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Die Erfindung betrifft einen Druckbehälter, insbesondere Dampftrommel mit Flüssigkeitsmangelanzeige, die eine den Verschlussdeckel einer Behälteröffnung isoliert durchsetzende Elektrode aufweist, die bis auf
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ten Zustand einen den Druckbehälter enthaltenden elektrischen Kontrollkreis geschlossen hält, wobei für die Flüssigkeitsmangelanzeige eine Prüfeinrichtung mit einem die Elektrode mit seitlichem Abstand umschlie- ssenden Rohr vorgesehen ist, das die Elektrode axial überragt, an einem Ende, bevorzugt durch den Verschlussdeckel der Behälteröffnung verschlossen ist und mit der im Druckbehälter befindlichen Flüssigkeit, Insbesondere über das die Elektrode überragende offene Ende kommuniziert und in den Raum zwischen Elektrode und Rohr eine,
bevorzugt den Verschlussdeckel durchsetzende Leitung mündet, über welche ein Medium, z. B Stickstoff unter einem den Innendruck im Druckbehälter übersteigenden Druck zur temporären Absenkung des Flüssigkeitsniveaus im Rohr unter den minimalen Flüssigkeitsstand zuführbar ist.
Es wurden bereits Prüfeinrichtungen bekannt (US-PS 4 084 547, DE-AS 2 506 225), bei weichen die Funktionsprüfung der Meldeeinrichtung für das Erreichen des Niedrigstflüssigkeitsstandes durch Absenken des Flüssigkeitsniveaus in einem vom eigentlichen Druckgefäss getrennten Behälter erfolgt, der nach Art eines kommunizierenden Gefässes mit dem Druckbehälter In Verbindung steht. Derartige Einrichtungen haben vor allem den Nachteil, dass die Verbindungsleitungen durch Kesselsteinablagerungen sich verstopfen können und dadurch keinerlei Funktionssicherheit der Überwachungseinrichtung gegeben ist. Abgesehen davon bedarf es für das Absenken des Flüssigkeitsspiegels in einem gesonderten Behälter zusätzlicher Einrichtungen.
Im Falle des Vorschlages in der DE-AS 25 06 225 sind zwei Ventile in den Verbindungsleitungen zwischen Kessel und dem gesonderten Behälter vorgesehen sowie ein dnttes Ventil in einer Ablassleitung aus dem gesonderten Behälter, in welcher Leitung zusätzlich noch zwischen dem Ventil und dem Behälter eine regelbare Drossel eingebaut ist. Darüberhinaus ist die bekannte Überwachungseinrichtung schwimmergesteuert, wodurch weitere Nachteile entstehen. Der Schwimmer muss gleitbar gerührt werden und im Falle eines Klemmens der Gleitführung verliert die Überwachungseinrichtung überhaupt ihre Funktion, weil der Schwimmer an einer bestimmten Stelle hängen bleibt und nicht mehr auf ein Sinken des Flüssigkeitsstandes reagieren kann.
Im Falle der Einrichtung gemäss der US-PS 4 084 547 ist in einer Verbindungsleitung zwischen dem vom Kessel getrennten Gefäss und dem Kessel eine Drossel eingebaut, um die Flüssigkeit aus dem getrennten Behälter zu Prüfzwecken ablassen zu können, ohne den Behälter, in dem sich die Prüfelektrode befindet, gänzlich vom Druckgefäss trennen zu müssen. Diese Drossel ist gegen Ablagerungen besonders empfindlich, sodass die Verstopfungsgefahr bei der aus der US-PS 4 084 547 bekanntgewordenen Einrichtung besonders gross ist.
Es wurde darüberhinaus auch schon bekannt (DE-AS 22 12 469), die Prüfung nicht durch Absenken des Flüssigkeitsstandes in dem vom eigentlichen Kessel getrennten Behälter vorzunehmen, sondern mittels eines Solenoids den Schwimmer gewaltsam in die Flüssigkeit zu tauchen, um solcherart einen Zustand zu simulieren, als ob der Flüssigkeitsstand tatsächlich abgesenkt wäre. Diese Vorrichtung ist in ihrem Aufbau sehr kompliziert und bedarf eines eigenen Elektromagneten sowie zusätzlicher Steuereinrichtungen für diesen Magneten.
