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Die Erfindung betrifft eine Teigzufuhrvorrichtung einer Teigteilmaschine, bei der ein im Querschnitt rechteckiger Zufuhrschacht von vier Seitenwandungen begrenzt ist, mit dem oberen Ende einem Trichterstück zugeordnet ist und am unteren Ende mit einer im Querschnitt verengten Auslassöffnung des Zufuhrschachtes von einem Paar von angetriebenen Förderwalzen gebildet ist, bei der unter der verengten Auslassöffnung eine Presskammer und ein in dieser waagrecht hin- und herbewegbarer Presskolben vorgesehen sind, die sich entlang mehrerer nebeneinander aufgereihter Messkammern erstrecken, und bei der die dem Inneren des Zufuhrschachtes zugewendeten Flächen von zwei einander gegenüberliegenden Seitenwandungen jeweils bis zur verengten Auslassöffnung fortlaufend teigbegleitend abwärts bewegbar sind,
wobei diese Flächen Teile von in sich geschlossenen endlosen Mantelflächen von angetriebenen bewegbaren Fordereinrichtungen sind.
Bei einer bekannten (AT 352 652 B) Teigzufuhrvorrichtung dieser Art ist jede der beiden abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen von einer geknickten Reihe von Walzen gebildet und ist die geknickte bzw. gewinkelte Walzenreihe jeweils breiter als lang. Den die abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen bildenden Walzen ist eine Bemehlungseinrichtung nicht zugeordnet.
Wenn der Schachtquerschnitt kleiner gestaltet ist, indem die Breite der mit in den Übergabewalzen versehenen Seitenwandungen erheblich vermindert ist, dann lässt sich der Teig mittels der Reihe von Walzen nicht befriedigend in Bewegung halten. Eine erhebliche Verminderung der Breite der mit den Übergabewalzen versehenen Seitenwandungen liegt vor, wenn maximal drei Messkammern nebeneinander aufgereiht sind und die der Messkammernreihe zugeordnete Abmessung des Zufuhrschachtes den maximal drei Messkammern angepasst verkürzt ist
Es ist sodann eine Teigzufuhrvorrichtung bekannt (GB 268 618 A), die einen Zufuhrschacht mit zwei abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen aufweist Jede der beiden abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen ist von einer Reihe von geraden riemenartigen Einzeltrumen einer Förderbandeinrichtung gebildet,
wobei jede Reihe von riemenartigen Einzeltrumen etwa ebenso lang wie breit ist. Den die abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen bildenden nemenartigen Einzeltrumen ist eine Bemehlungseinrichtung nicht zugeordnet. Bei dieser bekannten Teigzufuhrvorrichtung sind keine Reihen von Messkammern vorgesehen, sondern wird ein breiter Teigstrang mittels Schneidscheiben in Teigstreifen zerschnitten, wobei fünf Teigstreifen anfallen.
Bei einer weiteren bekannten (DE 26 50 290 A1) Teigzufuhrvorrichtung ist der abwärts bewegbare Flächenbereich von einem streifenförmigen Zylindertrum einer Mehl-Übergabewalze gebildet, wobei das streifenförmige Zylindertrum, in Längsrichtung des Zufuhrschachtes gesehen, sehr viel kürzer als breit ist. Die Übergabewalze dient dazu, Mehl auf den Teig aufzubringen, der sich entlang des Zufuhrschachtes bewegt. Die verengte Auslassöffnung ist von einem Paar von angetnebenen drehbaren Teig-Förderwalzen gebildet. Der Teig bewegt sich entlang des Zufuhrschachtes aufgrund der Schwerkraft und der Wirkung der Förderwalzen. Dies funktioniert in brauchbarer Weise und die Breite der mit der Übergabewalze versehenen Seitenwandung ist ganz erheblich, zirka ebenso gross wie oder grösser als die Länge des Zufuhrschachtes.
Wenn aber der Schachtquerschnitt kleiner gestaltet ist, indem die Breite der mit der Übergabewalze versehenen Seitenwandung erheblich vermindert ist, dann bleibt der Teig im Zufuhrschacht stecken, klebt der Teig an den feststehenden Seitenwandungen fest und lässt sich der Teig mittels der Schwerkraft und der Förderwalzen nicht in Bewegung halten Die im Zufuhrschacht befindliche Teigmenge ist vermindert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Teigzufuhrvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Teigbewegung im Zufuhrschacht erleichtert ist, wenn maximal drei Messkammem nebeneinander aufgereiht sind und die der Messkammernreihe zugeordnete Abmessung des Zufuhrschachts den maximal drei Messkammern angepasst verkürzt ist. Die erfindungsgemässe Teigzufuhrvorrichtung ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen von einem geraden Trum einer Förderbandeinrichtung gebildet ist und das gerade Trum jeweils länger als breit ist und dass jede Förderbandeinrichtung von dem abwärts bewegbaren geraden Trum ausserhalb des Zufuhrschachtes ein im wesentlichen waagrecht verlaufendes Trum bildet, über dem eine Mehlabgabeeinrichtung angeordnet ist.
