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des Kegelrades 2 sitzt fest die Antriebsscheibe 10. Wird das Differentialrad 5 fest gehalten und an der Drehung verhindert, so erhält das Rad 1 und mit ihm die Trommelwelle eine Drehung, die gleich gross, aber jener der Antriebsriemenscheibe 10 entgegengesetzt gerichtet ist (siehe die Pfeilrichtungen a und b). Das Differentialrad 5 hat dabei das Bestreben, sich im Sinne des Pfeiles c, in gleicher Richtung wie Riemenscheibe 10 zu drehen.
Erteilt man nun dem Rade 5 eine Drehung in dem genannten Sinne oder vermindert man den die Drehung verhindernden Widerstand, so dass das Diffarentialrad der Drehung von 10 folgen kann, in welchem Falle die Drehbewegung als,, passiv" bezeichnet werden kann, so wird die Geschwindigkeit des Rades 1 und somit der Trommelwelle um die doppelte Anzahl der Umdrehungen des Rades 5 vo-ringaert.
Die Drehbewegung des Rades 5 kann also eine aktive oder eine passive sein. Im ersten Falle musste der Antrieb entweder wiederum durch ein Kegelpaar erfolgen, um eine wechselnde Geschwindigkeit zu erhalten oder er könnte auch durch einen kleinen Elektromotor mit stark veränderlicher Tourenzahl bewirkt werden. Weit einfacher ist die Erzielung einer passiven Drehung, indem je nach dem grösseren oder geringeren Widerstande, der der Drehbewegung des Rades 5 entgegengesetzt wird, diese verringert oder vergrössert wird. Der Widerstand kann nun direkt ein Bremswiderstand sein.
Entweder kann man die Bewegung mittels eines veränderlichen Bremsbandes oder einer Reibungskupplung nach Belieben abbremsen oder man kann durch das Differentialrad 5 einen kleinen Elektromotor in Betrieb setzen, dessen Umdrehungs- zahl durch entsprechende regelbare Belastung verändert werden kann. Diese Anordnung wird ebenfalls kompliziert und hat den Nachteil, dass der Verlust durch die Reibungsarbeit um so grösser ist, je schneller das Differentialrad und je langsamer die Trommelwelle läuft,
Beim Erfindungsgegenstand ist nun mit dem DiSorentiaIrade J ein Schneckenrad 11 verbunden, in das eine Schnecke 12 eingreift. Die Schnecke 12 sitzt fest auf einer Welle 13, die durch die Lager 14 und 15 getragen wird.
Das Schneckenrad 11 übt im Sinne des Pfeiles f (Fig. 1) auf die Schnecke 12 einen Druck aus, der auf die Welle 13 übertragen und von der Schraube 16 aufgenommen wird. Auf diese Weise ist ein äusserst leichter Gang der Welle 13 gewährleistet. Die Schnecke 12 stellt somit den die Drehung des Differentialrades 5 verhindernden Widerstand dar. Macht man nun die Steigung der Schnecke genügend gross, so ist der Reibungs-
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der Welle 13 sitzt zu diesem Zwecke eine Bremsscheibe 17, um die in weiter unten beschriebener Weise en Bremsband 18 (Fig. 3) gelegt ist.
Die Drehbewegung kann beginnen, sobald die Brems-
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scheibe 77 genügend schwer und gross ausgeführt, so dass die Beschleunigung der Masse der Scheibe nach Erfordernis festgelegt werden kann. Wenn es nun auch im allgemeinen genügen wird, die Grösse der Scheibe für die verschiedenen Arten und Bestimmungen der Ringspinn- maschinen ein für allemal festzulegen, so kann man andererseits die Beschleunigung dennoch regelbar machen, indem man die Bremsscheibe entweder auswechselbar gegen solche von anderem Gewichte vorsieht oder indem man am Ende der Welle 13 noch eine oder mehrere Zusatzscheiben 19 auswechselbar anordnet, wie es in Fig. 1 punktiert dargestellt ist.
Die Vorrichtung zum Abbremsen der Geschwindigkeit ist in der Gesamtanordnung in Fig. 3
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Eine von der Trommelwelle 6 mittels in der äusseren Gestellwand angeordneter, in der Zeichnung meht dargestellter Räderübersetzungen angetriebene Hilfswelle 20 treibt einerseits den Vorderzylinder 21 des Streckwerkes, and ererseits durch die Schnecke S ein Schnecken-
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Schneckenrad 23 und Exzenter 24 drehen sich mit gleichmässiger Geschwindigkeit im Sinne des Pfeiles f ; das Exzenter 24 erzeugt zunächst eine schwingende Bewegung des doppelarmigen Hebels 26, 32, welche Bewegung dann weiter durch das mitschwingende Exzenter 34 auf den Hebel 28 und schliesslich auf die Ringplatte 41 übertragen wird. Die Drehbewegung des Schneckenrades 23 wird nun zunächst zum periodischen Abbremsen der Drehung der Brems- scheibe 7 17 (Fig. 1 und 3) benutzt. Das Schneckenrad 23 ist fliegend auf dem Drehzapfen 44 angeordnet und trägt in einem Schlitze 42 verstellbar den Zapfen 43, an den das eine Ende des Bremsbandes 18 angehängt ist.
Das andere Ende ist mit einer Hubstange 45 verbunden, die durch ein an dem Lagerträger 46 befestigtes Führungsstück 47 hindurchgeht. Über die Hubstange 45 ist eine Druckfeder 48 geschoben, deren Spannung durch Mutter 49 mit Gegenmutter geregelt werden kann. Die Feder 48 drückt also die Stange 45 nach unten, welche Bewegung durch eine ebenfalls verstellbare Mutter 50 während eines bestimmten Zeitabschnittes der Aufwindung abgegrenzt wird.
