsweise entlang beider gegen¬überliegender seitlicher Begrenzungsflächen des Fensters, vorge¬sehen sind. Beim Spielen kontaktiert das Blatt entsprechend derBewegung und/oder Frequenz der Schwingung die seitlichen Begren¬zungsflächen des Fensters. Aufgrund der Dichtmittel an den Kon¬taktflächen wird der Luftstrom je nach Schwingungszustand desBlatts präzise unterbrochen bzw. freigegeben. Die Abdichtung desFensters entlang der längsseitigen Begrenzungsflächen des Mund¬stücks, welche erst durch das bewegte und/oder schwingende Blattvollständig kontaktiert werden, bewirkt eine im Vergleich zubisherigen Kunststoffblättern wesentlich bessere Klangqualität,welche an jene von hochqualitativen Holz-Rohrblättern heran¬reicht .
Im Rahmen von Untersuchungen zur Klangqualität des Mundstückshat es sich zudem als vorteilhaft herausgestellt, wenn Dichtmit¬tel entlang einer an den Schaftabschnitt des Blatts angrenzen¬den, quer zur Längsrichtung des Mundstücks verlaufenden Begren¬zungsfläche des Fensters vorgesehen sind. Bei dieser Ausführungwerden daher die benachbart des Schaftabschnitts des Blatts aus¬gebildeten Kontaktflächen zwischen Blatt und Mundstück mitDichtmitteln versehen, wodurch die Klangeigenschaften des Mund¬stücks weiter verbessert werden können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zudem vorgesehen,dass Dichtmittel entlang einer im Bereich der Spitze des Mund¬stücks quer zur Längsrichtung des Mundstücks verlaufenden Be¬grenzungsfläche des Fensters vorgesehen sind. Im Ruhezustand desMundstücks liegt das Blatt flächig an der Auflage des Mundstücksan, wobei das Fenster des Mundstücks abgesehen von einer schma¬len Öffnung verschlossen wird. Die freibleibende Öffnung weist eine sogenannte Bahnlänge und eine Bahnöffnung auf. Die Bahnlän¬ge bezeichnet die Erstreckung der Öffnung in Längsrichtung desMundstücks. Als Bahnöffnung wird der Abstand zwischen dem freienEnde des Blatts und der zugewandten Begrenzungsfläche des Fens¬ters bezeichnet. Im Ruhezustand der Vorrichtung ist das Blattentlang der Bahnlänge beabstandet von den Begrenzungsflächen desMundstücks angeordnet, während die übrigen Abschnitte des Blattsflächig an der Auflage des Mundstücks anliegen. Bei der bevor¬zugten Ausführung sind Dichtmittel an der Spitze des Mundstücksbenachbart der Bahnöffnung des Mundstücks vorgesehen, wodurcheine vorteilhafte Abdichtung im Bereich der Bahnöffnung erziel¬bar ist.
Wenn Dichtmittel das Fenster des Mundstücks allseitig umgeben,kann vorteilhafterweise die Tonbildung innerhalb des Mundstückserleichtert werden, wobei zudem die Klangeigenschaften wesent¬lich verbessert werden.
Aus fertigungstechnischer Sicht ist zu bevorzugen, wenn dieDichtmittel an der zumindest einen Begrenzungsfläche des Fens¬ters befestigt sind. Demnach können die Dichtmittel in die Be¬grenzungsfläche des Fensters integriert werden, wodurch eine zu¬verlässige Abdichtung gegenüber dem schwingenden Blatt erzieltwird. Die Anbringung der Dichtmittel an den stillstehenden Kon¬taktflächen des Mundstücks ist vorteilhafterweise besondersstabil. Zudem kann eine besonders dauerhafte Ausführung erzieltwerden.
Wenn die Dichtmittel in einer nutartigen Vertiefung der Begren¬zungsfläche angeordnet sind, können vorteilhafterweise Beschädi¬gungen der Dichtmittel selbst bei längerer Verwendung zuverläs¬sig verhindert werden. Vorteilhafterweise ist diese Ausführungzudem besonders langlebig, da die Dichtmittel innerhalb der nut¬artigen Vertiefung lediglich geringem Verschleiß ausgesetztsind.
