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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bremsen bei mit Hilfe von Stöcken, die an einem Ende einen Handgriff aufweisen, betriebenen Sportarten, insbesondere Skilanglauf, bei denen der an dem Handgriff mit der Hand des Sportlers gehaltene Stock mit seinem dem Handgriff gegenüberliegenden Ende Kontakt zum Boden hat.
Bei mit Stöcken betriebenen Sportarten, wie dem alpinen Skifahren und insbesondere beim Ski-Langlauf oder beim Skiwandern, ist es in bestimmten Situationen schwierig abzubremsen, besonders dann, wenn die Ski in einer Spur, wie z. B. Loipe, einen Hang hinunter rutschen und dieser besonders glatt oder sogar vereist ist.
Gefällestrecken stellen somit für den Sportler ein erhöhtes Sturzrisiko dar. Meist kann er beim Einfahren in das Gefälle die Steilheit, die Enge der Kurven, den Zustand der Piste, sowie etwaige Hindernisse nicht überblicken. Es kommt daher oft zum ungewollten Sturz (eventuell auf Eis) mit zum Teil erheblichen Verletzungen, da es heute nicht möglich ist, die Geschwindigkeit während der Abfahrt sicher zu regeln.
Oftmals lässt sich der Ski- bzw. Langläufer dann aus Sicherheitsgründen gezielt fallen, was nicht nur manchmal zu körperlichen Schäden, sondern meistens auch zu Schäden an der gespurten Strecke führt.
In der Regel wird beim Skifahren durch Schwünge oder durch das sogenannte SchneepflugFahren gebremst. Dies ist aber beim Fahren in Spuren, wie z. B. auf Loipen, meist nicht möglich.
Schon früh wurden verschiedene Techniken vorgeschlagen, die Stöcke nicht nur dazu zu benutzen, um sich damit abstossend nach vorne zu bewegen, sondern auch um mit den Stöcken abzubremsen.
So ist aus dem Buch "Das Skilaufen" von F. Huitfeldt, Verlag von F. Manning, Berlin, 1907, bekannt (Seiten 19 und 20), den - einen - Stock mit der einen Hand am oberen Ende und mit der anderen Hand eine Fusslänge von der Schneefläche entfernt zu fassen und dann zwischen den beiden Beinen hindurch zwischen den Skiern in den Schnee zu stecken. Dabei besteht aber die Gefahr, dass die Stockspitze im Schnee an einem festen Gegenstand, wie Stein, verschneite Baumwurzel, od. dgl. hängenbleibt und der Stock gegen den Körper des Benutzers im Bereich der Genitalien schlägt. Auch wird dabei die gegebenenfalls vorhandene Spur zerstört.
Henry Hoeck beschreibt in seinem Buch 'Wie lerne ich Schi-Laufen?", Bergverlag Rudolf Rother, München, 1926, Seiten 37 und 38, die Stockspitze ausserhalb der Skier einzusetzen, in dem die Stockspitze den Schnee nahe an der Aussenkante des rechten Skis etwa mittig zwischen Bindung und hinteren Ende des Skis "furcht". Die rechte Hand fasst dabei die zusammen genommenen Stöcke etwa in Kniehöhe, während die linke Hand die Stöcke etwa in Brusthöhe greift. Dazu muss sich der Skifahrer aber hinunter beugen.
Weiterhin wurde schon vorgeschlagen, die Gleitfähigkeit der Skier zu steuern. So wurden regelbare Kratz- und Reibvorrichtungen an den Skiern vorgeschlagen, die allerdings sehr hohe Ansprüche an die Körperbalance des Sportlers stellen und sich deshalb nicht durchgesetzt haben.
Bei Sommersportarten, wie z.B. Rollerskating, Sommerskilauf mit Rollen aufweisenden Skiern oder ähnlichen Fortbewegungsarten kann die aus der US 5,236,222 A bekannte Einrichtung benutzt werden.
