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Verfahren und Einrichtung zur Aufhebung der Wirkung fehlerhaft6r Löchergruppen beim
Schriftsetzen mittels Lochstreifens.
Die vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren und einer Vorrichtung, die den Zweck haben, fehlerhafte Stellen eines zum selbsttätigen Schriftsätzen dienenden Lochstreifens unwirksam zu machen. Während der Betrieb von Schriftsetzmasehinen mittels Lochstreifens ursprünglich nur geschah, um ein Ausschliessen der Zeilen möglich zu machen, wird diese Betriebsart jetzt verwendet, um die Tätigkeit des Setzens so zu vereinfachen, dass die Bedienung einer Schreibmaschine ausreicht, um druckfertigen Schriftsatz herzustellen oder vorzubereiten. Dabei ist
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schrift zu beseitigen. Ein Zukleben im Lochstreifen oder ähnliche Verfahren sind zu zeitraubend.
Man hat deshalb bereits Einrichtungfn vorgesehen, bei denen durch Anschlagen einer Taste ein Symbol in den Streifen gelocht wird, durch das eine Reihe vorher gelochter Symbole unwirksam zu machen ist, sofern diese Symbole eine ganze oder angefangene Zeile darstellen. Die in dem letzterenUmstand liegende Beschränkung führt zu iiberflissigen und zeitraubenden Wiederholungen, da wegen eines falschen Buchstabens oder eines falschen Wortes häung der grösste Teil einer Zeile neu gesetzt werden muss.
Der dadurch entstehende Zeitverlust macht sich sowohl in der Leistung des Seltzers als auch in der selbsttätig arbeitenden Setzmaschine geltend, weil das entsprechende Stück des Lochstreifens die letztere nutzlos durchläuft und eine Pause in der Tätigkeit der Maschine veranlasst. Auch verursachen längere Wiederholungen des schon einmal Gesetzten besonders bei schwierigerem Text ein hastiges, unsicheres Arbeiten des Setzers. Für eine Vereinfachung und Beschleunigung des Schriftsetzens ist es darum von besonderem Wert, neben längeren Satzteilen auch möglichst kurze beseitigen zu können.
Hiebei ist zu berücksichtigen. dass ein Maschinenschreiber oder Schriftsetzer, der am Tastenbrett einer Schreib-oder Setzmaschine arbeitet. begangene Irrtümer in der Regel sehr bald bemerkt, meist vor oder bei Beendigung des betreffenden fehlerhaft gesetzten Wortes. Ferner tritt häufig der Fall ein, dass der Setzer nicht mit Sicherheit erkennen kann, ob eine siebe in die fast vollendete Zeile noch hineinzubringen ist oder nicht.
Versucht er in solchem Falle, eine Silbe in die Zeile hineinzubringen, die tatsächlich nicht mehr in die Zeile hineinpasst, so muss er dann bei den bisherigen Einrichtungen die ganze Zeile ausschalten und noch einmal schreiben oder setzen. Die vorliegende Erfindung sieht für beide Fälle vor. dass nur das letzte Wort ausgeschaltet wird, ohne dass die vorhergehenden Wörter derselben Zeile noch einmal geschrieben zu werden brauchen. Für besondere Fälle ist ausserdem die Möglichkeit vorgesehen, ganze Zeilen unwirksam zu machen. Dies ist von Wert, wenn der Setzer am Schlusse einer gesetzten oder geschriebenen Zeile bemerkt, dass die Raumverteilung innerhalb der Zeile ein Ausschliessen nicht gestattet, oder wenn er aus anderen Gründen wünscht, dass die ganze Zeile nicht im Schriftsatz erscheint.
Schliesslich sind in der Handhabung derjenigen Tasten oder Vorrichtungen, die nicht zum S"hriftsetzen. sondern zur Auslösung anderer Funktionen an der Setzmaschine dienen, Irrtümer möglich. Hiezu gehören z. B. das Umschalten auf eine andere Schriftart, das Ausschliessen von Zeilen oder dergl. Für diese Fälle muss dem Setzer die Möglichkeit gegeben werden, ein einzelnes
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Wenn, wie im vorliegenden Falle, ganze Zeilen und einzelne Wörter ausschaltbar sein sollen, so sind zwei Ausschaltesymbole vorzusehen, denen ebenso zwei Einathaltesymbole entsprechen. Als Einschalteaymbole können insbesondere solche Luchkombinationcn dienen, die bei normaler Tätigkeit der Setzmaschinen eine andere Aufgabe zu erfüllen haben und z. B. das Trennen der Wörter und Zeilen bewirken. Diese Symbole können somit eine zweifache Wirkung ausüben ; eine normale oder Hauptwirkung während der gewöhnlichen Tätigkeit der Setzmaschine und eine besondere oder Nebenwirkuns. nämlich das Wiedereinschalten der Setztätiskeit. wenn diese vorher ausgeschaltet war.
