AT514186A1 - Vorrichtung zum Führen von langgestrecktem metallischem Gut zwischen einer Gutablaufeinrichtung und einem Verbraucher - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Führen von langgestrecktem metallischem Gut, wie Draht (D), zwischen einer Gutablaufeinrichtung (I) und einem das Gut von dieser abziehenden Verbraucher, mit einem Gestell zur Halterung einer relativ zu dem Verbraucher bewegbaren Gutablöseeinrichtung (3, 4, 5), wobei die Gutablöseeinrichtung linear bewegbar und mit einem Rückhalteelement (10), das vorzugsweise aus einer oder mehreren Federn oder Hydraulikzylindern gebildet ist, über ein Drehelement (7, 8, 11) gekoppelt ist.
Description
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Vorrichtung zum Führen von langgestrecktem metallischem Gut zwischen einer Gutablaufeinrichtung und einem Verbraucher
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen von langgestrecktem metallischem Gut, wie Draht, zwischen einer Gutablaufeinrichtung zu einem das Gut von dieser abziehenden Verbraucher, insbesondere einer Drahtbiegemaschine, mit einem Gestell zur Halterung einer relativ zu dem Verbraucher bewegbaren Gutablöseeinrichtung.
Derzeit auf dem Markt erhältliche Drahtablaufeinrichtungen weisen zur Ablöse des Drahtes von einem stehenden Drahtbund ein Pendel auf, welches in Bodennähe drehbar gelagert ist. Am Pendel ist zusätzlich ein Federelement befestigt, welches das Pendel in seine Ausgangsstellung zurück bringt. Am oberen Ende des Pendels befindet sich ein RollenhlöCk oder ein Unlenkbogen, in dem der Draht geführt wird, der vom Verbraucher von dem Drahtbund abgezogen wird. Di ese Anordnung hat den Nachteil, dass sowohl der zur Verfügung stehende Drahtspeieher als auch die Sensibilität des Pendels von der Höhe des Abzugspunktes: abhängig sind. Des Weiteren muss damit bei hohen Drahtbunden eine verhältnismäßig große Massenträgheit beschleunigt werden. Dies wirkt sich negativ auf den Drahtbund aus, der dadurch immer wieder zusammengeschnürt wird, und auf den Draht selbst, der teilweise deformiert wird, wodurch in weiterer Folge die Richtqualität negativ beeinflusst werden kann.
Die Erfindung zielt darauf ab, die geschilderten Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung der einleitend angegebenen Art zu schaffen, mit der eine störungsfreie gesteuerte Führung des Gutes sowie ein Ausgleich der auf das Gut gegebenenfalls ruckweise aufgebrachten Abzugskraft erzielt werden kann. 2/13
Die erfindüngsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Gutablöseeinrichtung mit einem Rückhalteelement, das vorzugsweise aus einer oder mehreren Federn oder Hydraulikzylindern gebildet ist, über ein Drehelement gekoppelt ist, das mit einer Welle versehen ist> an der eine Nöcke befestigt ist, deren Form aus einer linearen Kennlinie des Rückhalteelementes eine; nicht lineare Kennlinie für einen linear bewegbaren Schütten der Gutablöseeinrichtung erzeugt, der mit dem Rückhalteelement mittels eines Seilzuges verbunden ist;, der über eine an der Welle gelagerte Scheibe geführt ist, und wobei die auf einen Gutbund: ausgeübte: Abziehkraft die Drehzahl der Gütablaufeinrichtung steuert.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal ist an der Welle ein Sensor befestigt, über den die Drehzahl der Gutablaufeinri chtung mittels: einer Steuereinrichtung regelbar und/oder die Produktionsge-schwir.digkeit des Verbrauchers beeinflussbar ist.
Vorzugsweise ist die Kennlinie des Rückhalteelementes, bezogen auf die Gutablöseeinrichtung, durch auf der Welle verschiebbare Elemente modifizierbar und somit dem Gutdurchmesser anpassbar.
Erfindungsgemaß kann die Höhe und Neigung der Gutablöseeinrich-tung stufenlos verstellbar und an das Ablaufverhalten des Gutes an-passbar sein.
Alternativ kann im Rahmen der Erfindung die Höhe und Neigung der Gutablöseeinrichtung verstellbar und auch für Gutablaufeinrich-tungen mit horizontaler Achse geeignet sein.
Bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Gutführungsrolle: schwenkbeweglich an einem Schlitten der Gutablöseeinrichtung montiert ist, der vorzugsweise unter 3 ·· ·· • t » · • · » ·
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Aufrechterhaltung einer 30° Gutschleif:e an einem horizontalen Träger eines Gestells gleitverschieblich Zwischen: den Schlitten-Arbeitsbereich definierenden Endanschlägen geführt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung werden nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel: unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen: Fig. 1 eine Drahtführvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine schematische: Seitenansicht, Fig. 3 eine teilweise Perspektivansicht der Verrichtung und Fig. 4 ein Kraft-Weg·* Diagramm.
Die in Fig. 1 gezeigte Drähtfühfvofrichtung weist allgemein eine einen Drahtbur.d B abstützende: Drahtablaufeinrichtung I, welche sowohl motorisch angetrieben als auch nur gebremst ausgestaltet werden kann, sowie eine Drahtzugausgleichseinrichtung II und einen nicht dargestellten Verbraucher auf, welcher beispielsweise eine Drahtrichtanlage oder eine Drahtbiegemaschine sein kann. In weiterer Folge wird das zu verarbeitende Gut, das in Fig. 1 nur angedeutet ist, als Draht D bezeichnet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aber auch in Verbindung mit jedem anderen langgestreckten Profilmaterial einsetzbar.
Die Drahtführvorrichtung ist mit einer Säule 2' eines Gestells 2 versehen, welches mit der Drahtablauf einrichtung I verbunden ist. An der Säule 2' ist ein waagrechter Träger 3 befestigt, der gleichzeitig die Fahrbahn für einen Schlitten 4 ist, an dem ein Rollenblock 5 montiert ist, mit dessen Hilfe der Draht D vom Bund B abgelöst wird.
Der Träger 3 ist an der Säule 2' in der Höhe stufenlos verstellbar und kann damit auf die optimale Abzugshöhe eingestellt wer- 4/13 4 9 9 • · 9 9 99 9 9 9·9 9 9 9 9 9 * * 9 9 9 9 9 9 # • · · · · · · ·· · • *
den. Ebenso kann der Rollenblock S in seiner Neigung gegenüber dem Schlitten 4 verdreht werden.
Am Schlitten 4 ist, wie insbesondere Fig. 3 zeigt, ein Seil 6 befestigt, welches über eine Nocke 7 läuft, die auf einer Welle 8 montiert ist . Das Seilende ist am Nockenbeginn festgek.l emmt. Auf derselben Welle 8, an der die Nocke 7 befestigt ist, ist an einer Scheibe 11 ein weiteres Seil 9 befestigt. Das andere Ende des Seils 9 wird von einer Rückhaltefeder 10 gehalten. Durch Umsetzung der Li-nearbewegur.g des Schlittens 4 in eine Drehbewegung der Welle 8 kann über einen Sensor 12 die exakte Position des Schlittens 4 bestimmt werden.
Durch die Formgebung der Nocke 7 kann die Kennlinie der Feder 10, bezogen auf den Verfahrweg des Schlittens 4, für jede gewünschte Progression gestaltet werden, wie Fig. 4 zeigt, um eine Dämpfungswirkung für die Schlittenbewegung zu erzeugen. Ebenso: kann durch Beilegen von Distanzringen 11, welche zylindrisch oder, nockenförmig ausgebildet sind, die Kennlinie der Feder 10 ohne Demontage von Bauteilen gemäß: den Anforderungen des Gutes modifiziert werden.
Die erfindungsgemäße Drahtführvorrichtung bildet zusammen mit der Drahtablaufeinrichtung I einen Speicher, der Ungleichmäßigkeiten in der Produktionsgeschwindigkeit des Verbrauchers ausgleicht. Erhöht sich kurzfristig der Materialverbrauch, übt der Schlitten 4 überproportional zum linear kleiner werdenden Speicher eine Kraft auf den Drahtbund B aus, die dessen Rotation beschleunigt, damit wieder mehr Material zur Verfügung gestellt wird:. Überschreitet der Schlitten 4 einen definierten Punkt, weil es beispielsweise an der 5/13 5 5 • • · • · • • • • :· · • • • • · • ♦ • • • • · ·· ·· • • * • · t; t · · • · · • · · • * ·
Drahtablaufeinrichtung I zu einer Störung gekommen i st, besteht die Möglichkeit, den Verbraucher abzuschalten.
