AT405755B - Blendrahmen für fenster oder türelemente mit bauseitigem rolladenkasten - Google Patents
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Description
AT 405 755 B
Die Erfindung betrifft einen Blendrahmen für Fenster oder Türelemente mit bauseitigem Rolladenkasten, wobei die Rolladentraverse und das Nutprofil in Rastnuten an den freien Ecken des Blendrahmens festgelegt sind.
Aus dem DE-U 76 10 006 ist ein Rolladenkasten aus Kunststoffprofilen bekannt, bei dem die 5 Rolladentraverse und das Nutprofil einstückig ausgebildet und über Gegenrasten in den Rastnuten an den freien Ecken des Blendrahmens rastend festgelegt sind. Diese Anordnung ist nicht geeignet für Rolladenkästen bei größeren Fensterbreiten, da eine Armierung gegen den durch das Eigengewicht des Rolladens bewirkten Durchhang in nicht ausreichender Weise eingebracht werden kann.
Im Stand der Technik ist ein weiteres Profilsystem bekannt, bei dem die Rolladentraverse und das io Nutprofil als zwei gesonderte Profile ausgebildet sind, deren Oberseiten in der gleichen Ebene verlaufen. Hier kann zwar eine das Nutprofil und die Rolladentraverse verbindende Armierung auf der Oberseite dieser beiden Profile angeordnet sein, wodurch jedoch eine nach vom an der Rolladentraverse entstehende Abstufung in der Dicke des Armierungsprofils gebildet wird. Diese Abstufung bildet die Möglichkeit einer Beschädigung des über die Rolladentraverse ablaufenden Rolladens, dessen Einzelprofile über die Stufen-J5 kante verletzt werden können.
Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, eine Verstärkung des Rolladenkastens gegen Durchhängen und auch gegen äußeren Winddruck zu schaffen, bei der jegliche negative Beeinträchtigungen des Rolladenprofils ausgeschlossen und dessen ungehinderte Ablaufmöglichkeit optimal gewährleistet ist. Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen, daß die Rolladentraverse eine zum Nutprofil gerichte-20 te Abstufung aufweist, deren abgestufter Bereich sich über den äußeren Rastschenkel der Rastnut für die Rolladentraverse im Blendrahmen erstreckt und in der gleichen Ebene verläuft wie die Oberseite des Nutprofils.
Die Erfindung geht also von einer getrennten Gestaltung der Rolladentraverse und des Nutprofils aus. Wesentliches Merkmal ist die Tatsache, daß die Armierung im Bereich der Rolladentraverse in die zum 25 Nutprofil gerichtete Abstufung eingreift. Auf diese Weise lassen sich die schädlichen, nach oben abstehenden Abstufungen in diesem Ablaufbereich des Rolladens vermeiden. Dadurch, daß der abgestufte Bereich in der Rolladentraverse in der gleichen Ebene verläuft wie die Oberseite des Nutprofils, läßt sich die Armierung im Bedarfsfall in der gleichen, um die Stärke der Armierung nach unten versetzten Ebene anordnen. so Die Abstufung in der Rolladentraverse weist einen aus dem Stand der Technik bekannten vorderen, aus der gemeinsamen Ebene mit dem Nutprofil aufragenden Schenkel auf, der vorteilhafter Weise an seinem freien Ende in den nach außen gerichteten, abgerundeten Rolladenführungsbereich der Rolladentraverse übergeht.
Der höchste Punkt dieses Schenkels bildet gleichzeitig den Übergangsbereich zur Oberfläche der 35 Armierung in der Form, daß eine zwischen diesen Bereichen bestehende Abstufung vermieden wird.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß zwischen der Rolladentraverse und dem Nutprofil ein U-förmiges Verstärkungselement angeordnet ist, welches mit seiner gestreckten Basis am Blendrahmen zwischen den Rastnuten anliegt und im rechten Winkel zur Basis als vorderer und hinterer U-Schenkel nach oben geführt ist, und daß die freien Enden der U-Schenkel parallel zur Basis nach vom in die Abstufung der 40 Rolladentraverse und nach hinten in einer das Nutprofil übergreifenden Verlängerung abgewinkelt sind. Auf diese Weise läßt sich in diesem Bereich eine Armierung erzielen, die einerseits ein Durchhängen des Rolladenkastens bei größerer Fensterbreite und andererseits eine negative Beeinträchtigung des Rolladenkastens und darüber hinaus des angeschlossenen Blendrahmens bei größeren Windlasten und dergleichen verhindert. 45 Diese positive Wirkung wird noch dadurch vergrößert, daß die abgewinkelten freien Enden der U-Schenkel der Armierung im Bereich der Abwinkelungen durch Verdoppelung der Wanddicke verstärkt werden. Diese Verdoppelung der Wanddicke kann durch Umbiegen der verlängerten, freien Enden der U-Schenkel der Armierung um 180 * erfolgen.