Die Nebenwirkung darf jedoch nicht neben der Hauptwirkung, sondern nur an Stelle derselben auftreten. Denn die Hauptwirkung setzt voraus, dass die Setzmaschine sich in normaler Tätigkeit befindet. War diese ausgeschaltet, so muss bie wieder eingeschaltet werden, bevor die Hauptwirkung eintreten kann, d. h. die Nebenwirkung muss der Hauptwirkung vorangehen. Nun dauert die Einwirkung eines Lochsymboles auf die Teile der Setzmaschine zur Erzielung einer möglichst hohen Leistung nur gerade so lange als zur sicheren Erzielung einer Wirkung ausreicht. Daahalb muss bei dem Einschaltesymbol auf eine der beiden Wirkungen, d. h. auf die Hauptwirkung, verzichtet werden.
Das ist auch noch aus folgenden Gründen notwendig : Nach dem Ausschalten einer falschen Zeile bewirkt das nächste Zeilenschlusssymbol das Wicdereinschalten der Streifenwirkung. Träte hierbei die normale Wirkung dieses Symboles ein, po wurde mindestens ein unnötiger Zeitverlust eintreten. Das ist aber bei einer bereits bekannten Einrichtung (vergl. die deutsche Patentschrift Nr. 119838), die zur Beseitigung ganzer Zeilen dient, wirklich der Fall. Dort wird das Wiedereinschalten der Setztätigkeit mittels der Zeilenförderungsmechanismen bewirkt, wobei ein für schnelles Arbeiten erheblicher Zeitaufwand stattfindet. Beim Ausschalten eines falschen Wortes ist das Unterbleiben der Hauptwirkung bisweilen eine Notwendigkeit.
Bei Beseitigung des zuletzt, gesetzten Wortes bildet das vor diesem Wort gelochte Wortzwischenraumsymbol die vordere Grenze für die unwirksam zu machende Löchergruppe. Bei einem während des Setzens rückwärts laufenden Streifen muss dieses Symbol die Streifentätigkeit wieder einschalten, nachdem diese durch das Fehlersymbnl ausgeschaltet war. Das von dem Wortzwischenraumsymbol sonst zu setzende Spatium muss in gewissen Fällen fortbleiben, z. B. wenn das ausgeschaltete Wort das letzte der Zeile bildete (dann würde das Spatium einen leeren Raum am Schluss einer Zeile veranlassen, was unzulässig ist), sodann, wenn der Sutzer die Teile eines zusammengesetzten Wortes irrtümlich getrennt geschrieben hat und den zweiten Teil beseitigt.
In diesem Falle wurde ebenfalls durch das Stehenbleiben des Spatiums ein Fehler verursacht.
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wendung dieses Symbols zu dem gleichen Zweck nicht zu empfehlen. Die rückwärtige Grenze der auszuschaltenden Löchergruppen bildet in diesem Falle das in der Lochmaschine hergestellte
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dieser Symbole ist jedoch willkiirlich und nicht durch das Wesen der Erfindung bedingt.
Ausser den angegebenen zwei Fällen verschiedenen Ausschaltens ist noch eine dritte Möglichkeit dann gegeben, wenn man einzelne Buchstaben ausschalten will. Hiefür kann ebenfalls ein beliebiges Lochsymbol benutzt werden, jedoch muss dieses von den beiden anderen verschieden sein. Dieser Fall des Ausschaltens wird später besonders behandelt werden.
Bei dem hier'beschriebenen Ausführungsbeispiel ist vorausgesetzt, dass die Setzmaschine durch den Registerstreifen mittels einer bekannten Stromverteilungseinrichtung betrieben wird.
