<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Verschalung, insbesondere zur Schalldämmung lärmproduzierender Einrichtungen gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Verschalungen können bei lärmproduzierenden Einrichtungen, wie Maschinen od dgl angewendet werden, wodurch ein Grossteil der Schallwellen abgefangen werden und ein Nachaussendringen derselben verhindert werden soll Die Gestalt der Verschalung wird je nach Anwendung unterschiedlich, beispielsweise in Form einer Schalldämmkabine, sein. Die Dimension der Verschalung wird entsprechend der Grösse der lärmproduzierenden Einrichtung gewählt Je nachdem können kleine Verschalungen als auch grosse, über verschliessbare Öffnungen begehbare Verschalungen über den lärmproduzierenden Einrichtungen angeordnet werden.
Bekannte Einrichtungen dieser Art sind zur flexibleren Gestaltung der Grösse aus einzelnen plattenförmigen Elementen aufgebaut, welche meist an der Innenseite, die der lärmproduzierenden Einrichtung zugewandt ist, mit einer Dämmung versehen sind. Diese Elemente werden entsprechend aneinandergereiht und mit Hilfe von Klemmen, Schrauben od. dgl. miteinander verbunden. Als Dämmung werden Schaumstoff oder andere Materialien verwendet, welche möglichst gute schallabsorbierende Wirkung aufweisen und darüber hinaus möglichst billig sind Die Verbindung zwischen den Platten wird beispielsweise über flanschartige Elemente an den Rändern der Platten bewerkstelligt, welche über Schrauben oder Klemmen miteinander verbunden werden.
Häufig kommt es durch Verschieben der Platten oder Toleranzen der Platten zu Spaltbildungen zwischen den einzelnen Platten der Verschalung, wodurch im Falle der Schalldämmungsanwendung Schalldruck nach aussen dringt und der schalldämmende Effekt extrem verringert wird. Es müssen die Elemente daher sehr exakt gefertigt sein, um keine Spaltbildung durch Toleranzen der Platten zuzulassen Sollten die Platten durch mechanische Einwirkung verformt werden, ist zur Gewährleistung einer ausreichenden Schalldämmung deren Austausch notwendig Abgesehen von der verminderten Schalldämmung ist die Montage bekannter Verschalungen meist sehr aufwendig, da für die Verbindung der einzelnen Elemente Schrauben od. dgl befestigt werden müssen und darüber hinaus eventuell noch Dichtkitt oder andere Materialien in den Spalt eingebracht werden müssen.
Weiters ist die optische Erscheinung durch die aussen angebrachten Verbindungen beeinträchtigt und auch eine Reinigung der Aussenwand erschwert Nach aussen wegstehende Teile der Verbindungen bringen auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich
Aus der DE 28 08 328 A1 ist ein Wandelement bekannt, welches nicht nur höchsten Anforderungen als Schall- und Feuerschutz gerecht wird, sondern sich insbesondere durch hohe Stabilität sowie einfachste Herstellung und Montage auszeichnet. Dabei sind die Randbereiche der, die Wandteile bildenden Bleche derart ausgebildet sind, dass sie ineinander steckbar sind und federnde Vorsprünge aufweisen, die sich im eingerasteten Zustand derart hintergreifen, dass die Verbindung gegen Lösen gesichert ist.
Nachteilig dabei ist, dass die Demontage aufwendiger ist und durch wegstehende Verbindungsteile die Wandteile keine optimalen optischen Eigenschaften aufweisen und ein Verletzungsrisiko darstellen und schlecht zu reinigen sind.
Aus der DE 44 35 575 A1 und der DE 44 14 201 C1 sind Schallschutzelemente bekannt, welche aus Blechen und einer dazwischen angeordneten Dämmung bestehen, und durch einen umlaufenden Profilrahmen eingefasst sind. Die Profilrahmen sind so gestaltet, dass ein Ineinanderstecken benachbarter Wandelemente möglich ist. Nachteilig dabei ist, dass für einen guten Halt der Wandteile unbedingt zusätzliche Schraubverbindungen od. dgl. notwendig sind.
