AT51014B - Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer periodisch wechselnden Geschwindigkeit. - Google Patents

Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer periodisch wechselnden Geschwindigkeit.

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AT51014B
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braking
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Johannes Reinhard Buchwald
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Johannes Reinhard Buchwald
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 des Kegelrades 2 sitzt fest die Antriebsscheibe 10. Wird   das Differentialrad   5 fest gehalten und an der Drehung verhindert, so erhält das Rad   1   und mit ihm die Trommelwelle eine Drehung, die gleich gross, aber jener der Antriebsriemenscheibe 10 entgegengesetzt gerichtet ist (siehe die Pfeilrichtungen a und   b).   Das Differentialrad 5 hat dabei das Bestreben, sich im Sinne des Pfeiles c, in gleicher Richtung wie Riemenscheibe 10 zu drehen.

   Erteilt man nun dem Rade 5 eine Drehung in dem genannten Sinne oder vermindert man den die Drehung verhindernden Widerstand, so dass das Diffarentialrad der Drehung von 10 folgen kann, in welchem Falle die   Drehbewegung als,, passiv" bezeichnet werden kann, so wird die Geschwindigkeit des Rades 1 und somit der Trommelwelle um die doppelte Anzahl der Umdrehungen des Rades 5 vo-ringaert.   



  Die Drehbewegung des Rades 5 kann also eine aktive oder eine passive sein. Im ersten Falle musste der Antrieb entweder wiederum durch ein Kegelpaar erfolgen, um eine wechselnde Geschwindigkeit zu erhalten oder er könnte auch durch einen kleinen Elektromotor mit stark   veränderlicher   Tourenzahl bewirkt werden. Weit einfacher ist die Erzielung einer passiven Drehung, indem je nach dem grösseren oder geringeren Widerstande, der der Drehbewegung des Rades 5 entgegengesetzt wird, diese verringert oder vergrössert wird. Der Widerstand kann nun direkt ein Bremswiderstand sein.

   Entweder kann man die Bewegung mittels eines veränderlichen Bremsbandes oder einer Reibungskupplung nach Belieben abbremsen oder man kann durch das Differentialrad 5 einen kleinen Elektromotor in Betrieb setzen, dessen Umdrehungs- zahl durch entsprechende regelbare Belastung verändert werden kann. Diese Anordnung wird ebenfalls kompliziert und hat den Nachteil, dass der Verlust durch die Reibungsarbeit um so grösser ist, je schneller das Differentialrad und je langsamer die Trommelwelle läuft,
Beim Erfindungsgegenstand ist nun mit dem   DiSorentiaIrade J   ein Schneckenrad 11 verbunden, in das eine Schnecke 12 eingreift. Die Schnecke 12 sitzt fest auf einer Welle 13, die durch die Lager 14 und 15 getragen wird.

   Das Schneckenrad 11 übt im Sinne des Pfeiles   f     (Fig.   1) auf die Schnecke 12 einen Druck aus, der auf die Welle 13 übertragen und von der Schraube 16 aufgenommen wird. Auf diese Weise ist ein äusserst leichter Gang der Welle 13 gewährleistet. Die Schnecke 12 stellt somit den die Drehung des   Differentialrades   5 verhindernden Widerstand dar. Macht man nun die Steigung der Schnecke genügend gross, so ist der Reibungs- 
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   der Welle 13   sitzt zu diesem Zwecke eine Bremsscheibe   17,   um die in weiter unten beschriebener Weise   en Bremsband 18   (Fig. 3) gelegt ist.

   Die Drehbewegung kann beginnen, sobald die Brems- 
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   scheibe 77 genügend schwer   und gross ausgeführt, so dass die Beschleunigung der Masse der   Scheibe nach Erfordernis festgelegt   werden kann. Wenn es nun auch im allgemeinen genügen wird, die Grösse der Scheibe für die verschiedenen Arten und Bestimmungen der Ringspinn-   maschinen   ein für allemal festzulegen, so kann man andererseits die Beschleunigung dennoch regelbar machen, indem man die Bremsscheibe entweder auswechselbar gegen solche von anderem Gewichte vorsieht oder indem man am Ende der Welle 13 noch eine oder mehrere Zusatzscheiben 19 auswechselbar anordnet, wie es in Fig. 1 punktiert dargestellt ist. 



