AT43876B - Gährungs-Saccharometer. - Google Patents

Gährungs-Saccharometer.

Info

Publication number
AT43876B
AT43876B AT43876DA AT43876B AT 43876 B AT43876 B AT 43876B AT 43876D A AT43876D A AT 43876DA AT 43876 B AT43876 B AT 43876B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fermentation
saccharometer
changes
pointer
urine
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Fuerstenau
Original Assignee
Robert Fuerstenau
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Fuerstenau filed Critical Robert Fuerstenau
Application granted granted Critical
Publication of AT43876B publication Critical patent/AT43876B/de

Links

Landscapes

  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Was die Methode der Messung des   Kohlensäureüberdrucks   vermittels eines Manometers betrifft, so würde diese, auf die Harnzuckervergährung angewandt, schon einige Vorteile gegenüber der anderen Methode bieten. Doch ist es unmöglich, sie direkt auf die Harnzuckerbestimmung zu übertragen, und zwar aus folgenden Gründen :
Bei der Vergährung des Harnzuckers handelt es sich darum, den Zückergehalt auf Bruchteile von Prozenten, d.   h.   sehr geringen Mengen genau festzustellen.

   Von einem Apparat, der dies leisten soll, ist daher zu verlangen, dass er lediglich auf den entstehenden   Kohlensäure-   überdruck reagiert, dagegen nicht auf andere Einflüsse, da letztere, auch wenn sie noch so klein sind, doch   Ablesungsfehler   zur Folge hätten, die das durch die Kleinheit der zu messenden Quantität geforderte Mass. der genauen Ablesung weit   überschreiten   würden. Zu derartigen Einflüssen gehört zunächst der äussere Luftdruck, der von Tag zu Tag wechselt, und seinen   Eirifluss   auf die Manometer-resp. die   Manometer-oder aneroidbarometerartige Vorrichtung dadurch   geltend macht, dass der Nullpunkt sich von Tag zu Tag. unter Umständen gar von Stunde Mi Stunde ändert.

   Ausserdem reagiert ein derartiger Apparat genau wie die vorerwähnte Saccharometerkonstruktion dadurch auf Temperaturänderungen, dass die vom Apparat eingeschlossenen Luftmengen sich ausdehnen, resp.   zusammenziehen,   wodurch der Gasdruck im Apparat sich ändert und   die Zeigerstellung   in dem einen   oder anderen Sinne beeinnusst wird. Ein   weiterer Umstand, der die Verwendung einer derartigen Einrichtung zur quantitativen Messung des Harn-   zuckergehaltes unmöglich macht,   ist dadurch gegeben, dass Säurepartikelchen, welche von der   Kohlensäureentwicklung mit nach oben gerissen werden, in den Mechanismus des Apparates gelangen und dort Verrostung usw. hervorrufen.   



   Die nachstehend beschriebene Erfindung stellt nun eine Konstruktion dar, welche die Nachteile, welche die beiden beschriebenen   Konstruktionsprinzipien   in sich   borgen, mit einem   Schlage beseitigt. 



   Das in der Zeichnung dargestellte Gährungs-Saccharometer enthält als Messvorrichtung eine   Membrane n.   durch welche das ganze Instrument in zwei vollkommen voneinander geschiedene gleiche Räume b und c zerlegt wird. Der untere Raum b dient zur Aufnahme des Gemisches aus Harn und Hefe und   nimmt   die bei der Vergährung entstehende Kohlensäure   af. Gegen   die 
 EMI2.2 
 Apparates   kommuniziert.   Der obere Raum c enthält eine beliebige geeignete Vorrichtung/'zur Übertragung der Membranedurchbiergungen auf dem   Zeiger ss.   dessen Stellung auf einer Skala h 
 EMI2.3 
 angebracht, die es gestattet, den Raum c zeitweilig mit der Aussenatmosphäre in Verbindung zu setzen. 



   Die Handhabung des Apparates ist unabhängig von der Zeit des   Verschliessens. Durch   die Verwendung einer   Membran   als Reagens auf   die Druckänderungen   sind   zunächst   gegenüber der in der britischen Patentschrift Nr. 2774/1898 angegebenen Vorrichtung die folgenden prinzipiellen Vorteile erreicht : Zunächst'ist es unmöglich gemacht, dass   Säurepartikelchen   in die empfindlichen Teile des Anzeigemechanismus gelangen. Ferner übt das Schwenken des äusseren Luftdruckes keinerlei Einfluss auf die Lage des Nullpunktes aus, da stets dann, wenn vor der Messung die   Ö ffnung k   für einen Augenblick geöffnet wird. sich in beiden Hälften des Apparates der gleiche Luftdruck herstellt, so dass stets der Zeiger sich auf Null einstellt.

