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bDie Erfindung betrifft eine strangförmige, aus elastischem Material bestehende Profildichtung, die in den Spalt zwischen einer Scheibe und einem Rahmen, insbesondere Fensterrahmen, ein- setzbar ist, insbesondere zur Abdichtung auf der Wetterseite, und die einstückig um den abge- winkelten Bereich des Spaltes an einer Ecke der Scheibe bzw.
des Rahmens fuhrbar ist, wobei die Profildichtung auf ihrer der Scheibe zugewandten Seite eine äussere, im abgewinkelten Bereich des Spaltes eine Druckzone darstellende Dichtungshppe zur Anlage an der Scheibe und eine innere, im abgewinkelten Bereich des Spaltes eine Zugzone darstellende Dichtungslippe zur Anlage an der Scheibe umfasst sowie auf der dem Rahmen zugewandten Seite einen eine Anlageschulter des Rahmens aussen überdeckenden Steg aufweist, im Verbindungsbereich des dem freien Ende der äusseren Dichtungslippe gegenüberliegenden Fussbereiches der äusseren Dichtungslippe mit dem dem freien Ende des Steges gegenüberliegenden Fussbereich des Steges ein V-formiger Einschnitt angeordnet ist,
über welchen die äussere Dichtungslippe nach oben verschwenkbar ist und an der dem Spalt zugewandten Innenseite des die Anlageschulter übergreifenden Steges ein im wesentli- chen parallel zur Scheibe ausgerichteter Steg angeordnet ist
Die Begriffe "aussen" und "innen" werden in dieser Schrift auf die relative Lage im Spalt zwi- schen Scheibe und Rahmen bezogen, wobei ein "innerer Teil" weiter in der Tiefe dieses Spaltes liegt als ein "äusserer Teil".
Zur Dichtung der Fuge zwischen dem Fensterrahmen und der Glasscheibe auf der Wetterseite des Fensters, um die innenliegende Konstruktion sowie den Glasrandverbund eines Isolierglases vor Feuchtigkeitseinwirkung zu schützen, sind extrudierte Profile aus einem Thermoplast, einem Thermoplast-Elastomer-Gemisch oder einem Elastomer bekannt, die endlos hergestellt und an- schliessend auf die notwendige Lange zugeschnitten werden. Die Verbindung der Dichtungsteile an den Eckbereichen des Rahmens bzw. der Scheibe erfolgt dabei üblicherweise entweder durch Anbringung von Gehrungsschnitten und Kleben oder Schweissen (bei Thermoplasten) oder durch stumpfes Abschneiden und Zusammenvulkanisieren in einer Form (bei Elastomeren) Diese Her- stellung einer umlaufenden Scheibendichtung ist arbeitsaufwendig und somit teuer.
Es wurde daher bereits vorgeschlagen, die Profildichtung einstuckig um die Eckbereiche her- umzuziehen, und es wurden spezielle Massnahmen vorgeschlagen, um dies zu ermoglichen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Fenster in der Regel rechtwinkelige Ecken aufweisen und das Dichtungsprofil daher einen sehr engen Biegeradius erlauben muss ohne eine Beeinträchtigung der Abdichtung, welche insbesondere durch eine Faltenbildung oder Wellenbildung der an der Scheibe anliegenden Dichtlippen in diesem Bereich hervorgerufen werden könnte.
Eine derartige Profildichtung ist aus der EP 0 247 533 B1 bekannt. Bei dieser wurde vorge- schlagen, die äussere Dichtungslippe aus einem sogenannten "Moosgummi" herzustellen, der schwammartig eine Vielzahl von Poren aufweist. Dieser Moosgummi ist gegenüber einer in der Druckzone im Eckbereich des Rahmens bzw. der Scheibe auftretenden Stauchung relativ unemp- findlich und kann sich in die Poren hinein deformieren, so dass das Ausweichen unter Stauchung stark reduziert ist. Allerdings ist die Dichtwirkung von grossflächig anliegenden Moosgummikörpern nicht besonders gut und es kann zu Feuchtigkeit in den Hohlkammern kommen, die nur langsam wieder abgegeben wird und dabei speziell bei Holzfenstern langfristig Schaden hervorrufen kann
Ein weiteres Dichtungsprofil, welches zum einstückigen Umziehen des Fensters geeignet ist, ist aus der DE-OS 42 28 874 bekannt.