   Die Vorrichtung zum Abbremsen der Geschwindigkeit ist in der Gesamtanordnung in Fig. 3 
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   Eine von der Trommelwelle 6 mittels in der äusseren Gestellwand angeordneter, in der Zeichnung meht dargestellter Räderübersetzungen angetriebene Hilfswelle 20 treibt einerseits den Vorderzylinder 21 des Streckwerkes, and ererseits durch die   Schnecke S ein Schnecken-   
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   Schneckenrad 23 und Exzenter 24 drehen sich mit gleichmässiger Geschwindigkeit im Sinne des Pfeiles f ; das Exzenter 24 erzeugt zunächst eine schwingende Bewegung des doppelarmigen Hebels 26, 32, welche Bewegung dann weiter durch das mitschwingende Exzenter 34 auf den Hebel 28 und schliesslich auf die Ringplatte 41 übertragen wird. Die Drehbewegung des Schneckenrades 23 wird nun zunächst zum periodischen Abbremsen der Drehung der Brems-   scheibe 7 17   (Fig. 1 und 3) benutzt. Das Schneckenrad 23 ist fliegend auf dem Drehzapfen 44 angeordnet und trägt in einem Schlitze 42 verstellbar den Zapfen   43,   an den das eine Ende des Bremsbandes 18 angehängt ist.

   Das andere Ende ist mit einer Hubstange 45 verbunden, die durch ein an dem Lagerträger 46 befestigtes Führungsstück 47 hindurchgeht. Über die Hubstange 45 ist eine Druckfeder 48 geschoben, deren Spannung durch Mutter 49 mit Gegenmutter geregelt werden kann. Die Feder 48 drückt also die Stange   45   nach unten, welche Bewegung durch eine ebenfalls verstellbare Mutter 50 während eines bestimmten Zeitabschnittes der Aufwindung abgegrenzt wird. 



   In der Zeichnung (Fig. 3) ist nun der Aufwindemechanismus zu einem Zeitpunkt dargestellt, in dem die Aufwindung des Fadens auf den kleinsten Durchmesser des Kötzers erfolgt und die 
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 Vernichtung der beim Aufstiege der Ringplatte der Bremsscheibe 17 erteilten lebendigen Kraft ein ; dieser Zustand dauert aber nur kurze Zeit, so dass eine andauernde Bremsarbeit nicht zu leisten ist. Durch Verstehen der Muttern 49 und 50 einerseits und des Zapfens 4J andererseits kann die Dauer der   Bremswirkung   als auch deren Beginn und Ende nach Belieben abgegrenzt 
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 in der durch das Zeichen + 51 angedeuteten Stellung.

   Nunmehr beginnt das Ansteigen der Ringplatte, und indem sich das Schneckenrad 23 weiterdreht, wird die Spannung des Bremshandes nach und nach vermindert. bis in der Stellung 53 des Zapfens 43 die Mutter 50 wieder zum Aufsitzen auf die Führung 47 kommt, von welchem Zeitpunkte ab die Lockerung des Bremsbandes 18 erfolgt. Von hier ab ist während der   nächsten halben Umdrehung des Schnecken-   rades 2. 3 und des Exzenters 24, also während des ganzen weiteren Aufstieges der Ringplatte J 1 die Bremswirkung des   Bremsbandes   18 aufgehoben.

   Unter dem Einflusse des von dem Differential- 
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 die Welle 13 und die   Scheibe 77 die Drehbewegung.   Mit der fortschreitenden   Beschleunigung   und der Zunahme der Geschwindigkeit vermindert sich nun unter der bereits beschriebenen Wirkungsweise des Differentialgetriebes die Geschwindigkeit der Spinnmaschine. Es   liet) rt nun   auf der Hand, dass durch Vergrösserung oder Verminderung der   Schwungmasse der Brems-   scheibe 17 oder der Zusatzscheiben 19 die Beschleunigung der Bremsscheibe entsprechend ver- 
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 diesen und mit ihm die Stange   46 an, so   dass die erwähnte Lockerung des Bromsbandes 18 erreicht wird, auch wenn der Hebel 26 am weitesten rechts steht.

   Mit fortschreitender Kötzerbewicklung gibt die Nase   59,   infolge der   allmählichen Linksdrehung   der Scheibe   37,   die Rolle 57 frei, zuerst jeweils in der höchsten Stellung der Ringplatte, in der aber eine Anspannung des   Bremsbandes   bekanntlich nicht stattfinden kann, weil hiebei der Hebel 26 am weitesten links steht, und die Mutter 50 durch Aufsitzen auf der Führung 47 einen Niedergang der Stange 45 verhindert.