Die aus der US 5,236,222 A bekannten Stöcke können zum Bremsen und auch zum Beschleunigen auf festem Boden benutzt werden. Zum Bremsen werden die Stöcke zwischen die Beine des Skaters genommen, mit einem Ende auf dem Boden aufgelegt, während das andere Ende der Stöcke mit den Händen in Richtung Oberkörper des Benutzers gezogen wird. Zweckmä- #igerweise befindet sich der Benutzer dabei in der Hocke.
Die aus der US 5,236,222 A bekannte Einrichtung zum Abstützen der Stöcke auf dem Boden besteht aus einer am unteren Ende der Stöcke angeordneten Halterung aus einem hohlen Gehäuse aus Kunststoff. In diesem Gehäuse sind zwei Blöcke aus unterschiedlich elastischem Material aus Gummi oder einem thermoplastischen Material angeordnet. Beim Beschleunigen wird dabei die eine, weichere Blocksorte auf dem Boden abgestützt, während beim Bremsen, dazu wird der Stock um seine Längsachse gedreht, die auf dem Untergrund schleifende und sich dabei abreibende, härtere Blocksorte benutzt wird.
Aus der US 4,227,708 A ist es bekannt, an den beiden Skiern je ein Halteblech hinter der Aufstellfläche für die Skischuhe anzuordnen, welches mittels einer Schraube an einem Ski angelenkt ist und um diese Schraube verschwenkbar ist. Während des normalen Skifahrens liegt das Halte-
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blech auf dem Ski. Das Halteblech kann nach aussen verschwenkt werden, bis ein an dem Ski befestigter Stift in eine Öffnung des Haltebleches greift und das Halteblech seitlich nach aussen über den Ski hervorsteht. Das Halteblech weist eine Ausnehmung auf, die sich in Fahrtrichtung des Skis von der hinteren Kante des Haltebleches benachbart des Skis nach vorne und weg von dem Ski bis etwa in die Mitte des Haltebleches erstreckt.
In diese Ausnehmung kann der untere Teil eines Skistockes eingeführt werden. Dabei wird der Schneeteller unter den Ski gebracht, so dass der Sportler mit seinem Ski auf dem Schneeteller steht während sich der Stock in der Ausnehmung befindet. Der Stock weist etwas oberhalb des Schneetellers ein durch eine Feder gebildetes Gelenk auf. Damit soll man besser den Berg hinauflaufen können.
Das Halteblech hat an seinem - im ausgeschwenkten Zustand - vom Ski entfernten Ende eine Abwinkelung nach oben, die ausgehend von ihrer vorderen Kante eine nach vorne und leicht nach oben gerichtete zweite Ausnehmung aufweist. Beim bergab Fahren kann der Schneeteller in diese zweite Ausnehmung eingehängt werden, wobei die Stockspitze im Untergrund kratzt und bremst.
Bei einer anderen bekannten Ausbildung ist das Halteblech mit zwei Schrauben am Ski vor der Aufstellfläche für die Skischuhe befestigt und kann nicht verschwenkt werden. Der Stock ist geradlinig und wird wieder so in die Ausnehmung eingeschoben, dass der Schneeteller unter dem Ski zu liegen kommt. Beim bergan Steigen wird der am Boden liegende Ski durch den in den Untergrund eingestochenen Skistock am abwärts Rutschen gehindert.
Da der Schneeteller zum Teil unter dem Ski liegt, ist es nicht möglich, bei plötzlichen Verlust des Gleichgewichtes sich mit dem Stock abzustützen.
Aus der FR 2 638 372 A1 ist eine Einrichtung zum Bremsen bei mit Hilfe von Stöcken betriebenen Sportarten bekannt, die aus einem federnden Draht besteht, der auf dem Ski befestigt ist und neben dem Ski zwei übereinander liegende Ösen bildet, in die die die Spitze des Skistockes von oben einführbar ist. Dort geht es speziell um den Stock, der in seinem Inneren einen gegenüber seinem Äusseren ausfahrbaren Stab aufweist, an dessen dem Handgriff abgewandten Ende eine gegenüber dem Stockäusseren ausfahrbare Stockspitze angeordnet ist. Der Handgriff ist dabei mit dem Stockäusseren fest verbunden und weist einen Bremshebel auf.
