AT43412B - Einrichtung an Fernrohren zur Ermittelung von Visierstellungen. - Google Patents
Einrichtung an Fernrohren zur Ermittelung von Visierstellungen.Info
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Description
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Vorliegende Erfindung hat eine Einrichtung an Fernrohren zum Gegenstande, welche dazu dient, mittels beliebig gewählter, über oder unter dem zu beschiessenden Gegenstande gelegener Hilfszicle das eigentliche Ziel, welches für das blosse Auge des Schützen infolge von Kleinheit, gleichfarbiger Uniformierung des Gegners mit dem Gelände, ungünstiger Beleuchtung und
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zu können. Sie besteht aus einer den ballistischen Leistungen der jeweils zur Verwendung kommenden Schusswaffe entsprechenden und durch vergleichende Beobachtungen ermittelten Strichplatte (Skala), welche hinter einem der Okulare eines Doppel-Fernrohres eingesetzt ist.
Dadurch wird letzteres offenbar zu einem ballistischen Winkelmessinstrument für schiesstechnisehe Zwecke, dessen Wesen streng genommen darin liegt, beim indirekten Schiessen den fehlerhaften Elevationswinkel, welchen das Auge des Schützen zum Scheitelpunkt hat und dessen schwankende GrÖsse'durch den Winkelabstand zwischen dem eigentlichen Ziele und dem Hilfsziel festgelegt ist, ballistisch auszuschalten.
Auf der Zeichnung ist Fig. l im vergrösserten Massstabe die Strichplatte selbst und
Fig. 2 ihre Anordnung in einem Prismenfernrohr dargestellt, während in Fig. 3 die Anwendungswcise der Einrichtung gemäss vorliegender Erfindung an einem besonderen Beispiel zu veranschaulichen versucht wird.
Wie Fig. 1 erkennen lässt, ist auf einer durchsichtigen Platte s eine im vorliegenden Falle für die ballistischen Leistungen des neuen Gewehrmodelles 98 angefertigte, und zwar durch ver-
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für das Auge des Beobachters, ermittelte Strichteilung aufgetragen, deren Strichbezeichnungen die Entfernungen in 100 m, z. B. 4 = 400 m, und zugleich Visierstellungen bedeuten. Dabei kommen natürlich die zwischen den einzelnen Teilstrichen liegenden Zwischenräume sinngemäss zur Anwendung, wenn es sich um Entfernungen und Visiere handelt, die nicht durch 100 teilbar
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verschiedenen ballistischen Leistungen eine abweichende ist, wird, wie Fig. 2 zeigt, einfach hinter das linke Okular eines Fernrohres c, hier ein Prismenfernrohr, so eingesetzt, dass die waagerechten Teilstriche von oben nach unten aufeinanderfolgen.
Dadurch wird, wie eingangs bereits erwähnt, das Fernrohr zu einem ballistischen Winkclmessinstrument für schiesstechnischc Zwecke mit ungemein einfacher Anwendungsweise.
Nachdem von Seiten des Führers eventuell unter Benutzung des Prismenfernrohres die Entfernung des den Schützen mit blossem Auge undeutlich oder überhaupt nicht sichtbaren Zieles durch Messung oder Schätzung nach dem üblichen Verfahren bestimmt ist, stellt dieser das Fernrohr so auf das eigentliche Ziel ein, dass es von dem Teilstrich, welcher dieser Entfernung entspricht, wagercht geschnitten wird. Gleichzeitig sucht der Führer sich irgend ein dem Schützen mit blossem Auge leicht und deutlich erkennbares Hiflsziel und liest die Zahl, welche an demjenigen Teilstrich steht, welcher das Hilfsziel schneidet, ab.
Diese ist dann gleich der Visierstellung, die erforderlich ist, damit der Schütze, auf das Hilfsziel zielend, das eigentliche Ziel
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Ziel und Hilfsziel miteinander einschliessen, schneidet die Teilung der Platte a am Strich 13, welche Zahl einem Visier von 1300 m entspricht.
Nehmen daher die Schützen, auf das Hi1fsziel B mit 1300 Visier zielend, das Feuer auf, so erreicht ihre Geschossgarbe das eigentliche Ziel A.
Dabei mag noch erwähnt werden, dass selbstverständlich bei der Wahl eines Bilazieles, welches ausserhalb der Teilung der Strichplatte liegt, das eigentliche Ziel A überhaupt nicht auf diesem Wege unter Feuer genommen werden kann. Durch die Einrichtung lässt sich also auch gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Schusswane für diese Art des indirekten Bchiessens ermitteln.
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Claims (1)
- Einrichtung an Fernrohren zur Ermittelung von Visierstellungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch vergleichende Beobachtung der Visierstellungen einer WaSe vom Visierkorn als Ausgangspunkt für das Auge des Beobachters ermittelte und dadurch den ballistischen Leistungen der Waffe entsprechende Strichplatte (Skala) hinter einem der Okulare eines Doppel- forarohres eingesetzt ist, vermittels welcher durch Einstellung des der in bekannter Weise ermittelten Entfernung des eigentlichen Zieles entsprechenden Teilstriches auf dieses und durch Aufsuchung des ein beliebig gewähltes, den Schützen sichtbares Hilfsziel schneidenden Teilstriches durch einfaches Ablesen der Zahlenangabe des letzteren die für die Schützen erforderliche Visierstellung bestimmt werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT43412T | 1908-05-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT43412B true AT43412B (de) | 1910-08-10 |
Family
ID=3562741
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT43412D AT43412B (de) | 1908-05-29 | 1908-05-29 | Einrichtung an Fernrohren zur Ermittelung von Visierstellungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT43412B (de) |
-
1908
- 1908-05-29 AT AT43412D patent/AT43412B/de active
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