Aus der DE-OS 1 909 088 wurde weiters eine Prüfeinrichtung für elektrodengesteuerte Wassermangelanzeigeeinrichtungen bekannt. Um die Funktionstüchtigkeit dieser bekannten Einrichtung zu prüfen, ist die
Elektrode verschiebbar angeordnet und kann zu Prüfzwecken so weit hochgezogen werden, dass sie ihren
Kontakt mit der Flüssigkeit im Kessel verliert. Diese Anordnung ist vor allem wegen der Abdichtschwierig- keit im Bereich der Elektrodeneinführung problematisch, abgesehen davon, dass Gleitführungen zum
Klemmen neigen können, was eine Prüfung überhaupt verhindert.
Durch die DE-OS 2 261 787 und die DE-OS 23 41 010 wurden Prüfungseinrichtungen für Druckschalt- geräte bekannt. Hiebei erfolgt die Prüfung durch Ausüben eines Druckes auf das Prüfgerät. Der Druck wird hiebei jeweils von einem gasförmigen Medium geliefert, das anstelle des ebenfalls gasförmigen vom
Druckwächter zu überwachenden Mediums über gesonderte Leitungen den Druckwächtern zugeführt wird.
Im Gegensatz dazu kommt es bei der Prüfung der Funktionsfähigkeit einer Wassermangelsicherung nicht darauf an, irgendwo einen Druck zu erhöhen, sondern vielmehr einen Flüssigkeitsspiegel abzusenken.
Durch die DE-PS 549 889 wurde eine Flüssigkeitsstandanzeige bekannt, bei der Druckluft als Übertra- gungsmedium angewendet wird, um den Luftdruck möglichst an den Wasserdruck anzupassen, damit eine kontinuierliche Niveauanzeige möglich wird. Bei der Erfindung handelt es sich jedoch nicht um Massnahmen zur Anzeige eines Flüssigkeitsstandes, sondern um Massnahmen zur Überprüfung einer Wassermangelsi- cherung, wobei getrachtet wird, den Zustand, der dem auftretenden Wassermangel entspricht, zu simulie- ren.
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Es wurde nun auch schon ein Verfahren bekannt (AT-PS 366 486), das auf einfache Weise und damit funktionssicher, die Überprüfung des Ansprechens der Überwachungselektrode erlaubt, ohne dass der gesamte Flüssigkeitsstand im Behälter abgesenkt werden muss oder komplizierte Vorkehrungen für ein Simulieren der Flüssigkeitsabsenkung erforderlich wären, wozu in den Bereich der Elektrode ein gasförmiges Medium unter einem den Druck im Behälter übersteigenden Druck zugeführt und hiedurch bis zur Beendigung der Zufuhr des Mediums der Flüssigkeitsstand nur im Bereich der Elektrode unter den minimal zulässigen Flüssigkeitsstand abgesenkt wird, wodurch jene Situation, die sich bei Unterschreiten des Niedrigstflüssigkeitsstandeseinstellt, möglichst wirklichkeitsgetreu simuliert wird.
Die Flüssigkeit wird lokal verdrängt, u. zw. um die Elektrode, sodass im Bereich dieser Elektrode während der Prüfzeit jener Zustand erreicht wird, wie er sich einstellen würde, wenn der Flüssigkeitsstand im Kessel tatsächlich absinken würde. Als Druckmedium wird bevorzugt Stickstoff verwendet. Für eine Prüfung wird ca. 1 Liter Druckgas benötigt, sodass mit einer 20 Liter Vorratsflasche ca. 200 Prüfungen vergenommen werden können. Der In den Kessel gelangende Stickstoff wird kontinuierlich mit dem Dampf abgeleitet und gelangt über das Kondensatsystem ins Freie.
Das zuletzt erwähnte Verfahren ermöglicht, eine Seibstüberwachung, bel der die Überprüfung der Funktionstüchtigkelt, der einen etwaigen Flüssigkeitsmangel im Druckbehälter anzeigenden Einrichtung, ohne Mitwirkung einer Aufsichtsperson erfolgt. Dadurch sind auch die Technischen Richtlinien für Dampfkesseln (TRD) für den Betrieb von Hochdruckdampfkesseln ohne Beaufsichtigung (BOB-Betneb) erfüllt, die den Einsatz von Wasserstandsbegrenzem zur Bedingung machen, welche periodisch auf Funktionstüchtig- kelt prüfbar bzw. selbstüberwachend sein müssen, ohne dass dabei der Wasserstand im Kessel unter die Niedrigstwasserstandsmarke abgesenkt zu werden braucht.
