AT403991B - Alpinschi - Google Patents
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Description
AT 403 991 B
Die Erfindung betrifft einen Alpinschi, mit einem Oberflächen- und einem Laufflächenbelag und dazwischen angeordneten Verstärkungseinlagen, mit einem Befestigungsabschnitt für eine Schibindung, und mit taillierten Seitenflächen, wobei die Länge des Schis kleiner als 200 cm ist.
Es sind bereits Alpinschier in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. So werden die zum Pistenfahren verwendeten Alpinschier mit an die Größe und das Gewicht sowie das Fahrkönnen des Benutzers angepaßten Längen für Erwachsene zwischen 160 cm und 230 cm hergestellt. Zum Tourenfahren werden demgegenüber Schier verwendet, die zwar vom Aufbau her den auf der Piste verwendeten Schiern im wesentlichen entsprechen, jedoch eine kürzere Länge aufweisen. Als Extremfall sind die als Firngleiter bezeichneten und ebenfalls noch paarweise verwendeten Alpinschier anzusehen, die eine extrem kurze Länge von unter 1 m aufweisen. Desweiteren ist es mittlerweile auch bekannt, anstelle eines Schipaares einstückige Fortbewegungsmittel, wie beispielsweise Monoschi, Snowboards und dergl., zu verwenden. Bei diesen Fortbewegungsmitteln, die üblicherweise eine erheblich größere Breite als ein einzelner Schi eines Schipaares aufweisen, steht der Benutzer entweder im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung oder, wie beim Monoschi, über spezielle Tragteiie mit auskragenden Konsolen mit beiden Füßen oberhalb des Monoschis.
Schließlich sind zum Schispringen Schier bekannt, die eine gegenüber dem Alpinschi erheblich größere Länge und Breite aufweisen, da die Anströmfläche zum Erzielen einer hohen Sprungweite durch Erzeugung eines ausreichenden Auftriebes möglichst groß sein soll.
Alle vorgenannten Schier haben sich für die vorgesehenen Anwendungen mehr oder weniger bewährt, wobei bei der Auslegung der Taiilierung und der Vorspannhöhe der Schier, vor allem von Alpinschiem für Durchschnittsbenutzer, immer wieder versucht wurde, eine Mittellösung zu finden, die sowohl einen ausreichenden Halt auf harten und vereisten Pisten als auch eine ausreichende Flexibilität beim Fahren auf Weichschnee bzw. Tiefschnee ermöglicht.
Aus der US 4 343 485 A ist ein Schi mit umgekehrter Wölbung der Lauffläche bekannt, dessen Länge zwischen 120 und 180 cm beträgt, wobei das Verhältnis der Breite zur Länge des Schis umso kleiner sein soll, je größer die Schilänge ist. Im Bereich von 160 bis 180 cm ist beispielsweise eine Breite in der Schaufel von 8,8 cm vorgesehen, was eine relative Breite, bezogen auf die Länge des Schis, von ungefähr 5% bedeutet. In diesem Dimensionierungsbereich beträgt die Fläche des Laufflächenbeiages zwischen 1000 und 1200 cm2, und je kürzer der Schi ist, desto kleiner ist diese Fläche. Daraus ist ersichtlich, daß mit diesem bekannten Schi in trockenem Tiefschnee kaum ein ausreichender Auftrieb erreicht werden kann und somit keine Tiefschneeignung gegeben ist.
In der US 4 652 006 A wird ein Schi beschrieben, dessen Breite 12 bis 15 cm und dessen Länge 75 bis 105 cm betragen kann, woraus sich eine maximale Fläche des Laufflächenbelages von ca. 1500 cm2 ergeben würde. Dieser Schi weist jedoch eine verhältnismäßig stark aufgebogene Schaufel und einen nach oben gewölbten Abschnitt hinter der Bindung auf, so daß die effektive Lauffläche wesentlich geringer ist.
Weiters sind Kurzschier mit geraden Seitenflächen, d.h. ohne Taiilierung, bekannt (vgl. z.B. DE 27 00 728 A, FR 2 591 119 A, US 3 907 315 A und CH 504 877 B), bei denen naturgemäß die Fläche des Laufflächenbelages zu gering ist, um einen ausreichenden Auftrieb beim Tiefschneefahren zu erzielen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Alpinschi der eingangs angeführten Art zur paarweisen Verwendung zu schaffen, der ein sicheres, bequemes Fahren im Weichschnee, insbesondere im Tiefschnee, auch für Durchschnittsschiläufer ermöglicht.