Die Einrichtung ist in Fig. 1 der beifolgenden Zeichnung schematisch dargestellt. Die in dieser Figur gewählten Bezeichnungen sind so getroffen, dass gleichartige Elemente mit denselben Ziffern bezeichnet sind und untereinander durch einen Index unterschieden werden. Dieser entspricht den Löchern a bis ! des Lochstreifens, von denen das betreffende Element unmittelbar oder mittelbar beeinflusst wird. Damentsprechend sind alle Teile der Einrichtung, die z. B. von einem Loch in der Stellung a abhängig sind, mit dem Index a versehen. Die Teile, die von einem Loch in der Stellung b beeinflusst werden, erhalten den Index b usw.
Diejenigen Einrichtungen, welche nur in Funktion treten, wenn zwei Löcher des Registerstreifens gleichzeitig wirken und welche also von diesen beiden Löchern abhängig sind (Schriftzeichenelektromagnete). haben dementsprechend ausser der gemeinschaftlichen Bezugsziffer einen Index, der aus zwei Buch-
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Löchern darstellbar. Sollen mehr als 55 verschiedene Zeichen gesetzt werden, so kann in bekannter Weise eine Umschaltevorrichtung durch entsprechende Symbole des Streifens betätigt, werden.
Jedes Loch des Streifens wirkt auf einen Fühlhebel, der einen elektrischen Schalter bildet. Die
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Setzmaschine benützt werden. Der Kürze halber werden diese Elektromagnete im folgenden mit dem Namen #Schriftzeichenelektromagnete" benannt. Hiebei sind unter Schrittzeichen- elektromagnete 2511 (ohne Index) jedesmal sämtliche Schriftzeichenelektromagnete zu verstehen, während eine einzelner Schriftzeichenelektromagnet stets mit der Zahl 25 und einem Index bezeichnet ist. Dessen zwei Buchstaben entsprechen den beiden Löchern des Lochstreifens, durch die der betretende Schriftzeichenelektromagnet betätigt wird.
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einrichtung ist bekannt.
Die Auswahl eines Schriftzeichenelektromagneten 25 erfolgt durch ein aus zwei Löchern bestehendes Lochsymbol des Streifens. Jedes dieser Löcher wirkt unmittelbar oder mittelbar auf einen der Schalter 4 bits 41, der dadurch geschlossen wird. Soll z. B. der Schriftzeichenelektromagnet 25ac erregt werden, so muss ein Lochsymbol ac auf die Schalter 4a und 4c
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des Elektromagneten 6c und das Schliessen des Schalthebels rez Infolgedessen fliesst nun ein Strom über Schalter dz Leitung 5a, Spule dz Leitung 10a, Schriftzeichenelektromagnet 25ase, Ventilzelle 24c, Kontakt 21c, Hebel 20c, zur Leitung 9 und somit zur Stromquelle 1a.
Die Ventilzellen 24c bis 24c dienen zur Beseitigung störender Nebenschliessungen, indem sie dem elektrischen Strom den Durchgang nur in einer Richtung gessatten. Sie können z. B. auet einer Reihe (kleiner) Aluminiumelektroden bestehen, denen eine gemeinschaftliche grössere Elektrode (23c bis 23e) aus Kohle, Platin oder dergl. gegenüber steht. Sämtliche Elektroden sind in eine geeignete Flüssigkeit (z. B. Alaunlösung) eingetaucht.
Störende Nebenschlüsse entstehen z. B. in folgender Weise : Wird ein Schalter 4a geschlossen. so erhält die Leitung lOs Verbindung mit dem negativen Pol der Stromquelle 1. Die gleiche Verbindung erhalten dadurch alle Elektromagnete 25, welche an die Leitung a angeschlossen sind, 25ac, 25ad, 25 lsw. Ohne Einschaltung der Ventilzellen können hierdurch über folgende Wege Ströme zustande kommen : Von Leitung 10a über Elektromagnet 25ad, Elektromagnet 25cd,
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Der in diesem Stromkreis fliessende Strom kann sowohl die Elektromagnete 25ad und 25cd als auch den Schalter 20d beeinflussen, sofern der letztere nur eine Spule hat.
