AT44168B - Presse zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen. - Google Patents

Presse zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen.

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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description


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  Presse zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft Pressen zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen, in denen einer der   Pressteile   dem anderen   Pressteil gegenüber quer zur Druck-   richtung bewegbar ist. 



   Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Druckplatte und das Stanzmesser gegeneinander bewegt werden können, ehe die den Stanzdruck herbeiführende Anlassvorrichtung der Presse betätigt wird. 



   Die Presse soll so ausgebildet werden, dass sie sich vorzugsweise zum Ausstanzen von Absatzflecken oder Teilen solcher Flecken eignet, so dass Lederstücke oder Abfälle in der vorteilhaftesten Weise verarbeitet werden können. 



   Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Stanzpresse, teilweise im Schnitt ; die Maschinenteile sind im Ruhezustande dargestellt. 



  Fig. 2 ist ein wagerechter   Schnitt, die Wcrkstückauflago   und die Stanzmesser im Grundriss darstellend. Fig. 3 ist eine Einzelansicht im Schnitt ; die einzelnen Teile sind in der Zwischenlage dargestellt. Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3, die Lage der einzelnen Teile kurz vor dem Stanzvorgange darstellend. 



   Ein Ständer 2 trägt das Maschinengestell 4, an dem Lagerungen 6 und 8 einer auf-und abbewegbaren Säule 10 vorgesehen sind. Das untere Ende der Säule   10   ist bei 12 mit einem Exzenterbügel 14 verbunden, welcher ein auf der Hauptwelle 16 sitzendes Exzenter umgibt. Die Welle 16 ist mit einer losen Antriebsscheibe 18 und einer Kupplung versehen, durch die die Scheibe mit der Welle verbunden werden kann. Die Kupplung ist zweckmässig von solcher Art, dass sie nach einmaliger Umdrehung der Welle selbsttätig ausgerückt wird. 



   Die Kupplung wird durch einen bei 22 an den Maschinengestell 4 drehbaren Hebel 20 ein-   gerückt.   Der   rückwärtige   Arm 24 des Hebels 20 wird für gewöhnlich von einer Feder 26 in seiner niedrigsten Lage gehalten. Der vordere Arm des Hebels 20 umfasst einen die Säule 10 umgebenden Nutenring 28, so dass der vordere Teil des Hebelarms 20 um die Achse der Säule 10 herumgeschwungen werden kann. 



   Eine Stange 30   vorbindet   den   Hebelaim   24 mit einem das Einrücken der Kupplung herbeiführenden Hebel 32. Durch Herabdrücken des   Armes 20   wird die Kupplung eingerückt und die Verbindung der Antriebsscheibe 18 und der Hauptwelle 16 hergestellt. Während der einmaligen   Umdrehung   der Hauptwelle wird die   Säule 10 um   eine bestimmte Strecke herabbewegt. 



    Die Grösse dieser Hcrabbewcgung   hängt von der Exzentrizität des auf der Welle 16 sitzenden
Exzenters ab. Ein an einer Trommel 36 befestigtes Bremsband 34 verhindert weitere Bewegungen der Antriebsscheibe nach einmaliger Umdrehung. Die Bremsvorrichtung wird von einem bei   40 dreh-   baren Hebel 38 in Tätigkeit versetzt. Ein Lenkstück 42 verbindet den   Hebel 38 mIt   dem Exzenter- bügel 14, so dass die Bremswirkung eintritt, wenn der Bügel 14 seine höchste Lage einnimmt. 



   Die auf- und abbewegbare Säule 10 kann auch um ihre senkrechte Achse geschwungen werden. An der Säule 10 ist ein Druckarm 44 angebracht, welcher eine Druckplatte 46 trägt. 



   Die Druckplatte 46 wirkt mit einer Anzahl von   Stanzmessern   67 zusammen, die an einer Werk-   stiicknuflage./8 angeordnet   sind. An der unteren Fläche der Druckplatte 46 ist ein aus Holz. weichem Metall oder dergl. bestehender Belag 50 angebracht, der zu rasches Stumpfwerden der   Stanxmeaser   verhüten soll. 

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 Stanzmesser 67 können in beliebiger Weise dem   Block   52 gegenüber festgehalten werden. In der vorliegenden Ausführungsform liegen die etwas breiter ausgebildeten unteren Enden der Stanz-   messer auf die Öffnungen 66 umgebenden Leisten auf. Der zwischen den Aussenseiten der Stanzmesser und der Innenwandungen der Öffnungen 66 verbleibende Raum wird zweckmässig mit   Blei ausgefüllt.

   Die einzelnen Stanzmesser sind verschiedenartig gestaltet, so dass Schrötlinge ausgestanzt werden können, die zur Herstellung   zusammengesetzter Absatzflecke   dienen. Derartige Absatzflecke werden in der Regel aus   Lederabfällen   hergestellt. Damit der Arbeiter das Lederstück auf eines der Stanzmesser legen kann, ohne die Lage des in seiner Hand befindlichen Leder-   stücks zu verändern, sind die Längsseiten der Stanzmesser mit Bezug auf den vor der Maschine stehenden Arbeiter radial angeordnet. Dies ist von besonderem Vorteil, da durch Einstellung   der ohnehin schwer zu handhabenden Lederstückchen viel Zeit verloren gehen würde.

   Die aus-   zustanzenden Lederstücke befinden sich in einem, an der Werkstückauflage 18 angebrachten Behälter 72, welcher zweckmässig entsprechend der Gestalt der Werkstückauflage 48 aus-   gebildet ist. 