Um die Verstärkungswirkung der Armierung noch zu erhöhen, erscheint es zweckmäßig, daß die Basis so des Verstärkungselementes in definierten Abständen durch die Wand des Blendrahmens mit dem in dessen Hauptkammer eingebrachten Verstärkungsprofil mechanisch fest verbunden ist. Dieser feste Verstärkungsverbund vergrößer den Widerstand gegen Krafteinwirkungen von außen.
Das Verstärkungselement kann neben der U-förmigen Ausführungsform ein langgestrecktes, plattenförmiges Profil sein, welches mit seinem vorderen freien Ende in der Abstufung der Rolladentraverse liegt, und 55 mit seinem hinteren freien Ende auf der Oberseite des Nutprofils aufliegt. Auch dieses langgestreckte, plattenförmige Verstärkungselement kann durch die Wand des Blendrahmens mit dem in dessen Hauptkammer eingebrachten Verstärkungsprofil mechanisch fest verbunden sein. Die Vorteile dieser Ausführungsform sind die gleichen, wie die zum U-förmigen Verstärkungsprofil geschilderten. 2
Claims (9)
- AT 405 755 B Bei einem U-förmigen Verstärkungsprofil kann der vordere U-Schenkel des Verstärkungselementes in der Höhe geringer sein als der hintere U-Schenkel. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß zwischen dem oberen Schenkel des Nutprofils und dem hinteren U-Schenkel des Verstärkungselementes eine Wärme-dämmpiatte einbringbar ist. 5 Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Rolladentraverse und des Nutprofils mit dem Verstärkungsprofil beinhalten eine optimale Verstärkung für auf Blendrahmen absetzbare Aufsatzkästen. Sowohl das Durchhängen des Rolladenkastens bei Fenster-Überlängen als auch die negative Beeinflussung durch beispielsweise Winddruck von außen wird durch diese Profilkombination positiv aufgefangen. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt; es zeigt: 70 Fig. 1 die Rolladentraverse und das Nutprofil mit U-förmiger Verstärkung. Fig. 2 die Ausführung nach Fig. 1 mit hochgezogenem hinteren U-Schenkel. Fig. 3 die Ausführung nach Fig. 1 mit plattenförmigem Verstärkungselement. Fig. 4 die Ausführung nach Fig. 1 mit hochgezogenem hinteren U-Schenkel nach Fig. 2 ohne Nutprofil. In Fig. 1 ist auf dem angedeuteten Blendrahmen 1 die Rolladentraverse 2 und das Nutprofil 3 75 aufgerastet. Die Rolladentraverse 2 ist mit ihrer Rastnut 21 über den äußeren Rastschenkel 11 der Rastnut 10 auf den Blendrahmen 1 aufgerastet. Die Rolladentraverse 2 weist eine zum Nutprofil 3 gerichtete Abstufung 22 auf. Die Abstufung 22 erstreckt sich über den äußeren Rastschenkel 11 der Rastnut 10 des Blendrahmens 1 und verläuft in der gleichen Biene wie die Oberseite 31 des Nutprofils 3. Die Abstufung 22 besitzt einen vorderen, aus der Ebene aufragenden Schenkel 221, der an seinem so freien Ende in den nach außen gerichteten, abgerundeten Rolladenführungsbereich 23 der Rolladentraverse 2 übergeht. Zwischen der Rolladentraverse 2 und dem Nutprofil 3 ist ein U-förmiges Verstärkungselement 4 angeordnet, welches mit seiner gestreckten Basis 41 am Blendrahmen 1 anliegt und im rechten Winkel zur Basis 41 als vorderer und hinterer U-Schenkel 42, 43 nach oben geführt ist. Die freien Enden der U-Schenkel 42, 43 sind parallel zur Basis 41 nach vom in die Abstufung 22 der 25 Rolladentraverse 2 und nach hinten in einer die Abstufung 22 und das Nutprofil 3 übergreifenden Verlängerung 44, 45 abgewinkelt. In der gezeigten Darstellung sind die abgewinkelten freien Enden der U-Schenkel 42, 43 im Bereich der Abwinkekmgen 44, 45 durch Verdoppelung der Wanddicke verstärkt. Dieses Verdoppeln der Wanddicke erfolgt durch Umbiegen der verlängerten, freien Enden der U-Schenkel 42, 43 um 180*. 30 Die Basis 41 des U-förmigen Verstärkungselementes 4 ist über den äußeren Rastschenkel 11 der Rastnut 10 des Blendrahmens 1 mit dem in dessen Hauptkammer 12 eingebrachten Verstärkungsprofil 13 mechanisch fest verbunden. Diese Verbindung kann durch Schrauben, Nieten und dergleichen erfolgen. In Fig. 2 ist im Unterschied zu Fig. 1 dsrhintere U-Schenkel 43 höher dargestellt als der vordere U-Schenkel 42 des U-förmigen VerstärkungaslWhentes 4. Auf diese Weise kann zwischen der Oberseite 31 35 des Nutprofils 3 und dem hinteren U-Schonhsl 43 und dessen Abwickelung 45 eine Wärmedämmplatte oder dergleichen eingebracht werden. In dan U-förmigen Aufnahmeraum 32 des Nutprofils 3 ist in der gezeigten