Durch die Ventil-
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weil der positive Strom in der Zelle 24d wohl aus der grossen Elektrode 23d in eine der kleinen Elektroden, jedoch nicht umgekehrt aus einer der kleinen Elektroden in die grosse oder in eine andere kleine Elektrode eintreten kann. Hierdurch wird eine unbeabsichtigte Wirkung der Elektro- magnete 25nd und 25cd verhindert. Jedoch ist die Wirkung der Ventilzelle keine augenblickliche, vielleicht kommt beim Einschalten des Stromes bezw. beim Schliessen des Schalthebels 4a ein kurzer Stromstoss über die Elektromagnete 25ad, Elektromagnete 25cd, Leitung 10c, Spulen 7c und 8c und Leitung 9 zustande. Ein solcher StromsLob würde genügen, um den leicht beweglichen Hebel 9 zu beeinflussen.
Dies wird durch die doppelten Spulen auf dem Elektromagneten 6e verhindert, indem deren beide Teile 7c und 8c so gewickelt sind, dass ihre Wirkungen sich gegenseitig aufheben. Beim normalen Gebrauch des Elektromagneten 6e und des Heoels 20e wird die Spule 8c vom Strom durchflossen, so dass eine störende Wirkung der Spule 7c nicht eintritt.
Die Verwendung der Ventilzellen ist nicht durch die N"tur der gegenwärtigen Erfindung bedingt ; vielmehr können die störenden Nebenschliessungen auch in anderer Weise vermindert werden.
Mit der vorstehend beschriebenen Schaltungseinrichtung sind nun weitere Vorrichtungen verbunden, um durch öffnen des Hauptstromkreises mittels geeigneter Lochsymbole des Lochstreifens die Tätigkeit der Einrichtung zeitweise zu unterbrechen.
Die mechanische Konstruktion dieser Vorrichtungen ist in Fig. 2 bis 4 besonders dargestellt.
Die Teile der Vorrichtung sind auf einer Grundplatte 50 befestigt. Der Hauptteil ist ein Schalthebel 51, der in den Schlitzen zweier Führungsstücke 53 (Fig. 2 und 3) geführt wird. Er hat keine feste Achse, sondern dreht sich beim Aus-und Einschalten um verschiedene feste Anschläge.
Oberhalb der Schiene befinden sich drei Anschlagsschrauben 54. 55 und 56, von denen die
Schrauben 54 und 56 als Kontakte ausgebildet sind. Unterhalb des Hebels 51 befinden sich zwei Ansehlagschrauben 57 und 58. Erstere ist ebenfalls Kontaktschraube und mit der Schraube 54 elektrisch leitend verbunden. Die Schrauben 55 und 58 werden nur als Anschlagschrauben benutzt. Ungefähr in der Mitte zwischen den Schrauben 54 und 55 greift eine Feder 59 an dem
Hebel 51 an und sucht ihn nach oben za ziehen.
Solange nun der Hebel 51 dem Zuge der Feder 59 frei folgen kann, legt er sich gegen die
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Arm der Anker 62 eines Elektromagneten 63 befestigt ist. Eine Feder 64 ist bestrebt, den Anker 62 von dem Elektromagneten zu entfernen und dabei den Sperrhaken 60 auf das Ende des Hebels 51 zu bringen, An der Unterkante der Schiene 51 ist der Anker 65 eines zweiten Elektromagneten 66 befestigt. Die Anschlagschrauben 57 und 58 sind so gestellt, dass beim Anziehen des Ankers 65 durch den Elektromagneten 66 sich der Anker nicht fest an den Magneten legen kann, sondern einen gewissen Abstand behält, um zu verhindern, dass der Anker infolge von remanentem Magnetismus kleben bleibt.
Der Elektromagnet 63 dient zum Ausschalten und der Elektromagnet 66 zum Einschalten des Stromes. Der Hebel 51 ist durch eine biegsame Leitung 67 mit einer Klemme 68 verbunden.
Die Stromzuführung zu dem Hebel 51 kann jedoch auch ohne die biegsame Leitung 67 mit Hilfe der Feder 59 erfolgen. Diese Art der Zuführung ist der Deutlichkeit halber in Fig. 1 angenommen worden. Das Ausschalten erfolgt durch den Elektromagneten 63, indem dieser seinen Anker 62 anzieht und dabei mittels des Winkelhebels 61 den Sperrhaken 60 von dem rechten Ende des Hebels 51 abzieht. Der Hebel 51 dreht sich dann infolge des Zuges der Feder 59 um die Spitze
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Das linke Ende verlässt die Anschlagschraube 56 und unterbricht dabei den Hauptstromkreis, ohne vorläufig die Schraube 57 zu berühren. Mit der Unterbrechung des Hauptstromkreises an der Kontaktschraube 56 hört gleichzeitig die Wirkung des Elektromagneten 63 auf.