Der erfindungsgemäße Alpinschi der eingangs angegebenen Art ist dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des Laufflächenbelages 1500 cm2 bis 5000 cm2, vorzugsweise 2200 cm2, beträgt, daß die größte Breite des Schis 5% bis 20% seiner Länge beträgt und größer als 10 cm ist. Der überraschende Vorteil dieser Ausbildung liegt darin, daß durch ein bestimmtes Verhältnis zwischen der Länge des Schis und seiner Breite in Verbindung mit einer möglichst großen Fläche des Laufflächenbelages ein Alpinschi geschaffen werden kann, der es dem Benutzer ermöglicht, den Alpinschi in der von ihm gewohnten Fahrtrichtung, also mit Blickrichtung parallel zur Schi-Längsmittelachse, zu benutzen, gleichzeitig jedoch einen hohen Auftrieb im Weichschnee bzw. Tiefschnee erzeugt, der auch bei abrupten Steuerbewegungen ein momentanes Einsinken des Schis und damit eine zu starke Bremsung bzw. ein Fangen des Schis verhindert. Dadurch ist es erheblich leichter möglich, den weichen Übergang beim Schwungansatz und am Schwungende zu erlernen, so daß die Ausbildung auch für jene Läufer, die später mit normalen Alpinschiern Tiefschneefahren wollen, in überraschender Weise vereinfacht werden kann. Dazu kommt, daß in nicht vorhersehbarer Weise trotz der Verwendung eines Schipaares eine erheblich geringere Belastung und Schädigung der Umwelt vor allem bei Tiefschneefahrten erzielt werden kann, da der erfindungsgemäß ausgebildete Alpinschi nicht mehr so tief unter die Schneeoberfläche einsinkt und somit Jungpflanzen, wie Bäume, Sträucher und dergl., vor Beschädigungen, insbesondere durch die Seitenkanten der Schier, geschützt sind. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem normalen Alpinschi liegt darin, daß aufgrund der großen Auftriebsfläche und der großen Lauffläche die Manövrierbarkeit auch ohne Stahlkanten im Bereich der 2
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Seitenkanten möglich ist, wodurch ein weiterer erheblicher Risikofaktor für Schäden an Jungkulturen beim Tiefschneefahren ausgeschaltet werden kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Längsachse der Schibindung unter einem Winkel zur Längsmittelachse des Schis verläuft, wobei sich vorzugsweise der Abstand zwischen der Innenseitenkante des Schis und der Längsachse der Schibindung mit sich verringernder Distanz zur Schispitze vergrößert. Dadurch ist auch bei größeren Breiten des Alpinschis eine der natürlichen Haltung der Füße entsprechende Lage ohne ein allzu großes Spreizen der Beine möglich.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Längsachse der Schibindung zur Längsmittelachse des Schis, insbesondere zur Innenseitenkante hin, parallel versetzt angeordnet ist, wodurch eine an den jeweiligen Benutzer angepaßte Stehweite möglich ist.
Eine gute Flexibilität und damit eine günstige Anpassung an verschiedene Fahrbahnunebenheiten wird erreicht, wenn der Oberflächen- bzw. Laufflächenbelag und die Verstärkungseinlagen des Schis bis zu beiden Seitenflächen des Schis durchlaufend angeordnet sind.
Damit eine Wölbung des Schis quer zur Längsrichtung durch eine zu hohe Steifheit in den Randbereichen ausgeschaltet wird und die Gefahr einer Beschädigung von im Schnee vorhandenen Pflanzen bzw. Bäumen zusätzlich verringert wird, ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß bei Verwendung einer Seitenwange deren Festigkeit geringer ist als jene von Stahl und z.B. kleiner als 300 N/mm2 ist.
Um eine unsymmetrische Kantenbelastung zu verhindern, ist es auch günstig, wenn die Taillierung der Seitenflächen asymmetrisch in bezug auf die Längsmittelachse des Schis oder die Längsachse der Schibindung ausgebildet ist.
