AT45880B - Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels aus Fischschuppen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels aus Fischschuppen.

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AT45880B
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  Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels aus Fischschuppen. 
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 Die glänzende Substanz der Schuppen löst sich hiedurch ab und setzt sich zu Boden. Um ein Faulen dieser Masse zu verhindern, hat man auch der Flüssigkeit Salmiakgeist oder Alkohol zugesetzt. Die so hergestellte Flüssigkeit wird mit Gelatine vermischt und in warmen Zustande 
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 wendbar. da sie infolge des Gelatinegehaltes beim Biegen des betreffenden Gegenstandes sofort springt oder abblättert. 



   Durch Aufspritzen kann sie gar nicht und mittels Pinsel nur sehr   schwer auf den Gegenstand   aufgetragen werden, da sich in letzterem Falle   Striche und Klumpen bilden. Diese Anstrichfarbe   ist auch, was ganz besonders in die   Wagsehale   fällt, nicht wasserfest. 



   Man ist in der Fachwelt seit langem bemüht, ein   Verfahren zu rinden,   das diese   Ubelständc   
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   Die Schwierigkeit liegt darin, dass die glänzende, perlmutterartige Substanz von den Schuppen mit Wasser abgelöst werden muss, dann also in wässeriger Lösung vorliegt und so nur mit wasserlöslichen Substanzen gemischt werden kann und dass diese Substanz als animalisches Produkt nicht in   trockenen Zustand übergeführt werden kann. da sie   dann sofort verdirbt, zusammenklebt, glanzlos, grau und unbrauchbar wird. Könnte die glänzende Substanz der   Fischschuppen   in ein trockenes Pulver übergeführt werden, dann brauchte nur wie zu einem Metallpulver Lack zugesetzt werden, um es wie Farbe auftragen zu können. Das ist aber nicht angängig, da Wasser-   gehalt im Lacke   matten,   glanzlosen Überzug auf den gemalten Gegenständen verursacht.   



   Um nun aber trotzdem einen   glänzenden,     perlmutterartigen tberzug   zu erhalten. ist es notwendig das Wasser aus der   perlmutterartigen   Substanz der Fischschuppen vollständig zu entfernen, ohne dass die Substanz in trockenen   Zustand übergeführt wird. Dies erreicht   man. wenn man z. B. zu 10 Deka der im Handel erhältlichen   perlmutterartig glänzenden Substanz   der Fischschuppen, der das überschüssige Wasser durch Stehenlassen und Abziehen durch Saug- 
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 werden nun durch Stehenlassen an freier Luft und   durch umrühren der Mischung, auch durch   vorsichtiges Erwärmen, verdunstet. Dieser Vorgang wird einigemale wiederholt, bis das Wasser   vollständig   entfernt ist.

   Dann wird noch so lange Äther zugesetzt, bis man die zum Malen oder Aufspritzen notwendige Konsistenz der Masse erreicht hat.   Um einen höheren Glanz der Anstrich-   
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   Das Entziehen des Wassers kann auch vor der Beimischung des Lackes geschehen ; nur muss man dann immer für einen   Überschuss     d08 wasserentziehenden   Mittels sorgen. 



   Zum   Wasserentziehen   kann auch Alkohol verwendet werden, ebenso wie als Lack alle in Alkohol oder Äther löslichen   SubstanMt   wie Harze, Schiessbaumwolle, Zelluloid u.   dergl.,   Verwendung finden können.   Das wasserentl1èhende Mittel   dient in diesem Falle gleichzeitig als   Aufnahme-und Lösungsmittel fur   die beizumischenden Lacke. 



   Eine weitere   Ausführungsform   besteht darin, dass man das Wasser aus der perlmutterartigen Substanz der Fischschuppen, nachdem dieselbe bereits mit Äther oder Alkohol oder auch schon mit Lack gemischt ist, durch wasseraufsaugende Substanzen, wie   0hlorkalzium,   ungelöschten Kalk   usw.,   oder durch wasseraufsaugende albuminöse Körper, wie Gelatine, AgarAgar usw. entfernt. 



   Dass Verfahren zum Entfernen des Wassers aus der   Fischschuppensubstanz   durch wasseraufsaugende Salze kann in verschiedener Weise ausgeführt werden. Beispielsweise geschieht dies derart, dass man die von den Fischschuppen gelöste perlmutterartige Substanz nach dem 
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 gebracht, das alles in der Mischung befindliche Wasser gierig aufsaugt und dabei nach und nach zerfliesst. Das mit Wasser gesättigte Chlorkalzium wird entfernt, worauf der Vorgang so lange wiederholt wird. bis das   Chlorkalzium   fest bleibt. Dann ist der Mischung das Wasser vollständig entzogen. 



   Da sich Chlorkalzium mit Äthyl-oder Methylalkohol verbindet, so wird, wenn solcher Alkohol bei der Lackerzeugung Verwendung finden soll, als wasseraufsaugende Substanz. z.   B.   kohlensaures Kali,   essigsaures   Kali, ungelöschter Kalk usw. verwendet. 



   Um statt wasseraufsaugender Körper albuminöse Substanzen zur Entfernung des Wassers zu benutzen, geht man beispielsweise in folgender Weise vor : Die perlmutterartige Substanz. aus der das Wasser vertrieben werden soll, wird mit Amvlazetat oder auch schon mit in Azeton gelöstem Zelluloidlack u. dgl. gemischt. Dieser Mischung wird z. B. Gelatine in harten Platten zugesetzt. Die Gelatine ist in der Mischung unlöslich, zieht aber das Wasser aus der Mischung an und quillt dadurch auf. Die aufgequollenen Gelatineplatten, die immer noch genügenden Zusammenhalt haben, werden herausgenommen und so lange durch neue harte Platten ersetzt, bis diese hart, bleiben und nicht mehr aufquellen. Das ist dann ein Zeichen, dass kein Wasser mehr in der Mischung vorhanden ist.

   Um diesen Lack auch weiterhin gegen Aufnahme von Wasser zu   schützen,   kann ihm immer eine Platte Gelatine beigesetzt werden. 



   Anstatt Gelatine können auch andere wasseraufsaugende,   albuminöse   Substanzen z. B. AgarAgar usw. zu demselben Zwecke verwendet werden. 



   Als elastischer Lack kann auch bei diesen Verfahren Zapon. Zelluloidlack, Kollodium-   lösung   u.   dergl. Verwendung finden.   



   Durch unser neues Verfahren wird ein Anstrichmittel geschaffen, durch dessen Verwendung ganz neue industrielle Gebiete eröffnet werden, da nun auch einzelne Teile eines Gegenstandes mit dem prachtvollen Perlenglanz versehen werden   können.   ebenso wie elastische Gegenstände und insbesondere Zelluloid. Auf Zelluloid lassen sich ganz besonders schöne Wirkungen erzielen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels aus Fischschuppen, dadurch gekennzeichnet, dass die in üblicher Weise mit Wasser abgelöste glänzende Substanz der Fischschuppen mit EMI2.2
AT45880D 1909-11-12 1909-11-12 Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels aus Fischschuppen. AT45880B (de)

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