Zur Erzielung einer zweckmäßigen Dichtwirkung entlang der Kon¬taktflächen zwischen dem Blatt und dem Mundstück hat es sich alsvorteilhaft erwiesen, wenn die nutartige Vertiefung eine Breitevon zwischen 0.1 mm und 2 mm, vorzugsweise von zwischen 0.25 mm und 1 mm, insbesondere von im Wesentlichen 0.6 mm, aufweist.
Vorteilhafte Dichteigenschaften können zudem erreicht werden,wenn die nutartige Vertiefung eine Tiefe von zwischen 0.2 mm und3.2 mm, vorzugsweise von zwischen 0.4 mm und 2.0 mm, insbesonde¬re von im Wesentlichen 1.4 mm, aufweist.
Wenn die in der nutartigen Vertiefung angeordneten Dichtmittelbündig mit den benachbarten Abschnitten der Begrenzungsflächeabschließen, wird die Schwingung des Blatts durch die Dichtmit¬tel nicht beeinträchtigt. Bei dieser Ausführung werden dieSchwingeigenschaften des Blatts nicht beeinträchtigt, wobei je¬doch aufgrund der Dichtmittel an den Kontaktflächen die Klangei¬genschaften des Mundstücks im Vergleich zu herkömmlichen Ausfüh¬rungen wesentlich verbessert werden können.
Zur Erzielung spezieller Spieleigenschaften, beispielsweise zurVerstärkung der Anschlagsdämpfung, oder zur Erhöhung der Dicht¬wirkung, können die Dichtmittel alternativ eine Erhöhung vonzwischen 0.02 mm und 0.8 mm, vorzugsweise von zwischen 0.05 mmbis 0.3 mm, gegenüber einem angrenzenden Abschnitt der Begren¬zungsfläche des Fensters ausbilden. Bei dieser Ausführung sprin¬gen daher die Dichtmittel von der umgebenden Fläche des Fenstersvor.
Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der Erfin¬dung sind Dichtmittel an einer der zumindest einen Begrenzungs¬fläche des Fensters zugewandten Anlagefläche des Blatts gebildetbzw. wirksam. Die Dichtmittel am Blatt können die Dichtmittel anden Begrenzungsflächen des Fensters ersetzen. Selbstverständlichkönnen alternativ korrespondierende Dichtmittel sowohl an derAnlagefläche des Blatts als auch an zumindest einer Begrenzungs¬fläche des Fensters angeordnet sein.
Zur Abdichtung des schwingenden Blatts ist bei einer bevorzugtenAusführung vorgesehen, dass die Anlagefläche des Blatts Dicht¬mittel aufweist, wobei die Dichtmittel als Beschichtung auf demKunststoffmaterial des Blatts ausgebildet sind, wobei die Be¬schichtung aus einem vom Kunststoffmaterial des Blatts verschie¬denen Dichtmaterial besteht. Bei dieser Ausführung bildet daher das Kunststoffmaterial den Kern des Blatts, wobei das Blatt ander Anlagefläche mit den Dichtmitteln beschichtet ist. Die Be¬schichtung ist bei dieser Ausführung durch ein vom Kunststoffma¬terial des Blatts verschiedenes Dichtmaterial gebildet. Hierbeikann das Dichtmaterial im Vergleich zum Kernmaterial bessereDichteigenschaften aufweisen, wobei das Kernmaterial wiederumhinsichtlich der Spiel- bzw. Schwingungseigenschaften optimiertsein kann. Das Dichtmaterial kann bevorzugt durch im Stand derTechnik an sich bekannte Beschichtungsverfahren, beispielsweiseSputterdeposition, Spin- oder Dip-Coating, Plasma-, Nano- oderFunktions-Beschichtung, chemisches Pfropfen, insbesondere auf¬weisend die Schritte photochemische Initiierung, wärmeaktiveInitiierung, „Surface Photografting", Plasmamodifikation (mitOxidieren und Kleben), „Plasma Corona" (Anbringen von Ankergrup¬pen zur Bindung von z.B. Silikonharzen) oder Transfer-Druck ander dem Mundstück zugewandten Unterseite des Blatts angebrachtwerden. Die Details dieser Beschichtungsverfahren sind im Standder Technik an sich bekannt, so dass sich nähere Ausführungenhierzu erübrigen können. Die Beschichtung kann eine Dicke vonzwischen 1 pm und 0.5 mm, vorzugsweise von zwischen 20 pm und0.2 mm, insbesondere von im Wesentlichen 50 pm, aufweisen. DieAnbringung einer solchen dünnen Beschichtung bewirkt eine vor¬teilhafte Abdichtung des schwingenden Blatts, ohne hierdurch dieSpiel- und/oder Schwingeigenschaften des Blatts wesentlich zubeeinflussen, welche vorwiegend durch das bei dieser Ausführungden Kern bildende Kunststoffmaterial des Blatts bestimmt sind.