Die Drahtablaufeinrichtung I, auf welcher der Drahtbund B aufgelegt ist, kann entweder mit einem gebremsten Drehteller 13, aber auch mit einem motorisch angetriebenen Drehteller ausgeführt sein. Über den optional vorhandenen Sensor 12 kann über die: Maschinensteuerung Einfluss sowohl auf die Drehzahl der Drahtahlaufeinrichtung 1 als auch auf die Produktionsgeschwindigkeit genommen werden. Ebenso ist es damit möglich, den Verbraucher abzuschalten, wenn der Speicher ein definiertes Minimum erreicht hat.
Die Drahtzugausgleichseinrichtung II, die im Betrieb des Verbrauchers auftretende ruckweise Abzugskräfte ausgleicht, ist für alle Arten von, Materialien, welche auf die Drahtablaufeinrichtung I gelegt werden können, geeignet, wie z.B. Compact-Colls, wild gehaspelte Drahtbunde, Spulen etc.
Es versteht sich, dass das erläuterte Ausführungsbeispiel im Rahmen des Erfindungsgedankens abgewandelt werden kann, insbesondere was die Art des zu verarbeitenden Gutes und der Drahtablauf einrichtung betrifft, die beispielsweise auch horizontal angeordnet werden könnte. 6/13
Claims (6)
- 6 6 ·« ·· ♦♦♦· ·· ·· · # · * · · ♦ · ♦ t f • · · · · ♦ · · ·· · • · · · · · t ♦ · ··· ♦ · · · ♦ · · · ♦ ·' · V« ·· ·· ·· ·: 1. Vorrichtung zum Führen von langgestrecktem metallischem Gut, wie Draht, zwischen einer Gutablaufeinrichtung und einem das: Gut von dieser abziehenden Verbraucher, mit einem Gestell zur Halterung einer relativ zu dem Verbraucher bewegbaren Gutablöseelnrich-tung, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutablöseeinrichtung (3, 4, |) mit einem Rückhalteelement (10), das vorzugsweise aus einer oder mehreren Federn Oder Hydraulikzylindern gebildet ist, über ein Drehelement (7, 8, 11) gekoppelt ist, das mit einer Welle (8) versehen ist, an der eine Nocke (7) befestigt ist, deren Form aus einer 1ine-aren Kennlinie des Rückhalteelementes (10) eine nicht lineare Kennlinie für einen linear bewegbaren Schlitten (4) der Gutablöseeinrichtung (3, 4, 5) erzeugt, der mit dem Rückhalteelement (10) mittels eines Seilzuges verbunden ist, der über eine an der Welle (8) gelagerte Scheibe (11) geführt ist/ und wobei die auf einen Gutbund (B) ausgeübte Abziehkraft die Drehzahl der Gutablaufeinrichtung (I) steuert.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet/ dass an der Welle (8) ein Sensor (12) befestigt ist, über den die: Drehzahl der Gutablaufeinrichtung (I) mittels einer Steuereinrichtung regelbar und/oder die Produktionsgeschwindigkeit des Verbrauchers beeinflussbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennlinie des Rückhalteelementes (10), bezogen auf die Gutablöseeinrichtung (3, 4, 5), durch auf der Welle (8) verschiebba- 7/13 7 ·· • • · · · · ·· • 9 • • · • • · • « • · • • · • • · • · • • • · • • • · • 9 • • • · · · • · • • · · • · • 9 • I · · re Elemente modifizierbar und somit dem Gutdurchmesser anpassbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe und Neigung der GutablÖSieeinrichtüng {3, 4, 5) stufenlos verstellbar und an das Ablaufverhalten des Gutes an-passbar ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe und Neigung der Gutablöseeinrichtüng (3, 4, 5) verstellbar und auch für Mtablaufernrichtungeh (I) mit horizontaler Achse geeignet ist,
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis :3/ dadurch gekennzeichnet, dass eine Gutführungsrolle:: (5) schwenkbeweglich an einem Schlitten (4) der Gutablöseefnrichtüng (3, 4, 5) montiert ist, der vorzugsweise unter Aufrechterhaltung einer 30° Gutschleife an einem horizontalen Träger (3) eines Gestells (2) gleitverschieblich zwischen den Schlitten-Arbeitsbereich definierenden Endanschlägen geführt ist. 8/13
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