Hier ist die innere Dichtungslippe mit Einschnitten versehen und stellt somit eigentlich keinen Dichtungsteil, sondern einen Abstützsteg dar. Aufgrund dieser Einschnitte in der Zugzone entstehen im Eckbereich sehr viel kleinere Zugdehnungskomponenten und die Dichtung ist im wesentlichen ohne Faltenbildung an der äusseren Dichtlippe um den Eckbe- reich herumziehbar. Diese Einschnitte führen aber nicht nur zu einem Mehraufwand bei der Her- stellung, sondern auch zu einer verringerten Sicherheit der Dichtung, da faktisch nur mehr eine einzelne äussere Dichtung vorhanden ist.
Bei einer weiteren bekannten Profildichtung wird der im Bereich der äusseren Dichtungslippe liegende Bereich der Profildichtung besonders massiv mit grossen Matenalquerschnitten ausge- bildet und die innere Dichtungslippe mit durchgehenden Hohlräumen versehen. Durch die massive Ausbildung des äusseren Dichtbereiches wird die Gefahr der Faltenbildung im Eckbereich verringert und durch die Anordnung von Hohlräumen in der inneren Dichtungslippe kommt es zu einer Ver- ringerung der Querschnittshöhe beim Herumziehen um die Ecke durch ein Zusammendrücken der Hohlraume. Dadurch ergeben sich aufgrund des geringeren Abstands zwischen Druckzone und
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Zugzone geringere Kräfte.
Nachteilig an dieser Profildichtung ist, dass sie relativ steif ist und daher nur schwer um die Eckbereiche gezogen werden kann und dass ausserdem eine Faltenbildung im Eckbereich dennoch nicht völlig ausgeschlossen werden kann.
Eine Profildichtung der eingangs genannten Art ist aus der WO 99/09284 bekannt. Diese Profil- dichtung ist zum Einsetzen in den Spalt zwischen einer Scheibe und einem Rahmen vorgesehen und einstückig um den abgewinkelten Bereich des Spaltes führbar. Die Profildichtung weist äussere und innere Dichtungslippen zur Anlage an der Scheibe sowie auf der dem Rahmen zugewandten Seite einen eine Anlageschulter des Rahmens aussen überdeckenden Steg auf. Im Verbindungsbe- reich zwischen dem Fussbereich dieses Steges und dem Fussbereich der äusseren Dichtungslippe ist ein V-formiger Einschnitt angeordnet, über welchen die äussere Dichtungslippe nach oben ver- schwenkbar ist.
Weiters ist an der dem Spalt zugewandten Innenseite dieses Steges ein im we- sentlichen parallel zur Scheibe ausgerichteter Steg angeordnet
Die EP 404 199 A1 zeigt weiters eine Profildichtung zur Abdichtung des Spaltes zwischen einer Scheibe und einem Rahmen, die einstückig um den abgewinkelten Bereich des Spaltes an einer Ecke der Scheibe bzw. des Rahmens führbar ist. Die Profildichtung weist hierbei eine äussere Dichtungslippe aus einem härteren elastischen Material und eine innere Dichtungslippe aus einem demgegenüber weicheren elastischen Material auf. Weiters umfasst die Profildichtung auf der dem Rahmen zugewandten Seite einen Steg, der eine Anlageschulter des Rahmens aussen überdeckt, wobei dieser Steg ebenfalls aus dem härteren Material besteht.
Eine weitere Profildichtung, bei der eine äussere Dichtungslippe aus einem härteren elastischen Material als das Material einer inneren Dichtungslippe vorgesehen ist, ist aus der DE 42 28 987 A1 bekannt.
Bei beiden aus diesen Vorveroffentlichungen bekannten Profildichtungen ist zur Montage des Fensters vorgesehen, dass zunächst die Profildichtung am Fensterrahmen auf dessen Wetterseite vormontiert wird, und zwar entweder durch Verkleben (EP 404 199 A1) oder mittels einer in eine Ausnehmung im Rahmen reichenden Verankerung der Dichtung (DE 42 28 987 A1). Anschliessend wird die Glasscheibe von der Rauminnenseite her in den Rahmen eingesetzt und an die Dichtung angelegt und in der weiteren Folge befestigt. Zu einer Montage durch Eindrücken in einen Spalt wäre die Dichtung der DE 42 28 987 A1 klarerweise nicht geeignet und die Dichtung der EP 404 199 A1 ebenfalls kaum geeignet. Ein solcher Spalt weist nämlich toleranzbedingte Unter- schiede in seiner Breite auf, welche von der Dichtung aufnehmbar sein mussen.