Eine Wiederherstellung des Hauptstromkreises kann jedoch hierbei nicht eintreten, weil das linke Ende des Hebels 51 schon so hoch steht, dass der Sperrhaken 60 den Hebel 51 nicht mehr erfassen kann. Zum Wiedereinschalten dient vielmehr der Elektromagnet 66. Indem dieser seinen Anker 65 anzieht, wird zunächst das linke Ende des Hebels 51 gegen die Schraube 57 gelegt ; sodann führt der Hebel 51 eine Drehung um die Spitze dieser Schraube aus, bis er auf die Schraube 58 aufstösst. Wenn dies geschehen ist, steht das rechte Ende der Schiene so tief, dass der Sperrhaken 60 über das Hebelende greifen kann.
Sobald nun die Wirkung des Elektromagneten 66 aufhört, schnellt der Hebel 51 infolge der Wirkung der Feder 59 nach oben, und das rechte Ende des Hebels legt sich unter die Spitze des Sperrhakens 60, während das linke Ende sich gegen die Kontaktschraube 56 lest. Dadurch ist der Hauptstromkreis wieder geschlossen.
Der Stromkreis des Elektromagneten 66 fiihrt über (he Klemme 68, Hebel 51, Kontakt- schraube 54 oder Kontaktschraube 57 zu einer Klemme 6. 9 fies Elektromagneten 66, kann also nur dann in Tätigkeit treten, wenn der Hebel. 1 e oveder die Kontaktschraube 54 oder die Kontaktschraube. 57 berührt. Befindet sich der Hebel in der Ausschaltestellung und in Ruhe, so berührt er die Kontaktschraube 54. Beim Anziehen des Ankers 65 durch den Elektromagneten 66 wird die Verbindung zwischen der : Kontaktschraube 54 und dem Hebel 51 aufgehoben. Um ein vorzeitiges Unterbrechen des Stromkreises zu vermeiden, in dem der Elektromagnet 66 heft. ist die Schraube 57 ebenfalls als Kontaktschraube benützt und mit der Schraube 54 verbunden.
Nun legt sich der Hebel beim Wiedereinschalten des Hauptstromkreises zunächst gegen die Schraube 57 und wird erst dann am rechten Ende von der Schraube 54 abgezogen. Infolgedessen wird der Stromkreis des Elektromagneten 66 so lange geschlossen erhalten, als der Hebel 51 infolge der Anziehung von dem Elektromagneten 66 auf den Anschlagschrauben 57 und 58 aufliegt.
Zwei der vorstehend beschriebenen Apparate werden mit der schon bekannten Einrichtung verbunden, wie in Fig. 1 dargestellt. Die Schalthebel 14 und 18 entsprechen in ihrer Wirkungsweise dem Schalthebel-M in Fig. 2 bis 4. Der Schalthebel 14 gehört derjenigen Einrichtung an, die zum Ausschalten der Löchergruppe eines Wortes bestimmt ist, während der Schalthebel 18 zum Ausschalten von Zeilen dient. Die Stromverbindungen sind folgende :
Die von der Batterie kommende Leitung 12 verzweigt isch bei 26. Die Abzweigung führt
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Vorrichtung.
Der Hauptstromkontakt 17 dieser Vorrichtung (der dem Kontakt 56 in Fig. 4 bis 6 entspricht) ist durch Leitung ? und Feder 15 mit dem Schalthebel 14 der Wortausschalte- vorrichtung verbunden. D2r Hauptstromkontakt dieser Einrichtung bildet den Endpunkt der Leitung 9, mit der die sämtlichen Hebel der Hilfsschalter 20a, 20c bis 201 verbunden sind. Bei dieser Anordnung kann eine Trennung der Leitung 9 von der Stromquelle sowohl durch Umlegen des Hebels 14 als auch des Hebels 18 erfolgen. Hierzu dienen zwei Elektromagnete25ik und25abn und zwar für Hebel 4 der Elektromagnet 251k und für Hebel M der Elektromagnet 25ab.