Zur Erzielung einer die Klangeigenschaften positiv beeinflussen¬den Dichtwirkung ist es von Vorteil, wenn die Dichtmittel durchein Dichtmaterial mit einer geringeren Shore-A-Härte als dasKunststoffmaterial des Blatts gebildet sind, wobei die Shore-A-Härte des Dichtmaterials vorzugsweise zwischen 5 und 80, beson¬ders bevorzugt zwischen 10 und 50, noch mehr bevorzugt zwischen15 und 30, insbesondere im Wesentlichen 20, beträgt.
Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist es vonVorteil, wenn das Dichtmaterial der Dichtmittel ein Kunststoff,vorzugsweise Teflon, Nylon, ein Silikon- oder Uritan-Kautschuk,Nitril-Butadien-, Fluor-Karbon-, Ethylen-Propylen-Dien-, Ak-rylat-, Methyl-Vinyl-Silikon-Kautschuk oder ein thermoplasti- sches Elastomer, ist.
Hierbei ist es zudem günstig, wenn als Kunststoffmaterial desBlatts Polypropylen, Polyethylen oder ein Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoff, insbesondere mit Kohle-, Aramid- oder Glasfa¬sern, vorgesehen ist.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung bildetdas Kunststoffmaterial des Blatts die Dichtmittel. Bei dieserAusführung wird daher die Abdichtung durch das Kunststoffmateri¬al erzielt, welches an der Anlagefläche auf der der Tonkammerzugewandten Seite des Blatts vorgesehen ist.
Bei einer bevorzugten Variante ist das die Dichtmittel bildendeKunststoffmaterial des Blatts auf einem hiervon verschiedenenKernmaterial, insbesondere Metall, angeordnet. Bei dieser Aus¬führung ist daher das die Abdichtung bewerkstelligende Kunst¬stof fmaterial als Beschichtung des Kernmaterials ausgebildet.Hierbei ist es insbesondere günstig, wenn das Kernmaterial, bei¬spielsweise Bronze, im Wesentlichen vollständig in dem aus eineroder mehreren Schichten bestehenden Kunststoffmaterial eingebet¬tet ist. Ein solches Blatt mit einem Kernmaterial und einer Be¬schichtung aus dem Kunststoffmaterial kann insbesondere in einemMehrkomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt werden. Alterna¬tiv kann eines der oben aufgelisteten Beschichtungsverfahrenverwendet werden. Das Kunststoffmaterial weist zumindest auf derder Tonkammer zugewandten Seite gut abdichtende Eigenschaftenauf. Bei dieser Ausführung können die mechanischen Eigenschaftendes Blatts im Wesentlichen durch das Kernmaterial, insbesondereMetall, und die Dicht- und Dämpfungseigenschaften durch das dasKernmaterial umgebende Kunststoffmaterial erzielt werden. Beidieser Ausführung wird das die Dichtmittel bildende Kunststoff¬material bevorzugt aus der Gruppe bestehend aus Teflon, Nylon,Silikon- oder Uritan-Kautschuk, Nitril-Butadien-, Fluor-Karbon-,Ethylen-Propylen-Dien-, Akrylat-, Methyl-Vinyl-Silikon-Kautschukoder ein thermoplastisches Elastomer ausgewählt.
Bei einer alternativen Ausführung ist das Blatt aus dem dieDichtmittel bildenden Kunststoffmaterial gefertigt. Demnach be¬steht das Blatt bei dieser Ausführung aus dem Kunststoffmateri¬ al, mit welchem die Dichtwirkung an der Anlagefläche erzieltwird. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass dasBlatt an der Anlagefläche eine funktionell hydrophile Oberflächeaufweist, welche sich durch besonders gute Dichtwirkung aus¬zeichnet. Zur Herstellung der funktionell hydrophilen Oberflächekann das Blatt zumindest an der Anlagefläche durch Pfropfen mitstrahlenchemischer Initiierung behandelt werden, wodurch eineerhöhte Feuchtigkeitsaufnahme an der Oberfläche entsteht.