Die Dichtung der EP 404 199 A1 kann demgegenüber aber nur relativ geringe Toleranzen aufnehmen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Profildichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche problemlos um die Eckbereich des Rahmens bzw. Fensters gezogen werden kann, wobei auch in diesen Bereichen eine zuverlässige Abdichtung erreicht wird und die dabei an unterschied- liche Spaltbreiten anpassbar ist.
Weiters soll sie stabil genug sein, um problemlos durch Druck auf die Aussenseite der Profildichtung in den Spalt zwischen Scheibe und Rahmen einpressbar zu sein Erfindungsgemäss gelingt dies bei einer Profildichtung der eingangs genannten Art dadurch, dass die äussere Dichtungslippe und der die Anlageschulter des Rahmens aussen überdeckende Steg in an sich bekannter Weise aus einem härteren elastischen Material bestehen als die innere Dich- tungslippe und dass der parallel zur Scheibe ausgerichtete Steg ebenfalls aus einem harteren Material als die innere Dichtungslippe besteht.
Eine Dichtungslippe aus einem weicheren elastischen Material ist mit einer kleineren Kraft dehnbar als eine Dichtungslippe aus einem härteren elastischen Material. Dadurch kommt es beim Herumziehen der Profildichtung um einen Eckbereich im Vergleich zu einer herkömmlichen Profil- dichtung zu einer stärkeren Dehnung der inneren Dichtungslippe und geringeren Stauchung der äusseren Dichtungslippe. Mit anderen Worten wird die neutrale Zone, in der weder Stauchung noch Dehnung auftritt, nach aussen in Richtung äusserer Dichtungslippe verschoben. Die Gefahr des Infaltenlegens bzw. Knitterns der äusseren Dichtungslippe im Eckbereich des Rahmens bzw. Fens- ters wird dadurch wesentlich verringert und die Flexibilitat der Profildichtung wird erhöht.
Durch den parallel zur Scheibe ausgerichteten Steg, der ebenfalls aus einem härteren Material als die innere Dichtungslippe besteht, wird die Profildichtung stabil genug, um problemlos in den Spalt zwischen Scheibe und Rahmen eingepresst werden zu können.
Durch das Merkmal des Anspruchs 2 kann vorteilhafterweise die Stabilität der Profildichtung gegenüber einem Einpressen in den Spalt zwischen Scheibe und Rahmen weiter erhöht werden.
Durch die Merkmale des Anspruchs 3 kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass trotz der
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Ausbildung der äusseren Dichtungslippe aus dem harteren Material und bei gleichzeitiger Anpass- barkeit der Profildichtung an unterschiedliche Spaltbreiten ein Herausfinden der Profildichtung aus dem Spalt (durch Schwingungen, wie sie durch Strassenverkehr oder Wind ausgelöst werden) ver- hindert wird.
Um bei der Ausbildung der äusseren Dichtungslippe aus einem harteren Material dennoch eine moglichst hohe Anpresskraft der äusseren Dichtungslippe gegen die Scheibe zu erreichen, wobei zur Erzielung einer ausreichenden Flexibilität dieser härteren Dichtungslippe ein V-formiger Ein- schnitt vorzusehen ist, können vorteilhafterweise die Merkmale des Anspruchs 4 vorgesehen sein
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert.
In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Profildichtung;
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt eines Teils eines Rahmens und einer Scheibe mit auf der Wetterseite zwischen Scheibe und Rahmen eingebrachter erfindungsgemasser Pro- fildichtung und
Fig 3 einen Teil einer schematischen Ansicht auf die Scheibe und den Rahmen von Fig. 2 von der Wetterseite aus
Die erfindungsgemässe strangförmige Profildichtung aus einem elastischen Material in Form eines Elastomers, eines Thermoplasts oder eines Thermoplast-Elastomer-Gemischs dient zur Abdichtung des Spaltes 1 zwischen einer Scheibe 2 und einem Rahmen 3, beispielsweise einem Fensterrahmen oder einem Türrahmen. In Fig. 2 ist eine erfindungsgemässe Profildichtung nur auf der Wetterseite angeordnet, auf der Gebäudeinnenseite der Scheibe 2 ist eine herkömmliche Dichtung 5 angeordnet.