Die Eindringtiefe der Stockspitze kann durch mehr oder weniger starkes Herunterdrücken des Stockes gegen die Kraft des oberen Drahtabschnittes, oder alternativ durch mehr oder weniger weites Ausfahren der Stockspitze durch Betätigen des Bremshebels reguliert werden.
Sowohl bei der Lösung gemäss der US 4,227,708 A, als auch bei der Lösung gemäss der FR 2 638 372 A1 wird davon ausgegangen den Ski und damit auch die Füsse des Sportlers zu bremsen, während aufgrund des Trägheitsmomentes des Körpers des Sportlers dieser Körper um die Füsse verschwenkt wird, der sich nur am Handgriff der Stöcke halten kann und in der Regel nach vorne fällt.
Da darüber hinaus die Stockspitzen unmittelbar neben dem Ski in den Untergrund eingestochen werden, hat der Sportler hier Probleme sein Gleichgewicht nicht nur quer zur Fahrtrichtung, sondern besonders in Fahrtrichtung zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemässe Einrichtung zum Bremsen bei mit Stöcken betriebenen Sportarten zu schaffen, die das Bremsen vereinfacht und von einem Sportler ohne Gefährdung benutzt werden kann.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung bei einer Einrichtung der eingangs genannten Gattung dadurch gelöst, dass die Einrichtung einen starren, nach unten gerichteten Haken aufweist, der bei der Benutzung der Einrichtung im Bereich des Knies des Sportlers angeordnet und am Körper des Sportlers befestigt gehalten ist, wobei der Stock mit seinem mittleren Längsabschnitt in den Haken einsetzbar ist und beim Bremsen mit dem dem Handgriff gegenüberliegenden Ende auf / in einen Boden-Untergrund drückbar ist.
Während bisher der eine Stock bzw. beide Stöcke zusammen mit beiden Händen möglichst mit Abstand zum Körper gehalten wurde (n), ist nun an jedem Knie des Sportlers eine erfindungsgemässe Einrichtung mit einem Haken angeordnet, in die je ein Stock einlegbar ist. Mit nach vorne und nach unten gestreckten Armen kann der Sportler die Stöcke am Griff halten. Die im Bereich der beiden Knie angeordneten, nach unten offenen Haken halten die schräg nach hinten und nach unten verlaufenden Stöcke, die hinter dem Sportler deutlich ausserhalb der Fahrspur auf dem Boden liegen bzw. dort mit ihren Spitzen auf dem Boden kratzen, gegen eine Bewegung nach
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oben.
Es bilden sich zwei fiktive Dreiecke, nämlich zum einen ein oberes Dreieck, wobei dessen Seiten einerseits aus dem Arm und andererseits aus dem Oberkörper und dem Oberschenkel des Sportlers, sowie aus dem oberen Abschnitt des Stockes gebildet ist, während die Seiten des ande- ren Dreieckes aus dem Unterschenkel des Sportlers, dem unteren Abschnitt des Stockes und dem zu überfahrenden Boden gebildet werden. Über den Stock sind praktisch beide Dreiecke miteinan- der verbunden. Auch Teile des Körpers des Sportlers werden als Seiten der Dreiecke benutzt. Je mehr der Sportler an den Stockgriffen zieht, desto grösser ist die Kraft, die auf den Boden einwirkt. Durch mehr oder weniger starkes Anziehen der Griffe mit den Armen kann somit die Bremskraft reguliert werden, aber ebenso durch eine steilere oder flachere Stockstellung.
Die Einrichtung ist sehr schnell bei Abfahrten einsetzbar und mittels dieser Einrichtung lässt sich die Bremskraft den Geländegegebenheiten gut anpassen, wobei die Körperbalance unterstützt wird. Die Einrichtung bildet nur ein kleines Zusatzgewicht, welches beim Skifahren mitgeführt werden muss.
Vorzugsweise ist der Haken an der Aussenseite des Beines des Sportlers im Kniebereich ange- ordnet. Ein Vorteil ist darin zu sehen, dass die Bremsspur ausserhalb der Loipenspur liegt und diese nicht zerstört wird.
