<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Warmwasserspeicher gemäss dem Oberbe- griff des Patentanspruchs.
Ein solcher Warmwasserspeicher ist bekannt geworden aus der EP 309 198 A1. Hierbei sind die beiden Speicherbehälter an der Ober- und Unterseite durch eine Rohrverbindung miteinander verbunden. Wegen des grossen Gewichtes des innenliegenden, mit Wasser gefüllten Speicherbe- hälters, ist diese Rohrverbindung stark belastet, und insbesondere die Verbindungen der Rohrver- bindung mit beiden Speicherbehältern sind thermischen Spannungen ausgesetzt, so dass die Gefahr des Verlustes des Vakuums gegeben ist.
Ziel der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und einen Warmwasserspeicher der eingangs näher bezeichneten Art vorzuschlagen, der sich sowohl durch geringe Bereitschaftsver- luste und ein geringes Gewicht auszeichnet, und andererseits langzeitstabil ist.
Die Lösung der Aufgabe geschieht erfindungsgemäss bei einem Warmwasserspeicher der ein- gangs näher bezeichneten Art durch die Merkmale des Patentanspruchs.
Vakuumisolierte Thermoskannen sind zwar schon seit langem bekannt, doch weisen diese in der Regel einen Inhalt von lediglich einem Liter oder weniger auf. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedlich grosse, meinandergesteckte Behälter, wobei der Spalt zwischen diesen evakuiert ist. Durch das Vakuum werden die Wärmeverluste zwischen dem Aussen- und dem Innenbehälter beträchtlich reduziert. Die Wärmeleitung und Konvektion am Behältermantel werden nahezu voll- ständig unterdrückt. Massgebliche Wärmeströme entstehen lediglich durch Wärmestrahlung am Behältermantel und durch Wärmeleitung an der Stelle, an der Aussen- und Innenbehälter miteinan- der verbunden sind.
Bei Thermoskannen liegt diese Stelle meist in der Nähe des Ausgusses, wo- bei durch das Überstülpen eines Trinkbechers über diese Verbindungsstelle die Wärmeverluste nochmals reduziert werden können.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ergibt sich der Vorteil einer nur sehr kleinen Wärme- abstrahlung und daher ergeben sich nur sehr kleine Bereitschaftsverluste, weil durch die Ausbil- dung der Füsse eine entsprechende Verlängerung der Wärmeleitung vom Speicherbehälter zum Aussenbehälter stattfindet, wodurch der Wärmeabfluss entsprechend vermindert wird. So betragen diese bei einem erfindungsgemässen Speicher mit einem Inhalt von ca. 1201 weniger als 4W, ge- genüber 40 bis 80W bei konventionellen Warmwasserspeichern. Ausserdem ergibt sich auch eine Reduzierung des Gewichtes auf ca. 40 kg und, verglichen mit den herkömmlichen Warmwasser- speichern, die meist ein Gewicht von 60 kg aufweisen, sowie eine Verminderung des Volumens auf ca. 66% des Volumens eines herkömmlichen, mit einer 50 mm PU-Schaumstoffisolierung versehe- nen herkömmlichen Warmwasserspeicher.
Weiters erübrigt sich auch die Anbringung einer Ver- kleidung, da der Aussenbehälter aufgrund des Vakuums aus einem entsprechend festen Material, wie z.B. Edelstahl hergestellt werden muss und daher gegen Beschädigungen nicht empfindlich ist.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert, die schematisch einen erfin- dungsgemässen Warmwasserspeicher zeigt.
Der dargestellte Warmwasserbehälter 1 weist einen Speicherbehälter 3 auf, der vorzugsweise aus Edelstahl hergestellt ist, wodurch Korrosionsprobleme vermieden werden können. Dieser Spei- cherbehälter 3 ist über eine Führung 9 mit einem Aussenbehälter 2 verbunden, wobei die Führungs- teile 9 mit den beiden Behältern 3,2 verschweisst sind, um die gegenseitige Lage der beiden Behäl- ter 3,2 in vertikaler Richtung zu fixieren.
Der Aussenbehälter 2 umgibt den Speicherbehälter 3 allseitig vollständig mit einem Spalt 4, der evakuiert ist.
Der Speicherbehälter 3 ist über drei Füsse 5 aller Innenseiten 14 des Bodens 15 des Aussenbe- hältes 2 abgestützt, wobei die Füsse zur Verlängerung des Weges für die Wärmeleitung ähnlich Wendelfedern ausgebildet sind.
Weiters ist eine Durchführung 6 vorgesehen, die den Spalt 4 zwischen dem Aussenbehälter 2 und dem Speicherbehälter 3 durchsetzt. Dabei ist ein Faltenbalg 10 vorgesehen, der mit an dem Speicherbehälter 3 und dem Aussenbehälter 2 angebrachten Stutzen 11,12 verbunden ist und ebenfalls zur Verlängerung des Weges für die Wärmeleitung, verglichen mit einem Glattrohr, dient.
Durch die Durchführung 6 und von den Stutzen 11,12 umschlossene verschliessbare Öffnun- gen können Leitungen, wie eine Kaltwasserzuleitung und Anschlüsse eines Heizkörpers in das
Innere des Speicherbehälters 3 geführt werden.
Weiters ist zum Entleeren des Speicherbehälters 3 ein Rohr 7 aus dem obersten Bereich 16
<Desc/Clms Page number 2>
des Speicherbehälters 3 ins Freie geführt, die den Spalt 4 zwischen den beiden Behältern 2,3 und auch den Aussenbehälter 2 durchsetzt. Dabei ist dieses Rohr 7 im Bereich des Speicherbehälters 3 mit einer Isolierung 13 versehen, um einen Ausgleich von Temperaturunterschieden aufgrund der Temperaturschichtung im Inneren des Speicherbehälters über das Rohr 7 weitgehend zu vermei- den.
Der Aussenbehälter 2 ist zur Erhöhung seiner Steifigkeit mit Prägungen und bzw. Rippen 8 ver- sehen. Durch diese Prägungen 8 wird die Festigkeit des Behälters gegen ein Eindellen des Aussenbehälters 2 aufgrund des im Spalt 4 herrschenden Vakuums und der damit verbundenen Be- lastungen erhöht, bzw. es kann aufgrund der Einprägungen die Materialstärke des Aussenbehälters 2 herabgesetzt werden.