Auch ist der Herstellungsaufwand der Schallschutzelemente durch die mindestens drei Teile, nämlich Vorderseite, Hinterseite und umlaufendes Profil relativ hoch. Darüber hinaus ist die Dämmwirkung schlechter, da der Weg im Verbindungsbereich nur unwesentlich höher als die Dicke des Schallschutzelementes ist.
Die EP 527 115 A1 beschreibt ein schalldämmendes Element, welches aus einem die Vorderseite und einem die Rückseite bildenden Metallprofil und einer dazwischenliegenden Dämmanordnung besteht, wobei die Randbereiche zur Verbindung von mehreren Schalldämmelementen mit charakteristischen Falzungen versehen ist, welche allerdings keine Zugbeanspruchung der Wandelemente zulassen und darüber hinaus eine schlechte Dämmwirkung im Bereich der Verbindung aufweisen. Der Aufbau dieser Schallschutzelemente ist sehr aufwendig und erfordert zusätzliche Verbindungsmassnahmen zur Sicherung der Verbindung nach dem Aufbau.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Aufgaben der vorliegenden Erfindungen bestehen daher darin, eine Verschalung, insbesondere zur Schalldammung lärmproduzierender Einrichtungen zu entwickeln, mit welcher in erster Linie eine möglichst effiziente Dämmung, insbesondere Schalldämmung erzielt werden kann, deren Montage rasch und möglichst ohne Zubehor und Werkzeug durchführbar ist und die darüber hinaus gute optische Eigenschaften aufweist
Gelöst werden die erfindungsgemässen Aufgaben dadurch, dass ein Randbereich der Wandteile eine Verformung in Gestalt eines, in einer von der zu verschalenden Einrichtung wegweisenden Richtung offenen Profils und der gegenüberliegende Randbereich der Wandteile eine Verformung in Gestalt eines in dieses Profil einsteckbaren Profils aufweist, wobei die Verformungen der Randbereiche der Wandteile im wesentlichen innerhalb der Dicke der Wandteile samt Dämmung liegen.
Damit wird erreicht, dass die Verschalung einfach und rasch montiert, und im Falle der Wartung oder Demontage auch wieder einfach und rasch zerlegt werden kann. Idealerweise erfolgt die Verbindung der Wandteile ohne Zubehör und Werkzeug Durch die resultierende formschlussige Verbindung der Wandteile ist eine gute Dämmwirkung, insbesondere Schalldämmung erzielbar. Dadurch, dass die Verformungen der Randbereiche der Wandteile im wesentlichen innerhalb der Dicke der Wandteile samt Dämmung liegen, resultiert eine glatte Schalldämmkabine mit optimalen optischen Eigenschaften Daruber hinaus stehen keine Verbindungsteile von der Schallkabine weg, wodurch das Verletzungsrisiko reduziert wird und auch eine einfachere Reinigung möglich ist.
Eine billige Realisierung der Wandteile kann erzielt werden, wenn diese aus Blechen aufgebaut und die Verformungen durch Falzungen gebildet sind Die Falzungen können einfach durch Biegewerkzeuge hergestellt werden.
Gemäss einem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel weist ein Randbereich der Wandteile eine Falzung mit einer nach aussen offenen U-förmigen Gestalt und der gegenüberliegende Randbereich der Wandteile eine Falzung mit einer in Richtung des Wandteiles offenen U-förmigen Gestalt auf. Diese Art der Falzungen im Verbindungsbereich zweier Wandteile ist einfach herstellbar Durch die grosse Berührungsfläche im Verbindungsbereich wird der Weg, welchen beispielsweise eine Schallwelle vom Inneren der Verschalung nach aussen zurücklegen müsste, vergrössert und somit die Wahrscheinlichkeit eines Nachaussendringens von Schalldruck wesentlich verringert. Ausser den angegebenen rechteckigen Umkantungen können natürlich auch runde oder anders gestaltete Formen der Ränder, welche ineinandergreifen können, vorgesehen werden.
