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Die Erfindung bezieht sich auf das Sortieren von Brettern nach Qualität, Stärke und Format.
Hiefür gibt es zwei grundsätzliche Verfahren.
Bei einem Verfahren werden sogenannte Bretterhaufen gebildet, indem die Bretter von einem Sortierförderer ungeordnet in Sortierfächer abgelegt werden. Problematisch dabei ist es, dass Kanten der Bretter beschädigt werden können und dass das Vereinzeln der in die Fächer abgelegten Bretter, die in den Fächern als ungeordnetes Haufwerk liegen, mühsam sind.
Bei dem anderen Verfahren werden in Etagen ("Filmetagen") ordentlich ausgerichtete Lagen aus nebeneinander angeordneten Brettern gebildet. Die Arbeitsweise mit Filmetagen ist für das schonende Behandeln von Brettern vorteilhaft, da die Kanten dieser nicht beschädigt werden können, weil eben die Bretter in Filmetagen geordnet nebeneinander liegen. Daher ist auch das Entnehmen der Bretter aus den Filmetagen problemlos.
Problematisch beim Sortieren von Holzbrettern in Filmetagen ist es, dass die Anlagen mit Filmetagen - insbesondere in horizontaler Richtung - einen relativ hohen Platzbedarf haben, da die Bretter in den einzelnen Etagen nebeneinander liegen.
Aus der DE 196 16 881 C1 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum Herstellen einer Holzplatte aus Restholz bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren wird eine Bretterstapel-Platte aus auf die Plattendicke besäumten Waldkantenbrettern im Beschickungsbereich eines Horizontalstaplers für die einzeln flach zugeführten und dann hochkant, stirnseitig voreinander, auf geneigten Richtschienen abgestellten Bretter der aktuellen (neuen) Lage vor der Stirnfläche der dadurch in Längsrichtung anwachsenden Platte mittels eines längs dieser aktuellen Bretter-Lage programmpositionierten Nagelgerätes vernagelt.
Dieses bekannte Verfahren bildet zwar Lagen aus Brettern aber nicht zum Sortieren von Brettern sondern, um aus den Brettern eine Holzplatte herzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit der Filmetagen raumsparend mit Bretterlagen beschickt werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe, was das Verfahren anlangt, mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Insoweit die Vorrichtung betroffen ist, wird die Erfindung mit den Merkmalen des Vorrichtungshauptanspruches gelöst.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Verfahrens und der erfindungsgemässen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Vorteil der Erfindung besteht im wesenlichen darin, in Filmetagen mehrere - insbesondere zwei - übereinander angeordnete Bretterlagen zu bilden.
Beispielsweise werden die Bretter in jeder Filmetage, in die sie nach einem Auswahlkriterium (Grösse, Qualität u.dgl.) abgelegt werden, gegen einen Anschlag gefördert, so dass sich auf dem Kettenförderer eine Bretterlage bildet. Diese Bretterlage wird dann beispielsweise mit einer Übergabevorrichtung (Übergabezunge) auf eine vorher gebildete und in der betroffenen Filmetage abzulegende Bretterlage gelegt und die zwei Lagen dann gemeinsam in die Filmetage übergeben, so dass schlussendlich in der Filmetage zwei (oder mehrere) Bretterlagen übereinander liegend angeordnet sind.
Besonders vorteilhaft bei dem erfindungsgemässen Verfahren und bei der erfindungsgemässen Anlage ist es, dass für die Filmetagen weit weniger Platz benötigt wird, was einerseits das Stapeln grösserer Mengen von Bretterlagen erlaubt und anderseits den Raumbedarf der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Anlagen in Grenzen hält.
Bei der erfindungsgemässen Anlage zum Sortieren von Holz sind mehrere Filmetagen übereinander liegend angeordnet. Den Filmetagen werden über einen nicht näher gezeigten Förderer Holzbretter nach einem beliebigen Sortierkriterium sortiert zugeführt.
