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Die Erfindung betrifft einen Vorhanggleiter nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Vorhanggleiter sind in zahlreichen Ausführungen bekannt geworden. Sie können an beliebiger Stelle der Schiene in diese eingeführt werden. Eine sogenannte Einlupföffnung ist nicht erforderlich. Einen solchen Gleiter zeigt beispielsweise die CH-A-675 960. Am Gleitkopf weist dieser Gleiter zwei seitlich abstehende Sicherungslippen auf, die federelastisch angeformt sind und Gleitteile bilden, welche den Gleiter an den Rändern des Längsschlitzes verschieblich abstützen, nachteilig sind bei diesem Gleiter, dass sich die seitlich vorstehenden und kantigen Sicherungslip- pen beim Waschen im Vorhangstoff verhaken können. Ein ähnlicher Gleiter ist aus der CH-A-676 193 bekannt geworden. Auch hier besteht das Problem, dass sich die Gleiter beim Wa- schen im Vorhangstoff verhaken können. Ein ähnlicher Gleiter zeigt auch die CH-A-481 619.
Derartige Gleiter bei denen die beidenGleitteile in der Seitenansicht jeweils an einem oberen Rand bogenförmig ausgebildet sind, offenbaren die WO 94/24 912 A1 und die DE 85 27 230 U1, womit ein verkanten der Gleiter im Gleitkanal vermieden werden soll. Durch das Vorsehen eines Verstell- schlitzes zwischen den beiden Gleitteilen, über den die beiden Gleitteile fedemd gegeneinander verschwenkbar sind, verringert sich allerdings die Tragkraft des Gleiters.
Die DE-C-195 08 378 zeigt einen Gleiter, bei dem der Gleitkopf eine dachförmige, insbesonde- re satteldachförmige Oberseite aufweist. Die Gleitteile sind hier als Backen bezeichnet und diese sind an zwei Bügeln gelagert. Auch hier besteht die Gefahr eines Einhakens des Gleiters im Vor- hangtuch. Zudem dürfte die Herstellung dieses Gleiters im Spritzgussverfahren ausserordentlich aufwendig sein.
Die DE-A-393 39 07 zeigt einen Gleiter, bei dem die Gleitteile durch elastische Arme gebildet sind, die nach unten und seitlich nach aussen ragen. Die -Gefahr eines Verhakens ist hier beson- ders gross. Dies gilt auch für die 'Gleiter gemäss der DE-A- 433 05 33, der DE-A-370 71 33 und der oben genannten CH-A-481 619.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorhanggleiter der genannten Art zu schaffen, der einfach und kostengünstig herstellbar ist und bei dem die Gefahr eines Verhakens im Vorhang- tuch wesentlich vermindert ist.
Die Aufgabe ist bei einem gattungsgemässen Vorhanggleiter gemäss Anspruch 1 gelöst.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stützteile im Wesentlichen vertikal nach oben ragen und jeweils an einem unteren Ende federelastisch angeformt sind und dass zwischen den oberen Enden der Gleitteile ein Zwischenraum ausgespart ist, derart, dass die oberen Enden der Gleitteile beim Einsetzen des Gleitkopfes in den Längsschlitz flügelartig gegen- einander verschwenkbar sind. Eine besonders kompakte Ausführung ergibt sich dadurch, dass die genannten beiden Gleitteile in Seitenansicht gesehen bogenförmig ausgebildet sind. Der Gleiter eignet sich besonders auch zum Einführen mittels einer Einfahrschleuse, wie sie beispielsweise im schweizerischen Patentgesuch Nr. 419/98 des Anmelder offenbart ist. Die kompakte abgerundete Kopfform vermeidet nicht nur ein Verhaken im Vorhangtuch, sondern auch ein Anecken in einer Ein- und Ausfahrschleuse.
Zudem ist die einstückige Herstellung im Spritzgussverfahren ohne weiteres möglich.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der nach- folgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine räumliche Ansicht eines erfindungsgemässen Vorhanggleiters,
Figur 2 ein vertikaler Schnitt durch den Vorhanggleiter gemäss Figur 1,
Figur 3 eine Ansicht des Vorhanggleiters,
Figur 4 eine Ansicht eines in eine Vorhangschiene eingeführten Gleiters,
Figur 5 eine weitere Ansicht des Vorhanggleiters und
Figur 6 schematisch das Einführen des Vorhanggleiters in den Längsschlitz einer Schiene.
Der in den Figuren 1 bis 4 gezeigte Vorhanggleiter 1 ist einstückig im Spritzgussverfahren aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt. Zu seiner Befestigung an einem hier nicht gezeigten Vorhangtuch weist der Gleiter 1 als Befestigungsorgan einen Haken 7 oder eine sonst übliche Öse auf. In der Regel ist der Gleiter 1 fest mit dem Vorhangtuch verbunden und wird beim Waschen nicht abgenommen.