Beide Elektromagnete gehören zu den in vorstehendem erwähnten Schriftzeichenelektromagneten 25 und sind so eingeschaltet, dass die von den durch ihre lud z : s angegebenen Lochsymbolen zur
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Weise tritt der. Elektromagnet 2'5ab in Tätigkeit. wenn die Schalter 4a und 4t, durch die Lochsymbole a und b des Lochstreifens geschlossen werden. Dann fliesst zunächst ein Strom über die Leitung 5a zur Spule 8a und zur Leitung 9, die mit der Leitung 12 und dem positiven Pol der Batterie in Verbindung steht : Hierbei wird der Schalthebel {'l 20a an den Kontakt 21a gelegt und folgende Verbindung geschlossen :
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Dieser Elektromagnet ist durch die Leitung 33 mit der Leitung j ? Ci verbunden.
Er ist also von der Tätigkeit des Schalters 4 : und von einem Loch i des Lochstreifens abhängig. Andererseits ist der Elektromagnet 30 durch eine Leitung 34 mit dem Kontakt 3. 5 des Schalthebels 20m verbunden. Dieser Schalthebel steht wiederum durch eine Leitung 36 mit den Kontakten 37 und 38 in Verbindung. Die letzteren Kontakte entsprechen den Kontaktschrauben 54 und 57 in Fig. 4 bis 6. Befindet sich der Hebel 18 in der Ausschaltestellung, so sind diese Kontaktschrauben durch den Hebel 18 und die Feder 19 mit der Leitung 12 verbunden. Von dieser, also vom positiven Pol der Batterie aus, führt demnach eine Verbindung zum Elektromagneten 30, sobald der Schalthebel 20m geschlossen ist.
Der Schalthebel ist abhängig von einem Elektromagneten 6m, dessen Spule in Reihe geschaltet ist mit dem Elektromagneten 61, und der infolgedessen erregt wird, sobald ein Loch l des Lochstreifens auf den Schalter 4t wirkt. Der Elektromagnet 30 tritt also in Tätigkeit, wenn zwei Löcher i und l des Lochstreifens auf den Schalter 4i und 41 wirken, vorausgesetzt, dass der Schalthebel 18 vorher in die Ausschaltestellung gebracht und dadurch der Kontakt 37 geschlossen wurde.
In ähnlicher Weise ist der Schalthebel 14 von dem Elektromagneten 25ab und 31 abhängig.
Dar erstere bewirkt ein Ausschalten des Stromkreises, der letztere führt den Schalthebel 14 in die Stromschlussstellung zurück. Dabei kann der Elektromagnet 31 nur in Tätigkeit treten, wenn der Schalthebel 14 den Kontakt 39 oder den Kontakt 40 berührt. Beide stehen durch die Leitung 41 mit dem Hebel 20. und weiter durch den Kontakt 42 und die Leitung 43 nut dem Elektromagneten 31 in Verbindung. Letzterer tritt in Tätigkeit, sobald nach einer vorhergehenden Ausschaltung des
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Wie schon angegeben, dient der Schalthebel 18 zum Ausschalten von Zeilen und der Schalt- hebel 14 zum Ausschalten von Wörtern. Um den Schalthebel 18 in die Stromschlussstellung zurückzuführen, wird das Lochsymbol il benutzt, das bei normaler Tätigkeit des Lochstreifens als Zellenschlusssymbol dient. In ähnlicher Weise dient zum Einschalten des Hebels 14 das Lochsymbol kl, das sonst zum Setzen des Worttrennungselementes dient.
Sobald einer der Schalthebel 14 und 18 in die Ausschaltestellung gebracht worden ist, kann infolge der Abtrennung der Leitung 9 von der Stromquelle die normale Wirkung der Lochsymbole il und kl und damit der Schrift-
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das Worttrennungssymbol kl, wenn es innerhalb einer ausgeschalteten Zeile vorkommt, kein vorzeitiges Einschalten des Hebels 18 herbeiführen, da es den Elektromagneten 30 nicht beeinflusst.
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von Wert, aus Versehen zu früh gelochte Zeilenschlusssymbole, Worttrennungssymbole, Ausschliesssymbole, Wort- oder Zeilenausschaltesymbole und dergl. gelegentlich einzeln unwirksam machen zu können.