Die Fahreigenschaften können auch dadurch weiter verbessert werden, daß die Taillierung des Schis symmetrisch zur Längsachse der Schibindung ausgebildet ist. Die Durchbiegung des Schis kann dadurch unter Bezugnahme auf den Montagepunkt der Bindung ausgerichtet und somit die Kantenlänge für die Führung des Schis im Schwung in vorteilhafter Weise verlängert werden.
Die Führungslänge im Bereich der Seitenkanten des Schis kann weiters verlängert werden, ohne daß der Steuerungsaufwand erheblich erhöht wird, wenn in den Abschnitten zwischen den konvex ausgebildeten vorderen und hinteren Endabschnitten und den konkav ausgebiideten Mittelabschnitten des Schis die Seitenflächen des Schis in an sich bekannter Weise geradlinig verlaufen. Es sei erwähnt, daß aus der FR 2 559 673 A ein Alpinschi mit einer besonders starken Taillierung im Mittelabschnitt des Schis bekannt ist, die unmittelbar in gerade verlaufende Seitenflächen zum Schiende bzw. zur Schispitze übergeht. Dieser Schi ist aufgrund seiner Form vorwiegend zum leichten Ausfuhren von Schwüngen gedacht, erbringt jedoch in lockerem Tiefschnee nur einen geringen Auftrieb.
Um ein außenseitiges Graben des Schis zusätzlich zu verhindern und um außerdem die Führungskräfte eher gegen die Innenseitenkanten der Schier zu richten, ist mit Vorteil vorgesehen, daß die Schilauffläche quer zur Längsmittelachse des Schis geknickt ist und einen V-förmigen Querschnitt aufweist.
Damit auf einem härteren Untergrund bzw. auf Pisten ein annähernd einem Normalschi entsprechendes Fahrverhalten erzielt werden kann, ist es auch vorteilhaft, wenn ein sich in Richtung der im Fall eines Schipaars außenseitigen Schi-Seitenfläche erstreckender Abschnitt der Lauffläche, insbesondere in dem an die Schibindung anschließenden Bereich, in Richtung des Oberflächenbelages des Schis unter einem Winkel ansteigt.
Ein Graben bzw. Verschneiden des Schis kann zusätzlich verhindert werden, wenn die eine untere Seitenkante des Schis mit einer Rundung versehen ist.
Es hat sich schließlich als günstig erwiesen, wenn im Laufflächenbelag in an sich bekannter Weise mehrere parallel zur Längsmittelachse des Schis verlaufende Führungsrillen angeordnet sind. Hierdurch kann die Führungsstabilität bei niederem Neuschnee bzw. auf normalen, jedoch mit weichem Schnee versehenen Pisten verbessert werden.
Die Erfindung wird nun nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Es zeigen: Fig.1 ein Paar Alpinschier in Draufsicht und vereinfachter schematischer Darstellung sowie mit in unterschiedlichen Positionen befestigten Schibindungen; Fig.2 einen Alpinschi nach Fig-1 im Längsschnitt gemäß der Linie ll-ll in Fig.1; Fig.3 in Draufsicht und vereinfachter Darstellung eine andere Ausführungsform eines Alpinschis mit einer schräg zur Längsmittelachse des Schis verlaufenden Längsachse der Schibindung und asymmetrischer Taillierung; Fig.4 den AJpinschi von Fig.3 im Querschnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig.3; und Fig.5 eine andere Ausführungsform eines Alpinschis im Querschnitt und in stark vereinfachter schematischer Darstellung.
In den Fig.1 und 2 sind zwei Alpinschier 1 und 2 zur paarweisen Verwendung gezeigt. Auf einem Oberflächenbelag 3 der Schier 1, 2 ist jeweils eine Schibindung 4 zum Fixieren eines Schischuhs 5 (Fig.2) angeordnet. 3
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Jede Schibindung 4 besteht aus einem Vorderbacken 6 und einem Fersenhalter 7. Die Schibindungen 4 können beliebig und entsprechend aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsvarianten ausgebildet, angeordnet und befestigt sein.