   Mit weiterem Fortschreiten der Wicklung kommt auch in der tiefsten Stellung der Ringplatte die schräg abfallende   Fläche 60 der   Nase 59 in das Bereich der Rolle 57, diese nach jedem Spiele immer mehr freigebend,   so dass   die Zeitdauer des Abbremsens immer mehr zunimmt, bis nach vollendetem Ansatze ein Anheben der Stange 45 in der beschriebenen Weise überhaupt nicht mehr stattfindet, sondern das regelmässige Abbremsen einzig durch das Spiel des Hebels 26 erfolgt. 



   Diese Neuerung gewährt ausserdem noch die Möglichkeit, auch kurz vor vollendetem Kötzer die Maschine kurze Zeit langsam laufen zu lassen, indem man das Bremsband 18 aus der Rille der Bremsscheibe 17 herausnimmt. 



   Die in dem Schneckengetriebe 11, 12 und in den Lagern der Welle 13 entstehende Reibung verhindert an sich schon, dass die   Umdrehungs ?. ahl der WeHe 13   eine zu grosse wird und daher    < t) c   Geschwindigkeit der Maschine eine unerwünschte Verzögerung erfährt. Will man aber auch   Iller   eine Regelung eintreten lassen, so bedient man sich der Hilfsbremse 61 (Fig. 1), deren Bremswirkung durch das Anhängegewicht 62 beliebig abgestuft werden kann. 



   Wenn auch eine Veränderung der Geschwindigkeit in so häufig wiederkehrender Folge in der Hauptsache nur bei Ringspinnmaschinen in Betracht kommt, so lässt sich die Erfindung   natürlich   auch für alle anderen Maschinen verwenden, bei denen eine solche Veränderlichkeit der Geschwindigkeit erwünscht ist. 



   An Stelle des Schneckengetriebes kann auch direkt eine Zahnradübersetzung angewendet werden : diese hätte aber beim Abbremsen einen zu grossen Arbeitsverlust zur Folge. Ausserdem Ist die Regelbarkeit der Geschwindigkeit dadurch eine unvollkommene. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l.   Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer periodisch wechselnden Geschwindigkeit,   t) n t Hitfe   eines Differentialgetriebes, bei dem die Geschwindigkeit des Differentialrades   (5)   durch Belastung vermindert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Differentialrad durch den Widerstand einer von ihm angetriebenen, mit Beharrungsmassen (17 bzw. 19) versehenen Welle (13) dauernd nachgiebig belastet ist und diese Welle zur Erzeugung einer ab-   nehmenden   und allmählich wieder zunehmenden Geschwindigkeit des Differentialrades (5) periodisch gebremst und beim Freigeben durch die Beschleunigung der Beharrungsmassen   (17   bzw. 19) allmählich wieder entlastet wird.

Claims (1)

  1. 2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungs- welle (13) des Differentialrades (5) ausser mit der periodisch angezogenen und nachgelassenen Bremse (17) mit einer zweiten Bremse (61) versehen ist, durch deren regelbare Einstellung, wenn erforderlich, eine zusätzliche Belastung des Differentialrades herbeigeführt werden kann.
    3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die das Differentialrad (5) belastends Welle mit regelbaren bzw. auswechselbaren Schwungmassen (19) versehen Ii't, 11m den Grad der Geschwindigkeitszunahme des Differentialrades beim Freigeben seiner Belastungswelle (13) ändern zu können.
    4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Bclastungswellc J) durch das Differentialrad (5) unter grosser Übersetzung ins Schnelle erfolgt, um heim allmählichen Bremsen der Belastungswelle eine möglichst feine Abstufung der Rückwirkung auf die Geschwindigkeit des Differentialrades zu erzielen.
    5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Antrieb von Spinnmaschinen, um in an sich bekannter Weise durch die periodisch wechselnde Antriebsgeschwindigkeit eine stets gleichbl übende Fadenspannung zu erstreben, dadurch gekennzeichnet, dass das angetriebene Zentralrad des Differentialgetriebes mit der Antriebswelle der Trommel (6) verbunden ist und die Bremsung und Freigabe der Bclastungswclle (13) des Differentialrades (5) von dem die Ringbank bewegenden Organ (24) abgeleitet wird.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in Abhängigkeit von der Ringbankhewegung erfolgende Bremsung der Belastungswelle zeitweise aufgehoben oder behebigverandertwerdenkann.
AT51014D 1908-02-29 1909-03-31 Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer periodisch wechselnden Geschwindigkeit. AT51014B (de)

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