In der Zeichnung (Fig. 3) ist nun der Aufwindemechanismus zu einem Zeitpunkt dargestellt, in dem die Aufwindung des Fadens auf den kleinsten Durchmesser des Kötzers erfolgt und die
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Vernichtung der beim Aufstiege der Ringplatte der Bremsscheibe 17 erteilten lebendigen Kraft ein ; dieser Zustand dauert aber nur kurze Zeit, so dass eine andauernde Bremsarbeit nicht zu leisten ist. Durch Verstehen der Muttern 49 und 50 einerseits und des Zapfens 4J andererseits kann die Dauer der Bremswirkung als auch deren Beginn und Ende nach Belieben abgegrenzt
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in der durch das Zeichen + 51 angedeuteten Stellung.
Nunmehr beginnt das Ansteigen der Ringplatte, und indem sich das Schneckenrad 23 weiterdreht, wird die Spannung des Bremshandes nach und nach vermindert. bis in der Stellung 53 des Zapfens 43 die Mutter 50 wieder zum Aufsitzen auf die Führung 47 kommt, von welchem Zeitpunkte ab die Lockerung des Bremsbandes 18 erfolgt. Von hier ab ist während der nächsten halben Umdrehung des Schnecken- rades 2. 3 und des Exzenters 24, also während des ganzen weiteren Aufstieges der Ringplatte J 1 die Bremswirkung des Bremsbandes 18 aufgehoben.
Unter dem Einflusse des von dem Differential-
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die Welle 13 und die Scheibe 77 die Drehbewegung. Mit der fortschreitenden Beschleunigung und der Zunahme der Geschwindigkeit vermindert sich nun unter der bereits beschriebenen Wirkungsweise des Differentialgetriebes die Geschwindigkeit der Spinnmaschine. Es liet) rt nun auf der Hand, dass durch Vergrösserung oder Verminderung der Schwungmasse der Brems- scheibe 17 oder der Zusatzscheiben 19 die Beschleunigung der Bremsscheibe entsprechend ver-
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diesen und mit ihm die Stange 46 an, so dass die erwähnte Lockerung des Bromsbandes 18 erreicht wird, auch wenn der Hebel 26 am weitesten rechts steht.
Mit fortschreitender Kötzerbewicklung gibt die Nase 59, infolge der allmählichen Linksdrehung der Scheibe 37, die Rolle 57 frei, zuerst jeweils in der höchsten Stellung der Ringplatte, in der aber eine Anspannung des Bremsbandes bekanntlich nicht stattfinden kann, weil hiebei der Hebel 26 am weitesten links steht, und die Mutter 50 durch Aufsitzen auf der Führung 47 einen Niedergang der Stange 45 verhindert.
Mit weiterem Fortschreiten der Wicklung kommt auch in der tiefsten Stellung der Ringplatte die schräg abfallende Fläche 60 der Nase 59 in das Bereich der Rolle 57, diese nach jedem Spiele immer mehr freigebend, so dass die Zeitdauer des Abbremsens immer mehr zunimmt, bis nach vollendetem Ansatze ein Anheben der Stange 45 in der beschriebenen Weise überhaupt nicht mehr stattfindet, sondern das regelmässige Abbremsen einzig durch das Spiel des Hebels 26 erfolgt.
Diese Neuerung gewährt ausserdem noch die Möglichkeit, auch kurz vor vollendetem Kötzer die Maschine kurze Zeit langsam laufen zu lassen, indem man das Bremsband 18 aus der Rille der Bremsscheibe 17 herausnimmt.
Die in dem Schneckengetriebe 11, 12 und in den Lagern der Welle 13 entstehende Reibung verhindert an sich schon, dass die Umdrehungs ?. ahl der WeHe 13 eine zu grosse wird und daher < t) c Geschwindigkeit der Maschine eine unerwünschte Verzögerung erfährt. Will man aber auch Iller eine Regelung eintreten lassen, so bedient man sich der Hilfsbremse 61 (Fig. 1), deren Bremswirkung durch das Anhängegewicht 62 beliebig abgestuft werden kann.
Wenn auch eine Veränderung der Geschwindigkeit in so häufig wiederkehrender Folge in der Hauptsache nur bei Ringspinnmaschinen in Betracht kommt, so lässt sich die Erfindung natürlich auch für alle anderen Maschinen verwenden, bei denen eine solche Veränderlichkeit der Geschwindigkeit erwünscht ist.
An Stelle des Schneckengetriebes kann auch direkt eine Zahnradübersetzung angewendet werden : diese hätte aber beim Abbremsen einen zu grossen Arbeitsverlust zur Folge. Ausserdem Ist die Regelbarkeit der Geschwindigkeit dadurch eine unvollkommene.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer periodisch wechselnden Geschwindigkeit, t) n t Hitfe eines Differentialgetriebes, bei dem die Geschwindigkeit des Differentialrades (5) durch Belastung vermindert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Differentialrad durch den Widerstand einer von ihm angetriebenen, mit Beharrungsmassen (17 bzw. 19) versehenen Welle (13) dauernd nachgiebig belastet ist und diese Welle zur Erzeugung einer ab- nehmenden und allmählich wieder zunehmenden Geschwindigkeit des Differentialrades (5) periodisch gebremst und beim Freigeben durch die Beschleunigung der Beharrungsmassen (17 bzw. 19) allmählich wieder entlastet wird.