AT501709B1 - Halterung für mehrere schmuckelemente - Google Patents
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Description
2 AT 501 709 B1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung für mehrere Schmuckelemente mit einer hinter-schnittenen Aufnahmenut für die die Hinterschneidung hintergreifenden Schmuckelemente und mit einem in eine Einsetzaussparung für die Schmuckelemente an zumindest einer Stelle der Aufnahmenut eingreifenden Schließstück, das in der Aufnahmenut lösbar verriegelt ist. 5
Um Schmucksteine in einfacher Weise fassen zu können, ist es bekannt (DE 195 43 461 A1), eine Fassung in Form einer im Querschnitt U-förmigen Schiene mit federnden Schenkeln vorzusehen, die zwischen sich eine Aufnahmenut für die Schmucksteine bilden. Die Schenkel sind auf ihren einander zugekehrten Seiten mit je einer Längsausnehmung versehen, so daß die io Schmucksteine unter einem federnden Auseinanderspreizen der Schenkel in diese eine Hinterschneidung bildenden Längsausnehmungen eingesetzt werden können. Die Fassung in Form einer im Querschnitt U-förmigen Schiene kann an einem Schmuckstück angebracht werden, aber auch als Grundkörper für ein Schmuckstück dienen, beispielsweise einen Ring, wenn die Schiene zu einem Ring geschlossen wird. Aufgrund der federnden Klemmhalterung können die is Schmucksteine eines Schmuckstückes ausgewechselt oder das Schmuckstück durch die Entnahme oder das Hinzufügen einzelner Schmucksteine in seinem Erscheinungsbild verändert werden. Diese Auswechselbarkeit der Schmucksteine ist allerdings mit dem Nachteil verbunden, daß wegen der Klemmhalterung der Schmucksteine über die federnden Schenkel der im Querschnitt U-förmigen Fassungsschiene die Gefahr besteht, daß einzelne Schmucksteine 20 unbeabsichtigt aus dieser federnden Klemmhalterung gelöst werden.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bekannt (WO 1993/02585 A1, WO 1993/09691 A1), in eine Aufnahmenut für mehrere Schmuckelemente zumindest an einer Stelle eine Einsatzaussparung vorzusehen, die durch ein Schließstück formschlüssig verschlossen wird, so daß die 25 eine Hinterschneidung der Aufnahmenut hintergreifenden Schmuckelemente innerhalb der durch das Schließstück verschlossenen Aufnahmenut unlösbar gefangen sind. Die Schmuckelemente können allerdings entlang der Aufnahmenut frei verschoben werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Halterung für mehrere Schmuckelemente 30 der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß eine freie Verschiebbarkeit der Schmuckelemente zumindest abschnittsweise verhindert wird, ohne auf eine beliebige Positionierung der Schmuckelemente entlang der Aufnahmenut verzichten zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß wenigstens ein Schmuckelement zwei 35 durch einen zumindest angenähert parallel zum Boden der Aufnahmenut verlaufenden Schlitz voneinander getrennte Schenkel aufweist, die unter einer federnden Vorspannung zwischen dem Boden und der Hinterschneidung der Aufnahmenut gehalten sind.
Aufgrund der Anlage der Schenkel des Schmuckelementes am Boden und an der Hinterschnei-40 düng der Aufnahmenut unter einer federnden Vorspannung können zumindest einzelne Schmuckelemente kraftschlüssig in der Aufnahmenut abgestützt und dadurch gegen ein Verschieben gesichert werden. Durch solche in der Aufnahmenut reibschlüssig gehaltene Schmuckelemente können somit entlang der Aufnahmenut Abschnitte begrenzt werden, in denen andere Schmuckelemente anschlagbegrenzt frei verschiebbar sind. Es können aber 45 selbstverständlich auch alle Schmuckelemente kraftschlüssig in der Aufnahmenut positioniert werden.