Massgeblich dabei ist, dass die Verschalung nach aussen möglichst glatt erscheint und die Berührungsflächen der Verbindungen der Ränder der Wandteile möglichst gross sind, sodass eine gute Dämmung, insbesondere Schalldämmung erzielt wird.
Zur weiteren Sicherung der Verbindungen der Wandteile können Verbindungselemente, vorzugsweise Klemmen vorzugsweise Klemmen mit U-förmigem Querschnitt mit einer offenen Weite entsprechend der doppelten Materialstärke der Wandteile sowie einer Breite entsprechend der Dicke der Wandteile samt Dämmung abzüglich drei Wandstärken der Wandteile vorgesehen sind, welche an der Oberseite und/oder der Unterseite der Wandteile aufsteckbar sind. Durch diesen nur unwesentlich erhöhten Montageaufwand wird eine sicherere Verbindung zwischen den Wandteilen erzielt. Dies kann beispielsweise bei der Verschalung vibrierender Maschinen von besonderem Vorteil sein.
Anstelle der obigen werkzeuglos anbringbaren Verbindungselementen kann die Sicherung der Verbindung auch durch Schrauben, Punktschweiss- oder Klebeverbindungen erfolgen.
Schraubverbindungen werden bevorzugferweise an den inneren, nicht sichtbaren teilen der Verbindungen angebracht. Klebeverbindungen haben den zusätzlichen Vorteil, dass neben der besseren Verbindung auch eine bessere Dichtheit der Verbindung erzielbar ist. Gegenüber dem Punktschweissen hat Kleben auch den Vorteil, dass das Blech an den Schweissstellen nicht beansprucht wird, wodurch diese Stellen üblicherweise korrodieren
Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal sind zumindest an Teilen der Verbindungen der Wandteile zusätzliche Dichtungen vorgesehen. Diese können beispielsweise durch Kitt, Silikon oder andere plastische oder dauerelastische Materialien gebildet sein.
Vorteilhafterweise ist ein in sich geschlossenes Bodenprofil mit vorzugsweise nach oben offenem U-förmigem Querschnitt am Boden angeordnet, in welches die Wandteile einsteckbar sind und gegebenenfalls mit einem Gegenprofil mit vorzugsweise nach unten offenem U-förmigem
<Desc/Clms Page number 3>
Querschnitt in ihrer Lage fixiert werden Die Lage des Bodenprofils wird entsprechend der zu umschliessenden Maschine bzw lärmproduzierenden Einrichtung beliebig gewählt.
Vorteilhafterweise wird das Bodenprofil zum Boden hin mit abgedichtet und allenfalls zur Fixierung der Position am Boden verankert.
Eine weitere Verbesserung des Zusammenhalts der aus Einzelteilen aufgebauten Verschalung ohne dass Werkzeug zum Einsatz kommt, ist dadurch erreichbar, dass ein in sich geschlossenes Klemmprofil mit vorzugsweise nach unten offenem U-förmigem Querschnitt mit einer Breite entsprechend der Dicke der Wandteile samt allfälliger Dämmung und Verbindung vorgesehen ist, welches auf die miteinander verbundenen Wandteile aufsteckbar ist
Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist ein allenfalls aus mehreren Elementen gebildeter, vorzugsweise mit einer Dämmung versehener Deckel vorgesehen, der auf die Wandteile aufsetzbar ist, und randseitige vorzugsweise mit einer Verformung, z.