Bei allen vorstehend erläuterten Ausführungsformen ist es vonVorteil, wenn das Mundstück zumindest im Bereich der Begren¬zungsflächen des Fensters aus einem formfesten Material, bei¬spielsweise aus gehärtetem Kautschuk, Ebonit oder Acryl, gefer¬tigt ist. Die verschiedenen Ausführungen des Dichtmittels weisenvorzugsweise jeweils eine wesentlich geringere Härte bzw. einehöhere Anschmiegsamkeit als das Material des Mundstücks auf, umeine im Vergleich zum Material des Mundstücks bessere Dichtwir¬kung zu erzielen.
Im Rahmen desselben erfinderischen Konzepts wird die der Erfin¬dung zugrundeliegende Aufgabe zudem durch ein Mundstück der ein¬gangs angeführten Art gelöst, bei welchem zumindest eine Begren¬zungsfläche des Fensters Dichtmittel aufweist.
Schließlich wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Blatt dereingangs angeführten Art gelöst, bei welchem die Anlageflächedes Blatts Dichtmittel aufweist.
Hiermit werden die selben Vorteile wie bei der vorstehend be¬schriebenen Vorrichtung erzielt, so dass bezüglich des erfin¬dungsgemäßen Mundstücks bzw. Blatts auf diese Ausführungen ver¬wiesen wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung dar¬gestellten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht be¬schränkt sein soll, noch weiter erläutert. Darin zeigen:
Fig. la und Fig. lb jeweils eine erfindungsgemäße Ausführungs¬form eines Mundstücks für ein Blasinstrument, bei welchem Dicht¬mittel an Begrenzungsflächen eines Fensters des Mundstücks vor- gesehen sind;
Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Linie II-II in Fig. la, wo¬bei das Mundstück mit einem (in Fig. la bzw. Fig. lb nicht ge¬zeigten) Blatt verbunden ist;
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Schnittansicht einer alternati¬ven Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Dichtmittelals Beschichtung des Blatts ausgebildet sind.
In Fig. 1 ist ein Mundstück 1 für ein Blasinstrument gezeigt,welches in der gezeigten Ausführung zu einer Klarinette (nichtgezeigt) passt. Das Mundstück 1 weist ein im Wesentlichen tra¬pezförmiges Fenster 2 auf, das sich in Richtung der Spitze 3 desMundstücks 1 hin verbreitert. Das Fenster 2 wird allseitig durchBegrenzungsflächen 4 des Mundstücks 1 eingerahmt. Das Mundstück1 weist einerseits seitliche Begrenzungsflächen 4' auf, welchesich streifenförmig in Längsrichtung des Mundstücks 1 erstre¬cken. Zudem weist das Mundstück 1 an den Schmalseiten des Fens¬ters 2 jeweils eine quer verlaufende Begrenzungsflächen 4'' bzw.4''' auf, wobei die Begrenzungsfläche 4''' benachbart der Spitze3 des Mundstücks 1 vorgesehen ist.
Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, weist das Mundstück 1 eineim Wesentlichen ebene Auflage 5 auf, welche die Begrenzungsflä¬chen 4', 4'' des Mundstücks 1 fortsetzt. Die Auflage 5 dient zurBefestigung eines (in Fig. 1 nicht gezeigten) Blatts 6 (vgl.
