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Die Erfindung betrifft einen Revolver mit in einer Trommel kreisförmig um deren Drehachse angeordneten Patronenaufnahmen, weiche in Bezug auf die Drehachse eine Neigung aufweisen
Derartig gebaute Trommeln sind insbesondere dann von Vorteil, wenn eine Waffe, also insbesondere ein Revolver, grösseren Laufkalibers für besondere Einsätze mit Patronen geringeren Kalibers mit in dem Lauf der Waffe anordenbarem Einstecklauf ausgestattet werden soll, was die Einsatzvielfalt der Waffe bei gleichzeitig geringem technischen Aufwand wesentlich erhöht.
Die Erfindung betrifft insbesondere eine Ausführungsform, bei welcher die für Geschosse des vorgesehenen Kalibers vorhandene, zur Grundausstattung der Waffe gehörige Trommel gegen eine für das geringere Kaliber vorgesehene Zusatztrommel austauschbar ist, wobei die Zusatztrommel mit dem Rest des Einstecklauf-Systems dem kleineren Kaliber, z. B. 22, jedoch auch ähnlichen, genormten Kalibers angepasst wird.
Bei einer entsprechenden Ausgestaltung einer Musterwaffe z. B. Smith & Wesson, Kaliber 38, Modell 10, tritt jedoch hervor, dass bei Anpassung an ein kleineres Kaliber 22 für Patronen mit Randfeuer in der Trommelachsschräge Kammern angeordnet werden müssen, um Zündeinrichtung von Patrone und Revolver miteinander kompatibel zu halten.
Bei der Musterwaffe wurde, um die Herstellungszeit zu verringern, gewollt auf die Kammern zwischen jenen Kammern, in weichen die abzufeuernden Patronen stecken, und der Achse verzichtet.
Jene weitere 6 Kammern, wie sie bei der Musterwaffe nicht vorhanden sind können ohne schräge Anordnung zur Trommelachse gefertigt werden, jedoch muss auf die störungsfreie Funktion der Steuerung, bei rechts- oder linksdrehender Trommel, geachtet werden.
Die zur Trommelachse schräge Kammerbohrung ist also vonnöten, um ohne weitere Veränderungen an der Grundwaffe einen Wechsel von Zentral- zu Randfeuerpatronen sowie der Kalibergrosse zu ermöglichen und zu gewährleisten.
Der Austritt des Kleinkaliberprojektils aus der Zusatztrommel erfolgt dann in Laufmitte des im Grundlauf zentral bzw. achszentriert angeordneten Einstecklaufes.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass aus der EP-A1 64 420 ein Revolver mit in einer Trommel kreisförmig um deren Drehachse angeordneten Patronenaufnahmen, weiche in Bezug auf die Drehachse eine Neigung aufweisen, bekannt geworden ist, wobei jedoch die dortigen Projektilaufnahmekammern gekrümmt bzw. mit Knick ausgeführt sind, was einerseits eine komplizierte Fertigung erfordert und andererseits zu unerwünschten Durchmesserveränderungen während der Gebrauchsdauer führt.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, einen Revolver der eingangsgenannten Art zu schaffen, welcher eine technisch wesentlich vereinfachte und ökonomische Art der Herstellung der Zusatztrommel ermöglicht, wobei die Trommel eine hohe Gebrauchsdauer aufweisen soll.
Diese Aufgabe wurde aufgrund überraschender Ergebnisse einschlägiger Tests erfindungsgemäss gelöst, indem die Patronenaufnahmen der Trommel derart gestaltet sind, dass sie über ihre gesamte Länge eine gleichmässige Neigung zur Trommelachse aufweisen.
Es braucht an dieser Stelle nicht gesondert ausgeführt werden, weiche fertigungstechnische Vorteile eine solche lineare Erstreckung der Patronenaufnahmen der Trommel mit sich bringt.
Aufgrund der gleichmässigen, knickfreien Neigung der Patronenaufnahmen ergibt sich neben einer einfachen auch eine genaue Herstellung der Trommel.
Von besonderem Vorteil ist es insbesondere, wenn, wie bei der o. a. Musterwaffe der Fall, die Zusatztrommet im Vergleich zur Trommel für Normalkaliber verkürzt ist, die Differenzdistanz zwischen laufseitigem Trommelende und Beginn des Laufes bzw. des in ihm zentriert angeordneten Einstecklaufes verringerten Kalibers durch ein Zwischenstück mit zur Drehachse der Trommel paralleler Achse des Laufteils anzuordnen. Der Vorteil davon ist, dass die Umlenkung des Projetils im Bereich des Zwischenstükkes, das ein leicht austauschbarer Teil ist, erfolgt, wodurch Durchmesserveränderungen in der Trommel aufgrund der Projektilumlenkung vermieden werden und die Trommel länger einsatzfähig bleibt.