Bel einem Druckbehälter der eingangs erwähnten Art, der zur Ausübung des letzterwähnten Verfahrens ebenfalls aus der AT-PS 366 486 bekannt wurde, konnte sich auf der Elektrode und deren In den Druckbehälter ragenden Isolator ein Belag (aus Kesselsteinen, Phosphaten oder Kesselschlamm) ausbilden, der bei Erreichen des Verschlussdeckels eine im feuchten Zustand (in Dampfatmosphäre) leitende Verbindung zwischen der Elektrode und dem Druckbehälter, somit eine Art Kurzschluss herstellt. Dieser Kurzschluss wurde zwar bei der Prüfabsenkung des Wasserstandes erkannt, soferne er einen ausreichend so hohen Stromfluss ermöglichte, dass das Relais nicht mehr abfallen konnte.
Durch das gleichzeitige Einströmen von Stickstoff wurde jedoch ein gewisser Abtrocknungseffekt am Belag bewirkt, welcher das Prüfergebnis in Richtung"unsicherer Betriebzustand"beeinflussen konnte. Das Auftreten eines solchen Abtrocknungseffektes beim Einströmen des Prüfgases ist auch bei Druckbehältern gemäss der EP 556 678 A2 und der EP 115 106 A1 zu befürchten, wo ein etwaiger Belag der Einwirkung des einströmenden Prüfgases unmittelbar ausgesetzt, der Elektrode und vor allem deren Isolator, der Einströmöffnung des Prüfgases In den Raum zwischen Elektrode und dem sie axial überragenden Rohr unmittelbar gegenüberliegt. Dem Abtrocknungseffekt zu begegnen ist Aufgabe der Erfindung.
Zur Lösung wird bei einem Druckbehälter der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, dass gemäss der Erfindung im Bereich der Mündung der Druckleitung in den Raum zwischen der Elektrode und dem Rohr ein die Elektrode abschirmender, zwischen der Elektrode und dem Rohr angeordneter Ablenker vorgesehen ist, der bevorzugt als die Elektrode umschliessendes Abschirmrohr ausgebildet ist.
Die Prüfeinrichtung lässt sich auf besonders einfache Weise sowohl beim Neubau eines Druckbehälters als auch in fertige Druckbehälter nachträglich einbauen. Das Rohr schützt Im Betrieb die Elektrode vor Wellenschlägen des Kesselwasserstandes. Dadurch, dass das Druckgas nicht unmittelbar auf die Elektrode treffen kann, wird eine Abtrocknung eines möglichen Belages vor allem im kritischen Bereich zwischen Elektrode und Verschlussdeckel bei der Prüfung vermieden, womit Verfälschungen des Messergebnisses ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus schützt der Ablenker an sich vor Belagsbildung. Diese Beläge können sich nämlich nur bilden, wenn Dampfturbulenzen und mit diesen miteingetragene Fremdstoffpartikei durch das Rohr bis zum Isolator der Elektrode hinauf vordringen können. Der Isolator ist jedoch nun seitlich durch den Ablenker geschützt.
Um sicherzustellen, dass das äussere der die Elektrode umschliessenden Rohre bei jeder Prüfung komplett ausgeblasen wird, kann bei einer PrOfeinrichtung für die Flüssigkeitsmangelanzeige in einem
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kreis für einen Brenner, wobei die Elektrode im Steuerkreis des Niveaureiais angeordnet ist, das bei Unterschreiten des von der Elektrode überwachten Mindestniveaus im Behälter einen Kontakt im Brennersicherheitskreis und In einem Steuerkreis für ein in der Zufuhrleitung für das Druckmedium angeordnetes Steuerventil öffnet, wobei der im Steuerkreis für das Steuerventil angeordnete Kontakt in Serie zu einem im gleichen Steuerkreis angeordneten Prüftaster zur Betätigung des Steuerventils liegt, In erfindungsgemässer Ausgestaltung vorgesehen werden,
dass im Steuerkreis für das Steuerventil parallel zum Prüftaster und zum
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vom Niveaureiais betätigten, im Steuerkreis des Steuerventils liegenden Kontakt ein weiterer Kontakt angeordnet 1St, der durch ein Zeitrelais betätigbar ist, das über den Taster an Spannung legbar und aktivierbar ist, wobei der Kontakt in die Schliessstellung bewegt wird, und dass die Zeitkonstante des Zeitrelais etwas, z. B. eine 3 sec grösser ist als die Zeitspanne zwischen Betätigen des Tasters und dem Ansprechen des Niveaurelais. Durch diese Ausgestaltung wird bewirkt, dass das Rohr bei jeder Prüfung komplett ausgeblasen und damit gereinigt wird.