Das den Teig im Zufuhrschacht berührende Trum der Förderbandeinrichtung läuft mit dem sich abwärts bewegenden Teig mit, bewegt sich also mit dem Teig entlang des Zufuhrschachtes. Der Schwerkraft-Antrieb der Teigbewegung im Zufuhrschacht ist unabhängig vom Vorhandensein von Förderwalzen erleichtert, weil der Teig im Bereich des sich abwärts bewegenden Trums nicht an
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feststehenden Seitenwandungen reiben oder festkleben kann, sondern sich unter der Wirkung der Schwerkraft mit dem angetriebenen Trum abwärts bewegen kann. Es lässt sich der Querschnitt des Zufuhrschachtes sehr viel kleiner als bisher gestalten und insbesondere die Breite der mit dem Trum versehenen Seitenwandung in Relation zu deren Länge, d. h. der Höhe des Zufuhrschachtes vermindern.
Das begleitende Trum erstreckt sich über die gesamte Breite und die gesamte Länge der zugehörigen Seitenwandung und bildet also diese Seitenwandung. Es sind an zwei einander gegen- überliegenden Seitenwandungen Förderbandeinrichtungen vorgesehen, weil dies den erwünschten Effekt voll zur Geltung bringt. In der Regel sind die zu dem Trum rechtwinkehgen Seitenwandungen aus durchsichtigem Werkstoff gebildet, um in den Zufuhrschacht hineinsehen zu können. Es ist die Auslassöffnung des Zufuhrschachtes von einem Paar von angetriebenen Förderwalzen gebildet.
Die Förderbandeinrichtung läuft synchron mit den Förderwalzen, d. h. das Trum bleibt stehen, wenn die Förderwalzen stehen bleiben.
Das begleitende Trum endet unten bei der verengten Auslassöffnung. Das Trum begleitet also den Teig, bis dieser den Zufuhrschacht verlässt. Da die Auslassöffnung von einem Paar von Förderwalzen gebildet ist, endet das Trum bei den Förderwalzen.
Die erfindungsgemässe Gestaltung ist in Verbindung mit der an sich bekannten Bauweise vorgesehen, bei der unter der verengten Auslassöffnung eine Presskammer und ein in dieser waagrecht hin- und herbewegbarer Presskolben vorgesehen sind, die sich entlang mehrerer nebeneinander aufgereihter Messkammern erstrecken. Bei der bekannten Bauweise ist die Reihe von Messkammern sehr gross, d. h. es sind in einer Reihe fünf oder mehr Messkammem vorhanden. Besonders zweckmässig und vorteilhaft ist es im Rahmen der Erfindung, wenn maximal drei Messkammern nebeneinander aufgereiht sind und die der Messkammern-Reihe zugeordnete Abmessung des Zufuhrschachtes den maximal drei Messkammern angepasst verkürzt ist.
Es ist nun eine mit Zufuhrschacht und Presskolben-Presskammer-Vorportioniereinrichtung versehene Teigzufuhreinrichtung der eingangs genannten Art geschaffen, die auch bei nur zwei oder drei Messkammern störungsfrei arbeitet.
Bei der erfindungsgemässen Gestaltung ist der der Mehlabgabeeinrichtung zugeordnete Bereich von einem im wesentlichen waagrecht verlaufenden Trum der Förderbandeinrichtung gebildet. Es ist also dann das den Teig begleitende Trum insgesamt bemehlt. Es ist eine bemehlte Seitenwandung vorgesehen, da sich das Trum auch bis zum oberen Ende der ZufuhrschachtSeitenwandung erstreckt. Die Mehlabgabeeinrichtung und das zu bemehlende im wesentlichen waagrechte Trum sind also in Höhe des oberen Endes der Seitenwandung vorgesehen.
Der Schachtquerschnitt ist durch die in Richtung der Trumbreite verlaufende Breite und durch die quer zum Trum verlaufende Weite gegeben, wobei der Querschnitt nahe der verengten Ausla- #öffnung, d. h. unten im Zufuhrschacht betrachtet wird. Das Verhältnis der Breite zur Weite ist maximal 2,0, vorzugsweise maximal 1,5 und z. B. 1,3. Das Verhältnis der Breite des Trums und des Zufuhrschachtes zu dessen Länge bzw. Höhe lässt sich nun recht klein gestalten und beträgt in der Regel maximal 1 oder noch besser maximal 0,8.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und zwar schematisch und in einer Seitenansicht eine Teigzufuhrvornchtung einer Teigbearbeitungsmaschine.