B. einer nach innen orientierten Doppelkantung versehen ist Eine Doppelkantung des Randes des Deckels ist leicht herzustellen und hat den Vorteil, dass keine scharfen Kanten nach aussen stehen, welche zu Verletzungen oder schwierigeren Handhabung führen kann. Im einfachsten Fall wird der Deckel lediglich auf die Wände der Schalldämmkabine aufgelegt. Dadurch wird der Montageaufwand weiter gering gehalten Eine zusätzliche Fixierung mit Hilfe von Schrauben od. dgl. oder auch eine Verklebung kann vorgesehen sein Zusätzlich können weitere Dichtungen eingefügt werden.
Vorteilhafterweise weist zumindest ein Wandteil und/oder ein Deckel der Verschalung eine Öffnung und/oder ein Sichtfenster auf. Darüber können Bestandteile im Inneren der Schalldämmkabine, zum Beispiel der schallproduzierenden Einrichtung, inspiziert und möglicherweise auch gewartet werden.
Weitere Merkmale der Erfindung werden anhand der beigefügten Abbildungen näher erläutert
Darin zeigen
Fig 1 bis 3 Seitenansichten und Draufsicht auf eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Verschalung in Form einer Schalldämmkabine,
Fig. 4 das Schnittbild entlang der Schnittlinie A-A aus Fig. 1 in vergrösserter
Darstellung,
Fig. 5 das Schnittbild entlang der Schnittlinie B-B aus Fig 3 ,
Fig. 6 das Detail D aus Fig. 5 in vergrösserter Darstellung,
Fig 7 das Detail E aus Fig. 5 in vergrösserter Darstellung,
Fig. 8 das Detail F aus Fig. 3 in vergrösserter Darstellung,
Fig. 8' die Ansicht gemäss Fig. 8 mit getrennten Wandteilen, und
Fig. 9 das Schnittbild entlang der Schnittlinie C-C aus Fig. 8.
In den Fig. 1 bis 3 sind drei verschiedene Ansichten einer quaderförmigen Schalldämmkabine wiedergegeben, welche aus einzelnen Wandteilen 1,2 sowie einem Deckel 3 besteht. Im dargestellten Beispiel bestehen die Seitenwände der Schalldämmkabine aus ebenen Wandteilen 1 und aus rechtwinkelig abgewinkelten Wandteilen 2, deren Grösse an die jeweiligen Anforderungen, insbesondere an die Grösse der zu verschalenden, beispielsweise lärmproduzierenden Einrichtung, welche von der Schalldämmkabine umgeben wird, angepasst wird. An der Innenseite der Wandteile 1, 2 sowie des Deckels 3 ist in an sich bekannter Weise eine Dämmung 6, z B. aus Schaumgummi, angeordnet. Im einfachsten Fall werden Schaumgummiplatten an die Innenseite der Wandteile 1,2 und des Deckels 3 aufgeklebt. Die Anordnung ist auf einem am Boden 5 angeordneten und allenfalls damit verbundenen Bodenprofil 4 angeordnet.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Bodenprofils 4 ist in Fig. 7 näher erläutert. Um ein Nachaussendringen des Schalldruckes zwischen dem Bodenprofil 4 und dem Boden 5 zu verhindern, kann dazwischen ein Dichtungsmaterial angeordnet werden.
Fig 4 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie A-A aus Fig. 1. Am eckförmigen Wandteil 2 ist innenseitig eine Dämmung 6 angeordnet. Erkennbar ist auch ein U-Profil 7, dessen Funktion weiter unten bei Fig. 6 näher erläutert wird. Wie aus den vorangegangenen Abbildungen ersichtlich, ist die Aussenwand der Schalldämmkabine nahezu vollständig glatt, wodurch einerseits eine optisch gefälligere Erscheinung resultiert, aber auch die Schalldämmkabine weniger leicht verschmutzt wird, da sich Staub od. dgl. nicht so leicht ablagern kann und auch einfacher zu reinigen ist.