Zum Einbau der Scheibe 2 wird zunächst die Dichtung 5 in den Rahmen 3 eingesetzt, in der Folge die Scheibe 2 an die Dichtung 5 angelegt und anschliessend die erfin- dungsgemässe Profildichtung in den Spalt 1 eingedrückt, wobei die Profildichtung 4 einstückig um die abgewinkelten Bereiche des Spaltes 1 an den Ecken 6 der Scheibe 2 bzw. des Rahmens 3 ge- führt wird.
Eine erfindungsgemässe Profildichtung ist in Fig. 1 im Detail dargestellt. Auf der der Scheibe 2 zugewandten Seite sind äussere und innere Dichtungslippen 7,8 vorgesehen. Im abgewinkelten Bereich des Spaltes 1 an der Ecke 6 stellt die äussere Dichtungslippe 7 eine Druckzone und die innere Dichtungslippe 8 eine Zugzone dar. Im Druckbereich der Profildichtung 4 liegt weiters ein auf der dem Rahmen 3 zugewandten Seite der Profildichtung 4 angeordneter Steg 9, dessen freies Ende eine Anlageschulter 10 des Rahmens 3 aussen überdeckt. An der dem Spalt zugewandten Innenseite des Steges 9 ist ein im wesentlichen parallel zur Scheibe 2 ausgerichteter Steg 11 an- geformt.
Vom Steg 9 geht ein weiterer, in spitzem Winkel zum Steg 11 angeordneter Steg 12 aus, wobei die inneren Enden der Stege 11,12 durch einen Verbindungssteg 13 miteinander verbunden sind und insgesamt von den Stegen 11,12, 13 ein Bereich mit einem im wesentlichen dreieckigen Querschnitt gebildet wird und ein sich in Längsrichtung der Profildichtung erstreckender, im Quer- schnitt dreieckförmiger Hohlraum 14 eingeschlossen wird Dieser von den Stegen 11,12, 13 gebil- dete, dreieckförmige Bereich stellt ein durch die Dreiecksform relativ formstabiles Verbindungsglied zwischen dem äusseren Bereich der Profildichtung und der inneren Dichtungslippe 8 dar.
Die erfindungsgemässe Profildichtung besteht aus mindestens zwei unterschiedlich harten Ma- terialien. Jedenfalls besteht die aussere Dichtungslippe 7 aus einem härteren elastischen Material als die innere Dichtungslippe 8. Bevorzugt ist, dass auch die übrigen im gebogenen Bereich der Profildichtung an der Ecke 6 der Scheibe 2 bzw. des Rahmens 3 im Druckbereich liegenden Teile der Profildichtung aus einem härteren Material als die im Zugbereich liegenden Teile bestehen.
Durch die härtere Ausbildung des äusseren Bereichs der Profildichtung wird dieser äussere, weniger leicht dehnbare Bereich im Eckbereich der Scheibe 2 bzw. des Rahmens 3, in dem er eine Druck- zone darstellt, weniger gestaucht, dafür der innenliegende Bereich der inneren Dichtungslippe 8 stärker gedehnt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die Profildichtung aus genau zwei unterschiedlich harten Materialien, wobei die äussere Dichtungslippe 7, der Steg 9 und der Steg 11 aus einem gegenüber den übrigen Teilen der Profildichtung härteren Material bestehen. Grund- sätzlich denkbar und möglich wäre es auch, die Profildichtung aus mehr als zwei unterschiedlich harten Materialien auszubilden.
Die starkere Dehnung der Zugzone und geringere Stauung der Druckzone werden zusätzlich dadurch unterstutzt, dass die in der Druckzone liegenden Teile, das sind vor allem die äussere
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Dichtungslippe 7 und der Steg 9, eine dicke Wandstärke aufweisen, während in der inneren Dich- tungslippe 8 in Längsrichtung der Profildichtung verlaufende Hohlkammern 15,16, 17 vorgesehen sind, die die Wandstärken der inneren Dichtungslippe reduzieren.