Dabei ist der Haken an einer Körper-Haltevorrichtung angelenkt oder er wird durch diese selbst gebildet.
Gemäss einer ersten Ausführungsform ist der Haken etwa U-förmig ausgebildet und der eine Schenkel ist an der Haltevorrichtung gegenüber dieser gelagert. Der eine Schenkel liegt dadurch indirekt an dem Bein des Sportlers an. Dabei kann die Haltevorrichtung aus einem flachen Band bestehen, welches vorzugsweise aus einem flach zusammengepressten Rohrstück besteht. Der Haken ist vorzugsweise an der Haltevorrichtung durch Unterlegscheiben von dieser beabstandet angeschraubt, wobei insbesondere die Längesachse des angeschraubten Schenkels des Hakens zur Längsachse der Haltevorrichtung parallel ausgerichtet ist. Durch den durch die Scheiben gebildeten Abstand kann zwischen der Haltevorrichtung und dem Haken ein Gurt hindurch gezo- gen werden.
Gemäss einer anderen Ausführungsform weist die Haltevorrichtung zwei Schenkel auf und bil- det selbst den Haken, wobei vorzugsweise der eine Schenkel zwei einen Gurt aufnehmende Öff- nungen aufweist.
An der Haltevorrichtung ist mindestens ein Gurt angeordnet, der um das Bein gewickelt werden kann. Dieser Gurt wird mindestens einmal, maximal dreimal um das Bein des Sportlers gewickelt ist, wobei mindestens eine Wickelung des Gurtes oder ein Gurt unterhalb der Kniescheibe des Sportlers angeordnet ist und gegebenenfalls ein oder zwei Wickelungen des Gurtes bzw. ein weiterer Gurt oberhalb der Kniescheibe angeordnet sind bzw. ist.
Diese Wickelungen können relativ locker vorgenommen werden, so dass der Sportler bei Nichtgebrauch des Hakens als Brems-Hilfsmittel keinen Druck durch den Gurt verspürt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Untersansprüchen und im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen.
Es zeigt : 1 einen Ski fahrenden Sportler mit einer Einrichtung zum Bremsen beim Bremsen unter Zuhilfenahme von Stöcken ; 2a einen Teil der Einrichtung zum Bremsen mit einem Haken und einer Haltevorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform in einer Vorderansicht ; 2b einen Teil der Einrichtung zum Bremsen gemäss Fig. 2a in einer um 45 gedrehten Ansicht ; 2c einen Teil der Einrichtung zum Bremsen gemäss Fig. 2a in einer Aufsicht ; 2d einen Teil der Einrichtung zum Bremsen gemäss Fig. 2b in einer Aufsicht ; 3a einen Teil des rechten Beines des Sportlers von vorne mit dem Haken gemäss Fig. 2 in einer Stellung zum Bremsen gemäss einer ersten Befestigungsart ; 3b einen Teil des rechten Beines des Sportlers von hinten mit dem Haken in einer Stellung zum Bremsen ;
3c einen Teil des rechten Beines des Sportlers von vorne mit dem Haken in Ruhestellung ; 4a einen Teil des rechten Beines des Sportlers von vorne mit dem Haken gemäss Fig. 2 in einer Stellung zum Bremsen in einer zweiten Befestigungs- art ; Fig. 4b einen Teil des rechten Beines des Sportlers von hinten mit dem Haken in einer Stellung zum Bremsen ; 4c einen Teil des rechten Beines des Sportlers von vorne mit dem Haken in Ruhestellung ; Fig. 4d einen Teil des rechten Beines des Sportlers von der Seite mit dem Haken in Ruhestellung ; Fig. 5a eine einteilige Haltevorrichtung der Einrichtung zum Bremsen gemäss einer zweiten Ausführungsform im Profil; Fig. 5b die Haltevorrichtung gemäss Fig. 5a in einer Sicht von
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oben ;
Fig. 5c die Haltevorrichtung gemäss Fig. 5a in einer Sicht von unten ; 6a einen Teil des rechten Beines des Sportlers von vorne mit der Haltevorrichtung gemäss Fig. 5 ; 6b einen Teil des rechten Beines des Sportlers von hinten mit der Haltevorrichtung gemäss Fig. 5 und Fig. 6c einen Teil des rechten Beines des Sportlers von der Seite mit der Haltevorrichtung gemäss Fig. 5.
