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Presse zum Ausstanzen von Oberleder für Schuhwerk.
Die Erfindung bezieht sich auf diejenige Gattung von Pressen, in denen Pressteile einander gegenüber in verschiedenen Lagen bewegbar sind. Trotzdem die Druckfläche des einen preis- tciles eine bedeutend geringere ist, als diejenige des anderen Pressteiles, können die beiden Preis- teile doch in solches Verhältnis zueinander gebracht werden, dass der Druck auf das auf einen beliebigen Teil des Stanzblockes aufgelegte Stanzmesser ausgeübt wurden kann.
Eine derartige Presse ist in der deutschen Patentschrift Nr. 200299 eingehend beschrieben. Der quer zur Pn'ss-
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Stelle gerade unter die Druckfläche des beweglichen Pressteiles zu liegen kommt, doch ist dies bei einer teilweise ausgestanzten Haut sehr unbequem und der hiermit verbundene Zeitverlust würde die Hauptvorteile von Pressen der genannten Gattung erheblich herabsetzen
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Der Stanzblock ist an einem Tische 2 an der Vorderseite des Maschinengestelles 4 befestigt.
Ein Pressarm 6 ist schwenkbar an einer Säule 8 befestigt, die bei 10 und 12 senkrecht im Maschinen-
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sitzenden Exzenter 14 bewirkt. Ein estänge 20, 22, 24 verbindet die Kupplung der Presse mit einem Hebel 26, dessen seitlicher Arm 28 einen Handgriff 30 trägt.. In den hohlen Teil des
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Ausstanzen stattfinden. Mitunter ist es aus Sparaamkeitsrücksichten notwendig, das stanzmesser quer zur Längsrichtung des Druckarmes auf die Haut aufzulegen.
Damit aber auf alle Teile eines derartig langen Stanzmessers ein gleichmässiger Druck ausgeübt wird, ohne die übliche Druckfläche des Armes 6 zu verbreitern und ohne von der bekannten Bauart der Maschine abzuweichen, ist nun folgende Einrichtung getroffen. An dem
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Arm 6 ist eine rechteckig ausgebildete Dmckplatte 40 angebracht. deren Winkelstellung gegen den Arm 6 eine veränderbare ist. Die Platte 40 kann somit derart verstellt werden, dass ihre Längsseiten quer zur Längsrichtung des Pressarmes 6 liegen.
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die Platte 40, wenn deren Anwendung nicht erwünscht ist, eine Lage einnimmt, in der ihre Längsseiten mit denjenigen des Druckarmes 6 zusammenfallen.
Damit aber die Platte 40 so verstellt werden kann, dass sie das auf dem Stanzblock befindliche Stanzmesser in beliebiger Lage vollständig deckt, ist nicht nur ihre Winkelstellung eine veränderbare, sondern die Platte 40 kann auch dem Arm 6 gegenüber als Ganzes verstellt
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Drehzapfen 42 in einen in dem längsweisen Schlitz 44 des Armes 6 gleitenden Schieber 46 eingesetzt. An dem oberen mit Schraubengewinde versehenen Teil des Zapfens 42 ist eine Feder 48 angeordnet, welche von einem Unterlagsring JO und einer Mutter 52 in ihrer Lage gehalten wird.
Eine an dem Zapfen 42 angebrachte bewegliche Platte 54 hält den Schieber 46 durch den auftretenden Reibungswiderstand in eingestellter Lage. Die Feder 48 bewirkt auch, dass die Platte 40 mit der unteren Seite des Armes 6 in festem Reibungseingriff gebracht wird, und auf diese Weise ihre Winkelstellung beibehält.
Ein an der Druckplatte 40 angebrachter Handgriff 56 dient zum Hervorbringen der Dreh- be\\ zungen der Platte 40 dem Arm 6 gegenüber. Der Handgriff ist bei 58 gelenkig an der Platte 40 befestigt, so dass er, wenn die Platte 40 nicht im Gebrauch ist, umgelegt und aus dem Wege geräumt werden kann. Ein federbelasteter Kolben 60 wirkt auf einen abgeflachten Teil der gelenkigen Verbindung 68 des Handgriffes 56 ein und hält den letzteren in seiner Arbeitslage. Der
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abgeflachten Teil des Handgriffes den letzteren auch in umgelegter Lage sichert.
Ein Sperrbolzen 62 kann durch ein an dem Druckarm 6 angebrachtes Loch hindurch- geführt werden und in eine Aussparung der Druckplatte 50 eintreten, wobei die letztere zwang-
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eintritt, derart angeordnet, dass die Platte 40, wenn ihre Längsseiten mit der Druckfläche des Armes 6 zusammenfallen, von Verschiebungen abgehalten wird.
In der in Fig. 3 dargestellten Bauart besteht die Sperrvorrichtung aus einer seitlichen, an einem Bunde des Handgriffes 56 ausgebildeten Platte 63. Wird der Handgriff 56 in unwirksame I. aige bewegt so tritt die Platte 63 in eine Aussparung 64 des Armes 6 ein und sperrt auf diese Weise die Druckplatte 40 in eingestellter Lage.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Presse zum Ausstanzen von Oberleder für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass der ubfr dem Pressstock verschwenkbare Pressarm eine Druckplatte trägt, deren Winkelstellung in ihrer eigenen Ebene verändert werden kann.