AT50317B - Verfahren zur Herstellung von Cyan aus den Destillationsprodukten der Schlempeverkohlung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyan aus den Destillationsprodukten der Schlempeverkohlung.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Cyan aus den   Destillationsprodukten   der   Schtempeverkohtung.   
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 Cyanvorbindungen. Aus der Literatur sind Verfahren bekannt, die den gleichen Zweck haben. Bei ihnen werden die bei der Destillation entstehenden Schlempegase in Erhitzern auf so   hohe Temperatur gebracht, dass   die darin entbaltenen cyanisierbaren Stoffe cyanisiert   werden.

   Diese Verfahren leiden unter dem Missstand, dass   mit den cyanisierbaren Stoffen auch eine grosse, ja die überwiegende Menge anderer indifferenter nicht cyanisierbarer 
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 Dann aber verdünnen diese nicht cyanisierbaren Stoffe die cyanisierbaren in so hohem Masse, dass ein Teil der letzteren bei der Erhitzung der   Cyanisierung   entgeht und un-   cys. nisiert den Erhitzer   verlässt, was natürlich eine   Minderausbt'utt'an Cyan ergibt.   



     Diesen Missstand beseitigt   man, wenn man jene Schlempegase und -dämpfe, bevor man sie der cyanisierenden Überhitzung aussetzt, von ihren uncyanisierbaren Bestandteilen befreit. 



     Man verfährt   zu diesem Zwecke in der Weise, dass man die   beim Verkohlen ent-   stehenden Gase und dampfförmigen Produkte einer fraktionierten Kondensation in der 
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 dens erbaren Bestandteile, weil in dem   Kondensat unlöslich,   in Gasform entweichen und, da sie brennbar sind, zum Beheizen der Verkohlungsöfen oder f1r sonstige Heizzwecke benutzt werden können. 



   Das gewonnene   stickstoffreiche Kondensat wird ähnlich   wie es bei rohem Ammoniak-   wa. or üblich   ist, bei einer Temperatur abdestilliert, die unterhalb des Siedepunktes des Wassers liegt und das Destillat, das nunmehr frei von Wasser und anderen nicht 
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 gehen aber trotzdem nicht verloren, da sie, wie oben bemerkt, für Heizzwecke nutzbar ge-   macht   werden können. 



   Die technischen und wirtschaftlichen Vorteile des beschriebenen Verfahrens liegen   jedem Fachmann klar   vor Augen. 



   Es ist aus der Literatur bereits bekannt gewesen, aus Schlempegasen Trimethylamin 
 EMI1.5 
 

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 enthalten, war din Isolierung der Trimethylamins technisch und wirtschaftlich ausser-   ordentlich unvorteilhaft, so dass   die Technik   über dieses Verfahren alsbald zur Tagesordnung     überging.   



   Das beschriebene Verfahren lässt sich ausser auf Gase der   Schlempeverlwhlung   sinngemäss auch überall da anwenden, wo Gase und Dämpfe zu verarbeiten sind, die teils aus cyanisierbaren und teils ans nicht cyanisierbaren Bestandteilen bestehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Cyan aus den bei der Verkohlung von Schlempe und anderen stickstoffhaltigen Produkten entstehenden Gasen und Dämpfen durch cyanisierende Erhitzung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gase bzw. Dämpfe vor der Erhitzung in ihre cyanisiorbaren und nicht cyanisierbaren Bestandteile zerlegt, indem man das gas- und dampfförmige Destillat der Verkohler abkühlt, mit dem hiebei erhalten flüssigen Kondensat die bei der Abkühlung nicht kondensierten Gase bzw. Dämpfe wäscht, worauf ans dem wässerigen, nur die cyanisierbaren Verkohlungsdestillate entaltenden Kondensat, diese durch Erwärmung ausgetrieben und den bekannten cyanisierenden Erhitzern zuge- 'führt werden.
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