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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme und zum Transport von länglichen Stük- ken, wie Stangen oder Rohren etc., einen länglich gestalteten oben offenen Behälter, vorzugswei- se als Käfig ausgestaltet, aufweisend, der mit einem geschlossenen vorderen Ende und mit einer
Befestigungseinrichtung für eine Montage auf einem Fahrzeug ausgestattet ist.
Üblicherweise werden Langgüter, wie Rohre, Stangenmaterial, Pfosten etc., einzeln oder in
Bündel auf den Rahmen eines LKW oder Pritschenwagens oder auf einem Dachträger, wie er z. B. bei Kastenwägen vorgesehen ist, festgezurrt Hierbei kann es jedoch im Falle einer Notbremsung zu einem unbeabsichtigten Abladen der Langgüter kommen, was eine erhebliche Verletzungsge- fahr für Verkehrsteilnehmer darstellt. Eine solche Verletzungsgefahr ist auch im Falle einer Ver- wicklung des mit dem Langgut beladenen Kraftfahrzeugs in einen Unfall gegeben. Ein weiterer
Nachteil ist im umständlichen Be- und Entladen eines solcherart zum Transport von Langgütern verwendeten Kraftfahrzeugs zu sehen.
Weiters haben schräg an einem Pritschenwagen montierte
Langgüter, die über die Fahrerkabine schräg nach oben hinausragen, einen hohen Luftwiderstand zur Folge
Ein Behälter der eingangs beschriebenen Art ist beispielsweise aus der DE 30 06 304 A1 be- kannt. Es handelt sich bei dem bekannten Behälter um einen Dachgepackträger für Personen- kraftwagen, der ein strömungsgünstig geformtes Vorsatzstück aufweist, welches die Stirnfläche und die vorderen Eckseitenbereiche des Dachgepäckträgers schalenformig umschliesst. Eine
Behälter ähnlicher Bauart ist aus der DE 29 33 915 A1 bekannt. Auch hierbei handelt es sich um einen Dachgepäckträger für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der einleitend angeführten Nachteile und Schwierig- keiten und stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die nicht nur ein einfaches Auf- und Abladen an einem Fahrzeug, sondern auch ein platzsparendes
Unterbringen zu mehreren, insbesondere in einer Werkstatt, ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch Koppeleinrichtungen zum Ankoppeln an ei- ne mit Gegenkoppeleinrichtungen ausgestattete Hubeinrichtung, wie einen Kran, wobei die Kop- peleinrichtungen von Hebelaschen, die sich von dem Behälter nach oben erstrecken, gebildet sind, und wobei die Distanz zweier einander gegenüberliegender Hebelaschen mindestens gleich gross ist wie die Breite des Behälters an seiner Unterseite.
Vorzugsweise sind die Koppeleinrichtungen von seitlich des Behälters angeordneten Hebebol- zen gebildet oder sind die Hebelachsen mit zum Ankoppeln an eine Hubeinrichtung geeigneten Ausnehmungen ausgestattet.
Eine besonders einfache Ausgestaltung der Erfindung liegt dann, dass die Hebelaschen mit vertikal ausgerichteten Langlöchern ausgestattet sind.
Um ein einfaches Hantieren mit der erfindungsgemässen Einrichtung zu ermöglichen, ist der Behälter an seiner Unterseite mit Gabelösen zum Verbringen mittels eines Hubstaplers versehen
Vorteilhaft ist der Behälter mit Befestigungsmitteln für eine Fixierung der länglichen Stücke in- nerhalb des Behälters ausgestattet.
Zweckmässig ist die Befestigungseinrichtung von Schnellverschlüssen gebildet, vorzugsweise von Schnapphebelverschlüssen.
Um Platz zu sparen, ist der Behälter vorteilhaft zwecks Stapelbarkeit an seiner Oberseite mit Auflagen zur Aufnahme eines weiteren Behälters und an seiner Unterseite mit Auflagen zum Abstützen auf einen weiteren Behälter ausgestattet.
Ein besonders niedriger Luftwiderstand ergibt sich, wenn das vordere Ende des Behälters in an sich bekannter Weise keilförmig gestaltet ist, u. zw. mit einer unteren, sich in Längsrichtung des Behälters erstreckenden Wand und einer oberen, zur unteren Wand in Richtung nach vorne kon- vergierenden Wand.
Um ein Verrutschen des Langgutes zu erschweren oder zu verhindern, ist der Käfig in an sich bekannter Weise vorteilhaft innenseitig mit Auflagen, die einen hohen Reibungskoeffizienten auf- weisen, wie beispielsweise Gummi- oder Neoprenauflagen, versehen.
Eine besonders gute Befestigungsmöglichkeit der erfindungsgemässen Einrichtung auf einem Kraftfahrzeug ist gegeben, wenn der Behälter Auflager zum Auflegen auf einen Grundrahmen aufweist, der mit Auflageeinrichtungen zum Abstützen des Behälters und mit Stützeinrichtungen zum Abstützen an einer Ladefläche oder auf dem Dach eines Kraftfahrzeuges aufweist.