Fig. 2). Zudem weist das Mundstück 1 einen Verbindungsabschnitt7 zur Verbindung des Mundstücks 1 mit dem Blasinstrument auf,welcher in der gezeigten Ausführung durch einen konisch zusam¬menlaufenden Endbereich des Mundstücks 1 gegenüberliegend derSpitze 3 gebildet ist. Alternativ kann beispielsweise eineSchraubverbindung zwischen dem Mundstück 1 und dem Blasinstru¬ment vorgesehen sein.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist das Blatt 6 einen Schaftab¬schnitt 8 auf, welcher im montierten Zustand des Blatts 6 flä¬chig an der Auflage 5 des Mundstücks 1 anliegt. Zur Befestigungdes Blatts 6 werden aus dem Stand der Technik hinlänglich be¬kannte (nicht dargestellte) Befestigungsmittel verwendet. Das
Blatt kann beispielsweise durch eine um das Blatt 6 gestülpteund fixierte Klemme (nicht gezeigt) am Mundstück 1 befestigtwerden. Alternativ kann ein Band um das Blatt 6 gewickelt werden(nicht gezeigt) . In der gezeigten Ausführung des Mundstücks istdie Auflage 5 im Wesentlichen eben ausgebildet. Alternativ kanndie Auflage 5 geringfügig konkav gewölbt sein, wodurch das Blatt6 im montierten Zustand vorgespannt wird. Beiden Ausführungenist jedoch gemeinsam, dass der Schaftabschnitt 8 des Blatts 6 immontierten, festgeklemmten Zustand flächig an der Auflage 5 an¬liegt .
Wie aus Fig. 2 weiters ersichtlich, weist das Blatt 6 einenfreien Endabschnitt 9 auf, welcher zur Tonerzeugung bewegt bzw.in Schwingung versetzt wird. Der freie Endabschnitt 9 weist ander Unterseite eine im Wesentlichen plane Anlagefläche 10 auf,welche im schwingungsfreien Ruhezustand des Blatts 6 abschnitts¬weise die seitlichen Begrenzungsflächen 4' des Mundstücks 1 kon¬taktiert. Die Begrenzungsflächen 4' sind zur Spitze 3 hin abge¬rundet bzw. konvex gewölbt, so dass benachbart der Spitze 3 desMundstücks 1 eine schmale Öffnung 11 zwischen dem Blatt 6 undden zugewandten Abschnitten der Begrenzungsflächen 4' des Mund¬stücks 1 gebildet wird. Zur Tonerzeugung wird vom Spieler einLuftstrom erzeugt, welcher durch die Öffnung 11 über das Fenster2 in eine Tonkammer 12 des Mundstücks 1 gelangt. Die Tonkammer12 ist durch einen zentralen Hohlraum des Mundstücks 1 gebildet,welcher sich vom Fenster 2 bis zum Verbindungsabschnitt 7 desMundstücks 1 erstreckt.
Wie in Fig. 3 mit einem Pfeil 13 angedeutet ist, wird das Blatt6 beim Spielen senkrecht zu seiner Längsebene bewegt bzw. inSchwingung versetzt, wobei die Anlagefläche 10 des Blatts 6,einschließlich der im Ruhezustand vom Mundstück 1 beabstandetenAbschnitte der Anlagefläche 10, an den Begrenzungsflächen 4 desFensters 2 angelegt werden. Hierbei wird die Öffnung 11 mit derFrequenz der Schwingung bzw. resultierenden Bewegung verschlos¬sen bzw. freigegeben, wodurch in Kombination mit der Tonkammer12 der entsprechende Ton hervorgerufen wird.
In der gezeigten Ausführung ist das Blatt 6 aus einem Kunst¬stof fmaterial gefertigt. Die Fertigung des Blatts 6 aus Kunst-
Stoff weist gegenüber einer herkömmlichen Ausführung aus Holzviele Vorteile auf, wozu insbesondere eine höhere Lebensdauerund vergleichsweise geringe Toleranzen in der Serienfertigungzählen. Andererseits konnte die Klangqualität von Kunststoff-Blättern bisher nicht an jene von Blättern aus Holz herankommen,welche das optimale Klangverhalten allerdings erst nach einergewissen Einspielzeit erreichen.
Um die Vorzüge des Kunststoff-Blattes 6 zu nutzen und zugleicheine mit Holzblättern vergleichbare Klangqualität zu erreichen,sind bei der gezeigten Ausführung der Vorrichtung Dichtmittel 14zur Abdichtung des Luftstroms zwischen dem Blatt 6 und zumindesteiner der Begrenzungsflächen 4; 4', 4'', 4''' vorgesehen. Auf¬grund der Abdichtung der Kontaktflächen zwischen dem Blatt 6 undden Begrenzungsflächen 4 kann der Luftstrom für die Tonerzeugungmit hoher Präzision unterbrochen bzw. freigegeben werden, wenndas Blatt 6 durch eine Bewegung oder im Schwingungszustand dieÖffnung 11 verschließt bzw. freigibt.