Ein Sportler 1 legt sich beim Skilaufen, insbesondere beim Langlauf oder bei Skitouren eine Einrichtung 2 zum Bremsen an (vgl. Fig. 1), die im Detail später anhand der Fig. 2 bis 6 beschrie- ben wird. Je eine dieser Einrichtungen 2 wird im Bereich der Knie 3 des Sportlers 1 an dessen Beinen festgelegt.
Muss er nun bei einer gefährlicheren Strecke bremsen, so legt er je einen seiner Stöcke 4 in die Einrichtung 2 ein, führt die Stockspitzen ausserhalb der Spur und hinter sich auf den Untergrund und zieht die Stockgriffe in Richtung seines Oberkörpers. Die Stöcke 4 sollten dabei mit dem Untergrund ungefähr einen Winkel von 45 einschliessen.
Je nach Kraft, mit der er anzieht, werden die Stockspitzen mehr oder weniger fest in den Un- tergrund gedrückt. Die Kraft, mit welcher der Sportler 1 ziehen muss, lässt sich auch dadurch verändern, dass die Länge zwischen Aufsetzpunkt der Stöcke 4 und Einrichtung 2 zum Bremsen vergrössert oder verkleinert und damit umgekehrt die Länge zwischen den Griffen der Stöcke 4 und der Einrichtung 2 zum Bremsen verändert wird.
Bei der Einrichtung 2 zum Bremsen gemäss einer ersten Ausführungsform (vgl. Fig. 2) wird ein im wesentlicher U-förmiger Haken 13 verwendet, der starr an einem im wesentlichen flachen, als Haltevorrichtung dienenden Band 14 festgelegt ist, welches über zwischengelegte Unterlegschei- ben 15 an dem einen, längeren Schenkel 8 des Hakens 13 mittels dreier Schrauben 16 ange- schraubt ist. Durch die Scheiben 15 werden zwischen dem Band 14 und dem Haken 13 einerseits und zwischen den drei Unterlegscheiben 15 andererseits zwei längliche Durchgänge geschaffen, durch die der - nicht dargestellte - Gurt hindurch ziehbar ist.
Das Band 14 besteht hier aus einem mit Ausnahme des in der Zeichnung unteren Endes zu- sammengepressten Rohrstück, in dessen Mittelachse die Schrauben 16 und Unterlegscheiben 15 angeordnet sind. Die Bohrungen für die Schrauben 16 lassen sich dadurch auf einfache Art und Weise in das Band 14 bohren.
Der andere, freie Schenkel 10 des Hakens 13 ist kürzer, als der an dem Band 14 festgelegte Schenkel 8 und dieser freie Schenkel 10 ist an seinem Ende gegenüber der durch den ersten Schenkel 8, den die beiden Schenkel verbindenden Steg und den oberen Abschnitt des freien Schenkels 10 abgewinkelt. Diese Abwinkelung kann etwa 30 betragen.
In diesem abgewinkelten, zuvor beschriebenen Bereich ist das freie Ende des freien Schenkels 10 des Hakens 13 auch in der um 90 gedrehten Ansicht von dem anderen Schenkel 8 weg nach aussen gebogen.
An diesem freien Ende ist der aus einem Vollmaterial, hier Aluminium, bestehende Haken 13 von einer Kappe 11 aus Kunststoff abgedeckt. Eine solche Kappe 12 ist auch an dem unteren Ende des Bandes 14 vorhanden.
Die Kappe 11 am abgewinkelten und abgebogenen Ende des Hakens 13 erleichtert das Ein- führen des Stockes und das Verschwenken des Hakens 13, während die andere Kappe 12 ledig- lich als Schutz dient.