Vorteilhaft ist der Grundrahmen mit einem Teil der Befestigungseinrichtung ausgestattet, der
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mit dem am Behälter vorgesehenen Teil zusammenwirkt.
Ein einfaches Hantieren z.B. mittels eine Kranes etc. lässt sich verwirklichen, wenn die Hubem- nchtung ein die Gegenkoppeleinrichtungen tragendes Hebezeug aufweist.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform weist das Hebezeug hakenförmige Enden auf, die mit den Hebebolzen in und ausser Eingriff bringbar sind
Ein einfaches manuelles Hantieren mit einer erfindungsgemässen Einrichtung ist mit einem
Fahrgestell zur Aufnahme einer erfindungsgemässen Einrichtung gegeben, wobei der Behälter
Auflagen zur Abstützung an einem Fahrgestell mit einem länglichen an die Gestalt des Behälters angepassten Rahmen, an dessen Unterseite Fahrrollen angeordnet sind und an dem seitlich nach oben ragende Bügel befestigt sind, die bis in Griffhöhe ragen, aufweist.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei- spiels näher erläutert, wobei die Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemässe Einrichtung jeweils im
Schrägriss, u. zw. einmal von oben gesehen und einmal von unten gesehen, veranschaulichen.
Fig 3 stellt eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs mit montierter erfindungsgemässe Einrichtung dar. Fig. 4 veranschaulicht einen Grundrahmen, wie er für den Einsatz bei Kraftfahrzeugen, die als
Pritschenwagen gestaltet sind, zweckmässig ist, im Schrägriss. Fig. 5 zeigt ein Hebezeug im
Schrägriss, Fig. 6 das Zusammenwirken des Hebezeugs mit der erfindungemässen Einrichtung. Die
Fig. 7 und 8 zeigen ein Fahrgestell zur Aufnahme einer erfindungsgemässen Einrichtung jeweils im Schrägriss, u. zw. einmal von oben und einmal von unten ; 9 veranschaulicht das Fahrgestell beladen mit einer erfindungsgemässen Einrichtung im Schrägriss.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Aufnahme und zum Transport von Langgut ist von ei- nem länglich gestalteten und zumindest oben offenen Behälter 1, der gemäss der dargestellten
Ausführungsform in Art eines Käfigs gestaltet ist, gebildet. Der Käfig 1 ist von vier Längstragern 2 gebildet und weist einen Querschnitt senkrecht zu seiner Längsachse in Form eines Rechtecks auf. An den vier Ecken des Rechtecks verlaufen die Längsträger 2. Die unteren beiden Längstra- ger 2 sind mit Querträgern 3 verbunden, die jeweils seitlich liegenden Langsträger 2 mit Vertikal- stützen 4. Hierdurch ist ein besonders leichter nach oben offener Käfig gebildet.
Sein vorderes Ende 5 ist geschlossen ausgebildet, wobei zur Reduzierung des Luftwiderstan- des das geschlossene Ende 5 keilförmig gestaltet ist. Es weist eine untere, sich in Längsrichtung des Käfigs erstreckende Wand 6 und eine obere, schräg zur Längsrichtung angeordnete Wand 7 auf, die zur unteren Wand 6 in Richtung zum vorderen Ende hin konvergiert. Die obere Wand 7 des vorderen Endes 5 oder eine dahinter angeordnete weitere Wand bildet für im Käfig 1 gelager- tes Langgut eine Prallplatte. Das hintere Ende des Käfigs 1 ist offen gehalten.
Um den Käfig mit einem Hubstapler bewegen zu können, sind an den unteren Längsträgern 2 nach unten ragende Gabelösen 8 angeschweisst oder angeschraubt. Die oberen Längsträger 2 sind, um ein Hantieren des Käfigs 1 mit einer Fördereinrichtung, wie mit einem Kran, zu gestatten, mit Koppeleinrichtungen 9,10 versehen. Diese werden einerseits von sich vertikal nach oben erstreckenden Traglaschen 9 mit Langlochern 11 gebildet und anderseits von Hebebolzen 10, deren Funktion später noch erläutert wird. Die Traglaschen 9 bzw. Hebebolzen 10 sind so ange- ordnet, dass der Schwerpunkt des Käfigs zwischen dem vorderen und dem hinteren Paar der Koppeleinrichtungen 9 bzw. 10 zu liegen kommen.
Die inneren, von den Querträgern 3 und Vertikalstützen 4 gebildeten Flächen sind mit einer Auflage 12, die einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist, versehen ; können beispielsweise Gummi- oder Neoprenauflagen angeordnet sein, wodurch ein Verrutschen von Langgütern er- schwert bzw verhindert wird.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, ist der Käfig 1 an einem auf einer Ladefläche eines Pritschen- wagens 13 montierten Grundrahmen 14 gelagert und an diesem mit Schnellverschlüssen 15 befe- stigt. Diese Schnellverschlüsse 15 sind vorzugsweise von Schnapphebelverschlüssen gebildet. Die Gabelösen 8 können als Auflagesicherung fur den Käfig 1 dienen, sodass er gegenüber dem Grundrahmen 14, an dem die Gabelösen 8 zur Anlage gelangen, nicht nach vor verrutschen kann.