Die Einsetzaussparung zum Einsetzen der Schmuckelemente in die Aufnahmenut kann im Boden der Aufnahmenut vorgesehen werden, was das Einsetzen der Schmuckelemente durch so den Boden der Aufnahmenut bedingt. Es ist aber auch möglich, die Hinterschneidung der Aufnahmenut durch eine entsprechende Einsetzaussparung zu unterbrechen, so daß die Schmuckelemente von der Nutöffnung her zwischen die Seitenwände der Aufnahmenut eingefügt werden. In diesem Fall hat das Schließstück entweder die Hinterschneidung der Aufnahmenut im Unterbrechungsbereich zu ersetzen oder ein Verschieben des Schmuckelementes 55 entlang der Aufnahmenut in den Bereich der Einsetzaussparung zu unterbinden. 3 AT 501 709 B1
Obwohl die Verriegelung des Schließstückes in der Aufnahmenut konstruktiv in unterschiedlicher Weise gelöst werden kann, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn das Schließstück eine quer zu den Seitenwänden der Aufnahmenut verlaufende Durchtrittsöffnung für einen die Seitenwände durchsetzenden Riegelstift aufweist. Nach dem Einset-5 zen des Schließstückes in die Einsetzaussparung der Aufnahmenut braucht daher lediglich der Riegelstift durch die Seitenwände der Aufnahmenut und durch die Durchtrittsöffnung des Schließstückes gesteckt zu werden, um das Schließstück in der vorgesehenen Schließlage festzuhalten. Zur Lagesicherung des Riegelstiftes kann der Riegelstift in der Durchtrittsöffnung des Schließstückes federnd verrastet werden. Zum Ausschieben des Riegelstiftes aus dem io Schließstück ist somit die Federrast zu überwinden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen 15 20
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Halterung für mehre Schmuckelemente in Form eines Ringes in einer zum Teil aufgerissenen Draufsicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Aufnahmenut im Bereich eines Schmuckelementes, das kraftschlüssig in der Aufnahmenut festgelegt ist,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Aufnahmenut mit einem eine Fassung für einen Schmuckstein bildenden Schmuckelement, das kraftschlüssig in der Aufnahmenut gehalten ist und
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie Vl-Vl der Fig. 5. 25 Das dargestellte Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 zeigt einen Ring der eine umlaufende Aufnahmenut 1 als Halterung für mehrere Schmuckelemente 2 aufweist. Diese Aufnahmenut 1 wird durch zwei von einem Boden 3 aufragende Seitenwände 4 gebildet, die mit einspringenden Randansätzen 5 versehen sind, so daß sich im Bereich beider Seitenwände 4 eine Hinterschneidung 6 ergibt. Da die Schmuckelemente 2 die Hinterschneidung 6 der Aufnahme-30 nut 1 hintergreifende Schultern 7 aufweisen, sind die Schmuckelemente 2 innerhalb der Aufnahmenut 1 unverlierbar gefangen.
Zum Einsetzen der Schmuckelemente 2 in die Aufnahmenut 1 ist wenigstens eine Einsetzaussparung 8 vorgesehen, die durch ein Schließstück 9 verschlossen werden kann. Die Einsetz-35 aussparung 8 kann gemäß den Fig. 1 und 2 durch eine Unterbrechung der die Hinterschneidung 6 bildenden Randansätze 5 entstehen, wie dies für das obere der beiden dargestellten Schließstücke 9 dargestellt ist, das durch die Einsetzaussparung 8 in die Aufnahmenut 1 eingesetzt und innerhalb der Aufnahmenut verriegelt wird. Das in den Fig. 1 und 2 untere der beiden Schließstücke 9 wird jedoch durch den Boden 3 der Aufnahmenut 1 eingesetzt und verschließt 40 somit die bodenseitige Einsetzausnehmung 8. Dementsprechend werden nach dem Lösen des oberen Schließstückes 9 die Schmuckelemente 2 von außen durch die Einsetzaussparung 8 in die Aufnahmenut 4 eingesetzt und in Umfangsrichtung verschoben, bevor das Schließstück 9 wieder eingesetzt wird. Im Bereich des unteren Schließstückes 9 müssen die Schmuckelemente 2 von innen durch den Boden 3 in die Aufnahmenut eingesetzt bzw. entnommen werden. 45