Die Teigzufuhrvorrichtung gemäss Zeichnung gehört zu einer Teigteil- und Wirkmaschine, wie sie im Prinzip in den DE 24 38 316 A, DE 24 61 982 A und DE 25 08 405 A näher gezeigt und beschrieben ist. In der Zeichnung ist von dieser Teigteil- und Wirkmaschine eine Trommel 1 angedeutet, die um eine Drehachse 2 drehbar ist. Die Trommel 1 ist am Trommelmantel mit radial nach aussen offenen Messkammern 3 versehen, die in Reihen angeordnet sind, die parallel zur Drehachse 2 verlaufen. In Abweichung vom bekannten sind im vorliegenden Fall in nicht näher gezeigter Weise pro Reihe maximal drei, in der Regel und bevorzugt zwei Messkammem 3 vorgesehen. Jede Messkammer 3 nimmt einen Messkolben 4 auf. Die waagrechten Reihen von Messkammem 3 werden schrittweise dem Ausgang 5 einer Presskammer 6 zugeführt, der sich über alle Messkammern erstreckt.
In der Presskammer 6 ist ein Presskolben 7 hin- und herbewegbar und die Presskammer 6 ist nach oben hin mit einer Öffnung 8 versehen. Teig, der durch die Öffnung 8 in die Presskammer 6 gelangt, wird mittels des Presskolbens 7 den Messkammern 3 zugeführt.
Oberhalb der Öffnung 8 befindet sich eine verengte Auslassöffnung 10 eines vertikalen Zufuhr-
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schachtes 11. Die verengte Auslassöffnung 10 ist von einem Paar von Förderwalzen 12 gebildet, die im Querschnitt sternförmig sind und sich gegenlaufig angetrieben schrittweise drehen. Die Förderwalzen 12 entnehmen dem Zufuhrschacht 11 Teig in Form von Klumpen, die dann in die Öffnung 8 fallen. Der Zufuhrschacht 11ist im Querschnitt rechteckig und wird an zwei einander entgegengesetzten Seiten von Seitenwandungen 13 begrenzt, die zueinander parallel sind, von Platten gebildet sind und ortsfest sind. Die ortsfesten Seitenwandungen 13 sind an einem nicht gezeigten Gestell montiert, an dem oberhalb des Zufuhrschachtes 11 auch ein Trichterstück 14 lösbar befestigt ist.
Der austrittseitige Querschnitt des Tnchterstückes 14 ist dem eintrittseitigen Querschnitt des Zufuhrschachtes 11 gleich.
Zwischen den beiden ortsfesten Seitenwandungen 13 befinden sich zwei bewegliche Seitenwandungen, die jeweils insgesamt von einem Trum 9 einer Förderbandeinrichtung 15 gebildet sind.
Jedes der beiden Seitenwandungs-Trume 9 ist unter einem Winkel von 10 zu einer Senkrechten geneigt, d. h der Zufuhrschacht weist einen sich von oben nach unten verengenden Querschnitt auf. Bei jeder Förderbandeinrichtung 15 ist das endlose Förderband unten um eine angetriebene Triebrolle 16 geführt, die über Zahnräder 17 mit der zugehörigen Förderwalze 12 synchronisiert ist.
Jedes Förderband ist oben über zwei Abstand voneinander aufweisende Umlenkrollen 18 geführt, so dass ein waagrechtes Trum 19 gebildet ist. Das den Teig begleitende Trum 9 erstreckt sich zwischen einer Umlenkrolle 18 und der Triebrolle 16 und ist auf der dem Schacht abgewendeten Seite von einem nicht gezeigten Blech gestützt. Oberhalb jedes waagrechten Trums 19 ist eine Mehlabgabeeinrichtung 20 angeordnet, die ein in Vibration versetzbarer Behälter ist, der einen Siebboden aufweist.
PATENTANSPRÜCHE :
1 Teigzufuhrvorrichtung einer Teigteilmaschine, bei der ein im Querschnitt rechteckiger Zufuhrschacht von vier Seitenwandungen begrenzt ist, mit dem oberen Ende einem Trichterstück zugeordnet ist und am unteren Ende mit einer im Querschnitt verengten Auslassöffnung versehen ist, wobei die Auslassöffnung des Zufuhrschachtes von einem Paar von angetriebenen Förderwalzen gebildet ist, wobei ferner unter der verengten Auslassöffnung eine Presskammer und ein in dieser waagrecht hin- und herbewegbarer Presskolben vorgesehen sind, die sich entlang mehrerer nebeneinander aufgereihter Messkammern erstrecken, und wobei die dem Inneren des Zufuhrschachtes zugewendeten Flächen von zwei einander gegen- überliegenden Seitenwandungen jeweils bis zur verengten Auslassöffnung fortlaufend teig- begleitend abwärts bewegbar sind,
und diese Flächen Teile von in sich geschlossenen endlosen Mantelflächen von angetriebenen bewegbaren Fördereinrichtungen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden abwärts bewegbaren Seitenwandungs-Flächen von einem geraden
Trum (9) einer Fördereinnchtung (15) gebildet ist und das gerade Trum (9) jeweils länger als breit ist und dass jede Fördereinrichtung (15) vor dem abwärts bewegbaren geraden Trum (9) ausser- halb des Zufuhrschachtes (11) ein im wesentlichen waagrecht verlaufendes Trum (19) bil- det, über dem eine Mehlabgabeeinrichtung (20) angeordnet ist.