Fig. 5 zeigt das Schnittbild entlang der Schnittlinie B-B gemäss Fig. 3, bestehend aus einem ebenen Wandteil 1 mit innenseitig angebrachter Dämmung 6. Am Boden 5 ist das Bodenprofil 4
<Desc/Clms Page number 4>
sowie das U-Profil 7 ersichtlich, ebenso ist der aufgelegte Deckel 3 dargestellt
Fig 6 zeigt das Detail D aus Fig 5 in vergrössertem Massstab. Das Bodenprofil 4 ist erfindungsgemäss durch ein Profil mit nach oben offener U-förmiger Gestalt gebildet und wird je nach gewünschter Form und Grösse der Schalldämmkabine am Boden 5 angeordnet Vorteilhafterweise ist das Bodenprofil 4 aus miteinander verbundenen Einzelteilen aufgebaut, sodass ein in sich geschlossener Grundrahmen resultiert. Durch diesen in sich geschlossenen Grundrahmen, der aus den Bodenprofilen 4 aufgebaut ist, wird ein Verschieben der Wandteile 1,2 verhindert.
Zusätzlich können Schrauben 8 od dgl zur Verbindung des Bodenprofils 4 mit dem Boden 5 vorgesehen werden und allenfalls ein Dichtungsmaterial dazwischen eingefugt werden (nicht dargestellt). Erfindungsgemäss werden die mit der Dämmung 6 versehenen Wandteile 1,2 in die Bodenprofile 4 hineingestellt und allenfalls durch ein U-Profil 7 in ihrer Lage fixiert. Somit kann die Schalldämmkabine extrem einfach und rasch ohne Zuhilfenahme von Werkzeug aufgebaut werden.
Wie in Fig. 7, welche das Detail E gemäss Fig. 5 in vergrösserter Darstellung zeigt, ersichtlich, wird als Abschluss der Schalldämmkabine auf die Wandteile 1,2 ein Deckel 3 aufgesetzt, welcher randseitig eine doppelte Umkantung aufweist, wodurch keine scharfen Kanten nach aussen zugänglich sind und darüber hinaus eine Lagefixierung des Deckels 3 gegeben ist Für eine Sicherung der Verbindungen der Wandteile 1,2 kann ein Klemmprofil 9 auf die aneinandergereihten Wandteile 1,2 gestülpt werden. Das Klemmprofil 9 weist wie das Bodenprofil 4 vorteilhafterweise die Form eines in sich geschlossenen Rahmens entsprechend der Form der Verschalung und hat einen nach unten offenen U-förmigen Querschnitt, wobei die innere Breite der U-Form der Breite der Wandteile 1,2 samt Dämmung 6 und Falzungen 10,11 im Verbindungsbereich entspricht.
Anstelle eines geschlossenen Klemmprofils 9 und eines geschlossenen Bodenprofils 4 können auch einzelne Klemmen jeweils nur im Verbindungsbereich zweier Wandteile 1,2 sowohl auf der Unterseite als auch auf der Oberseite der Wandteile angeordnet werden (siehe Fig. 9).
Fig. 8 zeigt eine Verbindung zweier Wandteile 1,2 gemäss Detail F aus Fig 3 Erfindungsgemäss weist ein Rand 12 eines Wandteils 1 eine dreifache, nach innen gerichtete Umkantung auf, wodurch im Schnittbild eine U-förmige Falzung 10 entsteht, wobei die Öffnung der U-Form nach aussen weist Demgegenüber ist der Rand 13 des anderen Wandteils 2 mit einer Falzung 11 ausgebildet, welche durch eine zweifache Umkantung derartig gestaltet ist, sodass ebenso eine im Schnittbild als U-Form auftretende Verbindung resultiert. Die Öffnung des U-Profils weist in diesem Fall parallel zur Aussenwand des Wandteils 2 Die Falzungen 10,11 der Wandteile 1,2 sind derart ausgebildet, dass ein Ineinanderstecken in Richtung der Pfeile X einfach und rasch möglich ist.