Wie aus Fig.1 und 2 ersichtlich, kann die Schibindung 4 zentrisch zu einer Längsmittelachse 8 des Schis 1 angeordnet sein. Um zusätzliche Zeichnungsfiguren einzusparen, ist auch eine andere Variante der Anordnung der Schibindung 4 in Verbindung mit dem Schi 2 in Fig.1 gezeigt. Bei diesem ist die Schibindung 4 entlang einer Längsachse 9 angebracht, die um einen Abstand 10 neben der Längsmittelachse 8 des Schis 2, jedoch parallel zu dieser verlaufend, näher zur innenseitenkante 11 angeordnet ist.
Diese Anordnung der Schibindung 4 empfielt sich vor allem dann, wenn die Schier 1, 2 mit einer zur oberen Grenze der für diesen Schi möglichen Breite ausgebildet sind, da ansonsten der Benutzer eines derartigen Schipaares 1, 2 bereits zum normal Geradeausfahren eine Spreizstellung der Beine einnehmen müßte.
Die Schier 1, 2 haben eine Breite 12 zwischen 5% und 20% der Schilänge 13. Gleichzeitig ist die Schibreite 12 größer als 10 cm, und die Lauffläche 14 des Lauffiächenbelages 15 beträgt zwischen 1500 cm2 und 5000 cm2, bevorzugt 2200 cm2.
Diese Ausbildung der Schier 1, 2 schafft eine große Auftriebsfläche, die auch bei sehr weichem pulverartigen Schnee, vor allem sehr trockenem Schnee, wie er beispielsweise in Amerika, Kanada und Rußland überwiegend vorkommt, einen ausreichenden Auftrieb erzeugt, so daß auch bei raschen Fahrten ein entsprechend starker Auftrieb entsteht, der ein zu tiefes Einsinken in den Schnee verhindert und damit die Steuerung der Schier erleichtert. Dazu kommt noch in überraschender und nicht vorhersehbarer Weise, daß durch die größere Fläche des Laufflächenbelages auch abrupte Belastungswechsel gedämpft werden und es nicht zu einem momentanen starken Einsinken des zu belastenden Schis im Schnee kommt, wodurch ein unkontrolliertes Blockieren bzw. ein Fangen des Schis verhindert wird. Dies ermöglicht es, derartige Schier sowohl für sehr erfahrene Tiefschneefahrer, so daß diese Tiefschnee-Hänge mit höheren Geschwindigkeiten durchfahren können, als auch für Anfänger zum Erlernen der Steuerphasen im Tiefschnee ohne die sonst unvermeidbaren häufigen Stürze einzusetzen.
Jeder Schi 1, 2 kann mit einer Taillierung 16 versehen sein, wobei zwischen konvexen Endabschnitten 17, 18 im Bereich der Schispitze 19 bzw. des Schiendes 20 und einem konkaven Mittelabschnitt 21 jeweils über eine Längsdistanz 22 die Seitenflächen 23. 24 der Schier 1, 2 gerade verlaufend ausgebildet sein können. Die Längsdistanzen 22 im Bereich der Schispitze 19 bzw. des Schiendes 20 können gleich groß oder auch unterschiedlich groß sein.
Durch das Ausmaß der Taillierung kann das Fahrverhalten der Schier 1, 2 an die unterschiedlichen Einsatzfälle zusätzlich angepaßt werden. Dazu ist es möglich, die Längsdistanzen 22 zu verkürzen oder aber kleinere Radien im konkaven Mittelabschnitt 21 vorzusehen.
Die Taillierung 16 kann auf einen Montagepunkt 25, der sich bevorzugt in der Längsmitte des Schis 1 bzw. 2 befindet, ausgerichtet sein. Dieser Montagepunkt 25 definiert im überwiegenden Maß auch den Befestigungsbereich 26 für die Schibindung 4. Üblicherweise wird die Schibindung 4 in Richtung der Längsmittelachse 8 des Schis 1 bzw. 2 zentrisch montiert, wobei in üblicher Weise der Abstand zwischen dem Montagepunkt 25 und dem Vorderbacken 6 bzw. Fersenhalter 7 gleich groß ist.
Durch Veränderung dieses Abstandes kann jedoch ebenfalls eine Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse des Benutzers erfolgen, um beispielsweise den Auftriebseffekt durch eine weiter in Richtung des Schiendes erfolgende Montage der Schibindung 4 zusätzlich zu unterstützen.
