AT47316B - Elektrischer Ofen zur elektrochemischen Gasbehandlung. - Google Patents

Elektrischer Ofen zur elektrochemischen Gasbehandlung.

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Elektrochemische Werke Gmbh
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  Elektrischer Ofen zur elektrochemischen Gasbehandlung. 



   Vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausarbeitung des im Stammpatent   NI'. 42567   beschriebenen Verfahrens. Es wurde gefunden, dass gleiche scheibenförmige Flammen zwischen konzentrischen leitenden Ringen, wie sie nach dem Verfahren des   Stammpatentes   erzeugt werden können, entstehen, wenn man nicht hochgespannte Ströme von mehreren tausend Volt, wie im Stammpatent vorgeschlagen, sondern nur Spannungen 
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 minimalste anwendbare Spannung richtet sich nach der Entfernung der Elektroden bund c (vergl. Fig. 2 des   Stammpatentes).   Diese Entfernung beträgt bei einer Spannung von zirka 
 EMI1.2 
 spannung bewirken soll, erübrigt. Eine einmalige Zündung durch eine bewegliche Hilfselektrode   genügt.   



   Das vorliegende Verfahren kann zweckmässig dahin abgeändert werden, dass die beiden Elektroden b und e, bezw. l nicht mehr in derselben Ebene angeordnet. sondern gegen- 
 EMI1.3 
   herbeigeführt.   Die beifolgende Fig. 1 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform dieses Gedankens. Der zylindrische Ofen a ist zweckmässig mit einem hochfeuerfesten Material ausgekleidet. Die Zuführung der Luft geschieht in der im Stammpatent angegebenen Weise durch tangential gerichtete Rohre oder   Düsen g.   Durch eine Hilfselektrode wird der Flammenbogen von der Elektrode l zu der ringförmigen   Elektrode   gezogen, auf welcher er dann infolge der starken rotierenden Bewegung der Luft im Kreise herumwandert, einen Kegel bildend. 



   Als Grössenverhältnisse eines zweckmässigen Apparates seien beispielsweise folgende angegeben : Zwischen den Elektroden   b und I   des Ofens beträgt die Spannung zirka 230 Volt, die Stromstärke zirka   1 r) o   Ampere, die Entfernung zirka 50 cm, der Durchmesser des Ringes b etwa   26 ou.   Bei grösseren Stromstärken kann der Abstand b bis l noch vergrössert werden, doch müssen wenigstens einige Volt Spannungsabfall pro cm vorhanden sein. 



   Die entweichenden Gase gelangen durch einen schmalen in der Ofenwand gelassenen Spalt in den Raum   m,   in welchen die Flamme noch einige cm hineinschlägt, so dass durch Anwendung geeigneter   Kühlröhren   eine zweckmässige Abschreckung der Gase herbeigeführt werden kann. Durch das Rohr A werden sie abgesaugt. 



   Eine zweite Ausführungsform des Verfahrens bei Verwendung von Niederspannung ist in der beifolgenden Fig. 2 beispielsweise wiedergegeben. Diese Anordnung ist dadurch   gekennzeichnat,   dass mit ihr Flammen von der Form eine Doppelkegels erzeugt werden können. Es sind zwei Apparate der durch   Fig. : 2 gekennzeichneten   Form entgegengesetzt 

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 EMI2.1 
   troden miteinander in Berührung gebracht und sodann unter entsprechender Verminderung der vorgeschalteten Widerstände wieder oneinander entfernt. Die Flamme nimmt von selbst   die in der Figur durch Umrisslinien angedeutete doppelkegelförmige Gestalt an und schlägt durch den ringförmigen Spalt weit in die den Ofen umgebende Kammer e. 



   Die beschriebenen Verfahren und Apparate ermöglichen eine Erzeugung ausgedehnter Flammen bei Verwendung niedrig gespannter Ströme, die den bisherigen Erfahrungen   gegenüber durchaus überraschend sind, nach denen auch der Sachverständige nicht vermuten konnte, dass sich bei so ! geringen Spannungen von einigen 100 Volt stabile Flammenbögen   von über 50 cm Länge erzeugen lassen. Die angegebene Verwendung von Starkströmen bei niedriger Spannung bringt ferner für die Zwecke der Gasreaktionen ganz erhebliche und wesentliche Vorteile mit sich. Vergleichende Versuche haben ergeben, dass die einzelne Strombahn bei dem vorliegenden Verfahren eine weit grössere räumliche Ausdehnung besitzt, als sich bei gleicher Energiemenge und Hochspannung erreichen lässt.

   Dadurch ist bedingt, dass auch eine weit grössere Menge Luft oder anderer Gase hindurchgeführt und eine technisch grössere Ausbeute erhalten werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Ausgestaltung des im Stammpatent Nr. 42567 beschriebenen Verfahrens zur elektrochemischen   Gasbehandlung   mitHilfe von durch rotierende Luft zur Wanderung veranlassten 
 EMI2.2 
 stärken, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Elektrode stabförmig ausgebildet und aus dem Mantel der äusseren Elektrode herausgezogen ist, wodurch ein kegelförmiger Flammenbogen entsteht, der durch die den Ofen durchströmende Luft zur Wanderung veranlasst wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Öfen nach Anspruch 1 engegengesetzt aneinandergebaut sind, zum Zweck, die ringförmige Elektrode zu ersparen.
AT47316D 1908-04-16 1909-03-29 Elektrischer Ofen zur elektrochemischen Gasbehandlung. AT47316B (de)

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AT42567T 1909-02-08

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