Beispielsweise besitzt die erfindungsgemässe Anlage in einer Ausführungsform den folgenden grundsätzlichen Aufbau:
Auf der Eingabeseite jeder Filmetage ist eine Fördervorrichtung bestehend aus wenigstens zwei Endlosketten vorgesehen. In dem eingabeseitigen Bereich sind Rückhaltevorrichtungen für das Bilden von Lagen aus nebeneinander angeordneten Brettern vorgesehen. Dabei besteht die erste Rückhaltevorrichtung aus von unten auf ein Brett einwirkenden (verschwenkbaren) Widerlagern und von oben in Anlage auf ein Brett absenkbaren Druckstempeln, so dass das Brett festgehalten wird. Im Anschluss daran sind weitere Rückhaltevorrichtungen in Form von verschwenkbaren Haken, die am vorderen Rand des vordersten Brettes einer gebildeten Lage angreifen.
An
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seinem abgabeseitigen Endbereich ist dem Förderer eine Zunge zugeordnet, die gegenüber dem Förderer bezogen auf die Förderrichtung schwach schräg gestellt ist. Im Bereich des abgabeseitigen Endes des Förderers ist ein (ortsfester) Anschlag für das vorderste Brett einer Bretterlage vorgesehen. Nach dem aufgabeseitigen Endlosförderer ist ein heb- und senkbares Hebelineal vorgesehen, das über das obere Trum eines Kettenförderers angehoben und unter dieses abgesenkt werden kann. Im Anschluss daran sind in jeder Filmetage Förderer für die gebildeten Bretterlagen vorgesehen, um diese in die gewünschte Position in den Filmetagen zu transportieren.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens und der zum Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens bevorzugt vorgesehenen Vorrichtung werden nachstehend beispielhaft unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 bis 8 verschiedene Schritte beim Befüllen von Filmetagen mit jeweils zwei Lagen übereinander angeordneter Bretterlagen und Fig. 9 eine alternative Arbeitsweise, bei der die Filmetagen jeweils mit einer Bretterlage gefüllt werden.
Eine Anlage zum Füllen von Filmetagen mit je zwei übereinanderliegenden Bretterlagen besitzt den nachstehend beschriebenen grundsätzlichen Aufbau.
An der in den Zeichnungen links liegenden Aufgabeseite ist ein nicht gezeigter Sortier-Förderer vorgesehen, mit dem Bretter 2, die in Filmetagen 4 abzulegen sind, herangefördert werden. Durch entsprechende Schwenkstellungen der Sortierklappen 6 auf der Eingabeseite werden Bretter 2 vom Sortier-Förderer gezielt abgenommen und auf einen Kettenförderer 8 aufgegeben. Der Kettenförderer 8 besteht aus wenigstens zwei Ketten, die über Umlenkrollen 10 laufen, wobei sich das obere Trum 12 der Ketten des Kettenförderers 8 in Fig. 1 von links nach rechts bewegt.
Nach dem Aufgabeende des Kettenförderers 8 ist unterhalb des oberen Trums 12, mit dem Bretter 2 einzeln herangefördert werden, wenigstens ein verschwenkbares Widerlager 14 vorgesehen, dem ein von oben auf jeweils ein Brett 2 anzulegender Druckstempel 16 zugeordnet ist. Mit Hilfe des wenigstens einen Widerlagers 14 und des wenigstens einen Druckstempels 16 kann ein Brett 2 angehalten werden, so dass es sich auf dem Kettenförderer 8 nicht weiter transportiert wird.
Mit Vorteil kann dabei vorgesehen sein, dass das Widerlager 14 das Brett 2 vom oberen Trum 12 der Ketten des Kettenförderers 8 abhebt.
Um den Transport von Brettern 2 auf den Kettenförderer 8 nicht zu behindern, kann das Widerlager 14 und der Druckstempel 16 abgesenkt bzw. angehoben werden.
