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Lagerung für Drehtrommein.
Drehtrommeln mit zur Horizontalen geneigter Achse werden in grossen Längen und von grossen Gewichten namentlich als Drehöfen gebraucht.
Diese Drehtrommeln werden regelmässig an ihren beiden Enden, gegebenenfalls auch) n der Mitte, durch verschiedene Rollenpaar unterstützt, welche ausserordentlich starken Drucken ausgesetzt sind. Die Drehtrommel würde ihrer Schwere folgend sich während der Drehung aach unten bewegen, wenn man nicht den Stützrollenachsen einen kleinen Winkel gegen die Achse der Drehtrommel gäbe. Diese Stellung der Rollen würde für sich allein eine schraubenförmige Aufwärtsbewegung der Drehtrommel herbeiführen.
Diese Aufwärtsbewegung und die sie ver- ursachende schräge Stellung der Rollenachsen muss so bemessen sein mit Rücksicht auf den
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und nicht auf einer Kante erhalten Jedes Rollenlager wird selbst derart beweglich gelagert, dass es sich in der gewünschten Weise durch den Druck der Drehtrommel selbst einstellt. Die gleich-
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Grundplatten der sämtlichen Rollenlagerungen zwangläufig derart verbunden sind, dass sie stets in dem jeweilig gleichen Winkel zu der gemeinschaftlichen Lagerplatte der ganzen Trommel stehen.
Auf den Zeichnungen stellt Fig. l eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Dreh- trommel dar, bei welcher die untere Rolle auf der dem Beschauer zugekehrten Seite und die obere auf der dem Beschauer abgekehrten Seite dargestellt ist. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen
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Ansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 4 zeigt, zwei Rollenlager von oben gesehen. In dem Rollenlager links ist nur die Grundplatte gezeichnet, das Rollenlager rechts zeigt einen Schnitt durch die Achse der Rolle.
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verschieben und die Rolle sich so einstellen.
Der Lagerbock 6 ist ausser auf der Führung 7 an einem oberen Ende noch gegen zwei Widerlager 13 gestützt, welche hauptsächlich bei der Veränderung der Winkelstellung bewirken, dass die Achse der Stützrolle dieselbe Drehung wie die der Platte 2 macht. Diese Widerlager sind so angeordnet, dass bei Parallelstellung der Achsen 8 und 9 das oben angegebene Verhältnis erzielt wird, dass nämlich eine Ebene durch die Achsen 8 und 9 auch durch die Mittellinie der Rundführung 7 durchgeht. Der Drehpunkt 3 der einzelnen Lagerplatte um die gemeinschaftliche Grundplatte soll gleichfalls unter dem Beriihrungspunkt 10 der Drehtrommel 12 und der Lagerrollen 77 liegen.
Auf diese Weise kann eine Drehung stattfinden, ohne dass der Stützpunkt sich verändert und die Drehtrommel durch die Drehung der Lagerrollen eine Hebung oder Senkung erfährt.
Die hier angegebenen mathematischen Verhältnisse sind diejenigen, welche die beste Ausführung der Erfindung darstellen. Praktisch kann natürlich innerhalb gewisser Grenzen von der mathematischen Genauigkeit abgewichen werden.
Es ist auch ersichtlich, dass jede der beiden Anordnungen, die Anordnung der einzelnen Lagerrollen und die Verbindung der Rollen durch ein zwangläufiges Gestänge, einzeln ausgeführt werden kann und ihre Nützlichkeit hat, dass sie jedoch bei ihrem Zusammenwirken in besonderer Weise sich gegenseitig unterstützen und das vollkommene Ziel erreichen lassen.
Die selbsttätige Einstellung der Lagerböcke 6 auf den Rundführungen 7 ist auch für den besonderen Fall von Bedeutung, dass der Ofen einmal in der Ruhe geheizt wird, um nicht vor der Wiederinbetriebsetzung zu erkalten. Hierbei wird die Oberseite des Ofens viel heisser wie die Unterseite und der Ofen krümmt sich und infolgedessen stellen sich die Stützrollen der Krümmung entsprechend ein.
Andere Ausführungsformen der zu Grunde liegenden Idee sind in der Weise denkbar, dass der Stützpunkt zwischen Trommel und Rolle, der hier unveränderlich gedacht ist, sich während der Winkeleinsellung der Rollen ändert. Dann müssen natürlith die Lagerböcke der Rolle und deren Führung eine entsprechende Veränderung erfahren.
Weiter ist auch denkbar, dass die selbsttätige Einstellung der Stützrollen unter dem Gewicht der Drehtrommel bei Veränderung des Winkels der Grundplatte durch eine zwangläufige Einstellung bewirkt wird, die entsprechend der Drehung der Lagerplatten eine Schwingung der Stützrotlenachsen herbeiführt.
Es ist noch zu erwähnen, dass die Einstellbewegung des Lagerbockes die Bewegung eines I''1ivprsalgelpnkes ist, dessen beide Achsen durch den Berührungspunkt der gestützten Trommel m ; L der stützenden Lagerrolle gehen. Die eine dieser Achsen ist die senkrechte, welche durch diesen Stützpunkt gezogen werden kann und durch den Drehpunkt der Lagerplatten auf der gemein- schaftlichen Grundplatte geht. Die zweite Achse steht in dem Stützpunkt senkrecht zu der Ebene, in welcher sich die Rundfiihrung 7 befindet.
Hierdurch wird mit Notwendigkeit herbeigeführt, dass din Mantellinie der Stützrolle, welche durch den Stützpunkt der Trommel geht. immer in der Tarcntialebene an die gestützt Trommel in diesem Punkt liegt.
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i. Lagerung für Drehtrommel mit schrägstehenden Stützrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerböcke der einzelnen Stützrollen selbst derart beweglich sind, dass ihre Achse eine Schwingung ausführen kann.