Eine Verstopfung des unteren Rohrendes ist damit nicht
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nur durchgeführt werden können, wenn der Druckbehälter (Dampfkessel) komplett ausser Betrieb genommen wird.
Zur Erfassung des durch einen allfälligen Kurzschluss im gesamten Elektrodensystem entstehenden Stromes (Leckstrom), wobei der Kurzschluss auch durch einen Belag am Durchführungsisolator der Elektrode entstehen kann, ist bei einer Prüfeinnchtung für die Flüssigkeitsmangelanzeige in einem erfindungsgemässen Behälter, mit einem Steuerkreis für ein Niveaurelais und einem Sicherheitskreis für einen Brenner, wobei die Elektrode im Steuerkreis des Niveaurelais angeordnet ist, das bei Unterschreiten des von der Elektrode überwachten Mindestniveaus im Behälter einen Kontakt im Brennersicherheitskreis öffnet, in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, In den Steuerkreis für das Niveaureiais einen Stromfühler, z.
B. ein Amperemeter, mit einem Grenzstromrelais einzubauen, das bei Überschreiten des Schwellenstromes einen im Sicherheitskreis für den Brenner angeordneten Kontakt öffnet und den Brenner abschaltet. Geringe Leckströme sind üblich, ein gewisser kritischer Wert soll jedoch nicht überschritten werden. Mit Hilfe eines Mikroamperemeters als Leckstromfühler kann dies überwacht werden. Durch den Grenzkontäkt erfolgt eine automatische Brennerabschaltung, sobald der Leckstrom einen kritischen Wert überschritten hat.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigt, Fig.
1 einen Querschnitt durch einen Flüssigkeit enthaltenden Druckbehälter, bevorzugt eine Dampftrommel mit eingebauter Flüssigkeitsmangelanzeige und Prüfeinrichtung für diese, Fig. 2 ein Schaltbild einer Ausführungsform einer elektrischen Prüfschaltung, und Fig. 3 ein Schaltbild des elektrischen Sicherheitskreises eines Brenners eines Kessels.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Druckbehälter bezeichnet, bevorzugt handelt es sich dabei um die Dampftrommel eines Dampfkessel. Zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes im Druckbehälter 1 ist eine Elektrode 2 vorgesehen, die bis auf die Höhe des minimal zulässigen Flüssigkeitsstandes 9 in die im Druckbehälter 1 befindliche Flüssigkeit eintaucht. Im eingetauchten Zustand schliesst die Elektrode 2 einen elektrischen Kontrollkreis für ein Niveaurelais RN. Der Betriebsflüssigkeitstand ist in der Zeichnung mit 10 bezeichnet.
In den Bereich der Elektrode 2 ist ein gasförmiges Medium 3 (bevorzugt Stickstoff) aus einer Druckflasche 11 über eine Leitung 12 zuführbar, in welche ein Magnetventil 8 eingebaut 1St. Die Leitung 12 wird mit dem gasförmigen Medium 3 über ein Druckminderventil 13 versorgt, das den Druck des Mediums auf einen Wert begrenzt, der bevorzugt höher um 2 bar ist als der Druck im Druckbehälter 1.