Wie aus Fig. la ersichtlich, sind Dichtmittel 14 entlang beiderseitlicher Begrenzungsflächen 4' des Fensters vorgesehen,wodurch eine zuverlässige Abdichtung der Öffnung 11 bei der Auf-und Ab-Bewegung des bewegten bzw. schwingenden Blatts 3 erzieltwird. Zudem sind Dichtmittel 14 an der Begrenzungsfläche 4'',welche unmittelbar an die Auflage 5 des Mundstücks 1 anschließt,vorgesehen. In der Ausführung gemäß Fig. la sind zudem Dichtmit¬tel 14 entlang der Begrenzungsfläche 4''', welche an der Spitze3 des Mundstücks 1 verläuft, vorgesehen, so dass bei dieser Aus¬führung die Dichtmittel 14 das Fenster 2 des Mundstücks 1 all¬seitig umgeben.
Wie aus Fig. lb ersichtlich, wird bei dieser Ausführung der Vor¬richtung auf die Anordnung von Dichtmitteln 14 im Bereich derSpitze 3 des Mundstücks 1 verzichtet.
Gemäß Fig. 1, 2 sind die Dichtmittel 14 jeweils an den entspre¬chenden Begrenzungsflächen 4 des Mundstücks 1 angebracht. In derAusführung der Fig. 1, 2 sind die Dichtmittel 14 durch einDichtmaterial 14' gebildet, welches in einer nutartigen Vertie¬fung 15 angeordnet ist. Je nach Ausführung verläuft die nutarti¬ ge Vertiefung 15 mit dem darin aufgenommenen Dichtmaterial 14'entlang einer oder mehrerer Begrenzungsflächen 4; 4', 4'', 4'''des Mundstücks 1. Die nutartige Vertiefung 15 weist hierbei bei¬spielsweise eine Breite von im Wesentlichen 0.6 mm und eine Tie¬fe von im Wesentlichen 1.4 mm auf. Das Dichtmaterial 14' inner¬halb der nutartigen Vertiefung 15 schließt bündig mit den be¬nachbarten Abschnitten der zugehörigen Begrenzungsflächen 4; 4',4'', 4''' ab. Vorteilhafterweise wird somit die Beweglichkeitdes schwingenden Blatts 6 nicht durch die Anordnung des Dichtma¬terials 14' beeinträchtigt. Um das Dichtmaterial 14' präzise mitder Ebene der zugehörigen Begrenzungsflächen 4; 4', 4'', 4'''abzuschließen, kann das Mundstück 1 in der Fertigung mit demDichtmaterial 14' versehen werden, bevor das mit dem Dichtmate¬rial 14' versehene Mundstück 1 beispielsweise durch Schleifenauf die gewünschte Geometrie gebracht wird.
Zur Erzielung spezieller Spieleigenschaften (z.B. Verstärkungder Anschlagsdämpfung) oder zur Erhöhung der Dichtwirkung kanndas Dichtmittel auch eine Erhöhung zwischen 0.02 mm und 0.8 mm,vorzugsweise 0.05 mm bis 0.3 mm, gegenüber der die Dichtmittel14 aufnehmenden Fläche aufweisen (nicht gezeigt).
Das Dichtmaterial 14' der Dichtmittel 14 weist eine geringereShore-A-Härte als das Kunststoffmaterial des Blatts 6 auf,wodurch die Dichtwirkung an den Kontaktflächen zwischen demBlatt 6 und dem Mundstück 1 erzielt wird. Beispielsweise kanndas Dichtmaterial 14' eine Shore-A-Härte von im Wesentlichen 20aufweisen. Hierfür ist beispielsweise ein Silikonmaterial geeig¬net. Bei der Ausführung gemäß Fig. 1, 2 kann als Kunststoffmate¬rial des Blatts 6 beispielsweise Polypropylen, Polyethylen, eineKohle-, Aramid- oder Glasfaserverbindung oder eine Kohlefaser¬verbindung vorgesehen sein. Entsprechend weist das Dichtmaterial14' der Dichtmittel 14 eine geringere Shore-A-Härte als das Ma¬terial des Mundstücks 1 im Bereich der Begrenzungsflächen 4 auf,welches beispielsweise ein gehärteter Kautschuk, Ebonit oder Ac¬ryl sein kann.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die Dichtmittel 14 gemäß eineralternativen Ausführung an der Anlagefläche 10 des Blatts 6 ge¬bildet, welche durch Bewegung und/oder im Schwingungszustand an den Begrenzungsflächen 4 des Fensters 2 angelegt wird.