Bezogen auf die Förderrichtung nach der Kombination aus Widerlager 14 und Druckstempel 16 sind verschwenkbare Rückhaltehaken 18 vorgesehen, an die sich das jeweils vorderste Brett 2 einer sich bildenden Bretter-Lage 20 anlegt. Diese Rückhaltehaken 18 sind in Längsrichtung des Förderers 8 verstellbar, um die Grösse (Breite) der Lage 20 aus Brettern 2, also die Zahl der aneinanderliegenden Bretter 2 zu definieren.
Wenn eine hinreichend grosse Anzahl von Brettern 2 einer Lage 20 gebildet worden ist, werden die Rückhaltehaken 18 nach unten verschwenkt (siehe Fig. 3) und das Widerlager 14 und der Druckstempel 16 zum Anhalten herangeförderter Bretter 8 betätigt, so dass die gebildete Bretter-Lage 20 nach rechts in Fig. 3 bewegt wird, ohne dass weitere Bretter 2 herangefördert werden, da diese durch das am vorderen Brett 2 angreifende Widerlager 14 und den Druckstempel 16 zurückgehalten werden.
Am abgabeseitigen Ende des ersten Kettenförderers 8 ist unterhalb des oberen Trums 12 desselben auf einer Führungsschiene 22 verschiebbar eine Übergabe-Zunge 24 vorgesehen, die aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung in die in Fig. 3 gezeigte Stellung verschiebbar ist. Zusätzlich ist die Führungsbahn 22 der Zunge 24, also die Bahn, auf welcher der Schlitten 26 der Zunge 24 verschiebbar ist, aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung in die in Fig. 3 gezeigte Stellung anhebbar.
Am abgabeseitigen Ende des ersten Kettenförderers 8 sind ortsfeste Rückhaltewinkel 28 vorgesehen, an denen das vorderste Brett 2 einer auf dem Kettenförderer 8 bewegten Bretter-Lage 20 aufläuft.
An das abgabeseitige Ende des ersten Kettenförderers 8 schliesst sich ein Querförderer 30 an, der (siehe Fig. 9) über die am Ende des ersten Kettenförderers 8 vorgesehenen, ortsfesten Rückhaltewinkel 28 anhebbar ist (Fig. 9).
Im Bereich des Querförderers 30 ist weiters ein Hebelineal 32 vorgesehen, das mit Hilfe von Druckmittelmotoren 34 aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung, in der es über dem oberen Trum 36 des Querförderers 30 angeordnet ist (Fig. 1) in eine Stellung absenkbar, in der es unterhalb des oberen Trums 36 des Querförderers 30 angeordnet ist. Das Heben und Senken des Hebelineals
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32 kann von einem Sensor, z. B. einer Lichtschranke, gesteuert werden, die am abgabeseitigen Ende des ersten Kettenförderers angeordnet ist.
Im Anschluss an den Querförderer 30 ist eine Filmetage 4 vorgesehen, die beispielsweise von weiteren Kettenförderern 40, die über Umlenkrollen geführt sind, gebildet werden.
Die beschriebene Anordnung ist in einer Sortieranlage für Brettholz in weitgehend beliebiger Anzahl übereinander angeordnet, da Sortieranlagen in der Regel mehrere, beispielsweise übereinander angeordnete Filmetagen 4 aufweisen.
Beim Benützen der beschriebenen Vorrichtung zum Befüllen von Filmetagen 4 mit zwei übereinander angeordneten Bretterlagen 20 wird, wie nachstehend beschrieben, gearbeitet:
Zunächst wird eine erste auf dem ersten Kettenförderer 8 gebildete Bretter-Lage 20 durch Freigeben (nach unten Verschwenken der Rückhaltehaken 18) auf die Übergabezunge 24 aufgeschoben, wobei die Bretter-Lage 20 durch den am Ende des aufgabeseitigen Förderers 8 angeordneten Rückhaltewinkel 28 zurückgehalten wird. Durch Anheben der Übergabezunge 24 wird die BretterLage 20 von der Übergabezunge 24 über den Rückhaltewinkel 28 angehoben und weiters durch Verschieben der Übergabezunge 24 entlang ihrer Führung 22 bis über das Hebelineal 32 bewegt. Das Hebelineal 32 ist über das obere Trum 36 des Querförderers 30 angehoben.