Der Aufbau der Schier 1, 2 kann nach beliebigen aus dem Stand der Technik für Alpin- bzw. Sprungschier oder dergl. bekannten Konstruktionsprinzipien erfolgen. Er kann auch mehrere zwischen dem Laufflächen- und Oberflächenbelag 15, 3 angeordnete Verstärkungseinlagen 27, beispielsweise aus Aluminium, glasfaserverstärktem Kunststoff, Metall, Gummi oder dergl., aufweisen. Überwiegend werden hierzu faserverstärkte Kunststoffe mit Glasfasern, Metallfasem, Graphitfasern, Keramikfasern und dergl. eingesetzt. Selbstverständlich ist es in Anlehnung an die Ausbildung der überwiegend zum Pistenfahren eingesetzten Alpinschier auch möglich, entsprechende Kerne im Inneren der Schier 1 und 2 anzuordnen. Weiters können Einlageteile angeordnet werden, um eine ausreichend stabile Befestigung der Schibindung 4 bzw. des Vorderbackens 6 und des Fersenhalters 7 zu ermöglichen.
Durch die Ausbildung dieser Verstärkungseinlagen und eine entsprechende Formgebung während des Verpressens der einzelnen Schichten oder auch durch die Wahl der Dicken dieser Verstärkungseinlagen bzw. -schichten kann zwischen der Schispitze 19 und dem Schiende 20 auch eine Vorspannhöhe 28 erzielt werden, die eine Vorspannung des Schis entgegen der Hauptbelastungsrichtung bewirkt. Dadurch können Vorteile ähnlich wie bei herkömmlichen Schiern erreicht werden.
In Fig.1 ist beim Schi 2 weiters gezeigt, daß die Schispitze 19 entweder auf die Längsmittelachse 8 des Schis 2 oder auf die Längsachse 9 der Schibindung 4 - wie mit strichlierten Linien angedeutet - zentriert 4
AT 403 991 B sein kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, der Schispitze 19 jede beliebige andere Form, beispielsweise eine halbkreisförmige Abrundung, eine elliptische oder parabolische Ausbildung, oder einen zur Längsmittelachse 8 des Schis 1, 2 schrägen Verlauf zu geben.
In Fig.3 und 4 ist ein Schi 1 gezeigt, bei dem die Längsachse 9 der Schibindung (4 in Fig.1, 2) schräg zur Längsmittelachse 8 des Schis 1 verläuft. Zudem ist die Längsachse 9 der Schibindung 4 gegenüber dem Montagepunkt 25 in Richtung der Innenseitenkante 11 seitlich versetzt. Durch das Ausmaß der Versetzung der Längsachse 9 der Schibindung 4 gegenüber dem Montagepunkt 25 kann eine Anpassung an die Schrittbreite des jeweiligen Benutzers geschaffen werden. Um bei der Schrägstellung der Längsachse 9 der Schibindung 4 gegenüber der Längsmittelachse 8 des Schis 1 ein möglichst unverändertes Fahrverhalten des Schis 1 zu erreichen, kann die Taillierung 16 gegenüber der Längsmittelachse 8 asymmetrisch sein. Bevorzugt wird die Taillierung 16 dann auf den Verlauf der Längsachse 9 der Schibindung 4 bezogen, so daß sich beim Belasten des Schis 1 zum Durchfahren von Bögen in den jeweiligen Richtungen annähernd gleiche Verhältnisse ergeben. Der Winkel 29 zwischen der Längsmittelachse 8 des Schis 1 und der Längsachse 9 der Schibindung 4 kann durch den Produzenten vorgewählt oder vom Benutzer frei bestimmt werden. Gleiches gilt auch für den Abstand 30 zwischen der Innenseitenkante 11 und dem Montagepunkt 31 auf der Längsachse 9 der Schibindung 4. Bei dieser Ausführungsform nimmt daher der Abstand 30 mit Verringerung einer Distanz 32 zur Schispitze 19 ab. Auch in diesem Fall sind der vordere und der hintere Endabschnitt 17 bzw. 18 des Schis 1 wieder konvex, und die Taillierung weist einen konkaven Mittelabschnitt 21 auf.