Die Leitung 12 mündet in einen Verschlussdeckel 4, der die Elektrode 2 hält, oder seitlich ausserhalb des Behälters 1 in das Rohr 6. Der Elektrodenhalter 14 weist eine druck-und temperaturfeste Isolierung (14') auf, und ist in den Verschlussdeckel 4 eingeschraubt, der ein die Elektrode 2 umschliessendes Rohr 6 verschliesst. Dieses Rohr durchsetzt die Wand 5 des Behälters 1 druckdicht und überragt die Elektrode 2 mit seinem offenen Ende 7 in axialer Richtung. Am freien Ende ist das Rohr 6 eingezogen. Im Bereich der Behälterwand 5 ist das Rohr 6 mit einer Bohrung 15 versehen, über welche nach Aufhören der Zufuhr des Druckmediums 3 ein Druckausgleich mit dem Inneren des Druckbehälters 1 erfolgt.
Die elektrische Schaltung wird nachstehend anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert. Hiebei sind mit Grossbuchstaben jeweils Relais bezeichnet. Die zugehörigen Schaltkontakte sind mit korrspondierenden Kleinbuchstaben in die Zeichnung eingetragen. Die Stellung der Schaltkontakte in den Fig. 2 und 3 entspricht dabei dem Betriebszustand des Druckbehälters 1 (Dampfkesseltrommel). Die Überwachungselektrode 2 ist dabei an die Klemme Ül (Fig. 2) und der Masseanschluss ist an die Klemme Ü2 in Fig. 2 gelegt.
Das Magnetventil 8 ist an die Klemmen M1 und M2 in Fig. 2 angeschlossen. In Fig. 1 sind die Klemmen Ü 1 und Ü2 bzw. M1 und M2 in gleicher Bezeichnung eingetragen.
Das Niveaurelais RN liegt ständig an Spannung (etwa 230 V) und hält den zugehörigen Kontakt rN und über das Relais R2 den Kontakt r2 in der in Fig. 2 gezeichneten Lage, in der der Brenner über die
Brennersicherheitskette (Fig. 3) mit Spannung versorgt wird. Über das Relais R2, das über den Kontakt rN an Spannung liegt, wird der Kontakt r2 im Steuerkreis des Magnetventils 8 in der Schliessstellung gehalten.
Die Steuerspannung (z. B. 8 Volt) erhält das Niveaurelais RN über die Klemmen Ü1 und Ü2 von der
Elektrode 2. Die Steuerspannung für das Niveaurelais RN fällt aus, sobald der Wasserstand unter den Nledrigstwasserstand 9 sinkt. Das Niveaureiais RN fällt dann ab, öffnet den Kontakt rn (Fig. 2), wobei gleichzeitig auch der Kontakt r2 im Steuerkreis des Magnetventils 8 geöffnet wird, weil das Öffnen des
Kontaktes rN einen Abfall des Steuerrelais R2 für den Kontakt r2 bewirkt. Sobald der Kontakt rN geöffnet 1St,
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Ist die Stromversorgung in der Brennersicherheitskette unterbrochen und der Brenner fällt aus (Flg. 3), weil der Kontakt r2 in der Brennersicherheitskette geöffnet ist.
Zwecks Überprüfung der Elektrode 2 ist ein Prüftaster T vorgesehen, der mit dem Kontakt r2 Im Steuerkreis des Magnetventils 8 (Fig. 2) in Serie liegt. Der Prüftaster wird bei selbstüberwachenden Einrichtungen durch einen Zeitgliedkontakt mit einer Intervallzeit von etwa 6 Stunden ersetzt Der Steuerkreis des Magnetventiles 8 wird bei Betätigung der Prüftaste T durch diese geschlossen, wodurch das Magnetventil 8 geöffnet wird und das unter Druck stehende Medium 3 im Druckbehälter 1 (nur) im Elektrodenbereich den Flüssigkeitsspiegel absenkt.