Weiters ist bevorzugt, wenn in an sich bekannter Weise die laufseitigen Enden der Patronenaufnahmen der Zusatztrommel deren Drehachse näher liegen als deren schlagbolzenseitigen Enden.
Schliesslich ist es für Fertigung und Gebrauch der Waffe von Vorteil, wenn die Achse des vorzugsweise als Einstecklauf ausgebildeten Laufes parallel zur Drehachse der Trommel verläuft.
Abschliessend und grundsätzlich soll bezüglich der schrägen Kammern bzw. Patronenaufnahmen der Zusatztrommel festgehalten sein, dass sowohl der gemeinsame Randfeuer- und Zentralfeueranschlagspunkt erhalten bleibt, als auch bei der Kleinkalibertrommel mit Randfeuer durch die schräge Kammer der effiziente Gasdruck der Treibladung besser ausgenützt wird und damit eine höhere Geschossenergie der Gebrauchswaffe in engerem Raum gegeben ist.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen die Fig. 1 eine Gesamtansicht der neuen, einsatzflexiblen Waffe von der Seite,
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die Fig. 2a bis 2c die Details der Ausbildungsform der Zusatztrommel und zwar eine Schnittansicht sowie eine lauf- und eine schlagbolzenseltige Ansicht derselben, die Fig. 3a bis 3d eine Seitenansicht des Einstecklaufes sowie Ansichten des-bevorzugt vorgesehenen-
Zwischenstücks und weiters einen Zubehörteil und ein Montagewerkzeug für den Einstecklauf und die
Fig. 4 einen Auswerfer für die Hülsen zur Verwendung in der Zusatztrommel.
In der Flg. 1 ist anhand einer schematisch transparenten Seiten-Ansicht eines erfindungsgemäss ausgebildeten Revolvers 10 gezeigt, wie 10 dessen grösserkalibrigem Lauf 11 achszentnert konzentrisch ein Einstecklauf 2 mit den Lauf 11 überragendem Montagekopf 21 mit Ausgleichsbeilagscheibe 4 angeordnet und mit seinem trommelseitigen Ende mit einem zwischen Lauf 11 und um eine Achse 6 drehbaren Trommel 1 angeordneten Zwischenstück 3 verschraubt ist. Leicht zu erkennen ist noch der unterhalb des Laufes 11 vorragende Bedienungsfortsatz bzw. Stiel des Auswerfers 5.
Die in den Fig. 2a bis 2c in Schnittansicht sowie in Sicht von der Laufseite und von der Schlagbolzenseite her gezeigte, gegen die Standardtrommel eines Revolvers problemlos tauschbare Zusatztrommel 1 weist sechs voneinander gleichmässig beabstandete, periphere, zur Trommeldrehachse 6 im Winkel leicht geneigte, durchgehende, knickfreie Bohrungen bzw.
Aufnahmen 61 für Patronen geringeren Kalibers auf, wobei aus Fig. 2b die Anordnung der laufseitigen Öffnungen 611 der Aufnahmen 61 und aus Fig. 2c jene der schlagbolzenseitigen Öffnungen 612, über weiche die Beschickung der Trommel 1 mit Munition erfolgt, ersichtlich sind.
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bei Montage des Laufes 2 hinter dessen Kopf 21 anzuordnende, sich am Laufende abstützende Beilagscheibe 4 die Fig. 3b das zwischen laufseitigem Trommelende und schlagbolzenseltigem Laufbeginn im Inneren der Waffe anzuordnende Zwischenstück 3, welches sich über sein Gewinde 32 mit dem Gewinde 22 des Einstecklaufes 2 bei dessen Befestigung im normalkalibngen Lauf 11 des Revolvers 10 verschrauben lässt und Fig.
3d einen am gerieften Kopf 21 des Einstecklaufes 2 zu dessen Schraubmontage mit seiner eine Gegenriefung aufweisenden Öffnung 81 anzusetzenden Montage-Schlüssel 8.
Schliesslich zeigen die Fig. 4a und b eine Seitenansicht und eine schlagbolzenseitige Ansicht des dem neuen Revolver zuzuordnenden Auswerfers 5 und Fig. 4c eine vergrösserte, gleichartige Segmentansicht, wobei dort die neuartig ausgebildete Trommel 1 mit den Patronenaufnahmen 61 bzw. deren Öffnungen 612 ebenfalls von der Schlagbolzenseite her sichtbar gemacht ist.