   Während der Messung selbst sind jedoch beide Gefässhälften gegen die Atmosphäre abgeschlossen, so dass auch dann jeder   Einfluss   der atmosphärischen   Druckänderungen   ausgeschlossen ist. Endlich reagiert der Apparat nicht mehr auf   Temperaturänderungen,   und zwar aus dem Grunde, weil bei geeigneten Abmessungen der beiden Räume, in die das Gefäss geteilt   ist. nämlich   dann, wenn ihre Volumina einander gleich sind, diese Räume sich bei jeder   Temperaturänderung   um den gleichen Betrag ausdehnen oder zusammenziehen ; jedoch sind die Richtungen der beiderseitigen Volumen- änderungen einander entgegengesetzt, so dass sie sich gegenseitig aufheben und die Zeigerstellung dadurch keinerlei Beeinflussungen erfährt.

   Diese   Unempfindlichkeit gegenüber Temperatur-   schwankungen stellt ebenfalls gegenüber den bestehenden    Saccharometerkonstruktionen   einen wesentlichen technischen Vorteil dar ; ferner aber weist der Apparat diesen letzteren   gegenüber*   noch folgende Vorzüge auf : Er gestattet es. jedem Laien ohne jede Vorübung und ohne irgendwelche Vertrautheit mit chemischen Arbeiten die quantitative Zuckerbestimmung selbst aus-   zuführen.   da er in bezug auf Einfachheit der Handhabung das Äusserstmögliche erreicht. Zur Benutzung wird das Gefäss c abgeschraubt. und die Harnprobe und mit dieser zusammen die Hefe hineingegossen und darauf das Gefäss wieder angeschraubt.

   Nach der Messung kann c zur Reinigung einfach unter die Wasserleitung gehalten werden, da schon durch diese einfache 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 Manipulation eine vollkommene Reinigung des Apparates erzielt wird. Ferner ist der Apparat unzerbrechlich, da er keinerlei Glasröhre, kein Quecksilber usw. enthält. Der   Zuckergehalt   endlich ist, wie bei technischen   Messinstrumenten, direkt vermittels eines Zeigers   ablesbar, was für den Laien von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist, da dieser nicht an die wissenschaftliche Methode der Ablesung mittels eines   Flüssigkeitsmeniskus   gewohnt ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Gährungs-Saccharometer, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe durch eine Membrane in zwei vollkommen voneinander   geschiedene,   gleiche Räume b, c geteilt ist, wovon der untere zur Aufnahme des Gemisches von Harn und Hefe und der bei der Vergährung entstehenden   C (   dient, und der obere Raum eine beliebige Vorrichtung zur   Übertragung der Membrandurchbiegung   auf ein Zeigerwerk enthält. 
 EMI3.2 


AT43876D 1909-10-02 1909-10-02 Gährungs-Saccharometer. AT43876B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT43876T 1909-10-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT43876B true AT43876B (de) 1910-09-10

Family

ID=3563314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT43876D AT43876B (de) 1909-10-02 1909-10-02 Gährungs-Saccharometer.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT43876B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT43876B (de) Gährungs-Saccharometer.
DE102013214384A1 (de) Flüssigkeitsanalysator
Carpenter An apparatus for the exact analysis of air in metabolism investigations with respiratory exchange chambers
DE219332C (de)
Reynolds Comparison studies of Winkler vs. oxygen sensor
DE820971C (de) Vorrichtung zur Messung der Geschwindigkeit bzw. der Menge stroemender Medien oder zur Anzeige der Stroemungsrichtung
DE341476C (de) Quecksilber-Saccharometer
DE673086C (de) Vorrichtung zur Messung von Gasmengen, welche bei bakteriologischen oder chemischen Vorgaengen entstehen
DE10016032C2 (de) Durchflußmesser
DE69122392T2 (de) Verbesserte glas ph-elektroden
DE8423780U1 (de) Kompaktrespirometer
DE202015005554U1 (de) Kalibrierbälle zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Luftporen Messgeräte für die Betonqualitätskontrolle
DE553433C (de) Vorrichtung zum Messen von Schwingungen
AT139609B (de) Vorrichtung zur Bestimmung des Zuckergehaltes in Flüssigkeiten, insbesondere im Urin.
DE965364C (de) Geraet zum Messen des Verhaeltnisses zweier Kraefte und dessen Anwendungen
DE552300C (de) Vorrichtung zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Gasen und Daempfen
DE472023C (de) Vorrichtung zum Anzeigen der Hoehenunterschiede zweier Fluessigkeitsstaende
DE555589C (de) Verfahren zur Erkennbarmachung von Kohlenoxyd mittels eines Reagenzpapiers
DE50684C (de) Von äufseren Druckschwankungen unabhängiges Federmanometer
DE589407C (de) Vorrichtung zur Gasvolumetrie, insbesondere zur Bestimmung des Harnstoffgehalts im Blutserum
DE1091365B (de) Vorrichtung zum Messen des spezifischen Gewichtes von Fluessigkeiten
DE861474C (de) Doppelkapillarmanometer
DE1473339C3 (de) Einrichtung zur Vermeidung von Meßfehlern infolge von Gasdichteande rungen bei automatisch registrierenden Gaskalonmetern
DE600648C (de) Durchflussmesser
AT62030B (de) Gärungssaccharometer.