Beim in Fig.3 und 4 gezeigten Schi 1 beträgt die Schibreite 12 ebenfalls ca. 5% bis 20% der Länge 13 des Schis 1. Ebenso beträgt die Fläche des Laufflächenbelages 15 zwischen 1500 cm2 und 5000 cm2, bevorzugt 2200 cm2. Dies entspricht beispielsweise einem Schi 1 mit einer Länge 13 von ca. 170 cm und einer Breite von ca. 13 cm. Es ist natürlich auch möglich, einen Schi 1 mit einer Länge von 180 cm bei einer Breite von 20 cm herzustellen. Gleichermaßen kann der Schi 1 aber auch bei einer Länge 13 von 160 cm eine Breite bis zu 25 cm aufweisen.
Entscheidend ist, daß eine ausreichend große Lauffläche geschaffen wird, die einen entsprechend hohen Auftrieb im weichen Lockerschnee ermöglicht und andererseits abrupte Lastwechsel über eine größere Fläche verteilt, so daß ein rasches Einsinken des Schis verhindert wird. Die dadurch erzielte Dämpfung der Belastungswechsel verhindert unkontrollierte Fahrzustände.
Aus der Darstellung in Fig.4 ist überdies zu ersehen, daß zwischen dem Oberflächenbelag 3 und dem Laufflächenbelag 15 mehrere Verstärkungseinlagen 27 angeordnet sein können. Im Laufflächenbelag 15 bzw. in der dieser nächstliegenden Verstärkungseinlage 27 kann bzw. können, wie dies mit strichlierter Linie angedeutet ist, eine oder mehrere Führungsrille(n) 33 vorgesehen sein.
Der Oberflächenbelag 3 bzw. der Laufflächenbelag 15 und die Verstärkungseinlagen 27 können bis in den Bereich der Seitenflächen 23 durchgehen. Im Bereich der einen Seitenfläche 24 ist in Fig.4 als Alternative aber auch gezeigt, daß der seitliche Abschluß des Schis 1 durch eine Seitenwange 34 erfolgen kann, die gegebenenfalls im Bereich der unteren Seitenkante mit einer Rundung 35 ausgestattet sein kann.
Die Seitenwange 34 wird bevorzugt aus einem Material, wie beispielsweise Aluminium, hergestellt, welches eine geringere Festigkeit als Stahl, insbesondere aber eine Festigkeit aufweist, die geringer ist als 300 N/mm2. Dadurch wird sichergestellt, daß sich auch bei stärkeren Beanspruchungen die ursprünglich vorgesehene Rundung 35 nicht in eine scharfe Kante zuschleifen kann, sondern in stumpfer Ausführung verbleibt.
In Fig.5 ist eine andere Ausbildung des Schis 1 gezeigt, bei welcher die Lauffläche in einer senkrecht zur Längsmittelachse 8 des Schis 1 verlaufenden Richtung mit einem Knick 36 versehen ist. Damit verläuft ein Abschnitt 37 des Schis 1 unter einem Winkel 38 zu einem Abschnitt 39 des Schis 1, auf dem in bevorzugter Weise die Schibindung 4 angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, daß beim Fahren auf härterem Untergrund bzw. präparierten Pisten der Auflagefläche des Schis 1 etwa der eines Normalschis entspricht und damit auch die Steuerung des Schis 1 auf härteren Pisten vereinfacht wird, ohne daß der Benutzer das Gefühl hat, daß die Auflagefläche der Füße in Richtung der Innenseitenkanten 11 verschwenkt ist. Dies würde nur dann der Fall sein, wenn beispielsweise die Lauffläche 14 symmetrisch zur Längsmittelachse 8 des Schis 1 geknickt ist, wie dies beispielsweise im Abschnitt 39 der Lauffläche 14 mit strichlierter Linie angedeutet ist.