Bei der Ausführung von Fig. 3 weist die Anlagefläche 10 desBlatts 6 eine Beschichtung 16 aus dem Dichtmaterial 14' auf,welches sich vom Kunststoffmaterial des übrigen Blatts 6 unter¬scheidet. Zur Ausbildung der Beschichtung 16 wird das Dichtmate¬rial 14' mittels bekannter Oberflächen- bzw. Dünnschichtverfah¬ren, beispielsweise durch Mehrkomponenten-Spritzguss, Sputter-deposition, Spin- oder Dip-Coating, Plasma-, Nano- oder Funkti¬ons-Beschichtung, an der Unterseite des Blatts 6 angebracht.Vorzugsweise erstreckt sich die Beschichtung 16 über im Wesent¬lichen die gesamte Unterseite des Blatts 6. Das Dichtmaterial14' kann entsprechend zur Ausführung von Fig. 1, 2 ausgebildetsein.
Gemäß einer alternativen Ausführung bildet das Kunststoffmateri¬al die Dichtmittel 14 an der Anlagefläche des Blatts 6. Hierbeikann einerseits das die Dichtmittel 14 bildende Kunststoffmate¬rial des Blatts 6 auf einem hiervon verschiedenen Kernmaterial,beispielsweise Bronze, angeordnet sein (nicht gezeigt). Dabeisoll der verwendete Kunststoff einerseits die Anforderungen andie gewünschte Modulierbarkeit des Luftstromes durch den Musikerund andererseits die Abdichtfunktion an den Kontaktflächen be¬werkstelligen .
Alternativ kann das Blatt 6 aus dem die Dichtmittel 14 bildendenKunststoffmaterial gefertigt sein. Zu diesem Zweck kann dasBlatt 6 aus dem Kunststoffmaterial an der Anlagefläche bei¬spielsweise eine funktionell hydrophile Oberfläche aufweisen(nicht gezeigt).

Claims (20)

  1. Patentansprüche : 1. Vorrichtung für ein Blasinstrument, mit einem eine Tonkammer(12) einschließenden Mundstück (1), das ein mit der Tonkammer(12) verbundenes Fenster (2) aufweist, und mit einem ein Kunst¬stof fmaterial aufweisenden Blatt (6), das einen flächig mit ei¬ner Auflage (5) des Mundstücks (1) verbundenen Schaftabschnitt(8) und einen beweglichen freien Endabschnitt (9) aufweist, wel¬cher an Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2)anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (6) an ei¬ner den Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2)zugewandten Anlagefläche (10) und/oder das Mundstück (1) an zu¬mindest einer der Begrenzungsflächen (4; 4', 4'', 4''') desFensters (2) Dichtmittel (14) zur Abdichtung eines Luftstromszwischen dem Blatt (6) und dem Mundstück (1) aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassDichtmittel (14) entlang zumindest einer im Wesentlichen inLängsrichtung des Mundstücks (1) verlaufenden seitlichen Begren¬zungsfläche (4') des Fensters (2), vorzugsweise entlang beidergegenüberliegender seitlicher Begrenzungsflächen (4') des Fens¬ters (2), vorgesehen sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,dass Dichtmittel (14) entlang einer an den Schaftabschnitt (8)des Blatts (6) angrenzenden, quer zur Längsrichtung des Mund¬stücks (1) verlaufenden Begrenzungsfläche (4'') des Fensters (2)vorgesehen sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn¬zeichnet, dass Dichtmittel (14) entlang einer im Bereich derSpitze (3) des Mundstücks (1) quer zur Längsrichtung des Mund¬stücks (1) verlaufenden Begrenzungsfläche (4''') des Fensters(2) vorgesehen sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn¬zeichnet, dass Dichtmittel (14) das Fenster (2) des Mundstücks(1) allseitig umgeben.