Der Gleiter 1 weist einen Gleitkopf 4 auf, der eine Platte 11mit seitlich vorragenden 'Führungs-
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lippen 11a besitzt. An der Unterseite dieser Platte 11 ist der Haken 7 angeformt. An der Oberseite der Platte 11sind zwei im Abstand zueinander angeordnete Seitenwandungen 9 angeformt, die im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Seitenwandungen 9 ragen von der Platte 11aus nach oben und sind wie ersichtlich schmaler als die Platte 11. An diesen beiden Platten 9 sind Gleitteile 5 angeformt, die sich in Gleitrichtung erstrecken und die ebenfalls im Abstand zuein- ander angeordnet sind.
Jeder Gleitteil 5 ist an zwei in Figur 1 mit S bezeichneten Stellen mit den beiden Platten ver- bunden. Die Stellen S bilden Gelenkpunkte, an denen die Gleitteile 5 schwenkbar an den Platten 9 befestigt sind. Die beiden Gleitteile 5 weisen jeweils zwei seitliche Vorsprünge 12 auf, die durch eine vertikal verlaufende Rille 10 voneinander getrennt sind. Die beiden Vorsprünge 12 sind jedoch jeweils durch eine Wandung 13 miteinander verbunden, wie die Figur 2 deutlich erkennen lässt. An der Unterseite dieser Vorsprünge 2 befindet sich eine sich etwa horizontal erstreckende Gleitfläche 12a, an welcher der Gleiter 1 auf Rändern 6 der Schiene 2 gleitverschieblich abgestützt ist.
Die beiden Gleitteile 5 weisen jeweils einen bogenförmigen oberen Rand 5a auf, der sich je- weils zwischen zwei Gelenkstellen S erstreckt. Die beiden Ränder 5a sind insbesondere kreisbo- genförmig und verlaufen parallel zueinander.
Zwischen den beiden Wandungen 12 befindet sich ein Zwischenraum 8, der sich bis zur Platte 11 erstreckt und der mit einem quer verlaufenden Durchgang 14 verbunden ist. Der Durchgang 14 erstreckt sich seitlich von einer Wandung 9 zur andere, derart, dass die Vorsprünge 12 jeweils unterhalb der Gleitfläche 12a frei sind, wie insbesondere die Figur 2 zeigt.
Nachfolgend wird das Einführen eines Gleiter 1 in den Längsschlitz 3 einer Vorhangschiene 2 anhand der Figuren 4 bis 6 näher erläutert.
Der Gleiter 1 wird an einer beliebigen Stelle der Schiene 2 von unten in den Längsschlitz 3 ein- geführt. Die Breite des Schlitzes 3 entspricht im Wesentlichen der in Figur 3 gezeigten Breite A des Gleitkopfes 4 an seinem oberen Ende. Die Vorsprünge 12 bilden Verbreiterungen des Gleitkopfes 11 und weisen gemäss Figur 3 keilförmig nach aussen ragende Seitenflächen 12a auf. Beim Einführen des Gleitkopfes 4 in den Schlitz 3 gleiten diese Vorsprünge 12 an den Seitenflächen 12a den Rändern 6 entlang. Hierbei wird der Gleitkopf 4 zusammengepresst und kann weiter in den Schlitz 3 vorgeschoben werden. Die beiden Gleitteile 5 werden hierbei um die Gelenkstellen S nach innen verschwenkt. Gleichzeitig werden die beiden Vorsprünge 12 unter Verringerung des entsprechenden Schlitzes 10 gegeneinander bewegt, wie die Figur 6 zeigt.
Die beiden Gleitteile 5 werden somit jeweils um eine vertikale Achse nach innen gefaltet. Die genannte Schwenkbewe- gung um die Gelenkpunkte S sowie die Faltbewegung ermöglicht ein vollständiges Einführen des Gleitkopfes 4 in die Schiene 2 mit vergleichsweise kleinem Kraftaufwand.
Die Figur 4 zeigt einen Gleiter 1, der in eine Schiene 2 eingeführt und durch ein hier nicht ge- zeigtes Vorhangtuch belastet ist. Bei einem nicht belasteten Gleiter 1 sind die beiden Gleitteile 5 in der in Figur 3 gezeigten Ruhestellung. Bei einer Belastung können diese Gleitteile 5 jedoch ge- mäss Figur 4 etwas nach innen verschwenkt sein. Die Abstützung und Sicherung des Gleiters 1 in der Vorhangschiene 2 ist aber weiterhin gewährleistet, wie die Figur 4 zeigt. Ein Grund für die grosse Belastungsfähigkeit des Gleiters 1 wird darin gesehen, dass die Gleitflächen 12a ver- gleichsweise kurz sind und damit der Angriffspunkt der Kraft auf die beiden Gleitteile 5 einen vergleichsweise kurzen Abstand zu den Gelenkstellen S aufweisen. Der Hebelarm ist somit ver- gleichsweise kurz.
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