Durch das simuliert Unterschreiten des Niedrigstflüssigkeitsniveaus 9 im Behälter 1 wird wie im Falle eines tatsächlichen Absinkens des Wasserstandes, der Kontakt rN, wie zuvor beschrieben, durch den Abfall des Relais RN geöffnet. Das Öffnen des Kontaktes rN hätte dabei auch bei blossem Prüfen der Elektrodenfunktion einen Brennerausfall zur Folge, weil durch den Abfall des Relais R2 auch der Kontakt r2 im Brennersicherheitskreis geöffnet wird, weshalb bei Betätigen der Prüftaste T ein Zeitrelais Rz an Spannung gelegt wird, das mittels eines Kontaktes rz den durch den Kontakt r2 geöffneten Brennersicherheitsstromkreis für 10 sec schliesst und dabei den Kontakt r2 überbrückt. In jener Stellung, in der der Kontakt rN die Brennersicherheitskette öffnet,
legt er eine Prüflampe P an Spannung, die hiedurch aufleuchtet. Der Prüftaster T kann ausgelassen werden. Das Öffnen des Kontaktes rN bewirkt auch ein Öffnen des Kontaktes r2 im Versorgungskreis des Magnetventiles 8, so dass das Magnetventil 8 schliesst und die weitere Zufuhr von Prüfgas in den Kessel 1 unterbindet. Der Druckabbau im Rohr 6 kann nun über die Öffnung 15 in der Wand des Rohres 6 in das Innere des Druckbehälters 1 erfolgen. Dadurch steigt das Niveau der Flüssigkeit im Bereich der Elektrode 2 im Rohr 6 wieder an und das Niveaurelais RN zieht an, wodurch der Kontakt rN in die Ausgangsstellung zurückkehrt, hiedurch den Kontakt r2 in die Geschlossenstellung bewegt, wodurch die Brennersicherheitskette geschlossen wird und die Prüflampe P erlischt.
Der Kontakt r2 Im Steuerkreis des Magnetventiles 8 kehrt ebenfalls, gesteuert vom Relais R2, in die Geschlossenstellung zurück. Das Zeitrelais Rz öffnet nach einer vorgegebenen Zeit den Kontakt rz, was noch durch ein zusätzliches Sicherheitsglied überwacht werden könnte. Die gesamte Anlage kann selbstüberwachend arbeiten, wenn der Taster T durch ein Zeitglied in vorgegebenen Zeitintervallen geschlossen wird.
Im Bereich der Mündung der Druckleitung 12 in den Raum 17 ist zwischen der Elektrode 2 und dem Rohr 6 ein Ablenker 16 angeordnet, der die Elektrode 2 gegen ein direktes Anströmen durch das aus der
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16 als Abschirmrohr ausgebildet und zwischen der Elektrode 2 und der Mündung der Druckleitung 12 In den Raum 17 angeordnet. Die Länge des Ablenkrohres kann 250 mm betragen, jene des die Elektrode 2 umschliessenden Rohres 6 zwischen 500 und 1000 mm. Das Rohr 6 überragt die Elektrode 2 In axialer Richtung um ca. 50 mm. Der Aussendurchmesser des Ablenkrohres beträgt bevorzugt 50 mm bei einer Wandstärke von 2 mm. Der Aussendurchmesser des Rohres 6 kann 76, 1 mm bei einer Wandstärke von 5 mm betragen.
Im Steuerkreis für das Steuerventil 8 ist parallel zum Prüftaster T und zum vom Niveaurelais RN betätigten, im Steuerkreis des Steuerventils 8 liegenden Kontakt r2 ein weiterer Kontakt rlz angeordnet, der durch ein parallel zum Relais Rz liegendes Relais R1z betätigbar ist und damit ebenfalls bei Betätigen des Tasters T an Spannung legbar ist.
Bei Aktivierung des Relais R1z wird der Kontakt ru geschlossen, womit der nach Schliessen des Kontaktes rN nach Wiedereintauchen der Elektrode 2 bereits in Offenstellung befindliche Kontakt r2 und auch der in Offenstellung befindliche Taster T überbrückt sind und über das Steuerventil 8 noch bis zum Abfall des Zeitrelais R1z Druckmedium in das Rohr 6 einströmen und dieses gänzlich ausblasen und damit auch den Austrittsquerschnitt reinigen kann.
In den Steuerkreis für das Niveaurelais R , und zwar in die Messleitung Ui. ist ein Mikroamperemeter uA eingebaut, dieses steuert nur während der Prüfung ein Grenzstromrelais Ra, das bei Überschreiten einer vorgegebenen Stromschwelle einen Kontakt rs im Brennersicherheitskreis (Fig. 3) öffnet und den Brenner dadurch abschaltet. Dadurch wird bewirkt, dass Leckströme, die an sich toleriert werden, ein vorgegebenes Mass nicht überschreiten, wobei diese Ströme durch einen Kurzschluss im Elektrodensystem entstehen, die auch durch einen Belag am Durchführungsisolator (14') der Elektrode 2 verursacht werden können.
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