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Zerlegbare transportable Wurfbrücke.
Die Erfindung betrifft eine zerlegbare, transportable Wurfbrücke, welche in verschiedenen Spannweiten ausgeführt werden kann und die Überbrückung von Wasserläufen oder dergl. zwischen zwei in grösseren oder kleineren Abständen voneinander liegenden Ufern von einem derselben aus ermöglicht.
Diese Wurfbrücke besteht aus einer der Breite der Brücke entsprechenden Anzahl von parallel angeordneten und durch einen besonderen leicht lösbaren Querverband gegenseitig versteiften Biegungsträgern mit je einem verspannten Obergurt, der aus losbar verbundenen Teilen besteht, von denen der eine durch Verspannungsglieder mit dem Knotenblech der Umgurtung dauernd verbunden Ist, während der zweite Obergurtteil aus dem Verbande gelöst und im Bedarfsfalle für sich allein zur Überbrückung zwischen zwei in geringem Abstand befindlichen Ufern benützt werden kann,
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trägern dadurch erzielt,
dass die aneinanderstossenden Obergurtteile miteinander verbunden und die beiden Knotenbleche der Untergurtungen durch zwei von der Obergurtung gelöste und um Scharnierbolzen umgelegte Verspannungszylinder miteinander gekuppelt werden.
Die lösbare Verbindung der Trägerteile untereinander und mit den Brückenauflagern wird vorteilhaft durch in schlüssellochförmige Schlitze der zu verbindenden Teile einzusciuebende mit Nasen und drehbarem und verschiebbarem Griffring versehene Schlüssel bewirkt.
Die Fahrbahn der Brücke wird durch auf die Obergurten aufgelegte Bohlen gebildet, die durch Einsteckbügel gegen Verschiebung gesichert werden, wobei die an den Brückenenden befindlichen Bohlen mit um Scharniere schwenkbaren Auffahrtsrampen versehen sein können.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen veranschaulichen eine aus drei normalen Biegungsträgern zusammengesetzte Wurfbrücke in Seitenansicht und im Querschnitt. Fig. 3 zeigt einen Teil der Brücke im Grundriss. Fig. 4 zeigt eine aus zusammengesetzten bezw. verlängerten Biegungträgern bestehende Wurfbrücke. Die Fig. 5-9 zeigen Einzelheiten der Wurfbrücke in verschiedenen Darstellungen.
Die Wurfbrücke besteht aus einer Anzahl von in einem Abstand voneinander parallel anangeordneten. armierten Biegungsträgern a, b, c (Fig. 2), deren Obergurt bei normal ausgeführtem Biegungsträger (Fig. l-3) sich aus zwei vorteilhaft unter schwacher Sprengung lösbar aneinandergefügten Teilen 1 und 2 zusammensetzt. Die Verbindung der beiden Teile 1 und 2 erfolgt durch Laschen 3, die an dem einen Obergurtteil 1 dauernd befestigt und mit dem anderen Obergurtteil 2 lösbar verbunden ist.
Die Verspannung (Untergurtung) des Blegungstr gers besteht aus einem mittleren Zwischenpfosten 4, aus den inneren Versteifungsträgern 5,6 und den äusseren Verspannungsschienen 7, 8, welch letztere mit den Obergurtteilen 1 und 2 lösbar verbunden und an dem Knotenblech 9 der Verspannungs- bezw. Untergurglieder mittels Bozlen 10 angelenkt sind.
Von den beiden inneren Versteifungsträgern ist der eine (5) mit dem Obergurtteil1 dauernd, der andere Träger (6) mit dem Obergurtteil 2 lösbar verbunden, so dass letzterer nach dem Lösen seiner Verbindung mit dem Obergurtteil 1 und den Versteifungsgliodern 6, S abgenommen werden kann.
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bolzen 17 aufgeschoben, um das Ausheben der unteren Querschiene 12 aus den Knotenbleches 9 zu ermöglichen. Ferner ist zwischen dem Unterende jeder der Lenkschienen 13 und der Querschiene 12 je eine Keilplatte 18 angeordnet, die gleichfalls mittels eines Langschlitzes 19 auf dem Scharniqrbolzen 17 aufgeschoben und daher gegen gänzliches Abfallen gesichert ist.
Sobald die untere Querschiene 12 mittels ihrer Schlitze 15 in die Schlitze 14 der Knotenbleche 9 eingeschoben und die obere Querschiene 11 mit den Pfosten 4 verbunden worden ist, genügt es, die Keilplatten 18 durch Schläge von oben zwischen die beiden Teile 12 und 13 fest einzutreiben, um den Querverband zu sichern und ein selbsttätiges Lösen des Querverband- gefüges zu verhindern. Andererseits können nach Lockerung der Keilplatten 18 und nach dem Lösen der Verbindung zwischen der oberen Querschiene 11 und den Pfosten 4 die den Querverband herstellenden Teile 11, 12 und 13 leicht abgenommen werden. In diesem Falle kann die obere
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nunmehr geringen Raum einnehmen und leicht transportiert werden können.
Da die Untergurt-Knotenbleche 9 der Träger a, b, c an den Pfosten 4 nur einseitig angebracht sind, so sind in der unteren Querschiene 12 noch Reserveschlitze 151 (Fig. 2 und 5) vorgesehen, um die Querverbandsorgane auch in jener Stellung anbringen zu können, bei welcher die Lenkschienen 13 die entgegengesetzt gerichtete Schräglage einnehmen.