Zum Ausgleich von Toleranzen werden die Ränder 12,13 der Wandteile 1,2 mit reduzierter Länge vorgesehen, sodass ein Ineinanderschieben der Falzungen 10,11 sicher möglich ist. Durch die erfindungsgemässe Verbindung zwischen den Wandteilen 1,2 wird der Weg, welcher eine Schallwelle im Verbindungsbereich durchdringen müsste, auf das Doppelte der Dicke Y der mit dem Schaumstoff ausgestatteten Wandteile 1, 2 erhöht. Zusätzlich kann zwischen den Falzungen 10,11 der Wandteile 1,2 eine Dichtung in Form eines Kitts od dgl. angeordnet werden (nicht dargestellt) Die Verbindung kann auch durch Klebemittel verstärkt werden. Auch ist die Anordnung von Schrauben 14 möglich, wobei vorteilhafterweise selbstschneidende Schrauben 14 von innen angeordnet werden, sodass diese von aussen nicht sichtbar sind.
In Fig. 9 ist eine Variante einer Sicherung der Verbindung zweier Wandteile 1,2 in seitlicher Schnittbilddarstellung entlang der Schnittlinie C-C aus Fig. 8 dargestellt. Die Sicherung erfolgt werkzeuglos mit einer Klemme 15 in Form eines nach unten offenen U-Profils, dessen Weite genau der doppelten Blechstärke der Wandteile 1,2 und dessen Breite genau der Dicke Y der Wandteile abzüglich von drei Blechstärken entspricht. Dadurch wird sowohl eine Verschiebung in Richtung der Wandteile 1,2 als auch eine Verschiebung in Richtung normal zu den Wandteilen 1, 2 verhindert. Eine derartig ausgebildete Klemme 15 ist einfach zu montieren und bietet optimalen Halt der Verbindung. Natürlich können auch anders ausgebildete Klemmen, welche beispielsweise über den gesamten Verbindungsbereich gehen, verwendet werden.
Anstelle der U-förmigen Falzungen der Wandteile 1,2 können auch runde oder vielkantige Formen vorgesehen sein, wobei darauf geachtet werden muss, dass ein Ineinanderschieben oder Ineinanderstecken der Elemente leicht möglich ist. Die erfindungsgemässe Verbindung zwischen
<Desc/Clms Page number 5>
den Wandteilen der Verschalung ist auch auf etwaige Einzelteile des Deckels 3 anwendbar.
Die an der Innenseite der Wandteile 1,2 und des Deckels 3 angeordnete Dämmung 6 weist vorteilhafterweise zum Zwecke des Brandschutzes flammhemmende Wirkung auf und kann für eine bessere Schalldämmung innenseitige entsprechend, z. B. in Form von Noppen (nicht dargestellt) gestaltet sein.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Verschalung, insbesondere zur Schalldämmung lärmproduzierender Einrichtungen, bestehend aus mehreren, mit einer Dämmung (6) versehenen, miteinander verbindbaren
Wandteilen (1,2), wobei die Verbindung zwischen den Wandteilen (1,2) durch komplementär gestaltete Verformungen der Randbereiche der Wandteile (1,2) gebildet ist, wodurch die Wandteile (1,2) unter Bildung einer formschlüssigen Verbindung vorzugsweise werkzeuglos aneinanderfügbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Randbereich der Wandteile (1,2) eine Verformung in Gestalt eines, in einer von der zu verschalenden Einrichtung wegweisenden Richtung offenen Profils und der gegenüberliegende Randbereich der Wandteile (1, 2) eine Verformung in Gestalt eines in dieses Profil einsteckbaren Profils aufweist, wobei die Verformungen der Randbereiche der Wandteile (1,2)
im wesentlichen innerhalb der Dicke (Y) der Wandteile (1,2) samt
Dämmung (6) liegen.