Auch dies lässt sich mit der in Fig. 2 und 3 dargestellten Einrichtung ohne
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sprechenden Schalthebel 20a, 20c usw. umgelegt, da die Elektromagnete dieser Schalter sehr empfindlich sind. Dadurch wird der Stromkreis für einen der Schriftzeichenelektromagnete in der gewöhnlichen Weise geschlossen. Letzterer tritt jedoch nicht in Tätigkeit, weil der Strom, der. die Spule. des Elektromagneten 77 und den Widerstand'76 durchfliessen muss, zu schwach ist. Wohl aber tritt infolge seiner hohen Windungszahl der Elektromagnet 77 in Tätigkeit, zieht seinen Anker 82 an, wodurch der Hebel 72 am linken Ende unter den Sperrhaken 81 gebracht wird.
Beim Aufhören des Stromes gelangt der Hebel 72 wieder in seine Einschaltestellung, in der er den Kontakt 73 berührt. Hierdurch ist dem Strom ein unmittelbarer Weg von der Leitung 2 zur Leitung 74 geboten, so dass die Abschwächung durch den Widerstand 76 und den Elektromagneten 77 aufhört und der letztere stromlos bleibt. Die Wiedereinschaltung des Stromes nach einer Ausschaltung mittels des Hebels 72 erfolgt also stets durch das nächstfolgende Lochsymbol, einerlei, aus welchen Löchern dieses besteht. Dabei bleibt die sonstige Wirkung des die Einschaltung veranlassenden Lochsymboles aus, so dass dies praktisch unwirksam gemacht ist.
Die vorstehend beschriebene Schaltungseinrichtung lässt sich in verschiedener Weise verwenden. Der Registerstreifen kann dabei sowohl in der Herstellungsrichtung als auch in der entgegengesetzten Richtung durch die Setzmaschine geführt werden. In der vorstehenden Beschreibung war angenommen worden, dass der Registerstreifen entgegengesetzt der Herstellungsrichtung durch die Setzmaschine läuft, und dass infolgedessen die nach den auszuschaltenden Abschnitten gelochten Symbole in der Setzmaschine ohne weiteres vor diesen Abschnitten zur Wirkung gelangen. Will man den Registerstreifen in der Herstellungsrichtung durch die Setzmaschine führen, was unter gewissen Umständen zweckmässiger ist, so muss auf andere Weise bewirkt werden, dass das Ausschalten der Streifentätigkeit an den fehlerhaften Stellen rechtzeitig erfolgt.
Man kann zu diesem Zweck in bekannter Weise den Registerstreifen einem besonderen Arbeitsverfahren unterwerfen, bei dem die nach auszusrha1tendpn Lochergruppen gelochten Symbole das selbsttätige Lochen neuer Symbole veranlassen, die vor den auszuschaltenden
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Der Lochstreifen wird hierbei rückwärts laufend durch einen Hilfsapparat geführt, in dem (lie Lochsymbole auf eine Reihe von Fühlern einwirken. Letztere stehen mit einer Lochvorrichtung in Verbindung. Sobald ein nach einem auszuschaltenden Satzteil gelochtes Symbol auf die Fühler einwirkt, wird in dem Hilfsapparat die Lochung eines neuen Symboles vorbereitet ; sie findet statt, sobald dasjenige Symbol, das vor dem betreffenden Satzteil steht (Wort-oder Zeilentrennungs- symbol) die Fühler des Hilfsapparates beeinflusst.
Es kommt dabei hier nur in Frage, welche Ausschalte- und Einschaltesymbole in beiden Fällen zu benutzen sind, und wie diese auf die beschriebene Schaltungseinrichtung wirken sollen.
Die Schaltungseinrichtung ist dann zweckmässig so zu ändern, dass das Lochsymbol 2. 5k1 nicht mehr zum Setzen des Wort zwischenraumes sondern nur noch zum Wiedereinschalten der Streifentatigkeit nach einem ausgeschalteten Wort benützt wird. Das Symbol des Wortzwischenraumelementes kann dann beispielsweise aus den Löchern b und e bestehen. In der L obmaschine wird nach einem fehlerhaften Wort das symbol kl gelocht.
Dieses veranlasst in einem Zwischenverfahren, dass zu dem unmittelbar vor dem fehlerhaften Wort stehenden Worttrennungssymbol be ein drittes Loch a hinzugefügt wird, so dass nunmehr das Lochsymbol a-be vor dem aus-
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vor dem auszuschaltenden Wort das Symbol abc zur Wirkung, wobei folgendes eintritt :
Infolge der Wirkung des Loches a wird zunächst der Schalter 4a geschlossen und der Sch, Üthebel 20a an den Kontakt n umgelegt. Durch das Loch b des Zeichens wird folgende Verbindung hergestellt : Über Leitung 5b. Schalthebel 20a. Kontakt 21a. Leitung 29 zum Elektromagneten 25ab und weiter zur Leitung 9 und Stromquelle 1.