Zur Verriegelung der Schließstücke 9 innerhalb der Aufnahmenut 1 dienen Riegelstifte 10, die die Seitenwände 4 der Aufnahmenut 1 durchsetzen und in eine Durchtrittsöffnung 11 der Schließstücke 9 eingreifen. Die Durchtrittsöffnungen 11 der Schließstücke 9 sind mit einer Federhülse 12 ausgekleidet, die mittig geringfügig eingeschnürt ist und mit einer Rastkerbe 13 so der Riegelstifte 10 zusammenwirkt. Die Federhülse 12 bildet somit mit der Rasteinkerbung 13 der Riegelstifte 10 eine Federrast, die den Riegelstift 10 innerhalb der Federhülse 12 axial festlegt. Zum Lösen der Riegelstifte 10 sind diese unter Überwindung der Federrast aus der Durchtrittsöffnung 11 der Schließstücke 9 zu entfernen, bevor das Schließstück 9 aus der Einsetzaussparung 8 herausgezogen werden kann. 55
Claims (3)
- 4 AT 501 709 B1 In den Fig. 3 bis 6 sind unterschiedliche Ausführungsformen von Schmuckelementen 2 dargestellt, die kraftschlüssig in der Aufnahmenut abgestützt werden. Im Gegensatz zu den frei verschiebbaren Schmuckelementen 2 legen die kraftschlüssig abgestützten Schmuckelemente 2 ihre Position und damit auch die Position der angrenzenden Schmuckelemente 2 zumindest in 5 vorgegebenen Abschnitten fest. Diese kraftschlüssig in der Aufnahmenut 1 gehaltenen Schmuckelemente 2, wie sie einerseits in den Fig. 3 und 4 und anderseits in den Fig. 5 und 6 dargestellt sind, bilden zwei Schenkel 14, die durch einen parallel zum Boden 3 der Aufnahmenut 1 verlaufenden Schlitz 15 voneinander getrennt sind. Diese Schenkel 14 stützen sich unter einer Federvorspannung einerseits am Boden 3 und anderseits an der Hinterschneidung 6 der io Aufnahmenut 1 ab, wodurch der angestrebte Kraftschluß mit der Aufnahmenut 1 erreicht wird. Die Schmuckelemente 2 können unterschiedlich gestaltete Einsätze für die Aufnahmenut 1 bilden wie dies in den Fig. 3 und 4 angedeutet ist. Die Schmuckelemente 2 können aber auch gemäß den Fig. 5 und 6 als Fassungen für Schmucksteine ausgebildet sein, die in herkömmli-15 eher Weise in entsprechenden Fassungsausnehmungen 16 gehalten werden, was jedoch aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So könnte die hinterschnittene Aufnahmenut 1 nicht nur von Ringen, sondern auch 20 von anderen Schmuckstücken gebildet werden, weil es keineswegs erforderlich ist, eine in sich geschlossene Aufnahmenut vorzusehen. Es muß ja lediglich dafür gesorgt werden, daß die in die Aufnahmenut 1 eingesetzten Schmuckelemente 2 nicht stimseitig aus der Aufnahmenut 1 austreten können. 25 Patentansprüche: 1. Halterung für mehrere Schmuckelemente mit einer hinterschnittenen Aufnahmenut für die die Hinterschneidung hintergreifenden Schmuckelemente und mit einem in eine Einsetz- 30 aussparung für die Schmuckelemente an zumindest einer Stelle der Aufnahmenut eingrei fenden Schließstück, das in der Aufnahmenut lösbar verriegelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Schmuckelement (2) zwei durch einen zumindest angenähert parallel zum Boden (3) der Aufnahmenut (1) verlaufenden Schlitz (15) voneinander getrennte Schenkel (14) aufweist, die unter einer federnden Vorspannung zwischen dem Boden (3) 35 und der Hinterschneidung (6) der Aufnahmenut (1) gehalten sind.
- 2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsetzaussparung (8) die Hinterschneidung (6) der Aufnahmenut (1) unterbricht und daß das in diese Einsetzaussparung (8) eingreifende Schließstück (9) eine quer zu den Seitenwänden (4) der Aufnahme- 40 nut (1) verlaufende Durchtrittsöffnung (11) für einen die Seitenwände durchsetzenden Rie gelstift (10) aufweist.
- 3. Halterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelstift (10) in der Durchtrittsöffnung (11) des Schließstückes (9) federnd verrastbar ist. 45 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 50 55
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2004
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