   Da die auszustanzenden Lederstücke verschiedenartig gestaltet und von verschiedener Grösse sind, so kommt es oft vor, dass der Arbeiter das Lederstück dem Stanzmesser gegenüber   fest halten muss, bis die Druckplatte mit dem Lederstück in Berührung tritt, oder bis sie sich in unmittelbarer Nähe desselben befindet. Da aber der Arbeiter den Umriss des von dem auf-   gelegten Lederstück verdeckten   Stanzmessers   nur schwer bestimmen kann, so liegt Gefahr vor, dass sein Finger während des Stanzens zwischen der Druckplatte und der Schneidkante des Stanzmessers eingequetscht werden könnte.

   Um Verletzungen des Arbeiters vorzubeugen und damit er dennoch das Lederstück in der erforderlichen Lage halten kann, wird die Druckplatte nach-   giebig   in eine Lage bewegt, in der sie das Werkstück dem Stanzmesser gegenüber festhält, ehe die   Maschme   zwecks Ausübens des Stanzdruckes angelassen wird. 



   Die Druckplatte 46 ist an dem unteren Ende einer Spindel 74 angebracht, welche durch ein an dem Druckarm 44 angebrachtes Kopfstück 76 hindurchgeführt ist und in eine, in einer Aussparung des Kopfstückes 76 untergebrachte Muffe 78 eintritt. An dem oberen Ende der Muffe 78 Ist ein bei 82 drehbarer Hebel 84 angeordnet. Der Hebel 84 besitzt einen Handgriff 86 und ist durch ein Lenkstück 88 drehbar mit dem Druckarm 44 verbunden. Innerhalb der Muffe 78 ist eme Feder 90 vorgesehen, welche sich gegen den Kopf 92 der Spindel 74 stützt, und diesen Kopf für   gewöhnheh m einer Lage hält,   in der er mit einer an der Muffe 78 angebrachten Schulter 94 
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 untergebrachten Feder 96 auf. Die Feder 96 hält die Muffe   78,   die Spindel 74 und die Druckplatte J6 für gewöhnlich in gehobener Lage (Fig. 1). 



   Das vordere gegabelte Ende des Hebels 20 umgibt die Muffe 78. Die Muffe 78 besitzt eine ringförmige Schulter 98, die sich über dem gegabelten Teil des Hebels 20 befindet. Wenn die Muffe 78 mittelst des Hebels   84   herabbewegt wird, so trifft die Schulter 98 mit dem Hebel 20   zusammen   und drückt den letzteren herab. Damit jedoch Herabbewegungen des zum Einrücken der Kupplung dienenden Hebels 20 vermieden werden, ehe die Druckplatte 46 den Stanzmessom 47 
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 Der Sperriegel 100 besitzt auch einen seitlichen Arm der durch einen Schlitz   104   der Muffe 78   hmdurchgeführt   ist und in eine ringförmige Nut 106 der Spindel 74 eintritt.

   In einer Aussparung des Druckarmes 44 ist ein federbelasteter Kolben   168   untergebracht, der den Sperriegel 100 für gewöhnlich in einer Lage hält, in der der Hebel 20 von Bewegungen abgehalten wird. Wenn die Druckplatte 46 mittels des Hebels 84 herabgedrückt wird, so wird der Sperriegel um seinen   Zapfen 102 geschw ngen. Die obere   Wandung der ringförmigen Nut 106 trifft dann mit dem seitlichen Arm des Sperriegels 100 zusammen, so dass der obere Arm des Sperriegels 100 unter   der Gabeh. ffnung   des Hebels 20 liegt. Wenn die Schulter 98 der Muffe 78 mit dem Hebel 20 
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   messer 67 gegenüber   eine bestimmte Lage einnimmt. 



     Damit ungleichmässige Abnutzung der Druckfäche   der Platte 46 vermieden wird. ist dieselbe zusammen mit ihrer Spindel 74 drehbar angeordnet. 

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 und eine   Werkstüokauflage   einander gegenüber senkrechter Bewegungen und seitlicher Schwingbewegungen fähig sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückauflage (48) und eine von einem Pressteil (44)   getragene Druckplat ; te )   einander genähert werden können, ehe die relativen, senkrechten Bewegungen der Werkstückauflage (48) und des   Pressteile     (44)   stattfinden.

Claims (1)

  1. 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (84, 86) mittels der die Druckplatte (46) und die Werkstückauflage (48) einander genähert werden, auch die die Pressbewegungen hervorbringende Vorrichtung (20, 22, 24, 26, 30) in Tätigkeit versetzt.
    3. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung, mittels der die Druckplatte (46) und die Werkstückauflage (48) einander genähert werden, und die Druckplatte (46) an dem um eine an der Seite der Werkstückauflage (48) angeordnete Achse (10) schwingenden Pressarm (44) angeordnet sind.
    4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (86) mittels dem die Druckplatte (46) und die Werkstückauflage (48) gegeneinander bewegt werden, in der Verlängerung des Pressarmes (44) liegt, so dass der Arbeiter die seitlichen Bewegungen des Pressarmes mit geringerem Kraftaufwand herbeiführen kann.
    5. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von mit der Schneidkante nach oben gerichteter Stanzmesser (67) unter dem Pressarm (44) und in der Bewegungsbahn der Druckplatte (46) angeordnet ist.
AT44168D 1909-07-22 1909-07-22 Presse zum Ausstanzen von Leder und ähnlichen weichen Stoffen. AT44168B (de)

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