Infolgedessen tritt der Elektromagnet 25ab in Tätigkeit
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kann nicht eintreten, weil der Schriftzeichenelektromagnet 25be infolge der Trennung des Kontakt- hebels 20"vos dem Kontakt a und der Leitung lOb stromlos bleibt. Hinter der auszuschaltenden
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so dass eine unbeabsichtigte Nebenwirkung nicht eintreten kann.
Die in den Fig. 2 bis 3 dargestellte Schaltvorrichtung zeigt als besondere Eigentümlichkeit, dass die Ausschalt-und Einschaltmagnete durch ihre Tätigkeit sich erst dann selbst ausschalten, wenn die beabsichtigte Wirkung vollständig erreicht ist. Eine Selbstuntérbrechung, die ein Hinund Herschwingen des Ankers und damit schliesslich ein Verbleiben in einer falschen Stellung zur Folge haben könnte, findet bei der angegebenen Schaltungseinrichtung nicht statt. Ferner findet das Einschalten ohne die Mitwirkung der Setzmaschine statt und ohne Pause in der Streifenbewegung. Aus diesem Grunde ist die Einrichtung besonders für schnell arbeitende Setzmaschinen geeignet, bei denen der Streifen in der Setzmaschine nicht schrittweise sondern stetig bewegt wird.
In den Fig. 6,7 und 8 sind Teile eines Registerstreifens dargestellt, die die hier in Frage kommenden Lochsymbole zeigen. Die elf Lochstellungen sind durch die Buchstaben a bis l bezeichnet. Fig. 6 zeigt ein Stück eines Streifens, bei dem eine ganze (oder angefangene) Zeile unwirksam gemacht ist. Bei 90 und 91 befinden sich die Zeilenschlusssymbole il, die die gezeichnete Löcher, gruppe von der vorhergehenden und nachfolgenden Zeile trennen. Bei 92 ist das Zeilen- aus8chaltesymbol ik gelocht. Der Streifen läuft in dem Herstellungsapparat in der Richtung des Pfeiles 93, in der Setzmaschine in der Richtung des Pfeiles 94.
Soll der Streifen auch beim Setzen in der Richtung des Pfeiles 93 arbeiten, so wird vorher von der Hand des Setzers oder mittels eines besonderen Apparates das Symbol ik bei 95 gelocht.
Fig. 7 zeigt ein Streifenstück, auf dem eine das Wort #den" darstellende Löchergruppe unwirksam gemacht ist. In der Herstellungsrichtung Pfeil 98 hinter, in der Setzrichtung Pfeil 99 vor dieser Löchergruppe bei 96 steht das Symbol ab. Durch das Worttrennungssymbol kl bei 97 wird die Streifentätigkeit wieder eingeschaltet. Der Streifen bewegt sich in der Setzmaschine in der Richtung des Pfeiles 98.
In Fig. 8 ist die Ausschaltung eines Wortes dargestellt für den Fall, dass sich der Streifen bei der Herstellung und beim Setzen in der gleichen Richtung (Pfeil 100) bewegt. Als Wort- trennungssymbol dient das Zeichen be. Vor dem Worte"den"bei 100 ist zu diesem Symbol-daM
Loch a hinzugefügt, wodurch die Ausschaltung der Strcifentätigkeit herbeigeführt wird. Das
Symbol kl bei 102 veranlasst die Wiedereinschaltung.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Aufhebung der Wirkung fehlerhafter Löchergruppen beim Schriftsetzen mittels Lochstreifen, bei welchem durch in den Streifen gelochte Fehlersymbole eine Unterbrechung der Setztätigkcit der Srhriftsetzmaschine herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ausschaltemöglichkeiten vorhanden sind. welche vermittels verschiedener Aus- schaltesymbole die Beseitigung von Satzteilen verschiedenen Umfanges bewirken, so dass bei jedem zu beseitigenden Fehler die die geringste Mehrarbeit bedingende Ausschaltung gewählt werden kann.