Darstellung eine Bauplatte, die z. B. den Revisionsdeckel 6 bilden kann, eingebracht. In Fig. 3 ist anstelle des U-förmigen lAfStfirkungselementes 4 ein langgestrecktes, plattenförmiges Verstärkungsprofil 7 gezeigt, welches mit seinem vorderen freien Ende 71 in der Abstufung 22 der 40 Rolladentraverse 2 liegt und mit seinem hinteren freien Ende 72 auf der Oberseite 31 des Nutprofils 3 aufliegt. Auch in diesem Fall ist in die Aufnahfnenut 32 des Nutprofils 3 der Revisionsdeckel 6 eingebracht. Das Verstärkungsprofil·7 ist - wie bei den IMörmigen Verstärkungselementen 4 auch - über mechanische Mittel über den äußeren Rastschenkel 11 der Rastnut 10 des Blendrahmens 1 mit dem in dessen Hauptkammer 12 eingebrachten Verstärkungsprofil fest verbunden. Diese Verbindung ist in der gezeigten 45 Darstellung nur strichpunktiert angedeutet. Fig. 4 zeigt noch die Möglichkeit des Einsatzes der Rolladentraverse 2 ohne Nutprofil 3. Bei dieser Darstellung ist der Revisionsdeckel 6 auf der Oberkante des äußeren Rastschenkels 14 der Rastnut 100 aufgesetzt. Das freie Ende 61 des Revisionedeckels 6 wird dabei von der Verlängerung 45 des hinteren U-Schenkels 43 des U-förmigen Verstärkungaolementes 4 Übergriffen. Die gezeigte Darstellung entspricht so sonst der in Fig. 2. Patentansprüche 1. Blendrahmen für Fenster oder Türelemente mit bauseitigem Rolladenkasten, wobei die Rolladentraver-55 se und das Nutprofil in Rastnuten an den freien Ecken des Blendrahmens festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolladentraverse (2) eine zum Nutprofil (3) gerichtete Abstufung (22) aufweist, deren abgestufter Bereich sich Ober den äußeren Rastschenkel (11) der Rastnut (10) für die Rolladentraverse (2) im Blendrahmen (1) erstreckt und in der gleichen Ebene verläuft wie die Oberseite 3 AT 405 755 B (31) des Nutprofils (3).
- 2. Blendrahmen nach Anspruch 1, wobei die Abstufung einen vorderen, aus der Ebene aufragenden Schenkel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schenkel (221) an seinem freien Ende in den 5 nach außen gerichteten, abgerundeten Rolladenführungsbereich (23) der Rolladentraverse (2) übergeht.
- 3. Blendrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Rolladentraverse (2) und dem Nutprofil (3) ein U-förmiges Verstärkungselement (4) angeordnet ist, welches mit seiner gestreckten Basis (41) am Blendrahmen (1) anliegt und im rechten Winkel zur Basis (41) als vorderer und io hinterer U-Schenkel (42, 43) nach oben geführt ist, und daß die freien Enden der U-Schenkel (42, 43) parallel zur Basis (41) nach vom in die Abstufung (22) der Rolladentraverse (2) und nach hinten in einer die Abstufung (22) und das Nutprofil (3) jeweils übergreifenden Verlängerung (44, 45) abgewinkelt sind.
- 4. Blendrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abgewinkelten freien Enden der U- 75 Schenkel (42, 43) im Bereich der Abwinkelungen (44, 45) durch Verdoppelung der Wanddicke verstärkt sind.
- 5. Blendrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdoppelung der Wanddicke durch Umbiegen der verlängerten, freien Enden der U-Schenkel (42, 43) um 180* erfolgt. 20
- 6. Blendrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß die Basis (41) des U-förmigen Verstärkungselementes (4) in definierten Abständen durch die Wand (11) des Blendrahmens (1) mit dem in dessen Hauptkammer (12) eingebrachten Verstärkungsprofil (13) mechanisch fest verbunden ist. 25
- 7. Blendrahmen nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere U-Schenkel (42) des U-förmigen Verstärkungselementes (4) in der Höhe geringer ist als der hintere U-Schenkel (43).
- 8. Blendrahmen nach Anspruch 7, dadurch gekennnzeichnet, daß in den Aufnahmeraum zwischen der 30 Oberseite (31) des Nutprofils (3), dem hinteren U-Schenkel (43) und der Abwinkelung (45) eine Wärmedämmplatte (5) eingebracht ist.
- 9. Blendrahmen nach Ansprüchen 1, 3 und 6, dadurch gekennzeichnet daß das Verstärkungselement ein langgestrecktes, plattenförmiges Verstärkungsprofil (7) ist, welches mit seinem vorderen freien 35 Ende (71) in der Abstufung (22) der Rolladentraverse (2) liegt und mit seinem hinteren freien Ende (72) auf der Oberseite (31) des Nutprofils (3) aufliegt. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 40 45 50 4 55
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