Selbstverständlich ist es bei dieser Ausgestaltung auch möglich, die Schibindung 4 zentrisch zur Längsmittelachse 8 des Schis 1 zu montieren. Der Schi 1 kann im übrigen auch im Bereich der beiden Seitenflächen 23, 24 eine unterschiedliche Dicke 40 bzw. 41 aufweisen. Es ist aber auch möglich, daß der Schi 1 eine gleiche Dicke im Bereich beider Seitenflächen 23, 24 aufweist. Bei der Ausgestaltung des Schis 1 mit unterschiedlichen Dicken 40, 41 ist eine zur Aufstandsfläche im Bereich der Schibindung 4 parallele Ausbildung des Oberflächenbelages 3 möglich. 5
Claims (12)
- AT 403 991 B Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß zur vereinfachten Beschreibung der Erfindung einzelne Teile des Schis bzw. der Schibindung lediglich andeutungsweise und teilweise unproportional vergrößert bzw. verkleinert dargestellt wurden. Patentansprüche 1. Alpinschi, mit einem Oberflächen- und einem Laufflächenbelag und dazwischen angeordneten Verstärkungseinlagen, mit einem Befestigungsabschnitt für eine Schibindung, und mit taillierten Seitenflächen, wobei die Länge (13) des Schis (1, 2) kleiner als 200 cm ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des Laufflächenbelages (15) 1500 cm2 bis 5000 cm2, vorzugsweise 2200 cm2, beträgt, daß die größte Breite (12) des Schis (1, 2) 5% bis 20% seiner Länge (13) beträgt und größer als 10 cm ist.
- 2. Alpinschi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Längsachse (9) der Schibindung (4) unter einem Winkel (29) zur Längsmittelachse (8) des Schis (1, 2) verläuft, wobei sich vorzugsweise der Abstand (30) zwischen der Innenseitenkante (11) des Schis und der Längsachse (9) der Schibindung (4) mit sich verringernder Distanz (32) zur Schispitze (19) vergrößert (Fig.3).
- 3. Alpinschi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Längsachse (9) der Schibindung (4) zur Längsmittelachse (8) des Schis (2), insbesondere zur Innenseitenkante (11) hin, parallel versetzt angeordnet ist (Fig.1).
- 4. Alpinschi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Oberflächen- bzw. Laufflächenbelag (3, 15) und die Verstärkungseinlagen (27) des Schis (1, 2) bis zu beiden Seitenflächen (23, 24) des Schis (1, 2) durchlaufend angeordnet sind (Fig.4).
- 5. Alpinschi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß bei Verwendung einer Seitenwange (34) deren Festigkeit geringer ist als jene von Stahl und z.B. kleiner als 300 N/mm2 ist (Fig.4).
- 6. Alpinschi nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet daß die Taiilierung (16) der Seitenflächen (23, 24) asymmetrisch in bezug auf die Längsmittelachse (8) des Schis (1, 2) oder die Längsachse (9) der Schibindung (4) ausgebildet ist (Fig.1, 3).
- 7. Alpinschi nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß die Taiilierung (16) des Schis (1, 2) symmetrisch zur Längsachse (9) der Schibindung (6, 7) ausgebildet ist (Fig.1, 3).
- 8. Alpinschi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Abschnitten (22) zwischen den konvex ausgebildeten vorderen und hinteren Endabschnitten (17, 18) und den konkav ausgebildeten Mittelabschnitten (21) des Schis (1, 2) die Seitenflächen (23, 24) des Schis (1, 2) in an sich bekannter Weise geradlinig verlaufen (Fig.1).
- 9. Alpinschi nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß die Schilauffläche (14) quer zur Längsmittelachse (8) des Schis (1, 2) geknickt ist und einen V-förmigen Querschnitt aufweist (Fig.5).
- 10. Alpinschi nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß ein sich in Richtung der im Fall eines Schipaars außenseitigen Schi-Seitenfläche (24) erstreckender Abschnitt der Lauffläche (14) , insbesondere in dem an die Schibindung (4) anschließenden Bereich, in Richtung des Oberflächenbelages (3) des Schis (1, 2) unter einem Winkel (38) ansteigt (Fig.5).
- 11. Alpinschi nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet daß die eine untere Seitenkante des Schis (1,2) mit einer Rundung (35) versehen ist (Fig.4).
- 12. Alpinschi nach einem der Ansprüche 1 bis 11. dadurch gekennzeichnet daß im Laufflächenbelag (15) in an sich bekannter Weise mehrere parallel zur Längsmittelachse (8) des Schis (1, 2) verlaufende Führungsrillen (33) angeordnet sind (Fig.4). Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 6
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