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Dichtmittel (14) an der zumindest einen Be¬grenzungsfläche (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) befestigtsind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieDichtmittel (14) in einer nutartigen Vertiefung (15) der Begren¬zungsfläche (4; 4', 4'', 4''') angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dienutartige Vertiefung (15) eine Breite von zwischen 0.1 mm und 2mm, vorzugsweise von zwischen 0.25 mm und 1 mm, insbesondere vonim Wesentlichen 0.6 mm, aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,dass die nutartige Vertiefung (15) eine Tiefe von zwischen 0.2mm und 3.2 mm, vorzugsweise von zwischen 0.4 mm und 2.0 mm, ins¬besondere von im Wesentlichen 1.4 mm, aufweist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die in der nutartigen Vertiefung (15) ange¬ordneten Dichtmittel (14) bündig mit den benachbarten Abschnit¬ten der Begrenzungsfläche (4; 4', 4'', 4' ' ') abschließen.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die Dichtmittel eine Erhöhung von zwischen0.02 mm und 0.8 mm, vorzugsweise von zwischen 0.05 mm bis 0.3mm, gegenüber einem angrenzenden Abschnitt der Begrenzungsfläche(4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) ausbilden.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die Anlagefläche (10) des Blatts (6) Dicht¬mittel (14) aufweist, wobei die Dichtmittel (14) als Beschich¬tung (16) auf dem Kunststoffmaterial des Blatts (6) ausgebildetsind, wobei die Beschichtung (16) aus einem vom Kunststoffmate¬rial des Blatts (6) verschiedenen Dichtmaterial besteht.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge¬kennzeichnet, dass die Dichtmittel (14) durch ein Dichtmaterial(14') mit einer geringeren Shore-A-Härte als das Kunststoffmate¬rial des Blatts (6) gebildet sind, wobei die Shore-A-Härte des Dichtmaterials (14') vorzugsweise zwischen 5 und 80, besondersbevorzugt zwischen 10 und 50, noch mehr bevorzugt zwischen 15und 30, insbesondere im Wesentlichen 20, beträgt.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge¬kennzeichnet, dass das Dichtmaterial (14') der Dichtmittel (14)ein Kunststoff, vorzugsweise ein Teflon, Silikon, Nitril-Butadien-, Fluor-Karbon-, Ethylen-Propylen-Dien-, Akrylat-, Me-thyl-Vinyl-Silikon-Kautschuk oder ein thermoplastisches Elasto¬mer, ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch ge¬kennzeichnet, dass als Kunststoffmaterial des Blatts (6) Polyp¬ropylen, Polyethylen, oder ein Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoff, insbesondere mit Kohle-, Aramid- oder Glasfa¬sern, vorgesehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge¬kennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial des Blatts (6) dieDichtmittel (14) bildet.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dassdas die Dichtmittel (14) bildende Kunststoffmaterial des Blatts(6) auf einem hiervon verschiedenen Kernmaterial, insbesondereMetall, angeordnet ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dassdas Blatt (6) aus dem die Dichtmittel (14) bildenden Kunststoff¬material gefertigt ist.
  19. 19. Mundstück (1) für ein Blasinstrument, mit einem Fenster (2),das mit einer Tonkammer (12) des Mundstücks (1) verbunden ist,und mit einer Auflage (5) für ein Blatt, das einen flächig mitder Auflage (5) verbindbaren Schaftabschnitt (8) und einen be¬weglichen freien Endabschnitt (9) aufweist, welcher an Begren¬zungsflächen (4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) anlegbar ist,dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Begrenzungsfläche(4; 4', 4'', 4''') des Fensters (2) Dichtmittel (14) aufweist.
  20. 20. Blatt (6) für ein Blasinstrument, wobei das Blatt (6) ein Kunststoffmaterial aufweist, mit einem flächig mit einer Auflage(5) eines Mundstücks (1) verbindbaren Schaftabschnitt (8) undmit einem beweglichen freien Endabschnitt (9), welcher eine aneiner Begrenzungsfläche (4; 4', 4'', 4''') eines Fensters (2)des Mundstücks (1) anlegbare Anlagefläche (10) aufweist, dadurchgekennzeichnet, dass die Anlagefläche (10) des Blatts (6) Dicht¬mittel (14) aufweist.
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