Dies ist eine zusätzliche Sicherung zu den Schnellverschlüssen 15. Zur Auflagesicherung können jedoch auch gewinkelte Bleche 14' (vgl. Fig. 2) vorgesehen sein.
Eine Ausführungsform eines Grundrahmens 14 ist in Fig. 4 veranschaulicht. Er weist einen vor- deren und einen hinteren Rahmenteil 16, 17 auf, die durch zwei Längsträger 18 miteinander ver- bunden sind und hinter der Fahrerkabine 19 sowie am Ende der Ladefläche 12 diese quer über-
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spannen. Jeder dieser beiden Rahmenteile 16,17 besteht aus senkrechten, jeweils zur Montage an den Ecken der Ladefläche gedachten Formrohren 19, die an die Fahrzeugkontur angepasst sein konnen, und einem oberen und untereren Querriegel 20, 21. Die senkrechten Formrohre 19 überragen den oberen Quernegel 20. Die Längsträger 18 sind in der Höhe so angeordnet, dass eine Stapelgabel ausreichend Spiel für das Einfahren sowie das Anheben bzw.
Absetzen von
Ladegut vorfindet An den oberen Querriegeln 20 des vorderen und des hinteren Rahmenteils 16,
17 kommt der Käfig 1 zu liegen Die Höhe des Grundrahmens 14 richtet sich nach der Höhe der Fahrerkabine 19, da der erfindungsgemässe Käfig 1 in der Regel uber diese hinausragt, um mog- lichst lange Güter transportieren zu können. Für Kastenwagen ist die Höhe des Grundrahmens 14 entsprechend verringert, sodass der erfindungsgemässe Käfig 1 knapp über dem Dach des Kas- tenwagens zu liegen kommt ; eine Befestigung ist dann an den Regenrinnen möglich.
In Fig. 5 ist ein Hebezeug 22 veranschaulicht, mit dem der Käfig 1 mit Hilfe eines Kranes etc. bewegt werden kann. Dieses Hebezeug weist einen horizontal gerichteten Rahmen 23 auf, von dem an den vier Eckbereichen vertikal nach unten hakenförmige Aufnehmer 24 ragen, deren hakenformige Enden 25 mit den Hebebolzen 10 des Käfiges 1 in und ausser Eingriff bringbar sind Eine Eingriffstellung ist z. B. in Fig. 6 veranschaulicht. Mittels Seilen 26, die zu einem zentralen Aufhangepunkt 27 führen, kann das Hebezeug an einem Kranhaken etc. aufgehängt werden.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein Fahrgestell 28 zur Aufnahme eines Käfigs 1, das von einem Rah- men 29 gebildet ist, an dessen Unterseite vier Fahrrollen 30 in üblicher Weise angeordnet sind An einem Ende des Rahmens 29 ragen Bügel 31 nach oben u. zw. bis in Griffhöhe, sodass das Fahr- gestell 28 samt aufgesetztem Käfig 1 leicht manipulierbar ist. Ein Fahrgestell mit aufgeladenem Käfig zeigt Fig. 9.
Fur eine Stapelung von Käfigen 1 dienen die Traglaschen 9 als seitliche Stützen, die Käfige 1 liegen mit ihren Längsträgern aufeinander.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist im Zusammenwirken des Behälters 1 mit dem Hebe- zeug 22, mit dem Fahrgestell 28 und mit dem Grundrahmen 14 zu sehen, da hierdurch der Trans- port vom Betrieb (Werkstätte, Lager etc. ) bis zum Einsatzort (Baustelle) des Langgutes einfach und sicher durchführbar ist.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausfuhrungsbeispiel, sondern kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. Beispielsweise kann der Käfig 1 unter- schiedliche Querschnittsformen aufweisen, die sich nach dem zu transportierenden Langgut rich- ten. Die erfindungsgemässe Einrichtung muss auch nicht als Käfig 1 ausgestaltet sein, beispiels- weise können die Wände und der Boden auch aus Blechplatten gebildet sein, jedoch ist die Käfig- konstruktion gewichtsmässig zu bevorzugen.
PATENTANSPRÜCHE:
1 Einrichtung zur Aufnahme und zum Transport von länglichen Stücken, wie Stangen oder
Rohren etc., einen länglich gestalteten oben offenen Behälter (1), vorzugsweise als Käfig (1) ausgestaltet, aufweisend, der mit einem geschlossenen vorderen Ende (5) und mit ei- ner Befestigungseinrichtung (15) fur eine Montage auf einem Fahrzeug (13) ausgestattet ist, gekennzeichnet durch Koppeleinrichtungen (9,10) zum Ankoppeln an eine mit Gegen- koppeleinrichtungen (25) ausgestattete Hubeinrichtung, wie einen Kran, wobei die Kop- peleinrichtungen von Hebelaschen (9), die sich von dem Behälter (1) nach oben erstrek- ken, gebildet sind, und dass die Distanz zweier einander gegenüberliegender Hebelachsen (9) mindestens gleich gross ist wie die Breite des Behälters (1) an seiner Unterseite.