Die innere Dichtungslippe 8 wird durch keilförmig aufeinander zulaufende Seitenwangen 18,19 gebildet, die am freien Ende der Dichtungslippe 8 zusammenlaufen und die durch querstrebenartige Stege 20,21 miteinander verbunden sind
Im Ansatzbereich der inneren Dichtungslippe 8 ist weiters ein in Richtung Rahmen 3 abstehen- der, längsverlaufender Vorsprung 22 ausgebildet, der zusammen mit den Stegen 11, 9 einen U-för- migen Bereich zum Umgreifen eines Zapfens 23 des Rahmens 3 bildet. Der Zapfen 23 wird dabei durch eine von der Anlageschulter 10 beabstandete, in Längsrichtung des Rahmens 3 verlaufende Nut 24 gebildet.
In Fig. 1 ist die Profildichtung in entspanntem Zustand dargestellt. Der in den U-förmigen Raum zwischen den Stegen 9,11 und dem Vorsprung 22 einzubringende Zapfen 23 sowie die möglichen Positionen, in Abhängigkeit von der Breite des Spaltes 1, der Scheibe 2 (strichlierte Linien in Fig. 1) sind schematisch angedeutet. Die äussere Dichtungslippe 7 und die innere Dichtungslippe 8 sind zueinander im wesentlichen V-förmig ausgerichtet. Wird die Profildichtung in den Spalt eingepresst, so öffnet sich der Winkel zwischen den beiden Dichtungslippen 7,8 in Abhängigkeit von der Breite des Spaltes 1 mehr oder weniger weit (wie in Fig. 2 schematisch dargestellt).
Um die Stabilität der Profildichtung gegenüber einem Druck auf die Aussenseite der Profildichtung (also auf den Steg 9 bzw. den Ansatzbereich der äusseren Dichtungslippe 7) zu erhöhen, welcher beim Eindrücken der Profildichtung in den Spalt 1 aufgebracht werden muss, ist zusätzlich zur dreieckförmigen Ausrich- tung der Stege 11,12, 13 der Steg 11ebenfalls aus einem bzw. dem härteren Material hergestellt.
Über den V-förmigen Einschnitt 25 zwischen den Fussbereichen der äusseren Dichtungslippe 7 und dem Steg 9 ist die äussere Dichtungslippe 7 nach oben verschwenkbar, wobei sich der im ent- spannten Zustand der Profildichtung L-förmige Steg 26 zunehmend streckt, dabei quasi wie eine Feder wirkt und dadurch die Anpresskraft der äusseren Dichtungslippe 7 gegen die Scheibe 2 er- höht. Gleichzeitig kann die Kante 27 im abgewinkelten Bereich des Spaltes 1 an einer Ecke 6 bei einem ausreichend geringen Abstand zwischen dem Rahmen 3 und der Scheibe 2 als zusätzlicher Anlagepunkt an der Scheibe dienen, so dass die Kante 27 einen zusätzlichen Dichtungsbereich darstellt und die Sicherheit der Profildichtung weiter erhöht.
Diese Kante 27 liegt dabei etwa im neutralen Bereich, in dem weder Stauchung noch Dehnung auftritt, wodurch keine Gefahr des Infaltenlegens dieser Kante 27 im Eckbereich besteht.
Die innere Dichtungslippe 8 dient neben ihrer Abdichtwirkung auch zur Abstützung gegenüber der von der äusseren Dichtungslippe 7 auf die Profildichtung ausgeübten Kraft, um ein Heraus- winden der Profildichtung 4 aus dem Spalt 1 (durch Schwingungen, die durch Strassenverkehr oder Wind ausgelöst werden) zu verhindern. Um trotz der Ausbildung der inneren Dichtungslippe aus einem weicheren Material und der - wie beschneben - geringeren Wandstärken in diesem Bereich über die innere Dichtungslippe 8 eine ausreichende Gegenkraft aufbringen zu können, weist diese den bereits beschriebenen fachwerkartigen Aufbau auf. Ausserdem ist der Hebelarm der inneren Dichtungslippe 8 gegenüber dem in der Höhe des Zapfens 23 liegenden Anlagebereich am Rah- men 3 grösser als derjenige der äusseren Dichtungslippe 7.
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