Die über die Anlaüfpunkte der äusseren Verspannungsglieder 7 und 8 hinausragenden (auskragenden) Enden der Obergurt. teile 1 und 2 sind zwischen Winkeln 20 (Fig. 2) der durch Nägel 21 an den Uferböschungen gesicherten Brückenauflager 22 eingeschoben und mit diesen lösbar verbunden. Bei Brücken mit drei parallel angeordneten Biegungsträgern a, b, c kann, wie Fig. 3 zeigt.,
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Alle vorerwähnten lösbaren Verbindungen werden vorteilhaft mittels durch schlüsselloch- förmige, in den zu verbindenden Teilen vorgesehene Schlitze 25 gesteckter, mit je einer Nase C (Fig. 8 und 9) und einem drehbaren sowie verschiebbaren Griffring 27 versehener Bolzen-98 (Fig. 8 und 9) bewirkt. Dieser drehbare und verschiebbare Griffring hat den Zweck, in hängender Stellung eine selbsttätige Verdrehung des Bolzens zu verhindern und in dem Falle, als das Einstecken des Bolzens in das betreffende Loch 25 durch nahe stehende Metallteile erschwert ist, das Einstecken dadurch zu ermöglichen, dass der Grifting einseitig verhoben wird.
Die Fahrbahn der Brücke wird durch an den Enden armierte, vorteilhaft in Gruppen vereinigte Querbohlen 29 gebildet, welche durch Bügel 30 gegen Verschiebung gesichert werden.
Dtesc Büge) sind durch Löcher der Bohlen gesteckt und umgreifen mit ihren Unterenden die Obergurten der äusseren Biegungsträger. Auf den beiden Seitenrändern des Bohlenbelages können Radabweiserwinkel 31 befestigt werden, wie Fig. 3 zeigt. An den beiden äussersten Bohlen können armierte Auffahrtsrampen 32 angelenkt sein, die ausser Gebrauch an die Unterseite der betreffenden Bohlen angelegt werden können.
Zur Erzielung grösserer Spannweiten kann jeder der verwendeten Biegungsträger der genannten Art mit einem zweiten gleichen Biegungsträger zu einem zusammengesetzten oder verlängeren Biegungsträger verbunden werden, wie Fig. 4 zeigt. Er wird in folgender Weise gebildet :
Von dem einen der beiden einfachen biegungsträger wird zunächst der lösbare Obergurttcil abgenommen, so dass die Verspannungsschiene 8 um den Bolzen 10 frei drehbar ist ; bei dem anderen @nfachen Biegungsträger wird ebenfalls die Verspannungsschiene 8 von dem Verband mit dem Obergurt gelöst.
Sodann werden die beiden Biegungsträger derart aneinandergefügt, dass der an dem einen Träger vorhandene Obergurtteil 2 an der Lasche 3 des Obergurtteiles 1 und an dem einen inneren Versteifungsträger 6 des anderen Biegungsträgers befestigt wird, worauf die ge- nannten Verspannungsschienen 8 um ihre Bolzen 10 geschwenkt, in Parallellage zueinander gebracht und mit ihren freien Enden an dem Knotenblech 9 des anderen Biegungsträgers be- festigt werden.
Dieses Umlegen der beiden ausser Verband mit den Obergurten stehenden Ver- spannungsschienen 8 kann ohne Behinderung vorgenommen werden, da die Anordnung so ge- troffen ist, dass sich diese Schienen bei Zusammensetzung der beiden einfachen Biegungsträger auf entgegengesetzten Seiten ihrer Untergurt-Knotenbleche 9 befinden.
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mittels eines Nachlasssciles von dem einen Ufer auf das andere niedergelegt (geworfen), so dass sie den Übergang einer oder mehrerer Personen der Bedienungsmannschaft auf das andere Ufer gestatten, woselbst diese das zweite Brückenauflager 22 legen und befestigen können.
Nach Sicherung der auskragenden Enden der Biegungsträger auf den Auflagern 22 wird der Querverband 11, 12, 13 eingefügt und durch Eintreiben der Keilplatten 18 gesichert, worauf gegebenenfalls in der einen Brückenhälfte der Windverband 23 hergestellt wird. Sodann werden die die Fahrbahn bildenden Bohlen 29 gelegt, die Sicherungsbügel JO eingesteckt und gegebenenfalls die Radabweiserwinkel 31 befestigt.
Die Abnahme der Wurfbrücke wird in gleicher Weise vollzogen, nur werden die Operationen in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.
Obwohl für die Praxis nur die Zusammensetzung zweier einfacher Biegungsträger ins Auge gefasst ist, erscheint eine weitergehende Zusammensetzung aus mehr als zwei einfachen Biegungs- trägl'rn nicht ausgeschlossen.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Aus parallel angeordneten, armierten Biegungsträgern zusammengesetzte, zerlegbare, transportable Wurfbrücke, dadurch gekennzeichnet, dass der Obergurt jedes Biegungsträgers aus zwei Teilen besteht, von denen der eine Teil (1) durch Verspannungsglieder mit dem Knotenblech (9) der Untcrgurtung dauernd verbunden ist, während der zweite Obergurtteil (2) aus dem Verbande gelöst und im Bedarfsfalle für sich allein zur Überbrückung zwischen zwei in geringem Abstand voneinander liegenden Ufern benützt werden kann, wobei die äusseren Verspannungsglieder (7, 8) der Untergurtung mit den bezüglichen Obergurtteilen lösbar verbunden und an dem Untergurt-Knotenblech (9) angelenkt sind, wodurch ermöglicht wird,
zwei Biegungsträger dieser Art nach Abnahme des lösbaren Obergurtteilea von einem derselben in der Weise aneinanderzufügen, dass die Obergurtteile beider Biegungsträger miteinander verbunden und die Untergurt-Knotenbleche (9) beider Biegungsträger durch die vom Verband mit der Obergurtung gelösten und umgelegten Verspannungsglieder (8) gekuppelt werden.