Wie sich insbesondere den Figuren 2c und 2d in der Aufsicht entnehmen lässt, ist der Haken 13 gegenüber dem Band 14 um 45 ausgerichtet. Dadurch, dass das Band 14 als Haltevorrichtung mit einem Gurt am Bein des Sportlers gehalten wird, stellt sich die Haltevorrichtung immer wieder so, dass das freie Ende des Hakens am Bein zu liegen kommt, solange nicht der Stock den Haken nach aussen hält.
Der Gurt kann hier sowohl durch den in der Zeichnung unteren Durchgang, als auch zusätzlich durch den oberen Durchgang um den Haken 13 geführt werden. Der obere Gurtteil (vgl. weiter unten) wird oberhalb des Bandes 14 um den Haken 13 geführt.
Anhand der Figuren 3a, 3b und 3d wird gezeigt, wie die Einrichtung am Knie des Sportlers fest- gelegt wird.
Fig. 3a und 3b zeigen die am rechten Knie 3 festgelegte Einrichtung 2 zum Bremsen mit einem nach aussen ausgedrehten Haken 13. Fig. 3a zeigt das Knie 3 von vorne und Fig. 3b zeigt das Knie 3 von hinten. Der Gurt 18 ist dreimal um das Bein herumgewickelt, wobei das an der Haltevorrich- tung unmittelbar durchgeführte Gurtteil nach vorne unter der Kniescheibe herumgeführt in einem
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Gurtschloss 19 endet.
Der andere Gurtteil ist um das Bein herum geführt und wechselt in der Kniekehle nach oben.
Danach ist der Gurt 18 oberhalb des Knies durch eine an der Hose des Sportlers 1 befestigte Öse 21 hindurch um das Bein bis zu dem festgelegten Schenkel 8 des Hakens 13 gewickelt, um den es mindestens einmal herum gewickelt ist. Dieser Gurtteil wechselt in der Kniekehle wieder nach unten ist unterhalb des Knies einmal um das Bein gewickelt um an dem Gurtschloss 19 des anderen Gurtteils festgehalten zu werden.
Die Wickelung kann dabei relativ locker vorgenommen werden, wobei empfohlen wird, die Wickelung so vorzunehmen, dass zwischen Gurt 18 und Bein zwei Finger hindurch gesteckt werden können. Erst beim Bremsen selbst wird der Gurt 18 gespannt, wobei dabei der Haken 13 und die Haltevorrichtung 5 vom Bein weg bewegt wird. Die Kraft wird vom Bein lediglich über den dreifach um das Bein gewickelten Gurt 18 übertragen.
Hier ist der oberhalb des Knies 3 liegende Gurtteil 18 durch eine an der Hose 20 des Sportlers angeordnete Öse 21 hindurchgeführt.
Fig. 3c zeigt das Knie 3 mit der angelegten Einrichtung 2 zum Bremsen von vorne bei an das Bein angelenktem Haken 13, der gerade nur so weit vorsteht, dass während der Fahrt der Stock 4 einführbar ist und dabei den Haken 8 nach aussen schwenkt.
Nach dem Herausnehmen des Stockes 4 aus dem Haken 13, schwenkt dieser nach wenigen Laufbewegungen des Sportlers 1 aufgrund der speziellen Gurtwicklung wieder in die anliegende Stellung zurück.
Da der Haken 13 im "toten" Winkel der Kniekehle und das Gurtschloss an der Beininnenseite liegt, werden bei einem eventuellen Sturz Druckverletzungen weitgehend vermieden.
Die Figuren 4a, 4b und 4c zeigen eine zweite Möglichkeit, die Haltevorrichtung am Bein festzulegen. Dabei werden zwei Gurte 22 und 23 verwendet. Jeder Gurt 22 und 23 wird dabei zwischen dem Haken 13 und dem Band 14 eingeklemmt, wobei hier im Gegensatz zur oben beschriebenen Ausführung die den Haken 13 mit dem Band 14 verbindenden nur zwei Schrauben ohne Einsatz von Unterlegscheiben jeweils durch einen Gurt hindurch geschraubt werden und die beiden Gurte 22 und 23 unverschiebbar halten.