Nun wird die Übergabezunge 24 abgesenkt, so dass die auf ihr liegende Bretter-Lage 20 auf das Hebelineal 32 übergeben wird. Nun wird die abgesenkte Übergabezunge 24 (das Heben und Senken der Übergabezunge 24 erfolgt durch Verschwenken ihrer Führung 22, die unterhalb des ersten Kettenförderers 8 angeordnet ist) in ihre Ausgangsposition, in der sie unterhalb des oberen Trums 12 am abgabeseitigen Ende des ersten Förderers 8 angeordnet ist, zurückgefahren. Inzwischen ist eine zweite Bretter-Lage 20 gebildet worden, die durch Absenken der in der Mitte des aufgabeseitigen Kettenförderers 8 angeordneten Widerlager 14 (die Haken verschwenken nach unten) auf den abgabeseitigen Bereich des Kettenförderers 8 oberhalb der abgesenkten Übergabezunge 24 bewegt wird, wo sie von den (ortsfesten) Rückhaltewinkeln 28 zurückgehalten werden.
Nun wird die Übergabezunge 24 wieder angehoben, übernimmt die zweite Bretter-Lage 20 vom Kettenförderer 8, bewegt diese über das immer noch angehobene Hebelineal 32, setzt die zweite Bretter-Lage 20 auf das Hebelineal 32 ab und bewegt sich, nachdem sie zum Ablegen abgesenkt worden ist, in ihre Ausgangsposition zurück. Nun wird das Hebelineal 32 abgesenkt und die zwei übereinanderliegenden Lagen 20 aus Brettern 2 werden von dem Querförderer 30 auf den Kettenförderer 40 der Filmetage 4 weiterbewegt.
Inzwischen kann bereits wieder eine erste Bretter-Lage 20 gebildet worden sein, die durch Freigeben in dem Bereich über den abgesenkten Hebezungen 24 bewegt wird u.s.f.
Wenn Filmetagen 4 bei der erfindungsgemässen Anlage nur einlagig befüllt werden sollen (Fig. 9), werden die Bretter-Lagen 20 ohne Benützen der Übergabezunge 24 durch den zwischen den aufgabeseitigen Förderer 8 und den Förderer 40 in der Filmetage 4 angeordneten Querförderer 30, der in eine Wirkstellung über den Rückhaltewinkel 28 am inneren Ende des aufgabeseitigen Förderers 8 angeordnet ist, angehoben, so dass die Bretter-Lagen 20 unmittelbar und ohne Bilden von Doppellagen in die Filmetage 4 transportiert werden.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt werden:
Um Bretter 2 beim Sortieren raumsparend in Filmetagen 4 abzulegen, wird vorgeschlagen in den Filmetagen 4 Bretterlagen 20 nicht einlagig abzulegen, sondern in den Filmetagen 4 jeweils wenigstens zwei übereinanderliegende Bretter-Lagen 20 anzuordnen. Hiezu werden vor der Beschickungsseite der Filmetage 4 wenigstens zwei übereinander angeordneten Lagen 20 aus Brettern 2 gebildet und dann gemeinsam in die Filmetage 4 befördert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Ablegen von Brettern, insbesondere von Holzbrettern in Filmetagen, dadurch gekennzeichnet, dass Pakete aus wenigstens zwei übereinanderliegenden La- gen von Brettern gebildet werden, und dass die Pakete in Filmetagen nebeneinanderlie- gend angeordnet werden.