Der eine Gurt 22 wird oberhalb des Knies und der andere Gurt 23 wird unterhalb des Knies um das Bein geführt wird. Auf der Seite der Haltevorrichtung 5 ist hier der Gurt noch durch eine weiche Unterlage 24 geführt, die zwischen Haltevorrichtung 5 und dem Bein des Benutzers angeordnet ist und z. B. aus einem weichen, stabilen Schaumstoff bestehen kann.
Die Figuren 5a, 5b und 5c zeigen eine einteilige Haltevorrichtung gemäss einer zweiten Ausführungsform. Die Haltevorrichtung 5 besteht aus einer von einem zum anderen Ende leicht konisch verjüngten Platte, die etwa mittig stark gebogen ist, so dass sie im Profil U-förmig ausgebildet ist.
Beide Schenkel 6 und 7 sind - im Profil - gebogen, wobei die Biegung des längeren Schenkels 6 etwa der Rundung des Beines des Benutzers entspricht. Der Abstand der beiden Schenkel 6 und 7 voneinander ist etwa konstant über ihre Länge, wobei der kürzere Schenkel 7 der schmalere Schenkel ist. Am freien Ende des schmaleren, kürzeren Schenkels 7 ist dieser abgerundet.
Der längere Schenkel 6 weist in der Nähe seiner beiden Enden je eine längliche Öffnung 9 auf, durch die hindurch jeweils ein Gurt ziehbar ist.
Anhand der Fig. 6 wird nun erläutert, wie die Haltevorrichtung gemäss Fig. 5 am Bein festgelegt wird.
Ein einzelner Gurt 25 ist durch die beiden Öffnungen 9 in der Haltevorrichtung geführt, die eine entsprechend der Breite des Gurtes 25 ausgebildete Länge aufweisen. Auch hier ist noch eine weiche Unterlage 24 vorgesehen, die zwischen Haltevorrichtung 5 und Bein zu liegen kommt. Der Gurt wird dabei um das Bein geführt, wobei er vorne unmittelbar unter dem Knie und hinten in der Kniekehle zu liegen kommt. Die U-förmige Haltevorrichtung 5 öffnet sich dabei nach vorne, wobei der die beiden Schenkel 7 und 8 verbindende Steg leicht schräg angeordnet ist und von vorne oben nach hinten unten verläuft.
Die Stöcke 4 sind besonders biegefest.
Wenn der Sportler in eine Situation kommt, in der er bremsen muss, so führt er die Stöcke 4 in die an den beiden Knien 3 festgelegten Haken 13 (vgl. die Ausführungsform gemäss Fig. 2 bis 4) ein, die an ihren freien Enden leicht nach aussen abstehen. Beim Einlegen der Stöcke 4 werden die Haken 13 nach aussen verschwenkt, wodurch die Stöcke 4 jeweils vollständig eingeführt
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(eingehakt) werden können. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 legt der Sportler die Stöcke von vorne in die Haltevorrichtung 5 ein.
Gleichzeitig werden die Stockenden 30 durch Zusammenführen der die Griffe haltenden Hände und Emporheben derselben auf'den Boden gedrückt.
Durch mehr oder weniger starkes Anziehen der Stockgriffe wird die auf den Untergrund ausge- übte Kraft variiert.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Einrichtung (2) zum Bremsen bei mit Hilfe von Stöcken (4), die an einem Ende einen
Handgriff aufweisen, betriebenen Sportarten, insbesondere Skilanglauf, bei denen der an dem Handgriff mit der Hand des Sportlers (1) gehaltene Stock (4) mit seinem dem Hand- griff gegenüberliegenden Ende Kontakt zum Boden hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung einen starren, nach unten gerichteten Haken (5; 13) aufweist, der bei der
Benutzung der Einrichtung (2) im Bereich des Knies (3) des Sportlers (1) angeordnet und am Körper des Sportlers (1) befestigt gehalten ist, wobei der Stock (4) mit seinem mittleren
Längsabschnitt in den Haken (5; 13) einsetzbar ist und beim Bremsen mit dem dem Hand- griff gegenüberliegenden Ende auf / in einen Boden-Untergrund drückbar ist.